DE-102024132101-A1 - STS-Kran
Abstract
Die Erfindung betrifft einen STS-Kran, umfassend: ein Portal mit vier vertikalen Stützen, von denen jeweils zwei vertikale Stützen über einen Schwellenbalken miteinander verbunden sind, und eine obere Baugruppe mit einem Ausleger sowie einem vorderen Querträger und einem hinteren Querträger, die den Ausleger tragen und jeweils quer zum Ausleger verlaufen, wobei die obere Baugruppe an dem Portal über den vorderen Querträger und den hinteren Querträger befestigt ist, gekennzeichnet durch mindestens eine Klettereinrichtung zum vertikalen Bewegen des vorderen Querträgers oder des hinteren Querträgers gegenüber den jeweiligen Stützen, an welchen der Querträger befestigt ist, und mindestens eine an den Stützen in Vertikalrichtung verlaufende Kletterleiter zum Zusammenwirken mit der Klettereinrichtung.
Inventors
- James Scanlon
- David Coughlan
Assignees
- Liebherr Container Cranes Ltd.
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241105
Claims (15)
- STS-Kran, umfassend: ein Portal mit vier vertikalen Stützen, von denen jeweils zwei vertikale Stützen über einen Schwellenbalken miteinander verbunden sind, und eine obere Baugruppe mit einem Ausleger sowie einem vorderen Querträger und einem hinteren Querträger, die den Ausleger tragen und jeweils quer zum Ausleger verlaufen, wobei die obere Baugruppe an dem Portal über den vorderen Querträger und den hinteren Querträger befestigt ist, gekennzeichnet durch mindestens eine Klettereinrichtung zum vertikalen Bewegen des vorderen Querträgers oder des hinteren Querträgers gegenüber den jeweiligen Stützen, an welchen der Querträger befestigt ist, und mindestens eine an den Stützen in Vertikalrichtung verlaufende Kletterleiter zum Zusammenwirken mit der Klettereinrichtung.
- STS-Kran nach dem vorhergehenden Anspruch 1 , wobei eine jede der vier vertikalen Stützen mit einer Kletterleiter versehen ist, um mit einer jeweiligen Klettereinrichtung zusammenzuwirken.
- STS-Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sowohl der vordere Querbalken wie auch der hintere Querbalken an jedem seiner Längsendbereiche eine Klettereinrichtung aufweist, die eine in Vertikalrichtung variierbare Befestigung an die jeweils angrenzende Stütze ermöglicht.
- STS-Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens eine Klettereinrichtung mindestens zwei in Vertikalrichtung voneinander beabstandete ausfahrbare Zapfen und mindestens einen Hebeaktuator besitzt, der dazu ausgebildet ist, den Vertikalabstand der beiden Zapfen zu variieren.
- STS-Kran nach dem vorhergehenden Anspruch 4 , wobei der mindestens eine Hebeaktuator eine Hydraulikzylinderanordnung ist, die dazu ausgelegt ist, eine Relativbewegung der beiden Zapfen in Vertikalrichtung zu erzeugen.
- STS-Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 oder 5 , wobei die beiden ausfahrbaren Zapfen orthogonal zur Bewegungsrichtung der Klettereinrichtung und parallel zur Längsrichtung des zugehörigen Querbalkens ein- und ausfahrbar sind.
- STS-Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an jeder der vier vertikalen Stützen die Kletterleiter und der von der Stütze abgehende Schwellenbalken in einer Normalenebene zur Vertikalen einen 90°-Winkel einschließen.
- STS-Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens eine Klettereinrichtung mindestens eine Gleitanordnung aufweist, die dazu dient, die Klettereinrichtung an der Kletterleiter seitlich zu fixieren, so dass nur eine Gleitbewegung in Vertikalrichtung möglich ist.
- STS-Kran nach dem vorhergehenden Anspruch 8 , wobei eine erste Gleitanordnung und eine zweite Gleitanordnung vorgesehen sind, und die erste Gleitanordnung unterhalb eines unteren Zapfens und die zweite Gleitanordnung oberhalb eines oberen Zapfens angeordnet sind.
- STS-Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kletterleiter relativ zu ihrer jeweiligen vertikalen Erstreckung in vertikaler Richtung bewegbar ist, jedoch in den dazu seitlichen Richtungen durch eine oder mehrere Führungsplatten, die mit einer Kletterleiterführung zusammenwirken, in ihrer Bewegung eingeschränkt, insbesondere starr ist, vorzugsweise wobei jede dieser Kletterleiterführungen mittels einer Verbindung, insbesondere verbolzten oder verschraubten Verbindung, an einer von einer Stütze einstückig abgehenden Bodenplatte befestigt ist.
- STS-Kran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens eine Klettereinrichtung lösbar an dem zugehörigen Querträger angebracht ist, vorzugsweise mittels einer Bolzverbindung.
- Verfahren zum Montieren eines STS-Krans nach einem vorhergehenden Ansprüche, wobei in dem Verfahren: Die obere Baugruppe des STS-Krans in der unteren Hälfte, vorzugsweise im unteren Drittel, bevorzugterweise im unteren Viertel der Vertikalerstreckung des Portals angeordnet ist, um während einer Transportphase ein möglichst niedrigen Schwerpunkt aufzuweisen, nach einem finalen Platzieren des STS-Krans, die obere Baugruppe gegenüber dem Portal mit Hilfe der Klettereinrichtung nach oben verfahren wird, und nach einem Erreichen einer Arbeitshöhe der oberen Baugruppe, der vordere Querträger und der hintere Querträger an ihren jeweiligen Verbindungen zu den Stützen fixiert, insbesondere über eine Bolzverbindung fixiert werden.
- Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch 12 , wobei die mindestens eine Klettereinrichtung zum Verfahren des zugehörigen Querbalkens in Vertikalrichtung zunächst den unteren Zapfen in Eingriff mit einem an der an der Stütze angeordneten unteren Zapfeneingriff der Kletterleiter bringt und dann den Hebeaktuator betätigt, so dass der obere Zapfen in Vertikalrichtung nach oben verfahren wird, um mit einem vormals darüberliegenden Zapfeneingriff der Kletterleiter zusammenwirken zu können, vorzugsweise wobei nach einem Ausfahren des oberen Zapfens zum Zusammenwirken mit dem vormals darüberliegenden Zapfeneingriff, der untere Zapfen eingefahren wird und der Hebeaktuator in seine komprimierte Stellung verfährt, so dass der untere Zapfen nach oben nachgezogen wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 oder 13 , wobei nach einem Erreichen einer Arbeitshöhe und einem Fixieren der Querbalken an den jeweiligen Stützen, insbesondere über eine Bolzverbindung, die mindestens eine Klettereinrichtung von dem Querträger demontiert wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 14 , wobei der hintere Querträger und der vordere Querträger über ihre jeweiligen Klettereinrichtungen gleichzeitig in Vertikalrichtung nach oben verfahren werden oder abwechselnd in Vertikalrichtung nach oben verfahren werden, wobei bei einem abwechselnden Verfahren der vertikale Höhenunterschied der beiden Querträger den Vertikalabstand zweier aufeinanderfolgender Zapfeneingriffe an der Kletterleiter nicht übersteigt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen STS-Kran, insbesondere einen STS-Kran mit einem System zur schnellen Höhenverstellung der oberen Baugruppe relativ zur unteren Baugruppe, sowie ein Verfahren zur Montage und zum Betrieb eines solchen Krans. Ein STS-Kran (Ship-to-Shore-Kran) ist ein großer Hafenkran, der speziell für das Be- und Entladen von Containerschiffen konzipiert ist. Er bewegt sich entlang der Kaimauer und hebt Container zwischen dem Schiff und dem Terminal hin und her. Die Krane sind in der Lage, Container präzise über große Entfernungen zu heben, indem sie mit einem Trolley-System arbeiten, das entlang eines horizontalen Auslegers fährt. Aufgrund ihrer Größe und Tragfähigkeit sind STS-Krane von entscheidender Bedeutung für den modernen Containerumschlag in Häfen weltweit. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Kran, der so konfiguriert ist, dass er schnell und effizient aus einer Transportkonfiguration in seine Arbeitskonfiguration montiert werden kann, insbesondere unter Berücksichtigung von Platzbeschränkungen und wetterbedingten Herausforderungen während der Errichtung am Betriebsort. In der modernen Hafenlogistik sind Geschwindigkeit und Effizienz von entscheidender Bedeutung, insbesondere bei der Montage und Inbetriebnahme von STS-Kranen, die für den Umschlag von Containern auf großen Frachtschiffen unverzichtbar sind. Diese Krane spielen eine zentrale Rolle bei der Verladung und Entladung von Fracht und müssen so konzipiert sein, dass sie schnell einsatzbereit sind und gleichzeitig höchste Sicherheitsstandards erfüllen. Verzögerungen oder Komplikationen bei der Montage können zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen und Betriebsstörungen führen. Nach dem Stand der Technik werden verschiedene Ansätze verfolgt, um die Effizienz bei der Montage eines STS-Krans zu steigern. So werden Krane entweder vollständig vor Ort zusammengesetzt oder in einem teilweise vormontierten Zustand geliefert, um die Montagezeit zu verkürzen. Ein Beispiel hierfür ist der Transport von Kranteilen oder des gesamten Krans auf einem Schiff mit abgesenkter Oberbaugruppe, um die Durchfahrtshöhe unter Brücken zu reduzieren und die Stabilität während des Transports zu gewährleisten. Diese Technik reduziert die strukturellen Belastungen durch Seegang und hilft, die Sicherheit während des Transports zu erhöhen. Allerdings weisen diese Umsetzungen nach dem Stand der Technik auch Nachteile auf. Die Montage erfordert in vielen Fällen spezielle Hilfsvorrichtungen, die die Komplexität und den Platzbedarf erhöhen. Zusätzlich sind wetterbedingte Einschränkungen während der Montage eine Herausforderung, da ungünstige Bedingungen die Hebe- und Befestigungsprozesse, die während der Fertigstellung der Kranmontage erforderlich sind, verlangsamen oder gar unterbrechen können. Die vorliegende Erfindung zielt daher darauf ab, eine verbesserte und effizientere Methode zur Montage der Baugruppen eines STS-Krans bereitzustellen, die eine schnelle Montage ermöglicht und dabei wetterbedingte Einschränkungen minimiert, bspw. indem die Montage weniger windanfällig ist. Die Erfindung stellt sicher, dass der Kran nach der Anlieferung schnell in seine endgültige Arbeitskonfiguration gebracht werden kann, ohne dass umfangreiche zusätzliche Ausrüstungen oder großer Platzbedarf am Betriebsort des Krans erforderlich sind. So soll eine flexible und zuverlässige Lösung für die Montage von STS-Kranen erreicht werden, die den Anforderungen moderner Hafenlogistik gerecht wird und gleichzeitig eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet. Dies gelingt mit einem STS-Kran nach Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der unabhängigen Ansprüche finden sich in den jeweils zugehörigen Unteransprüchen. Die Erfindung beschreibt einen STS-Kran, der ein Portal mit vier vertikalen Stützen, von denen jeweils zwei vertikale Stützen über einen Schwellenbalken miteinander verbunden sind, und eine obere Baugruppe mit einem Ausleger sowie einem vorderen Querträger und einem hinteren Querträger, die den Ausleger tragen und jeweils quer zum Ausleger verlaufen, umfasst, wobei die obere Baugruppe an dem Portal über den vorderen Querträger und den hinteren Querträger befestigt ist. Die Erfindung ist ferner gekennzeichnet durch mindestens eine Klettereinrichtung zum vertikalen Bewegen des vorderen Querträgers oder des hinteren Querträgers gegenüber den jeweiligen Stützen, an welchen der Querträger befestigt ist, und mindestens eine an den Stützen in Vertikalrichtung verlaufende Kletterleiter zum Zusammenwirken mit der Klettereinrichtung. Durch das Vorsehen der Klettereinrichtung an dem STS-Kran ist eine Endmontage mit deutlich weniger Aufwand und dabei auch noch sehr viel schneller durchführbar. Während eines Transports des teilmontierten STS-Krans, befinden sich die Querträger, an denen der Ausleger montiert ist, nicht an ihrer regulären Position am oberen Endbereich der Stützen, sondern sind in einem unteren Bereich der Stützen befestigt, typischerweise auf Höhe der