DE-102024132053-A1 - Tastmessvorrichtung
Abstract
Die Erfindung betrifft eine Tastmessvorrichtung mit einem Gehäuse, einem in dem Gehäuse gelagerten Tasthebel und einem Tragschaft, welcher radial justierbar, am Gehäuse aufliegend am Gehäuse befestigbar ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die radiale Justierung des Tragschafts am Gehäuses axial in Richtung zum Tasthebel hin nach der Auflage des Tragschafts am Gehäuse erfolgt.
Inventors
- Franz Haimer
Assignees
- FRANZ HAIMER MASCHINENBAU KG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241104
Claims (12)
- Tastmessvorrichtung, insbesondere Mehrkoordinaten-Tastmessgerät, mit einem Gehäuse, einem in dem Gehäuse gelagerten Tasthebel und einem Tragschaft, welcher radial justierbar, am Gehäuse aufliegend am Gehäuse befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet , dass die radiale Justierung des Tragschafts am Gehäuse axial in Tasthebelrichtung hin nach der Auflage des Tragschafts am Gehäuse erfolgt.
- Tastmessvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Tragschaft einerends einen Verbindungsflansch, welcher einen eine Zentrier-/Justieröffnung ausbildenden Ringfortsatz/-abschnitt aufweist, aufweist.
- Tastmessvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Gehäuse eine einen Zapfen ausbildende Ringnut aufweist.
- Tastmessvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Zapfen einstückig mit dem Gehäuse ausgebildet ist und/oder eine axiale Stirnseite des Zapfens von anderen Gehäuseaußenflächen axial überragt wird.
- Tastmessvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Ringfortsatz/-abschnitt mit, insbesondere radialem, Spiel in die Ringnut eingreift.
- Tastmessvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Ringfortsatz/-abschnitt mehrere, bevorzugt drei oder vier, gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnete Gewindelöcher für Justierschrauben aufweist.
- Tastmessvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine erste, die Auflage ausbildende, insbesondere achsnormale, Auflage-/Führungs- bzw. Passfläche am Zapfen bzw. an dessen Stirnseite ausgebildet ist und eine korrespondierende zweite, die Auflage ausbildende, insbesondere achsnormale, Auflage-/Führungs- bzw. Passfläche am Verbindungsflansch bzw. an einer Stirnseite des Verbindungsflansches ausgebildet ist.
- Tastmessvorrichtung nach dem voranstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass die korrespondierende zweite Auflage-/Führungs- bzw. Passfläche am Verbindungsflansch radial innerhalb des Ringfortsatzes/-abschnitts des Verbindungsflansches ausgebildet ist.
- Tastmessvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Tragschaft eine axiale Bohrung für eine axiale Spannschraube, mit welcher der Tragschaft mit dem Gehäuse verschraubbar ist, aufweist
- Tastmessvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass bei dem Gehäuse, insbesondere in dem Zapfen des Gehäuses nach Anspruch 3 , in einer Aussparung eine, insbesondere ein Innengewinde aufweisende, Buchse eingesetzt ist, mit welcher eine axiale Spannschraube, insbesondere die Spannschraube nach dem vorangehenden Anspruch, verbindbar bzw. einschraubbar ist.
- Tastmessvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der um einen Schwenkpunkt schwenkbare Tasthebel einerends des Schenkpunkts einen eine Tast-/Messspitze aufweisenden Tast-/Messarm und andererends des Schwenkpunkts einen Koppelarm aufweist, wobei insbesondere am freien Ende des Koppelarmes eine konvexe, insbesondere kugelförmige, äußere Steuerfläche ausgebildet ist.
- Tastmessvorrichtung nach dem voranstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass in dem Gehäuse ein, insbesondere hülsenförmiges, Kopplungsstück axial in Richtung einer Hauptkoordinatenachse/Messachse verschiebbar geführt ist, welches insbesondere einerends eine innere, an der äußeren Steuerfläche anliegende, Steuerfläche in Form einer Kegelstumpffläche mit bevorzugt geradliniger Erzeugenden ausbildet.
Description
Die Erfindung betrifft eine Tastmessvorrichtung. Beispielsweise aus den deutschen Patent- bzw. Offenlegungsschriften DE 41 00 323 C2, DE 195 02 840 C2 und DE 100 14 630 A1 sind Tastmessgeräte, hier Mehrkoordinaten-Tastmessgeräte, bekannt. Solche Mehrkoordinaten-Tastmessgeräte können in Werkzeugmaschinen (oder Messgeräten oder dergleichen) bzw. deren Spindel eingespannt werden - und ermöglichen es, die Spindelachse exakt an Werkstück- oder Vorrichtungskanten zu positionieren. Somit können schnell und einfach Werkstück-Nullpunkte gesetzt und Längen- bzw. Abstandsmessungen durchgeführt werden. Bei diesen bekannten, u.a. einen Tasthebel mit einem Tastelement an deren Ende aufweisenden Mehrkoordinaten-Tastmessgeräten ist deren Tasthebel in Richtung einer durch Führungen eines Gehäuses definierten Hauptkoordinatenachse/Messachse verschiebbar - und mittels eines Universalgelenks quer zu dieser Hauptkoordinatenachse/Messachse auslenkbar. Die Bewegungen des Tasthebels werden sensorisch erfasst - und daraus oben erwähnte Längen- bzw. Abstandswerte ermittelt. Das Gehäuse ist - über korrespondierende, aneinander anliegende, hier achsnormale Auflage-/Führungs- bzw. Passflächen - an einem Tragschaft gehalten (kurz als Auf-/Anlage bezeichnet), dessen Tragschaftachse im Gebrauchszustand gleichachsig zur Hauptkoordinatenachse/Messachse verläuft. Für die Halterung/Fixierung des Tragschafts am Gehäuse ist eine axiale Spannschraube vorgesehen, die den Tragschaft mit dem Gehäuse - über die korrespondierenden, aneinander anliegenden, hier achsnormalen Auflage-/Führungs- bzw. Passflächen bzw. über die erwähnte Anlage/Auflage - verspannt verschraubt. Über eine Normkupplung (oder sonstigen Werkzeugaufnahme), beispielsweise mit einem Steilkegelschaft, wird dann das Mehrkoordinaten-Messgerät in der Spindel der Werkzeugmaschine (oder des Messgerätes) gehalten. Um den Mittelpunkt des Tastelementes mit der Drehachse der Spindel der Werkzeugmaschine oder des Messgerätes zentrieren zu können, greift das Gehäuse - dem Tragschaft zugewandt - mit einem Zapfen am Gehäuse in eine ein radiales Spiel zwischen dem Tragschaft und dem Zapfen zulassende Aussparung des Tragschafts ein. Das Gehäuse ist damit, d.h. wegen des Spiels, gleichachsig zu dem Tragschaft radial beweglich und verschiebbar - und kann mit Hilfe mehrerer an dem Tragschaft gehaltener, gegen den Zapfen zustellbarer Stell-/Justierschrauben zentriert bzw. justiert werden (Justierung). Eine solche durch den Tragschaft und das Gehäuse gebildete Zentrierung/Justierung (zur Erreichung bzw. Gewährleistung der Zentrierung des Mittelpunktes des Tastelementes mit der Drehachse der Spindel) hat maßgeblichen Einfluss auf die Messgenauigkeit des Mehrkoordinaten-Tastmessgeräts. Darüber hinaus definiert sie maßgeblich die Geometrie, insbesondere die Abmessungen, wie Länge und Baugröße, des Mehrkoordinaten-Tastmessgeräts. Es ist Aufgabe der Erfindung, die im Stand der Technik bekannten Mehrkoordinaten-Tastmessgerät zu verbessern. Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Testmessvorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand abhängiger Ansprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung. Gegebenenfalls verwendete Begriffe, wie oben, unten, vorne, hinten, links oder rechts sind - soweit nicht anders explizit definiert - nach üblichem Verständnis zu verstehen. Begriffe, wie radial und axial, sind, soweit verwendet und nicht anders explizit definiert, in Bezug auf Mittel- bzw. Symmetrieachsen hier beschriebener Bauteile/Komponenten zu verstehen. Der Begriff „im Wesentlichen“ - soweit verwendet - kann (nach höchstrichterlichem Verständnis) dahingehend verstanden werden, dass mit ihm von „einem praktisch noch erheblichen Maße“ die Rede ist. Durch diese Begrifflichkeit so implizierte, mögliche Abweichungen vom Exakten, können sich so ohne Absicht (also ohne funktionale Begründung) aufgrund von Fertigungs- oder Montagetoleranzen o.ä. ergeben. Gegenstand der Erfindung Die Tastmessvorrichtung, wie insbesondere eine Mehrkoordinaten-Tastmessvorrichtung, sieht ein Gehäuse, einen in dem Gehäuse gelagerten Tasthebel und einen Tragschaft vor, welcher radial justierbar („radiale Justierung“), am Gehäuse aufliegend („Auflage/Anlage“) am Gehäuse befestigbar bzw. befestigt ist. Weiter ist vorgesehen, dass die radiale Justierung des Tragschafts am Gehäuses axial in Richtung zum Tasthebel hin nach der Auflage des Tragschafts am Gehäuse erfolgt. Kurz und anschaulich, die radiale Justierung befindet sich vom gehäuseseitigen Ende des Tragschafts kommend in Axialrichtung vor der Auflage. Die Tastmessvorrichtung kann so die radiale Zentrierung (zur Erreichung bzw. Gewährleistung der Zentrierung des Mittelpunktes des Tastelementes mit der Drehachse der Spindel) innerhalb der Außenkontur des Gehäuses bzw. „ins Gehäuse“ „verlagern“/„verschieben“, wodurch - verringert sich so die axiale Länge der Tastmessvorrichtung - die Tastmessvorrichtung wesentlich kompakter und st