DE-102024132006-A1 - Kosmetische Zusammensetzung gegen Haarverlust
Abstract
Bereitgestellt wird eine kosmetische Zusammensetzung zur Förderung des Haarwuchses und Verhinderung von Haarverlust, wobei die kosmetische Zusammensetzung im Wesentlichen Melatonin, Dihydroquercetin-glucosid und/oder Epigallocatechingallat-glucosid2 umfasst. Das Mittel wird z.B. mit einem Sprüh-Applikator auf die Kopfhaut aufgetragen.
Inventors
- Erfinder auf Antrag nicht genannt.
Assignees
- DERM.AI AG Zürich
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241104
Claims (10)
- Zusammensetzung, umfassend 0,0001 bis 1 % Melatonin, und 1% bis 3% Dihydroquercitin-glucosid (DHQG) oder Epigallocatechingallatglucosid2 (EGCG2), oder ein Stoffgemisch davon, sowie Additive und Hilfsstoffe.
- Zusammensetzung nach Anspruch 1 , umfassend 0,01 bis 10 % DHQG enthaltenden Larix Europaea Wood Extract, und/oder 0,001 bis 1 % EGCG2 enthaltenden Camellia Sinensis Leaf Extract, und als Rest Glycerin und Wasser im Verhältnis 2:1 bis 1:2.
- Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2 , zusätzlich umfassend 0,01 bis 10 % Glycin, 0,001 bis 1 % Zinkchlorid und 0,001 bis 5 % Natriummetabisulfit.
- Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zur Verwendung als kosmetisches Mittel zur Förderung des Haarwachstums und/oder zur Bekämpfung der Abnahme der Haarqualität und Verbesserung der Haarqualität.
- Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 in Kombination mit einer Maßnahme, ausgewählt aus dem Zusatz von Minoxidil, dem Zusatz von Finasterid, der Mesotherapie, der Platelet Rich Plasma-Therapie, der Lasertherapie und der Verabreichung von Nahrungsergänzungsmitteln zur Verwendung als kosmetisches Mittel zur Förderung des Haarwachstums und/oder Bekämpfung von Haarverlust
- Verfahren zur Herstellung einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , wobei die Pflanzenextrakte, nämlich Larix Europaea Wood Extract und/oder Camellia Sinensis Leaf Extract in einer Lösung aus Glycerin und Wasser im Verhältnis 1:2 bis 2:1 gelöst werden, Zink, Glycin und Natriummetabisulfit hinzugefügt werden, Melatonin und Hilfsstoffe hinzugefügt werden und alles homogen vermischt wird.
- Sprühbehälter, enthaltend eine Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , wobei der Sprühbehälter am Sprühkopf eine rohrförmige Verlängerung besitzt, mit der das Mittel auf der Kopfhaut platziert wird.
- Sprühbehälter nach Anspruch 7 , wobei der Behälter 25 bis 100 ml der Zusammensetzung, vorzugsweise 25 bis 120 ml der Zusammensetzung, bevorzugter etwa 75 ml bis 90 ml der Zusammensetzung enthält.
- Sprühbehälter nach Anspruch 7 oder 8 oder Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zur topischen Applikation der Zusammensetzung abends vor dem Schlaf auf die Kopfhaut, wobei etwa 0,5 bis 3 ml Zusammensetzung auf das von Haarverlust betroffene Areal des Kopfes mit einem Vorgang appliziert werden.
- Sprühbehälter nach Anspruch 9 , wobei eine Anwendung einen Zeitraum von 1, 3 oder 6 Monaten und ggf. mehr erfordert.
Description
Technisches Gebiet Die vorliegende Erfindung betrifft eine kosmetische Zusammensetzung zur Stimulation des Haarwachstums, zur Bekämpfung von Haarverlust und gegen Haarverdünnung, wobei im Wesentlichen Pflanzenextrakte aus Larix Europaea Wood Extract und Camellia Sinensis Leaf Extract in Kombination mit Melatonin verwendet werden. Die Zusammensetzung wird topisch auf der Kopfhaut angewendet. Technischer Hintergrund Volles Kopfhaar stellt einen ästhetischen Faktor beim Aussehen des Menschen dar. Daher bedeutet Haarverlust oder auch schütteres Haar oft eine psychische Belastung für eine Person, und könnte optisch für Außenstehende auf einen Mangel an Gesundheit und Wohlergehen hinweisen. Es können sich darüber hinaus psychische Zustände bei der Person selbst manifestieren, weil sie sich der Norm ihrer Umgebung gegenüber benachteiligt fühlt. Eine besondere Rolle spielt dabei die Pathogenese der androgenetischen Alopezie. Die androgenetische Alopezie kann zum einen durch Androgene (z.B. Testosteron) zum anderen durch genetische Prägung ausgelöst werden. Sie äußert sich durch zunehmende Verkürzung der Haarwachstumsphase und durch progressive Haarfollikelminiaturisierung (regressive Metamorphose). Eigentlich ist androgenetischer Haarausfall (Alopecia androgenetica oder androgenetische Alopezie (AGA), durch Androgene hervorgerufener Haarausfall) eine normale Erscheinung des Älterwerdens. Durch Enzyme wird wie bei allen Hormone auch das Testosteron ab- und umgebaut. Das dabei entstehende Dihydrotestosteron (DHT) ist die biologisch aktive Form von Testosteron. DHT führt zu erhöhter Affinität der Rezeptoren im Haarfollikel. Dies führt zu Haarausfall. Etwa 80 % der Männer und 50 % der Frauen weltweit sind betroffen. Bei Männern ist der Beginn der AGA durch das Zurücktreten der Stirn-Haar-Grenze an den Schläfen mit der Ausbildung von Geheimratsecken gekennzeichnet. Im weiteren Verlauf tritt eine zunehmende Haarlichtung in der Scheitelregion (Tonsurbereich) ein. Bei Frauen beginnt der AGA im Bereich des Mittelscheitels. Im weiteren Verlauf tritt eine zunehmende Haarlichtung in der Kronenregion ein. Der AGA beginnt in der Regel nach der Menopause. Die Behandlung hormonabhängiger Tumoren wie Brustkrebs mit Aromatasehemmern können ebenfalls zu einem androgenetischen Haarausfall bei jüngeren Frauen führen. Familiär gehäufter Haarausfall spricht für eine erbliche Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegen das Steroidhormon Dihydrotestosteron (DHT). Die Wachstumsphase (Anagenphase) der Haare ist verkürzt. Das führt zu Haarausfall sowie einer Verkürzung und Veränderung des Haarschafts und zunehmender Abnahme der Kopfbehaarung, also Alopezie. Dabei erkennt man männliche Muster und weibliche Muster der Alopezie. Männliche Alopezie ist genetisch bedingt und eine besondere Rolle spielt zudem der Testosteronspiegel. In der Menopause (d.h. den Wechseljahren) sinkt der Östrogenspiegel, aber das die androgene Alopezie auslösende Testosteron bleibt im Spiegel gleich, sodass dessen Wirkung überwiegt. Ähnliche Störungen beobachtet man beim Gebrauch von hormonellen Kontrazeptiva und bei medizinisch indizierten Hormongaben. Ein weiterer Aspekt von Haarausfall ist der sogenannte diffuse Haarausfall. Vom diffusen Haarausfall (diffuse Alopezie, telogenes Effluvium) spricht man, wenn die Haare vom gesamten Kopf verstärkt ausfallen. Dieser Haarausfall tritt öfter bei Frauen auf. Die Ursachen sind vielfältig, z.B. Hormonschwankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, Infektionen, Kopfhauterkrankungen, Lupus, Stress oder einseitige Ernährung wie radikale Diäten, Einfluss von bestimmten Medikamenten, wie Beta-Blocker oder Statine, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, Morbus Crohn, Bulimie, Anorexie oder auch bei Anämie. Saisonaler Haarausfall tritt regelmäßig auf. Eigentlich entspricht er einem natürlichen Zyklus und ist in der Regel vorübergehend. Es handelt sich also um ein natürliches, physiologisches Phänomen, wie bei zahlreichen anderen lebenden Organismen auch, die jahreszeitliche Zyklen durchleben, wie Pflanzen, die Haut und eben auch das Haar. Das Haar schützt zudem vor Witterungseinflüssen und externen Faktoren, u.a. auch vor UV-Strahlung. Wie Tiere verlieren auch Menschen von Natur aus Haar. Beim Wechsel der Jahreszeiten kommt es allerdings bei manchen Menschen zu Haarausfall. In den meisten Fällen ereignet sich der Haarausfall im Frühling und Herbst, wenn Temperaturschwankungen stärker sind und die Kopfhaut und Haarfollikel belasten. Daher wurden in der Vergangenheit Versuche unternommen, um Haarverlust und Haarverdünnung zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche auf die Kopfhaut aufzutragende Präparate vorgeschlagen, deren Wirkung gegen Haarverlust mehr oder weniger erfolgreich war, vgl. Review-Artikel von Feroze Kaliyadan, „Androgenetic Alopecia - Medical Management“ in Clinical Dermatology Review 2022; Bd. 6; Seiten 75-79; DOI: 10.4103/cdr.cdr_27_21. Bekannte Wirkstoffe sind demnach Minoxidil, ein Kaliumkanalöf