DE-102024132023-A1 - Schutzelement und Schutzkleidungsstück
Abstract
Die vorliegende Offenbarung betrifft im Allgemeinen eine tragbare Schutztechnologie. Die vorliegende Offenbarung betrifft insbesondere den Schutz von Verkehrsteilnehmern durch die Bereitstellung spezieller Schutzausrüstung, die von den Verkehrsteilnehmern während der Teilnahme am Straßenverkehr getragen wird. Die vorliegende Offenbarung betrifft eine tragbare Schutztechnologie, beispielsweise zur Verwendung beim Betreiben eines Fahrzeugs. Entsprechend ist ein Schutzelement (12) umfassend ein Gehäuse (16) mit einem Raum (28) bereitgestellt, wobei der Raum (28) Folgendes aufnimmt: ein Aufblaselement (20), das eine Fluidquelle zum Aufblasen eines Airbagelements (34) bereitstellt, eine elektronische Steuereinheit (22) zur Steuerung der Aktivierung des Aufblaselements (20), einen Akku (24) zur Stromversorgung der elektronischen Steuereinheit (22) und gegebenenfalls des Aufblaselements (20), und eine Mensch-Maschine-Schnittstelle (26) zum Aktivieren und Deaktivieren der elektronischen Steuereinheit (22) und/oder zum Steuern des Betriebs der elektronischen Steuereinheit (22), wobei die Mensch-Maschine-Schnittstelle (26) von außerhalb des Raums (28) betätigbar ist.
Inventors
- Pontus Sundberg
- Alexander Mucchiano-Ahlstrom
Assignees
- AUTOLIV DEVELOPMENT AB
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241104
Claims (15)
- Schutzelement (12), umfassend ein Gehäuse (16) mit einem Raum (28), wobei der Raum (28) Folgendes aufnimmt: ein Aufblaselement (20), das eine Fluidquelle zum Aufblasen eines Airbagelements (34) bereitstellt, eine elektronische Steuereinheit (22) zum Steuern der Aktivierung des Aufblaselements (20), einen Akku (24) zur Stromversorgung der elektronischen Steuereinheit (22) und optional des Aufblaselements (20), und eine Mensch-Maschine-Schnittstelle (26) zum Aktivieren und Deaktivieren der elektronischen Steuereinheit (22) und/oder zum Steuern des Betriebs der elektronischen Steuereinheit (22), wobei die Mensch-Maschine-Schnittstelle (26) von außerhalb des Raums (28) betätigbar ist.
- Schutzelement (12) nach dem vorhergehenden Anspruch, umfassend ein entfernbares Abdeckelement (18) zum Ermöglichen eines Zugangs zum Inneren des Raums (28), wobei das Aufblaselement (20) nach Entfernen des Abdeckelements (18) aus dem Raum (28) entfernbar ist.
- Schutzelement (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens eines der elektronischen Steuereinheit (22) und des Akkus (24) jeweils in einem speziellen Gehäuse der elektronischen Steuereinheit (30) oder Akkugehäuse (32) innerhalb des Raums (28) aufgenommen sind, und wobei das Gehäuse (30) der elektronischen Steuereinheit oder das Akkugehäuse (32) als ein Gehäuse eingerichtet ist, das eine bestimmte IP-Schutzart aufweist.
- Schutzelement (12) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Gehäuse (30) der elektronischen Steuereinheit oder das Akkugehäuse (32) seine jeweilige bestimmte IP-Schutzart auch dann beibehält, wenn das entfernbare Abdeckelement (18) entfernt ist und Zugang zum Inneren des Raums (28) ermöglicht ist.
- Schutzelement (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4 , wobei die Mensch-Maschine-Schnittstelle (26) in das Gehäuse (30) der elektronischen Steuereinheit integriert ist, und wobei die Mensch-Maschine-Schnittstelle (26) von außerhalb des Raums (28) durch eine erste Öffnung (46) in dem Abdeckelement (18) betätigbar ist.
- Schutzelement (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die elektronische Steuereinheit (22) so eingerichtet ist, dass sie bei Erkennung eines Unfalls ein Aktivierungssignal erzeugt, und wobei das Aktivierungssignal die Aktivierung des Aufblaselements (20), insbesondere eine Freigabe von Fluid aus dem Aufblaselement (20), auslöst.
- Schutzelement (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Aufblaselement (20) so eingerichtet ist, dass es mit einem Airbagelement (34) eines Schutzkleidungsstücks (10) verbindbar ist, und/oder wobei der Raum (28) eine zweite Öffnung (48) umfasst, die Zugang zu dem Aufblaselement (20) für das Verbinden eines Airbagelements (34) mit dem Aufblaselement (20) bereitstellt.
- Schutzelement (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Schutzelement (12) eingerichtet ist, um funktional an einem Schutzkleidungsstück (10) angebracht zu werden, indem nur das Aufblaselement (20) mit einem innerhalb des Schutzkleidungsstücks (10) angeordneten Airbagelement (34) in Eingriff gebracht wird, um einen Fluidfluss aus dem Aufblaselement (20) zu einem Airbagelement (34) zu ermöglichen, und wobei das Schutzelement (12) eingerichtet ist, um vollständig von dem Schutzkleidungsstück (10) entfernbar zu sein, nachdem nur das Aufblaselement (20) vom Airbagelement (34) gelöst wurde.
- Schutzelement (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Aufblaselement (20) durch mindestens ein an einer Innenfläche des Raums (28) und gegebenenfalls an der im geschlossenen Zustand zum Innenraum des Raums (28) weisenden Fläche des Abdeckelements (18) angeordnetes Befestigungselement (36) in einer definierten Position innerhalb des Raums (28) gehalten wird.
- Schutzelement (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Schutzelement (12) so angepasst ist, dass es in der Wirbelsäulenregion des Rückens eines Trägers (14) anordbar ist, um eine Schutzfunktion für den Rücken des Trägers (14) bereitzustellen.
- Schutzelement (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend: ein Kommunikationselement zur Ermöglichung einer Kommunikation der elektronischen Steuereinheit (22) mit einer externen Vorrichtung.
- Schutzkleidungsstück (10) beinhaltend ein Schutzelement (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
- Schutzkleidungsstück (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Schutzkleidungsstück (10) ein westenartiges oder jackenartiges Schutzkleidungsstück (10) ist, das am Oberkörper des Trägers (14) getragen wird.
- Schutzkleidungsstück (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Schutzkleidungsstück (10) ein Airbagelement (34) umfasst, und wobei das Aufblaselement (20) in Fluidverbindung mit dem Airbagelement (34) steht, um ein Aufblasen des Airbagelements (34) bei Aktivierung des Aufblaselements (20) zu ermöglichen.
- Schutzkleidungsstück (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Schutzkleidungsstück (10) eine Tasche (42) zum entfernbaren Aufnehmen des Schutzelements (12) umfasst.
Description
TECHNISCHES GEBIET Die vorliegende Offenbarung betrifft im Allgemeinen eine tragbare Schutztechnologie. Die vorliegende Offenbarung betrifft insbesondere den Schutz von Verkehrsteilnehmern durch die Bereitstellung spezieller Schutzausrüstung, die von den Verkehrsteilnehmern während der Teilnahme am Straßenverkehr getragen wird. Ferner betrifft die vorliegende Offenbarung insbesondere ein Schutzelement und ein Schutzkleidungsstück, das von einem Fahrzeugnutzer während des Betriebs des Fahrzeugs getragen wird. STAND DER TECHNIK Die vorliegende Offenbarung betrifft eine tragbare Schutztechnologie, beispielsweise zur Verwendung beim Betreiben eines Fahrzeugs. Tragbare Schutzelemente sind insbesondere vorteilhaft beim Betreiben eines Fahrzeugs, da sie sowohl die Sicherheit des Fahrers als auch in manchen Fällen der Passagiere erhöhen. Diese Vorteile gelten für verschiedene Fahrzeugarten, einschließlich Kraftfahrzeugen, Motorrädern, Fahrrädern und Nutzfahrzeugen wie Gabelstaplern. Ein bestimmter Vorteil ist die Verminderung der Schwere von Verletzungen im Falle eines Unfalls. Tragbare Schutzkleidungsstücke wie Jacken und Hosen können so gestaltet sein, dass sie die Kraft eines Aufpralls absorbieren und verteilen und so den Körper des Trägers vor schweren Abschürfungen, Schnitten und Verletzungen durch stumpfe Krafteinwirkung, wie sie häufig bei Fahrzeugunfällen vorkommen, schützen. Zusätzlich können bequeme und ergonomisch gestaltete tragbare Schutzelemente Ermüdungserscheinungen verringern, indem sie den Fahrer vor Windstößen, Vibrationen und anderen physischen Belastungen während der Fahrt abschirmen, was zu einer besseren Konzentration und Kontrolle des Fahrzeugs führt und darüber hinaus ein Gefühl der Sicherheit bereitstellt, das zu einem selbstbewussteren Betreiben des Fahrzeugs ermutigt. Indem sie die mit dem Betrieb eines Fahrzeugs verbundenen Risiken mindern, tragen tragbare Schutzelemente erheblich zur Gesamtsicherheit des Fahrumfelds bei, was sie zu einer wichtigen Überlegung für jeden, der ein Fahrzeug betreibt, macht. Daher kann ein Bedarf an verbesserten Schutzkleidungsstücken bestehen. Ferner kann ein Bedarf an Schutzelementen bestehen, die eine einfache Struktur aufweisen und eine einfache Einrichtung, Bedienung und Wartung vorsehen. ZUSAMMENFASSUNG Mindestens eines dieser Bedürfnisse kann durch den Gegenstand der unabhängigen Patentansprüche befriedigt werden. In den abhängigen Ansprüchen werden bevorzugte Ausführungsformen bereitgestellt und in der folgenden Beschreibung ausführlich erklärt. Die vorliegende Erfindung betrifft tragbare Schutztechnologie, wie Schutzelemente und Schutzkleidungsstücke. Gemäß einem ersten Aspekt der Offenbarung ist ein Schutzelement bereitgestellt, umfassend ein Gehäuse mit einem Raum, wobei der Raum Folgendes aufnimmt: ein Aufblaselement, das eine Fluidquelle zum Aufblasen eines Airbagelements bereitstellt, eine elektronische Steuereinheit zur Steuerung der Aktivierung des Aufblaselements, einen Akku zur Stromversorgung der elektronischen Steuereinheit und gegebenenfalls des Aufblaselements, und eine Mensch-Maschine-Schnittstelle zum Aktivieren und Deaktivieren der elektronischen Steuereinheit und/oder zum Steuern des Betriebs der elektronischen Steuereinheit, wobei die Mensch-Maschine-Schnittstelle von außerhalb des Raums bedienbar ist. Gemäß einem zweiten Aspekt der Offenbarung wird ein Schutzkleidungsstück bereitgestellt, das ein Schutzelement gemäß der vorliegenden Offenbarung beinhaltet. Im Allgemeinen kann die vorliegende Offenbarung als Bereitstellung eines Schutzelements angesehen werden, das sowohl eine passive Schutzfunktion für einen Träger bereitstellt als auch weitere Elemente für das Ermöglichen einer aktiven Schutzfunktion, möglicherweise in Wechselwirkung mit weiteren Elementen außerhalb des Schutzelements, vereint. Die passive Schutzfunktion kann z. B. darin bestehen, die Wirbelsäulenregion des Trägers zu schützen, beispielsweise in Form eines passiven Rückenprotektors. Ein solcher passiver Rückenprotektor für Verkehrsteilnehmer, z. B. für Motorradfahrer, kann als Teil einer Sicherheitsausrüstung angesehen werden, die die Wirbelsäule und den Rücken bei einem Unfall oder Aufprall vor Verletzungen schützen soll. Passive Rückenprotektoren nutzen ausschließlich ihre Materialien und ihre Struktur, um Aufprallkräfte zu absorbieren und abzuleiten. Herkömmlicherweise werden solche Schutzelemente aus Materialien wie viskoelastischen Schaumstoffen, hochdichten Polymeren oder Memory-Schaumstoffen hergestellt, die bei einem Aufprall Energie absorbieren und verteilen. Bei Krafteinwirkung können diese Materialien komprimieren, wodurch die Kraft auf eine größere Fläche verteilt und die Menge der Energie reduziert wird, die auf den Körper des Trägers und insbesondere auf die Rückenregion trifft. Um die Aufprallenergie effektiv und gleichmäßig zu verteilen, können solche Schutzelemente Schichten oder Abschnitte aufweisen, die dazu beitragen, die Aufprallkraft auf ein