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DE-102024132106-A1 - Anleger und Verfahren zum Betreiben eines Anlegers

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Anleger für eine bogenverarbeitende Maschine mit einem Vorderanschlag zum Anlegen von Bogenvorderkanten eines Bogenstapels, mit einem mit einem Tasterfuß zusammenwirkenden Bogentrenner zum Vereinzeln und Transportieren von Bogen und mit einem Niederhalterelement für die oberen Bogen des Bogenstapels, wobei das Niederhalterelement für Bogenhinterkanten mittig der Breite des Bogenstapels anordenbar und/oder angeordnet ist. Ebenfalls betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Anlegers.

Inventors

  • Jens Bellmann
  • Heiko Zitzmann

Assignees

  • KOENIG & BAUER AG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241105

Claims (15)

  1. Anleger (01) für eine bogenverarbeitende Maschine mit einem Vorderanschlag (07, 13) zum Anlegen von Bogenvorderkanten eines Bogenstapels (06), mit einem mit einem Tasterfuß (11) zusammenwirkenden Bogentrenner (08) zum Vereinzeln und Transportieren von Bogen und mit einem Niederhalterelement (19) für die oberen Bogen des Bogenstapels (06), dadurch gekennzeichnet , dass das Niederhalterelement (19) für Bogenhinterkanten mittig der Breite des Bogenstapels (06) anordenbar und/oder angeordnet ist.
  2. Anleger (01) nach Anspruch 1 , wobei genau ein Niederhalterelement (19) für die Bogenhinterkanten vorgesehen ist.
  3. Anleger (01) nach Anspruch 1 oder 2 , wobei das Niederhalterelement (19) für die Bogenhinterkanten in Breitenrichtung des Bogenstapels (06) insbesondere zur Formateinstellung verlagerbar ist.
  4. Anleger (01) nach Anspruch 1 , 2 oder 3 , wobei das Niederhalterelement (19) für die Bogenhinterkanten im Bereich des Tasterfußes (11) anordenbar und/oder angeordnet ist.
  5. Anleger (01) nach Anspruch 1 , 2 , 3 oder 4 , wobei der verlagerbare Tasterfuß (11) zeitweise mit dem Niederhalterelement (19) für die Bogenhinterkanten in Kontakt kommt.
  6. Anleger (01) nach Anspruch 1 , 2 , 3 , 4 oder 5 , wobei das Niederhalterelement (19) für die Bogenhinterkanten in und entgegen der Transportrichtung (T) der Bogen verstellbar aufgenommen ist.
  7. Anleger (01) nach Anspruch 1 , 2 , 3 , 4 , 5 oder 6 , wobei das Niederhalterelement (19) für die Bogenhinterkanten an einer federnd gelagerten Aufnahme (20) fixierbar und/oder fixiert ist.
  8. Anleger (01) nach Anspruch 1 , 2 , 3 , 4 , 5 , 6 oder 7 , wobei insbesondere teleskopierbare Seitenkantenführungen (17) und/oder Hinterkantenführungen für den Bogenstapel (06) vorgesehen sind.
  9. Anleger (01) nach Anspruch 1 , 2 , 3 , 4 , 5 , 6 , 7 oder 8 , wobei Blaseinrichtungen (12, 16, 18) für die Seitenkanten und/oder die Hinterkante im Bereich der obersten Bogen des Bogenstapels (06) vorgesehen sind.
  10. Anleger (01) nach Anspruch 1 , 2 , 3 , 4 , 5 , 6 , 7 , 8 oder 9 , wobei der Bogentrenner (08) Trennsauger (09) und/oder Transportsauger (10) zum Vereinzeln und Transportieren der Bogen des Bogenstapels (06) in Transportrichtung (T) aufweist.
  11. Anleger (01) nach Anspruch 1 , 2 , 3 , 4 , 5 , 6 , 7 , 8 , 9 oder 10 , wobei der Bogenstapel (06) von einer Hubeinrichtung (03, 04) vertikal verlagerbar ist.
  12. Anleger (01) nach Anspruch 1 , 2 , 3 , 4 , 5 , 6 , 7 , 8 , 9 , 10 oder 11 , wobei der Anleger (01) zum Verarbeiten von Dünndruckpapier und/oder Folie insbesondere für Inmould-Bogen ausgebildet und/oder eingerichtet ist.
  13. Verfahren zum Betreiben eines Anlegers (01) für eine bogenverarbeitende Maschine, insbesondere nach Anspruch 1 , 2 , 3 , 4 , 5 , 6 , 7 , 8 , 9 , 10 , 11 oder 12 , mit einem Vorderanschlag (07, 13) zum Anlegen von Bogenvorderkanten eines Bogenstapels (06), mit einem mit einem Tasterfuß (11) zusammenwirkenden Bogentrenner (08) zum Vereinzeln und Transportieren von Bogen und mit einem Niederhalterelement (19) für die oberen Bogen des Bogenstapels (06), dadurch gekennzeichnet , dass das Niederhalterelement (19) für Bogenhinterkanten mittig der Breite des Bogenstapels (06) angeordnet wird.
  14. Verfahren nach Anspruch 13 , wobei genau ein Niederhalterelement (19) für die Bogenhinterkanten insbesondere im Bereich des Tasterfußes (11) angeordnet wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14 , wobei die oberen Bogen des Bogenstapels (06) insbesondere ausschließlich von insbesondere teleskopierbaren Seitenkantenführungen (17) und/oder Hinterkantenführungen gehalten werden.

Description

Die Erfindung betrifft einen Anleger für eine bogenverarbeitende Maschine und ein Verfahren zum Betreiben eines Anlegers für eine bogenverarbeitende Maschine. Bei der Bogenvereinzelung von verschiedenen Materialien wie z. B. Papier, Karton und Folie im Anleger einer bogenverarbeitenden Maschine gibt es oft Probleme durch Doppelbogen, Fehlbogen, Schiefbogen und Überschiessbogen in der Anlage. Grund hierfür ist das unkontrollierte Vorrutschen der oberen vorgelockerten Bogen auf dem Stapel. Dadurch saugen die Trenn- bzw. Hubsauger zum Teil mehrere Bogen gleichzeitig an. Die Positionsänderungen der vorgerutschten Bogen sind als Schiefbogen zu erkennen. Einige Bogen liegen zwischen der normalen Staffel und sind somit Frühbogen. Die Bogenvereinzelung und Unterschuppung ist bei Bogenanlegern verschiedener Hersteller gleich und Bedarf viel Geschick bei der Einstellung aller dafür vorgesehener Elemente. Hier gilt es Luft, Abstreifer, Sauger, Niederhalter so ins Gleichgewicht zu bekommen, dass ein Schuppenstrom in korrekter Winkelphase entsteht. Dabei darf der Stapel durch die eingetragene Luft nicht „verschwimmen“, damit die Zuführung zur Anlage gewährleistet ist. Die Einstellung eines Anlegers ist damit zeitaufwendig. Bei hohen Fortdruckgeschwindigkeiten ist mit dem Auge kaum realisierbar, wo der Fehler in der Einstellung liegt. Bei einigen Materialien wie z. B. Folie ist das Einstellfenster für den reibungslosen Ablauf sehr klein. Durch die in Stapelkontakt stehenden Niederhalter und Abstreifer rutschen die vorgelockerten Bogen zum Teil über die Klappenwelle nach vorn hinaus. Grund hierfür ist der Reibkontakt zwischen den Bogen. Die Fortdruckgeschwindigkeit und Produktivität sinkt. Es gibt viele Stopper. Aus der DD 0154 354 A1 ist ein Bogenniederhalter für Bogenanleger mit an einem Stößel angeordneten, auf den Bogenstapel wirkenden Andrückelementen bekannt, wobei der Stößel Teil eines von einer Druckluftquelle über eine Zuführleitung und eine Steuereinheit beaufschlagten Kolben-Zylinder-Systems ist, wobei die Andrückelemente über eine in der Zuführleitung angeordnete Taktsteuereinrichtung periodisch steuerbar und als quer zur Bogenförderrichtung drehbewegliche, im hinteren seitlichen Bereich des Bogenstapels angeordnete Rollen ausgebildet sind. Aus der DE 10 2007 051 945 A1 ist ein Verfahren zum Steuern der Zufuhr von Bogen zu einer Bogendruckmaschine bekannt, mit einem aus mehreren Komponenten bestehenden Bogenanleger, wobei diese Komponenten zum Bereitstellen der Bogen in einem Stapel, zum Vereinzeln der Bogen von einem Stapel und zum Fördern der Bogen zum Anlagedruckwerk der Bogendruckmaschine vorgesehen sind, diesen Komponenten je ein Einzelantrieb zuordenbar ist, diese Einzelantriebe während des Druckens der Bogendruckmaschine synchron zueinander betrieben werden und beim Stillsetzen des Bogenanlegers die Synchronität zwischen mindestens zwei Einzelantrieben aufgehoben wird, diese Einzelantriebe einzeln stillgesetzt werden und beim Wiederanfahren des Bogenanlegers wieder zueinander synchronisiert werden, wobei beim Stillsetzen der Einzelantriebe diese eine für jeden Einzelantrieb vorbestimmbare Lage einnehmen. Aus der DE 10 2008 042 841 A1 ist eine Vorrichtung zum Vereinzeln und Zuführen von Bogen bekannt, wobei eine Bogenklappe gestellfest gelagert sowie eine einen Abstand zwischen einer Stapelvorderseite und einer Klappenanschlagfläche der Bogenklappe ermittelnde Erfassungseinheit vorgesehen und ein Stapelanschlaggitter in funktioneller Einheit mit einer Stapelplatte lageveränderbar ausgebildet ist. Aus der DE 20 2012 007 837 U1 ist eine Bogenhaltevorrichtung für Bogenanleger bekannt, wobei die Bogenhaltevorrichtung ein Friktionsrad, mindestens eine im Wesentlichen vertikale Führungsschiene und ein Bogenleitelement besitzt, wobei das Friktionsrad in der Führungsschiene verschieblich angeordnet ist und die Rotationsachse des Friktionsrades in oder parallel zur Ebene der Seitenkante des Bogenstapels liegt und wobei ein Seitenanschlag schwenkbar ist um eine Schwenkachse welche parallel zur Seitenkante des Bogenstapels liegt. Aus der DE 10 2020 122 815 A1 ist eine Blasvorrichtung sowie ein Anleger einer Bogen be- oder verarbeitenden Maschine mit einer Blasvorrichtung bekannt, wobei eine Blaseinrichtung ein einem Blaselement zugeordnetes Sperrelement umfasst, wobei ein Auslass und das Sperrelement so zueinander zusammen wirkend und relativbeweglich zueinander angeordnet und gelagert sind, dass eine Überdeckung des den Auslass verlassenen ein- oder mehrstrahligen Blasluftstrahls durch das Sperrelement über eine Relativbewegung von Auslass und Sperrelement variierbar ist. Aus der DE 10 2021 115 423 A1 ist ein Anleger einer Bogenbearbeitungsmaschine und ein Verfahren zum Bogentrennen bekannt, wobei ein Tastergetriebe eines Tasterfußes zumindest eine Spiralblattfeder aufweist. Aus der DE 10 2023 104 999 A1 ist ein Anleger einer bogenverarbeitenden Maschine und ein Verfahren zum Betreiben eines Anlegers einer bogenve