DE-102024132075-A1 - Stellvorrichtung
Abstract
Die Erfindung betrifft eine Stellvorrichtung (10) für ein relativ zu einer Karosserie eines Fahrzeugs bewegbares Fahrzeugteil, insbesondere eine Fahrzeugtür oder eine Fahrzeugklappe, wenigstens umfassend eine Antriebsanordnung (12) mit einer Antriebseinheit (14), eine in einem Gehäuse (16) angeordnete Getriebeeinheit (20) und ein Stellelement (24), welches mittels der Antriebseinheit (14) relativ zur Antriebsanordnung (12) verlagerbar ist, wobei das Stellelement (24) an einer Spindelmutter (26) schwenkbar gekoppelt vorgesehen ist. Erfindungsgemäß steht die Spindelmutter (26) mit einem von der Antriebseinheit (14) um eine Rotationsachse (R) rotatorisch angetriebenen Spindelrohr (28) in Gewindeeingriff steht. Weiter betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug mit einem bewegbaren Fahrzeugteil sowie mit einer Karosserie, wobei das bewegbare Fahrzeugteil mit einer Stellvorrichtung (10) ausgerüstet ist.
Inventors
- Markus Reifenhäuser
- Axel Knopp
Assignees
- STABILUS GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241105
Claims (9)
- Stellvorrichtung (10) für ein relativ zu einer Karosserie eines Fahrzeugs bewegbares Fahrzeugteil, insbesondere eine Fahrzeugtür oder eine Fahrzeugklappe, wenigstens umfassend eine Antriebsanordnung (12) mit einer Antriebseinheit (14), eine in einem Gehäuse (16) angeordnete Getriebeeinheit (20) und ein Stellelement (24), welches mittels der Antriebseinheit (14) relativ zur Antriebsanordnung (12) verlagerbar ist, wobei das Stellelement (24) an einer Spindelmutter (26) schwenkbar gekoppelt vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet , dass die Spindelmutter (26) mit einem von der Antriebseinheit (14) um eine Rotationsachse (R) rotatorisch angetriebenen Spindelrohr (28) in Gewindeeingriff steht.
- Stellvorrichtung (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das Spindelrohr (28) ein Innengewinde und die Spindelmutter (26) ein Außengewinde aufweist, welche miteinander in Gewindeeingriff bringbar sind.
- Stellvorrichtung (10) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass das Spindelrohr (28) ein Trapez-Innengewinde aufweist.
- Stellvorrichtung (10) nach Anspruch 2 oder 3 , dadurch gekennzeichnet , dass die Getriebeeinheit (18) wenigstens ein von der Antriebseinheit (14) rotatorisch angetriebenes erstes Getriebeelement (20) aufweist, welches mit einem zweiten Getriebeelement (22) in Eingriff bringbar ist, um das Spindelrohr (28) rotatorisch anzutreiben.
- Stellvorrichtung (10) nach Anspruch 3 oder 4 , dadurch gekennzeichnet , dass das erste Getriebeelement (20) als Schnecke und das zweite Getriebeelement (22) als Schneckenrad ausgebildet ist.
- Stellvorrichtung (10) nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass das Schneckenrad (22) mit dem Spindelrohr (28) drehfest verbunden oder integral mit dem Spindelrohr (28) ausgebildet ist.
- Stellvorrichtung (10) nach Anspruch 5 oder 6 , dadurch gekennzeichnet , dass das Spindelrohr (28) mittels Lagerelementen im Gehäuse (16) gelagert ist.
- Stellvorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Gehäuse (16) am bewegbaren Fahrzeugteil angebunden und ein freies Ende des Stellelementes (24) mit der Karosserie verbunden vorgesehen ist.
- Kraftfahrzeug mit einem bewegbaren Fahrzeugteil sowie mit einer Karosserie, dadurch gekennzeichnet , dass das bewegbare Fahrzeugteil mit einer Stellvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgerüstet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Stellvorrichtung für ein relativ zu einer Karosserie eines Fahrzeugs bewegbares Fahrzeugteil, insbesondere eine Fahrzeugtür oder eine Fahrzeugklappe. Eine Stellvorrichtung der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus DE 102016 219 226 A1 oder DE 10 2022 130 161 A1 bekannt. Ein typischer Anwendungsfall für derartige Stellvorrichtungen, welche allgemein in unterschiedlichen Feldern dafür eingesetzt werden, besteht darin, bewegbare Fahrzeugteile wie Türen und Klappen motorisch und/oder handbetrieben zu verlagern. Ein solches Betätigen von Türen und Klappen eines Fahrzeuges, verlangt aufgrund der Schwenkbewegungen derartiger Fahrzeugteile gegenüber der Karosserie eine Ausgestaltung eines Antriebs, mit welcher dieser in der Lage ist, eine derartige Schwenkbewegung zu bewältigen. Hierzu sind teilweise recht aufwendige an der Fahrzeugtür bzw. Fahrzeugklappe auf der einen Seite und an der Karosserie auf der anderen Seite gelagerte Stellantriebe zum Einsatz gekommen, um sämtlichen Bewegungen der Klappe bzw. Tür folgen zu können. Derartige aufwendige Lagerungen von Stellantrieben erfordern jedoch entsprechenden Bauraum und können kosten- und wartungsintensiv sein. Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine Stellvorrichtung bereitzustellen, welche in einem Fahrzeug bauraumoptimiert und kostengünstig eingesetzt werden kann. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, ein Fahrzeug mit einer solchen Stellvorrichtung anzugeben. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe in Hinblick auf die Stellvorrichtung durch den Gegenstand des Patentanspruchs 1 und in Hinblick auf das Fahrzeug durch den Gegenstand des Patentanspruchs 9 gelöst. Konkret wird die Aufgabe durch eine Stellvorrichtung für ein relativ zu einer Karosserie eines Fahrzeugs bewegbares Fahrzeugteil, insbesondere eine Fahrzeugtür oder eine Fahrzeugklappe, erfüllt, welche wenigstens eine Antriebsanordnung mit einer Antriebseinheit, eine in einem Gehäuse angeordnete Getriebeeinheit und ein Stellelement umfasst, welches mittels der Antriebseinheit relativ zur Antriebsanordnung verlagerbar ist. Das Stellelement ist dabei an einer Spindelmutter schwenkbar gekoppelt vorgesehen. Erfindungsgemäß steht die Spindelmutter mit einem von der Antriebseinheit um eine Rotationsachse rotatorisch angetriebenen Spindelrohr in Gewindeeingriff. Die schwenkbare Kopplung des Stellelementes, welches über ein Gelenk an der Karosserie bzw. dem bewegten Fahrzeugteil angebunden sein kann, ermöglicht einen scharnierfreien Einbau der Stellvorrichtung. Sämtliche Bewegungen des beweglichen Fahrzeugteils können durch die Kopplung des Stellelements abgebildet werden. Die Verwendung eines rotierenden Spindelrohrs in Verbindung mit der Spindelmutter, die an dem Stellelement gekoppelt ist, ermöglicht eine präzise und gleichmäßige Übertragung der Antriebskraft, was zu einer zuverlässigen und kontrollierbaren Bewegung der Tür führt. Gleichzeit kann die Stellvorrichtung kompakt und mit wenigen Bauteilen ausgeführt werden. Da das rotierende Spindelrohr keine Schwenkbewegung ausführt, kann der benötigte Einbauraum optimiert werden, so dass die Integration der Stellvorrichtung in die Karosserie oder das bewegliche Fahrzeugteil wesentlich erleichtert. Eine besonders kompakte Bauweise wird vorzugsweise dadurch erreicht, dass das Spindelrohr ein Innengewinde und die Spindelmutter ein Außengewinde aufweist, welche miteinander in Gewindeeingriff bringbar sind. Gleichzeitig ist es durch diesen Aufbau vorteilhaft möglich, Drehmomente der Spindelmutter über die Schubstange abzustützen. Das Innen- und das Außengewinde von Spindelmutter und Spindelrohr können als Trapezgewinde ausgebildet sein. Aufgrund der stärkeren Gewindegänge eignet sich das Gewinde zur Übertragung von Bewegungen und großen axialen Kräften und erlaubt größere Steigungen. Die Getriebeeinheit kann gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wenigstens ein von der Antriebseinheit rotatorisch angetriebenes erstes Antriebselement aufweisen, welches mit einem zweiten Antriebselement in Eingriff bringbar ist, um das Spindelrohr rotatorisch anzutreiben. Der Aufbau erlaubt eine kompakte Bauweise mit wenigen Komponenten und geräuscharmen Laufeigenschaften. Dabei ist das erste Antriebselement vorzugsweise als Schnecke und das zweite Antriebselement als Schneckenrad ausgebildet. Die Schnecke kann integral mit einer Abtriebswelle der Antriebseinheit ausgebildet oder mit dieser drehfest verbunden sein. Die Ausbildung des ersten Antriebselements als Schnecke und des zweiten Antriebselements als Schneckenrad ermöglicht eine selbsthemmende Wirkung, die unbeabsichtigte Bewegungen des Fahrzeugteils verhindern kann und somit die Sicherheit erhöht. Weiter kann das Schneckenrad mit dem Spindelrohr drehfest verbunden oder integral mit dem Spindelrohr ausgebildet sein. Vorzugsweise ist das Schneckenrad mit dem Spindelrohr in einfacher Weise verpresst vorgesehen. Das Spindelrohr kann mittels Lagerelementen im Gehäuse gelage