DE-102024132050-A1 - Verfahren zum Entfernen von Anlauffarben auf einer Oberfläche einer Schweißverbindung einer Komponente eines Feldgeräts
Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entfernen von Anlauffarben auf einer Oberfläche (1) einer Schweißverbindung (2) einer rotationssymmetrischen Komponente (3) eines Feldgeräts (4), wobei das Feldgerät (4) zur Bestimmung und/oder Überwachung mindestens eines chemischen und/oder physikalischen Parameters eines Mediums dient, wobei das Verfahren zumindest die folgenden Schritte umfasst: - Anordnen der Komponente (3) auf einem Träger (6), welcher dazu ausgestaltet ist, die Komponente (3) entlang ihrer Rotationsachse zu rotieren, - Bestrahlen der Oberfläche (1) der Schweißverbindung (2) mittels eines Lasergeräts (7), wobei das Lasergerät (7) dazu ausgestaltet ist, gepulstes Laserlicht in Richtung der Komponente (3) auszusenden, wobei das Lasergerät (7) und der Träger (6) derart ausgestaltet sind, dass das gepulste Laserlicht über die gesamte Oberfläche (1) der Schweißverbindung (2) führbar ist.
Inventors
- Markus Berger
- Ingmar Bürgin
- Daniel Granier
- Elmar Wosnitza
- Florian Hess
- Matthias Boy
- Albert Meister
Assignees
- Endress+Hauser SE+Co. KG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241104
Claims (12)
- Verfahren zum Entfernen von Anlauffarben auf einer Oberfläche (1) einer Schweißverbindung (2) einer rotationssymmetrischen Komponente (3) eines Feldgeräts (4), wobei das Feldgerät (4) zur Bestimmung und/oder Überwachung mindestens eines chemischen und/oder physikalischen Parameters eines Mediums dient, wobei das Verfahren zumindest die folgenden Schritte umfasst: - Anordnen der Komponente (3) auf einem Träger (6), welcher dazu ausgestaltet ist, die Komponente (3) entlang ihrer Rotationsachse zu rotieren, - Bestrahlen der Oberfläche (1) der Schweißverbindung (2) mittels eines Lasergeräts (7), wobei das Lasergerät (7) dazu ausgestaltet ist, gepulstes Laserlicht in Richtung der Komponente (3) auszusenden, wobei das Lasergerät (7) und der Träger (6) derart ausgestaltet sind, dass das gepulste Laserlicht über die gesamte Oberfläche (1) der Schweißverbindung (2) führbar ist.
- Verfahren nach Anspruch 1 , wobei mittels des Trägers eine Umfangsgeschwindigkeit der Komponente (3) zwischen 1°/s bis 170°/s gewählt wird.
- Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Laserlicht derart ausgestaltet ist und derart über die Oberfläche (1) geführt wird, dass eine Oberflächenrauigkeit von maximal 0.76 µm erhalten wird.
- Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Laserlicht derart ausgestaltet ist und derart über die Oberfläche (1) geführt wird, dass aufeinander folgende Pulse des gepulsten Laserlichts einen Abstand von 1 µm bis 50 µm auf der Oberfläche (1) der Schweißverbindung (2) aufweisen.
- Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei für einen Lichtpulsdurchmesser des Laserlichts auf der Oberfläche (1) ein Lichtpulsdurchmesser von 10 µm bis 60 µm gewählt wird.
- Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Laserlicht derart ausgestaltet ist und derart über die Oberfläche (1) geführt wird, dass das Laserlicht zwischen 0 µm und 2 µm in die Oberfläche (1) eindringt.
- Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei für eine mittlere Pulsenergie des Laserlichts eine Pulsenergie zwischen 100 µJ und 500 µJ gewählt wird.
- Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Laserlicht zeilenartig über die Oberfläche (1) geführt wird, so dass parallele Linienabschnitte des gepulsten Laserlichts auf der Oberfläche (1) gebildet werden.
- Verfahren nach Anspruch 8 , wobei für einen Abstand zwischen den parallelen Linienabschnitten ein Abstand zwischen 1 µm und 50 µm gewählt wird.
- Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei als Komponente (3) ein Gehäuse, ein Verbindungsadapter oder ein Prozessanschluss verwendet wird.
- Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei eine zylindrische Komponente verwendet wird.
- Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei eine Absaugvorrichtung (8) verwendet wird, welche dazu ausgestaltet ist, bei der Bestrahlung der Oberfläche (1) auftretende Dämpfe abzusaugen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von Anlauffarben auf einer Oberfläche einer Schweißverbindung einer rotationssymmetrischen Komponente eines Feldgeräts, wobei das Feldgerät zur Bestimmung und/oder Überwachung mindestens eines chemischen und/oder physikalischen Parameters eines Mediums dient. Feldgeräte in der Prozess- und Automatisierungstechnik dienen der Überwachung und/oder Bestimmung mindestens einer, beispielsweise chemischen oder physikalischen, Prozessgröße eines Mediums. Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung werden im Prinzip alle Messgeräte als Feldgerät bezeichnet, die prozessnah eingesetzt werden und die prozessrelevante Informationen liefern oder verarbeiten. Eine Vielzahl solcher Feldgeräte wird von Firmen der Endress+Hauser Gruppe hergestellt und vertrieben. Bei der von dem Feldgerät zu bestimmenden Prozessgröße kann es sich um den Füllstand, den Durchfluss, den Druck, die Temperatur, den pH-Wert, ein Redoxpotential, oder die Leitfähigkeit des jeweiligen Mediums handeln. Die der Bestimmung der Prozessgröße zugrundeliegenden unterschiedlichen, möglichen Messprinzipien sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden hier nicht weiter erläutert. Feldgeräte zur Messung des Füllstands sind insbesondere als Mikrowellen-Füllstandsmessgeräte, Ultraschall-Füllstandsmessgeräte, zeitbereichsreflektometrische Füllstandsmessgeräte (TDR), radiometrische Füllstandsmessgeräte, kapazitive Füllstandsmessgeräte, konduktive Füllstandsmessgeräte und vibronische Füllstandsmessgeräte ausgestaltet. Feldgeräte zur Messung des Durchflusses dagegen arbeiten beispielsweise nach dem Coriolis-, Ultraschall-, Vortex-, thermischen und/oder magnetisch induktiven Messprinzip. Bei Druckmessgeräten handelt es sich bevorzugt um sogenannte Absolut-, Relativ- oder Differenzdruckgeräte. Neben den zuvor genannten Messgeräten und Aktoren werden unter Feldgeräten auch Remote I/Os, Funkadapter bzw. allgemein Geräte verstanden, die auf der Feldebene angeordnet sind. Feldgeräte weisen in der Regel miteinander verschweißte Komponenten auf. Bei den entsprechenden Schweißprozessen und der dabei eingetragenen Wärme erfolgt eine Reaktion mit dem Sauerstoff aus der Umgebung, wodurch Verfärbungen auf der Oberfläche der Schweißnaht entstehen. Diese Verfärbungen werden auch als Anlauffarben bezeichnet. Neben der auffälligen Optik wird die Korrosionsbeständigkeit an der Schweißnaht aufgrund der Verfärbungen deutlich beeinträchtigt. Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Verfärbungen der Schweißnähte an Feldgeräten so zu entfernen, dass eine saubere und korrosionsbeständige Schweißnaht erhalten wird. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch gemäß Anspruch 1. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Entfernen von Anlauffarben auf einer Oberfläche einer Schweißverbindung einer rotationssymmetrischen Komponente eines Feldgeräts, wobei das Feldgerät zur Bestimmung und/oder Überwachung mindestens eines chemischen und/oder physikalischen Parameters eines Mediums dient, wobei das Verfahren zumindest die folgenden Schritte umfasst:- Anordnen der Komponente auf einem Träger, welcher dazu ausgestaltet ist, die Komponente entlang ihrer Rotationsachse zu rotieren,- Bestrahlen der Oberfläche der Schweißverbindung mittels eines Lasergeräts, wobei das Lasergerät dazu ausgestaltet ist, gepulstes Laserlicht in Richtung der Komponente auszusenden, wobei das Lasergerät und der Träger derart ausgestaltet sind, dass das gepulste Laserlicht über die gesamte Oberfläche der Schweißverbindung führbar ist. Mittels des gepulsten Laserlicht werden vorteilhafterweise die Anlauffarben von der Oberfläche der Schweißverbindung entfernt. Da die Schweißverbindung insbesondere eine radial umlaufende Schweißverbindung ist, wird mittels des Trägers erreicht, dass die Schweißverbindung von allen Seiten mit dem Laserlicht bestrahlt und gereinigt werden kann. Das Lasergerät kann ein Pulslasergerät sein. Dabei sendet das Lasergerät keinen kontinuierlichen Laserstrahl aus, sondern sendet das Laserlicht in Form von zeitlich begrenzten Pulsen aus. Die Komponente kann sich insbesondere aus zwei oder mehr Teilkomponenten zusammensetzen, welche unter Bildung der Schweißverbindung miteinander verschweißt sind. In einer Ausgestaltung wird mittels des Trägers eine Umfangsgeschwindigkeit der Komponente zwischen 1°/s bis 160°/s gewählt. In einer Ausgestaltung ist das Laserlicht derart ausgestaltet und wird derart über die Oberfläche geführt, dass eine Oberflächenrauigkeit von maximal 0.76 µm erhalten wird. Hiermit wird eine korrosionsbeständige Oberfläche erhalten, welche auch hygienischen Anforderungen, wie sie beispielsweise in den Normen der EHEDG (European Hygienic Engineering and Design Group) gefordert sind, erfüllt. In einer Ausgestaltung ist das Laserlicht derart ausgestaltet und wird derart über die Oberfläche geführt, dass aufeinander folgende Pulse des gepulsten Laserlichts einen Abstand von 1 µm bis 50 µm auf der Oberfläche der Schw