DE-102024132031-A1 - Kabinenbeleuchtung mit elektronischem-Papier-Reflektor
Abstract
Eine Beleuchtungsanordnung (30) für eine Passagierkabine (4) eines Passagierflugzeuges (2) enthält eine mehrfarbfähige Lichtquelle (16) mit einstellbarem Quellspektrums (22) ihres Quelllichts (20), eine Gesamtfläche (34), die direkt von dem Quelllicht (20) bestrahlt ist, eine in ihrer Papierfarbe (PF) einstellbare Papieranordnung (36) aus elektronischem Papier (38) auf einer Papierfläche (40) als Teil der Gesamtfläche (34), und eine restliche, nicht zur Papierfläche (40) gehörende Neutralfläche (42) der Gesamtfläche (34). Eine Passagierkabine (4) mit der Beleuchtungsanordnung (30) im Montagezustand (M) enthält die Kabinenoberfläche (32), Gesamtfläche (34), Papierfläche (40) und Neutralfläche (42). Bei einem Verfahren zu Betreiben der Beleuchtungsanordnung wird eine Wunsch-Papierfarbe (PF) und eine Zielfarbe (ZF) für einen Sensorbereich (51) gewählt, und eine Steuereinheit (52) ermittelt das passende Quellspektrum (22) und / oder die Papierfarbe (PF).
Inventors
- Dirk-Achim Schevardo
- Benjamin Ettenhuber
Assignees
- DIEHL AEROSPACE GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241104
Claims (10)
- Beleuchtungsanordnung (30) für eine bestimmungsgemäße Passagierkabine (4) eines Passagierflugzeuges (2), wobei die Passagierkabine (4) eine innere Kabinenoberfläche (32) aufweist, - mit einer mehrfarbfähigen Lichtquelle (16), die hinsichtlich eines Quellspektrums (22) des von ihr ausgesendeten Quelllichts (20) einstellbar ist, - mit einer Gesamtfläche (34), wobei die Gesamtfläche (34) derjenige Anteil der Kabinenoberfläche (32) ist, der in einem Montagezustand (M) und im Betrieb (B) der Beleuchtungsanordnung (30) in der Passagierkabine (4) direkt von dem Quelllicht (20) bestrahlt ist, - mit einer Papieranordnung (36), die aus wenigstens einem elektronischen Papier (38) gebildet ist, und die im Montagezustand (M) auf einer Papierfläche (40) aufgebracht ist, wobei die Papierfläche (40) ein echter Teil der Gesamtfläche (34) ist, - wobei die Papieranordnung (36) hinsichtlich ihrer Papierfarbe (PF) einstellbar ist, - wobei die restliche, nicht zur Papierfläche (40) gehörende Gesamtfläche (34) eine Neutralfläche (42) ist.
- Beleuchtungsanordnung (30) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass zumindest ein Teil der Papierfläche (40) zumindest ein Teil einer Oberfläche einer Decke (8) der Passagierkabine (4) ist.
- Beleuchtungsanordnung (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass zumindest ein Teil der Neutralfläche (42) zumindest ein Teil einer Oberfläche eines Staufaches (10) und/oder einer Seitenwand der Passagierkabine (4) ist.
- Beleuchtungsanordnung (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Beleuchtungsanordnung (30) eine Steuereinheit (52) enthält, die dazu eingerichtet ist, die Lichtquelle (16) hinsichtlich ihres Quellspektrums (22) und das Papier (38) hinsichtlich seiner Papierfarbe (PF) anzusteuern.
- Beleuchtungsanordnung (30) nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass - die Beleuchtungsanordnung (30) wenigstens einen Sensor (50) enthält, der auf einen Sensorbereich (51) der Kabinenoberfläche (32) gerichtet ist, und von dem ein mit dem aktuellen Beleuchtungszustand des Sensorbereiches (51) korreliertes Sensorsignal bereitgestellt ist, - wobei die Steuereinheit (52) dazu eingerichtet ist, die Lichtquelle (16) und/oder das Papier (38) in Abhängigkeit wenigstens eines der Sensorsignale anzusteuern.
- Beleuchtungsanordnung (30) nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass - eine Wunsch-Papierfarbe (PF) als Farbe des von dem Papier (38) in die Passagierkabine (4) gestreuten Quelllichts (20) gewählt, - für wenigstens einen der Sensorbereiche (51) eine Zielfarbe (ZF) vorgegeben ist, - und die Steuereinheit (52) dazu eingerichtet ist, die Lichtquelle (16) und/oder das Papier (38) in Abhängigkeit wenigstens eines der Sensorsignale so anzusteuern, dass der Beleuchtungszustand des betreffenden Sensorbereiches (51) die Zielfarbe (ZF) aufweist.
- Beleuchtungsanordnung (30) nach einem der Ansprüche 4 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass in der Steuereinheit (52) eine Auswahl (A) von Vorgaben (V1-4) vorhanden ist, - wobei jede Vorgabe (V1-4) ein bestimmtes Quellspektrum (22) und /oder eine bestimmte Papierfarbe (PF) enthält, - die Beleuchtungsanordnung (30) wahlweise nach einer auswählbaren der Vorgaben (V1-4) betreibbar ist.
- Passagierkabine (4), - mit der Beleuchtungsanordnung (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, - mit der Kabinenoberfläche (32) und der Gesamtfläche (34) und der Papierfläche (40) und der Neutralfläche (42), - wobei sich die Beleuchtungsanordnung (30) im Montagezustand (M) in der Passagierkabine (4) befindet.
- Verfahren zu Betreiben der Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 7 , bei dem: - eine Wunsch-Papierfarbe (PF) gewählt wird, die die Farbe des von dem Papier (38) in die Passagierkabine (4) ausgestrahlten Lichts ist, - eine Zielfarbe (ZF) für wenigstens einen der Sensorbereiche (51) gewählt wird, - die Steuereinheit (52) das Quellspektrum (22) und /oder die Papierfarbe (PF) derart ermittelt, dass sich Wunsch-Papierfarbe (PF) und Zielfarbe (ZF) in der Passagierkabine (4) einstellen.
- Verfahren nach Anspruch 9 , dadurch gekennzeichnet , dass die Steuereinheit (52) das Quellspektrum (22) und / oder die Papierfarbe (PF) dadurch ermittelt, dass sie das Quellspektrum (22) des Quelllichts (20) und das Streuspektrum (60) der Papieranordnung (36) und das Streuspektrum (66) der Neutralfläche (42) und das Spektrum (62) des von der Papieranordnung (36) und das Spektrum (68) des von der Neutralfläche (42) gestreuten Quelllichts (20) auswertet.
Description
Die Erfindung betrifft die Beleuchtung einer Passagierkabine eines Passagierflugzeuges. In der Praxis ist häufig eine Beleuchtung / Ausleuchtung der Passagierkabine gewünscht, bei der die Farbe des Lichts veränderbar bzw. wunschgemäß einstellbar / wählbar ist. Aus der DE 10 2015 007 888 A1 ist ein gerades Leuchtmodul bekannt, mit einer Mehrzahl von Lichtquellen. Das Leuchtmodul ist endseitig lückenlos an gleiche Leuchtmodule anlegbar und weist einen Leuchtkegel auf, der auf einer beleuchteten Fläche einen seitlich quer vom Leuchtmodul weg verlaufender Leuchtstreifen erzeugt, der sich wenigstens über die gesamte Länge des Leuchtmoduls erstreckt. Eine Leuchte enthält mindestens zwei lückenlos aneinander angelegte Leuchtmodule und eine einzige Schnittstelle zur individuellen Ansteuerung von Farbe und Helligkeit der jeweiligen Leuchtmodule. Ein Wandelement für einen Innenraum eines Fahrzeugs umfasst als Fläche eine zu beleuchtende Wandfläche und eine Beleuchtungseinrichtung zu deren Beleuchtung, wobei die Beleuchtungseinrichtung mehrere Leuchtmodule enthält. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Verbesserungen im Hinblick auf die Beleuchtung in einer Passagierkabine eines Passagierflugzeuges vorzuschlagen. Die Aufgabe wird gelöst durch eine Beleuchtungsanordnung gemäß Patentanspruch 1. Bevorzugte oder vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sowie anderer Erfindungskategorien ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren. Die Beleuchtungsanordnung ist eine solche für eine bestimmungsgemäße Passagierkabine eines Passagierflugzeuges. „Bestimmungsgemäß“ heißt, dass die Beleuchtungsanordnung auf bestimmte oder bestimmte Typen von Passagierkabinen / -flugzeugen konstruktiv abgestimmt ist und für den Einsatz dort eingerichtet ist; z.B. für die dadurch bestimmten Geometrie- und Systemanforderungen usw. ausgelegt ist. Mit anderen Worten werden insbesondere betreffende Passagierkabinen als bekannt hinsichtlich ihrer Geometrie- und Systemanforderungen usw. vorausgesetzt. Konkret werden also die im folgenden genannten Eigenschaften der Passagierkabinen vorausgesetzt:Die Erfindung geht dabei davon aus, dass die Passagierkabine eine innere Kabinenoberfläche aufweist. Die innere Kabinenoberfläche ist diejenige Oberfläche, die dem Innenraum, also der eigentlichen Passagierkabine, zugewandt ist. Die Beleuchtungsanordnung enthält eine Lichtquelle. Die Lichtquelle ist mehrfarbfähig, dies bedeutet, dass die Lichtquelle wahlweise nicht nur weißes, sondern auch farbiges, zum Beispiel rotes, grünes, blaues usw. Licht aussenden kann. Die Lichtquelle kann hierbei auch mehrere Einzellichtquellen / Einzelleuchten umfassen, die in der Passagierkabine verteilt sind. Die Lichtquelle ist daher hinsichtlich eines Quellspektrums des von ihr ausgesendeten Quelllichts einstellbar. Dies betrifft wenigstens eine der oben genannten Einzellichtquellen, diese können gemeinsam oder individuell entsprechend einstellbar sein. Durch die Veränderung des Quellspektrums ändert sich also insbesondere die Farbe des von der Lichtquelle aktuell erzeugten bzw. ausgesendeten Lichts. „Farbe“ ist hier vorliegend stets auch im Sinne von Farbe und/oder Helligkeit zu verstehen. Vorliegend liegt der Schwerpunkt jedoch auf der Farbgebung in der Kabine, weshalb die Helligkeit nicht weiter explizit erwähnt sein soll. Die Beleuchtungsanordnung weist eine Gesamtfläche auf bzw. ist dieser eine solche Gesamtfläche zugeordnet. Die Gesamtfläche ist derjenige Anteil der Kabinenoberfläche, der - wenn sich die Beleuchtungsanordnung in einem Montagezustand in der Passagierkabine und im Betrieb befindet - direkt von dem Quelllicht bestrahlt ist. Die Erfindung geht dabei im obigen Sinne also davon aus, dass sich die Lichtquelle - im Betrieb und Montagezustand - an einem bestimmten Einbauort in der Passagierkabine befindet, von dem aus sie in die Passagierkabine strahlt. Dabei beleuchtet / bestrahlt sie einen Teil der inneren Kabinenoberfläche direkt, also in gerader Linie mit dem von ihr ausgesendeten Quelllicht. Dieser direkt beleuchtete Teil der Kabinenoberfläche ist dann die Gesamtfläche. Die Beleuchtungsanordnung enthält eine Papieranordnung. Die Papieranordnung ist aus wenigstens einem oder mehreren elektronischen Papieren gebildet. Ein derartiges Papier ist insbesondere ein sogenanntes EPD (electronic paper display). Mit anderen Worten bildet die Gesamtheit der elektronischen Papiere die jeweilige Papieranordnung. Die Papieranordnung bzw. die elektronischen Papiere sind dabei - im Montagezustand, siehe oben - auf einer Papierfläche aufgebracht. Die Papierfläche ist ein echter Teil bzw. Abschnitt der Gesamtfläche und daher kleiner als die Gesamtfläche. Mit anderen Worten ist im Montagezustand ein echter Teil, also nicht die gesamte, Gesamtfläche mit elektronischem Papier tapeziert, bedeckt oder verkleidet. Die gesamte so bedeckte Teilfläche der Gesamtfläche wird als Papierfläche bezeichnet. Die Papieranordnung is