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DE-102024132002-A1 - Fahrzeugsitz mit verstellbarer Konsole

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Abstract

Die Erfindung zeigt einen Fahrzeugsitz (1), umfassend ein Sitzteil (2), einen das Sitzteil (2) tragenden Fahrzeugsitzunterbau (4), eine Armlehne (6a) und eine erste Konsole (3a) mit einer Bedieneinrichtung (10), wobei sich die Armlehne (6a) und die erste Konsole (3a) auch überwiegend neben dem Sitzteil (2) und/oder dem Fahrzeugsitzunterbau (4) erstrecken und die erste Konsole (3a) mittels einem ersten Konsolenträger (9a) an dem Fahrzeugsitzunterbau (4) befestigt ist, wobei die Armlehne (6a) fest auf der ersten Konsole (3a) angeordnet ist und die erste Konsole (3a) mit der Armlehne (6a) und der Bedieneinrichtung (10) über den Konsolenträger (9a) mit dem Fahrzeugsitzunterbau (4) verbunden sind und um eine in einer Breitenrichtung (Y) verlaufenden Drehachse (D) um einen Drehwinkel a drehbar sind, um die Position eines Auflagepunktes (A) eines Ellenbogen eines Insassen auf der Armlehne (6a) und eines Griffpunktes (G) einer Hand des Insassen an der Bedieneinrichtung (10) in Relation zum Sitzteil (2) gleichzeitig zu verstellen, wobei der Konsolenträger (9a) in einem vorderen Bereich die Drehachse (D) aufweist und in einem hinteren Bereich mindestens ein aufstellbares Hebelelement (13) aufweist, wobei eine Drehung der ersten Konsole (3a) um die Drehachse (D) durch ein Aufstellen oder Umlegen des Hebelelements (13) steuerbar ist.

Inventors

  • Florian SCHANDERL
  • Johannes Fillep

Assignees

  • GRAMMER AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241104

Claims (10)

  1. Fahrzeugsitz (1), umfassend ein Sitzteil (2), einen das Sitzteil (2) tragenden Fahrzeugsitzunterbau (4), eine Armlehne (6a) und eine erste Konsole (3a) mit einer Bedieneinrichtung (10), wobei sich die Armlehne (6a) und die erste Konsole (3a) auch überwiegend neben dem Sitzteil (2) und/oder dem Fahrzeugsitzunterbau (4) erstrecken und die erste Konsole (3a) mittels einem ersten Konsolenträger (9a) an dem Fahrzeugsitzunterbau (4) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet , dass die Armlehne (6a) fest auf der ersten Konsole (3a) angeordnet ist und die erste Konsole (3a) mit der Armlehne (6a) und der Bedieneinrichtung (10) über den Konsolenträger (9a) mit dem Fahrzeugsitzunterbau (4) verbunden sind und um eine in einer Breitenrichtung (Y) verlaufenden Drehachse (D) um einen Drehwinkel a drehbar sind, um die Position eines Auflagepunktes (A) eines Ellenbogen eines Insassen auf der Armlehne (6a) und eines Griffpunktes (G) einer Hand des Insassen an der Bedieneinrichtung (10) in Relation zum Sitzteil (2) gleichzeitig zu verstellen, wobei der Konsolenträger (9a) in einem vorderen Bereich die Drehachse (D) aufweist und in einem hinteren Bereich mindestens ein aufstellbares Hebelelement (13) aufweist, wobei eine Drehung der ersten Konsole (3a) um die Drehachse (D) durch ein Aufstellen oder Umlegen des Hebelelements (13) steuerbar ist.
  2. Fahrzeugsitz (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass durch die Drehung der ersten Konsole (3a) in eine erste Drehrichtung der Auflagepunkt (A) in einer Höhenrichtung (Z) nach oben verschiebbar ist und durch die Drehung der ersten Konsole (3a) in eine zweite Drehrichtung den Auflagepunkt (A) in der Höhenrichtung (Z) nach unten verschiebbar ist.
  3. Fahrzeugsitz (1) nach einem der vorangegangene Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Hebelelement (13) eine Schubkurbel mit einer L-förmige Kurbel (13) ist, welche an einem kurzen Ende (13b) mit einem Linearantrieb (14) verbunden ist und das kurze Ende (13b) in Höhenrichtung (Z) nach unten gerichtet ist, ein langes Ende (13a) in Längsrichtung (X) nach hinten ausgerichtet ist und die Kurbel (13) im Verbindungsbereich von kurzem und langem Ende (13b, 13a) drehbar am ersten Konsolenträger (9a) gelagert ist.
  4. Fahrzeugsitz (1) nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass das lange Ende der Kurbel (13a) mit der ersten Konsole (3a) in einem hinteren unteren Bereich der ersten Konsole (3a) verbunden ist, wobei der hintere untere Bereich der ersten Konsole (3a) dem vorderen Bereich in Längsrichtung (X) gegenüberliegend angeordnet ist.
  5. Fahrzeugsitz (1) nach Anspruch 3 oder 4 , dadurch gekennzeichnet , dass der Linearantrieb (14) eine Gewindespindel (14a) mit einer Führungsmutter (14d) aufweist, wobei eine Drehbewegung der Gewindespindel (14) mittels der Führungsmutter (14d) in eine Linearbewegung umwandelbar ist und die Linearbewegung mittels der Kurbel (13) in eine Drehbewegung umwandelbar ist und damit die Kurbel (13) aufstellbar oder umlegbar ist.
  6. Fahrzeugsitz (1) nach einem der vorangegangene Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Fahrzeugsitz (1) einen zweiten Konsolenträger (9b) und eine zweite Konsole (3b) aufweist, wobei auf der zweiten Konsole (3b) oberseitig eine zweite Armlehne (6b) angeordnet ist, wobei die zweite Konsole (3b), der zweite Konsolenträger (9b) und die zweite Armlehne (6b) der ersten Konsole (3a), dem ersten Konsolenträger (9a) und der ersten Armlehne (6a) in Bezug auf das Sitzteil (2) gegenüberliegend angeordnet sind.
  7. Fahrzeugsitz (1) nach Anspruch und 6, dadurch gekennzeichnet , dass die zweite Konsole (3b) parallel zur ersten Konsole (3a) und in einem vorderen Bereich der zweiten Konsole (3b) um die Drehachse (D) drehbar angeordnet ist
  8. Fahrzeugsitz (1) nach Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet , dass der zweite Konsolenträger (9b) eine zweite Kurbel (15) aufweist, wobei die erste Kurbel (13) und die zweite Kurbel (15) in Bezug auf das Sitzteil (2) gegenüberliegend und parallel zueinander angeordnet sind, wobei die zweite Kurbel (15) am zweiten Konsolenträger (9b) drehbar gelagert ist, wobei die erste Kurbel (13) und die zweite Kurbel (15) über eine Welle (W) miteinander verbunden sind, wobei eine Drehung der ersten Kurbel (13) durch die Welle (W) auf die zweite Kurbel (15) übertragbar ist.
  9. Fahrzeugsitz (1) nach Anspruch 6 oder 8 , dadurch gekennzeichnet , dass die erste Konsole (3a) und die zweite Konsole (3b) und damit die erste Armlehne (6a) und die zweite Armlehne (6b) parallel und synchron bei der Verstellung einer der beiden verstellt werden.
  10. Fahrzeugsitz (1) nach einem der Vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass ein Winkel β zwischen dem Griffpunkt (G) und dem Auflagepunkt (A) und einer Haupterstreckungsachse der Armlehne (6a, 6b) bei einer Verstellung der Konsole (3a, 3b) konstant bleibt.

Description

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz, umfassend ein Sitzteil, einen das Sitzteil tragenden Fahrzeugsitzunterbau, eine Armlehne und eine erste Konsole mit einer Bedieneinrichtung, wobei sich die Armlehne und die erste Konsole auch überwiegend neben dem Sitzteil und/oder dem Fahrzeugsitzunterbau erstrecken und die erste Konsole mittels einem ersten Konsolenträger an dem Fahrzeugsitzunterbau befestigt ist. Nutzfahrzeuge, wie Landmaschinen, Baumaschinen oder auch Transportfahrzeuge, haben üblicherweise sich neben dem Sitzteil erstreckende Konsolen, die als Träger für Bedieneinrichtungen wie Joysticks oder Bedienpulte dienen. Damit die Arme eines Insassen beim Halten eines Joysticks oder einer sonstigen Bedieneinrichtung nicht ermüden oder verspannen sind am Fahrzeugsitz Armlehnen angebracht, auf denen der Insasse seine Arme ablegen kann. Da verschieden Insassen verschieden groß sind und verschiedene Armlängen aufweisen muss, für eine bequeme Bedienung der Steuereinheit, zunächst die Höhe der Armlehne eingestellt werden, sodass der Ellenbogen auf der Armlehne aufliegt. In einem nächsten Schritt muss die Neigung der Armlehne eingestellt werden, sodass der Insasse die Bedieneinrichtung greifen kann. In einem letzten Schritt muss noch eine Neigung der Steuereinheit zur Armlehne eingestellt werden, damit das Handgelenk nicht überbogen wird. Diese verschiedenen Einstellungsschritte sind sehr aufwendig und langwierig. Zudem müssen die einzelnen Bauteile eine Vielzahl von Verstellmöglichkeiten aufweisen. Demzufolge ist es Aufgabe der Erfindung einen Fahrzeugsitz bereitzustellen, bei dem durch ein verbessertes Verstellsystem die Verstellung der Konsole vereinfacht sowie die Herstellungskosten und der Montageaufwand des Fahrzeugsitzes reduziert wird. Zur Lösung der Aufgabe wird ein erfindungsgemäßer Fahrzeugsitz bereitgestellt, umfassend ein Sitzteil, einen das Sitzteil tragenden Fahrzeugsitzunterbau, eine Armlehne und eine erste Konsole mit einer Bedieneinrichtung, wobei sich die Armlehne und die erste Konsole auch überwiegend neben dem Sitzteil und/oder dem Fahrzeugsitzunterbau erstrecken und die erste Konsole mittels einem ersten Konsolenträger an dem Fahrzeugsitzunterbau befestigt ist. Die Armlehne ist fest auf der ersten Konsole angeordnet und die erste Konsole ist mit der Armlehne und der Bedieneinrichtung über den Konsolenträger mit dem Fahrzeugsitzunterbau verbunden und um eine in einer Breitenrichtung verlaufenden Drehachse um einen Drehwinkel a drehbar sind, um die Position eines Auflagepunktes eines Ellenbogen eines Insassen auf der Armlehne und eines Griffpunktes einer Hand des Insassen an der Bedieneinrichtung in Relation zum Sitzteil gleichzeitig zu verstellen, wobei der Konsolenträger in einem vorderen Bereich die Drehachse aufweist und in einem hinteren Bereich mindestens ein aufstellbares Hebelelement aufweist, wobei eine Drehung der ersten Konsole um die Drehachse durch ein Aufstellen oder Umlegen des Hebelelements steuerbar ist. Längs-, Breiten- und Höhenrichtung beschreiben ein kartesisches Koordinatensystem X, Y, Z, dass sich an den Haupterstreckungsrichtungen des Fahrzeugsitzes orientiert. So erstreckt sich das Sitzteil im Wesentlichen in Längs- und Breitenrichtung, wohingegen sich Höhenrichtung senkrecht zu der Längs- und Breitenrichtung erstreckt. Üblicherweise weist der Fahrzeugsitz einen Fahrzeugsitzunterbau auf, der mit einer Karosserie eines Fahrzeuges verbunden ist. Auf dem Fahrzeugsitzunterbau ist ein Fahrzeugsitzaufbau angeordnet, der zumeist ein Sitzteil, ein Rückenteil und eine Kopfstütze umfasst. Der Fahrzeugsitzunterbau verfügt meistens über ein Federsystem, mithilfe dessen eine Relativbewegung zwischen Fahrzeugsitz und Karosserie in Höhenrichtung abgefedert werden und das Sitzteil in Höhenrichtung verstellt werden kann. Zudem kann der Fahrzeugsitzaufbau in Längsrichtung verschoben werden und das Rückenteil um die Breitenrichtung gedreht werden. Am Fahrzeugsitzunterbau werden typischerweise diverse Anbauteile wie beispielsweise Konsolen angeordnet. Als Konsole wird ein Bauteil bezeichnet, dass seitlich am Fahrzeugsitz angeordnet und als Tragestruktur für verschiedene weitere Bauteile dient. Insbesondere werden an der Konsole Bedieneinrichtungen wie Joysticks, Bedienhebel oder -knöpfe angebracht, die zur Steuerung des Fahrzeuges oder angehängter Arbeitsgeräte oder -maschinen dienen. Um bequem erreichbar zu sein kann die Konsole üblicherweise neben eine Verstellung in Längsrichtung auch in Höhenrichtung verstellt werden. Die Verstellung in Vorrichtung und in Rückrichtung dient dabei der Anpassung der Entfernung des Oberkörpers eines Insassen zur Konsole. Für kleinere Insassen kann es notwendig sein, beding durch die Armlänge des Insassen, die Konsole und damit eine eventuell vorhandene Steuereinheit näher an den Oberkörper heran, also zurück schieben zu müssen, um die Konsole und die eventuelle Steuereinheit bequem nutzen zu können. Für große Insassen kann, bedingt durch längere Arme