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DE-102024132126-A1 - Vorrichtung sowie Verfahren zum Bereitstellen von Verpackungsmittel-Zuschnitten für Behälter

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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung (1) zum Bereitstellen von Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) für Behälter (2). Die Vorrichtung (1) umfasst wenigstens ein Entnahme-Magazin (5) mit mindestens einem Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) für die Verpackungsmittel-Zuschnitte (100), wobei der mindestens eine Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) zur Aufnahme jeweils eines Stapels von Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) ausgebildet ist. Ferner ist eine Bereitstellungseinrichtung (10) zum Bereitstellen und Zuführen der Verpackungsmittel-Zuschnitte (100) an das wenigstens eine Entnahme-Magazin (5) vorgesehen, wobei die Bereitstellungseinrichtung zumindest eine Magazin-Beladeeinheit (12) mit wenigstens einem Beladeschacht (12.2) aufweist, der zur Aufnahme jeweils eines in einer Umverpackung (103) bereitgestellten Stapels von Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) ausgebildet ist. Weiterhin umfasst die Vorrichtung (1) zumindest eine Transfereinrichtung (18) zum automatisierten Überführen des Stapels an Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) aus dem Beladeschacht (12.2) der Magazin-Beladeeinheit (12) in den Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) des Entnahme-Magazins (5, 5'), wobei die Transfereinrichtung (18) wenigstens einen Fördermechanismus (19) zum Fördern des Stapels von Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) sowie einen Rückhaltemechanismus (20) zum Rückhalten der Umverpackung (103) aufweist.

Inventors

  • Thomas Jöhren

Assignees

  • KHS GMBH

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241105

Claims (16)

  1. Vorrichtung (1) zum Bereitstellen von Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) für Behälter (2), aufweisend wenigstens ein Entnahme-Magazin (5) mit mindestens einem Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) für die Verpackungsmittel-Zuschnitte (100), wobei der mindestens eine Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) zur Aufnahme jeweils eines Stapels von Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) ausgebildet ist, ferner aufweisend eine Bereitstellungseinrichtung (10) zum Bereitstellen und Zuführen der Verpackungsmittel-Zuschnitte (100) an das wenigstens eine Entnahme-Magazin (5), wobei die Bereitstellungseinrichtung (10) zumindest eine Magazin-Beladeeinheit (12) mit wenigstens einem Beladeschacht (12.2) aufweist, der zur Aufnahme jeweils eines in einer Umverpackung (103) bereitgestellten Stapels von Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) ausgebildet ist, wobei ferner zumindest eine Transfereinrichtung (18) zum automatisierten Überführen des Stapels an Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) aus dem Beladeschacht (12.2) der Magazin-Beladeeinheit (12) in den Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) des Entnahme-Magazins (5, 5') vorgesehen ist, wobei die Transfereinrichtung (18) wenigstens einen Fördermechanismus (19) zum Fördern des Stapels von Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) in den Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) sowie einen Rückhaltemechanismus (20) zum Rückhalten der Umverpackung (103) in dem Beladeschacht (12.2) aufweist.
  2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die wenigstens eine Magazin-Beladeeinheit (12) beweglich ausgebildet und zumindest in einer Beladeposition (BP) positionierbar ist, wobei der Beladeschacht (12.2) der Magazin-Beladeeinheit (12) in der Beladeposition (BP) insbesondere derart relativ zu dem zu beladenden Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) angeordnet ist, dass der Stapel an Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) mittels einer linearen Schubbewegung aus dem Beladeschacht (12.2) in den Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) überführbar ist.
  3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der Beladeschacht (12.2) in der Beladeposition (BP) in vertikaler Richtung unterhalb des zu beladenden Entnahme-Magazin-Schachts (5.1) angeordnet und koaxial zu diesem ausgerichtet ist, wobei der Fördermechanismus (19) der Transfereinrichtung (18) durch ein Höhenfördersystem zum vertikalen Einschieben des Stapels an Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) von unten her in den Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) des Entnahme-Magazins (5) gebildet ist.
  4. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Transfereinrichtung (18) unterhalb des Entnahme-Magazin-Schachts (5.1) des Entnahme-Magazins (5) angeordnet und in Richtung einer Schachtachse (SA) derart vom Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) beabstandet ist, dass der Beladeschacht (12.2) in der Beladeposition (BP) zum wirksamen Überführen des Stapels an Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) zwischen dem Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) und der Transfereinrichtung (18) positionierbar und dabei insbesondere koaxial zu dem Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) ausgerichtet ist.
  5. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Fördermechanismus (19) und der Rückhaltemechanismus (20) der Transfereinrichtung (18) mechanisch miteinander gekoppelt sind.
  6. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Fördermechanismus (19) der Transfereinrichtung (18) zumindest eine Zylinderanordnung, vorzugsweise einen Pneumatikzylinder, umfasst, wobei die Zylinderanordnung insbesondere zur Verrichtung eines Arbeitshubs entlang einer vertikal orientierten Zylinderachse (ZA) ausgebildet ist.
  7. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Rückhaltemechanismus (20) der Transfereinrichtung (18) zumindest eine Saugeinheit, insbesondere eine Vakuumsaugeinheit, umfasst.
  8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6 und 7 , dadurch gekennzeichnet , dass die Saugeinheit an einer federbelasteten Halterung (21) befestigt ist, wobei die Halterung (21) insbesondere mit einer Federkraft beaufschlagt und mit der Zylinderanordnung zusammenwirkend verbunden ist.
  9. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet , dass die Saugeinheit mittels der Zylinderanordnung entgegen der Federkraft in einer eingefahrenen Ausgangsstellung fixierbar ist.
  10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8 oder 9 , dadurch gekennzeichnet , dass die Transfereinrichtung (18) ferner zumindest ein mit der Halterung (21) der Saugeinheit zusammenwirkendes Anschlagselement (9) aufweist, um die mittels der Federkraft in vertikaler Richtung ausgefahrene Saugeinheit in einer Endstellung zu begrenzen.
  11. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 10 , dadurch gekennzeichnet , dass die Saugeinheit zwei Vakuumsauger (23) umfasst, die zum saugenden Rückhalten der Umverpackung (103) im Beladeschacht (12.2) mit einem Bodenabschnitt (103.1) der in dem Beladeschacht (12.2) angeordneten Umverpackung (103) in Eingriff bringbar sind, wenn der Beladeschacht (12.2) in der Beladeposition (BP) positioniert ist.
  12. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 11 , dadurch gekennzeichnet , dass die Saugeinheit zur Erzeugung eines Vakuums zumindest eine Venturidüse (22) aufweist.
  13. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass in einem Bodenabschnitt des Beladeschachts (12.2) der Magazin-Beladeeinheit (12) eine Durchbrechung (13) ausgebildet ist, die in Form und Größe derart angepasst ist, dass der Fördermechanismus (19) zum Fördern des Stapels der Verpackungsmittel-Zuschnitte (100) sowie der Rückhaltemechanismus (20) zum Rückhalten der Umverpackung (103) durch die Durchbrechung (13) hindurchgreifen können.
  14. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Bereitstellungseinrichtung (10) wenigstens ein Transportsystem mit einer Transportbahn aufweist, über das die mindestens eine Magazin-Beladeeinheit (12) transportierbar und/oder in die Beladeposition (BP) bringbar ist, wobei die Transportbahn insbesondere relativ zu dem mindestens einen Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) des Entnahme-Magazins (5) derart angeordnet ist, dass eine jeweilige Magazin-Beladeeinheit (12) geführt auf der Transportbahn in die unterhalb des mindestens einen Entnahme-Magazin-Schachts (5.1) befindliche Beladeposition (BP) bringbar ist.
  15. System (200) zum Aufbringen von Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) auf Behälter (2) mit einer Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das System (200) ferner zumindest einen Behälterförderer (3) zum Fördern der Behälter (2) in einer Förderrichtung aufweist sowie wenigstens einen Applikationsroboter (4) für eine automatisierte Entnahme der Verpackungsmittel-Zuschnitte (100) aus dem Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) und zum Applizieren der Verpackungsmittel-Zuschnitte (100) auf die mit dem Behälterförderer (3) geförderten Behälter (2).
  16. Verfahren zum Bereitstellen von Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) für Behälter (2), bei dem die Verpackungsmittel-Zuschnitte (100) mittels einer Bereitstellungseinrichtung (10) mit zumindest einer Magazin-Beladeeinheit (12) mit wenigstens einem Beladeschacht (12.2) bereitgestellt und einem Entnahme-Magazin (5) zugeführt werden, wobei die Verpackungsmittel-Zuschnitte (100) jeweils als in einer Umverpackung (103) verpackte Stapel von Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) in dem wenigstens einen Beladeschacht (12.2) aufgenommen werden, wobei die Magazin-Beladeeinheit (12) mit dem in der Umverpackung (103) befindlichen Stapel an Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) relativ zu dem Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) positioniert wird, und wobei der Stapel an Verpackungsmittel-Zuschnitten (100) mittels eines Fördermechanismus (19) einer Transfereinrichtung (18) von dem Beladeschacht (12.2) in den Entnahme-Magazin-Schacht (5.1) überführt wird und dabei die Umverpackung (103) mittels eines Rückhaltemechanismus (20) in dem Beladeschacht (12.2) zurückgehalten wird.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bereitstellen und/oder Handhaben von Verpackungsmittel-Zuschnitten für Behälter, insbesondere zum Bereitstellen und/oder Handhaben von jeweils einen Tragegriff bildenden Kartonzuschnitten für Behälter, insbesondere Behältergebinde. Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Behälter, wie zum Beispiel Flaschen, insbesondere PET-Flaschen, zu Gebinden zusammenzustellen bzw. zu verbinden. Derartige Behältergebinde werden häufig auch als Multipack bezeichnet und sind vor allem aus dem Bereich der Getränkeindustrie bestens bekannt und erfreuen sich großer Beliebtheit und Nachfrage auf dem Markt. Oftmals werden die Behälter durch eine Schrumpffolie zusammengehalten. Es ist aber auch bekannt, dass die Behälter zur Erstellung solcher Gebinde beispielsweise durch Verkleben mit Klebepunkten miteinander verbunden werden. Ein solches Verfahren zur Erzeugung eines Behältergebindes durch Verkleben beschreibt beispielsweise die Druckschrift EP 3 245 141 B1. Darüber hinaus Lösungen sind bekannt, bei denen Verpackungsmittel-Zuschnitte, beispielsweise so genannte Kartonclips, von oben her auf die Behälter aufgebracht werden und dabei die Behälter in Formation halten und/oder als Tragegriff dienen. Zum automatisierten, maschinellen Anbringen bzw. Aufbringen derartiger Verpackungsmittel-Zuschnitte auf Behälter bzw. Behältergebinde sind entsprechende Vorrichtungen oder Systeme erforderlich, die sich, insbesondere in der Getränkeindustrie, in Produktionslinien integrieren lassen oder an Produktionslinien anschließen lassen. Solche aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen oder Systeme sind in der Regel jedoch in ihrem Aufbau komplex und im Betrieb relativ kostenintensiv und erbringen häufig nicht den gewünschten Durchsatz bei gleichzeitiger Einhaltung der erforderlichen Produktions- und Qualitätssicherheit. Einhergehend mit der allgemeinen Zielsetzung für Produktionslinien der genannten Art, einen hohen Automatisierungsgrad bei sicheren Betriebsabläufen zu erreichen, besteht hierbei insbesondere Bedarf, die Bereitstellung der Verpackungsmittel-Zuschnitte derart störungsfrei und sicher zu gewährleisten, dass die Verpackungsmittel-Zuschnitte auch im Betrieb mit gewünschter hoher Leistung und Produktionsgeschwindigkeit sicher und zuverlässig zur Verfügung gestellt werden, um für den Applikationsvorgang einsatzfähig bereitzustehen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine sichere und zuverlässige Bereitstellung bzw. Versorgung mit Verpackungsmittel-Zuschnitten zu gewährleisten und insbesondere eine sichere und störungsfreie Beladung eines die Verpackungsmittel-Zuschnitte bevorratenden Magazins zu ermöglichen. Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gemäß Anspruch 1, einem System gemäß Anspruch 15 und einem Verfahren gemäß Anspruch 16 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Die vorliegende Erfindung stellt eine Vorrichtung zum Bereitstellen von Verpackungsmittel-Zuschnitten für Behälter zur Verfügung. Die Vorrichtung weist wenigstens ein Entnahme-Magazin mit mindestens einem Entnahme-Magazin-Schacht für die Verpackungsmittel-Zuschnitte auf, wobei der mindestens eine Entnahme-Magazin-Schacht zur Aufnahme jeweils eines Stapels von Verpackungsmittel-Zuschnitten ausgebildet ist. Die Vorrichtung weist ferner eine Bereitstellungseinrichtung zum Bereitstellen und Zuführen der Verpackungsmittel-Zuschnitte an das wenigstens eine Entnahme-Magazin auf. Die Bereitstellungseinrichtung umfasst zumindest eine Magazin-Beladeeinheit mit wenigstens einem Beladeschacht, der zur Aufnahme jeweils eines in einer Umverpackung bereitgestellten Stapels von Verpackungsmittel-Zuschnitten ausgebildet ist. Ferner ist bei der Vorrichtung zumindest eine Transfereinrichtung zum automatisierten Überführen des Stapels an Verpackungsmittel-Zuschnitten aus dem Beladeschacht der Magazin-Beladeeinheit in den Entnahme-Magazin-Schacht des Entnahme-Magazins vorgesehen. Die Transfereinrichtung weist wenigstens einen Fördermechanismus zum Fördern des Stapels von Verpackungsmittel-Zuschnitten in den Entnahme-Magazin-Schacht sowie einen Rückhaltemechanismus zum Rückhalten der Umverpackung in dem Beladeschacht auf. Die „Verpackungsmittel-Zuschnitte“ sind vorliegend bevorzugt solche aus Karton. Sie können insbesondere als Sekundärverpackungsmittel-Zuschnitte verstanden werden, die vorzugsweise in Form von jeweils einen Tragegriff bildenden und/oder einen integrierten Tragegriff enthaltenden Zuschnitten ausgestaltet sind. Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden die Verpackungsmittel-Zuschnitte oberseitig auf Behälter bzw. Behältergebinde appliziert. Die Verpackungsmittel-Zuschnitte können vorliegend insbesondere auch als Kartonclip bezeichnet werden. Alternativ können „Verpackungsmittel-Zuschnitte“ im vorliegenden Verständnis auch stapelbare bzw. gestapelte Zuschnitte weiterer bzw. anderer Verbrauchsmaterialien umfassen