DE-102024132143-A1 - Ballenöffner zum Öffnen einer in einer Längsrichtung aufgestellten Faserballenanordnung und Verfahren zum Betrieb eines Ballenöffners
Abstract
Die Erfindung betrifft einen Ballenöffner zum Öffnen einer in einer Längsrichtung (10) aufgestellten Faserballenanordnung (100), umfassend: ein Maschinengestell (11), das parallel zu der Längsrichtung (10) verfahrbar ist, und eine Abnehmereinheit (12) zum Abtragen eines Faserflockenstromes von der Faserballenanordnung (100), die höhenveränderbar am Maschinengestell (11) angeordnet ist, wobei die Abnehmereinheit (12) eine Erfassungseinrichtung (46) umfasst, die derart ausgestaltet ist, dass eine Größe von Faserflocken in zumindest einem Abschnitt des Faserflockenstromes erfassbar ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betrieb eines Ballenöffners (1) zum Öffnen einer in einer Längsrichtung (10) aufgestellten Faserballenanordnung (100) in einen Faserflockenstrom.
Inventors
- Thomas Schmitz
Assignees
- Trützschler Group SE
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241105
Claims (12)
- Ballenöffner zum Öffnen einer in einer Längsrichtung (10) aufgestellten Faserballenanordnung (100), umfassend: ein Maschinengestell (11), das parallel zu der Längsrichtung (10) verfahrbar ist, und eine Abnehmereinheit (12) zum Abtragen eines Faserflockenstromes von der Faserballenanordnung (100), die höhenveränderbar am Maschinengestell (11) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet , dass die Abnehmereinheit (12) eine Erfassungseinrichtung (46) umfasst, die derart ausgestaltet ist, dass eine Größe von Faserflocken in zumindest einem Abschnitt des Faserflockenstromes erfassbar ist.
- Ballenöffner nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Erfassungseinrichtung (46) einen oder mehrere Erfassungssensoren (47, 48, 49, 50) umfasst, die derart ausgestaltet sind, dass die Größe der Faserflocken in dem zumindest einem Abschnitt des Faserflockenstromes von diesen erfassbar ist, wobei insbesondere jeder Erfassungssensor (47, 48, 49, 50) einen Messbereich aufweist, der einem Abschnitt des Faserflockenstroms zugeordnet ist.
- Ballenöffner nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die Abnehmereinheit (12) eine Abnehmerwalze (31) zum Abtragen des Faserflockenstromes von der Faserballenanordnung (100) umfasst und dass ein zentraler Erfassungssensor (47, 48, 49, 50) der Erfassungseinrichtung (46) in Überdeckung mit einer Mittenebene (E_31) der Abnehmerwalze (31) angeordnet ist, wobei sich die Mittenebene (E_31) parallel zu der Längsrichtung (10) erstreckt und die Abnehmerwalze (31) in einer Querrichtung, die orthogonal zu der Längsrichtung (10) ausgerichtet ist, in zwei gleich lange Abschnitte unterteilt.
- Ballenöffner nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass ein erster seitlicher Erfassungssensor (49) der Erfassungseinrichtung (46) überdeckungsfrei mit der Mittenebene (E_31) der Abnehmerwalze (31) angeordnet ist.
- Ballenöffner nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass ein zweiter seitlicher Erfassungssensor (50) der Erfassungseinrichtung (46) überdeckungsfrei mit der Mittenebene (E_31) der Abnehmerwalze (31) angeordnet ist.
- Ballenöffner nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass der erste seitlicher Erfassungssensor (49) und der zweite seitliche Erfassungssensor (50) auf voneinander abgewandten Seiten der Mittenebene (E_31) angeordnet sind.
- Ballenöffner nach einem der Ansprüche 2 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass die Erfassungssensoren (47, 48, 49, 50) in Längsrichtung (10) auf einer Seite der Abnehmereinheit (12) angeordnet sind.
- Verfahren zum Betrieb eines Ballenöffners (1) zum Öffnen einer in einer Längsrichtung (10) aufgestellten Faserballenanordnung (100) in einen Faserflockenstrom, insbesondere zum Betrieb eines Ballenöffners (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , umfassend die Schritte: Bestimmen einer Soll-Flockengröße, in der die Faserballenanordnung (100) geöffnet werden soll; Regeln des Ballenöffners (1) entsprechend einem Satz von Betriebsparametern; Erfassen der Größe der Faserflocken in zumindest einem Abschnitt des Faserflockenstromes mittels einer Erfassungseinrichtung (46); Anpassen des Satzes von Betriebsparametern in Abhängigkeit der erfassten Größe der Faserflocken in dem zumindest einem Abschnitt des Faserflockenstromes sowie der Soll-Flockengröße; und Regeln des Ballenöffners (1) entsprechend dem angepassten Satz von Betriebsparametern.
- Verfahren nach Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet , dass der Satz von Betriebsparametern einen oder mehrere Parameter aus der Gruppe der Vorschubgeschwindigkeit des Maschinengestells (11) in Längsrichtung (10), der Drehzahl der Abnehmerwalzen (31), der Höhenposition der Abnehmereinheit (12) an dem Maschinengestell (11) und der Änderung der Höhenposition der Abnehmereinheit (12) an dem Maschinengestell (11) umfasst.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9 , dadurch gekennzeichnet , dass aus den erfassten Daten bezüglich der Größe der Faserflocken in dem zumindest einen Abschnitt des Faserflockenstromes statistische Vergleichswerte der Häufigkeitsverteilung der Flockengröße im Faserflockenstrom ermittelt werden, und dass das Anpassen des Satzes von Betriebsparametern in Abhängigkeit der statistischen Vergleichswerte erfolgt.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10 , dadurch gekennzeichnet , dass das Erfassen der Größe der Faserflocken in zumindest einem Abschnitt des Faserflockenstromes mittels einer Erfassungseinrichtung (46) kann für eine erste Sensorteilanordnung der Erfassungseinrichtung (46) und eine zweite Sensorteilanordnung separat erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet , dass die statistischen Vergleichswerte in Abhängigkeit der Daten der Sensorteilanordnungen ermittelt werden.
Description
Die Erfindung betrifft einen Ballenöffner zum Öffnen einer in einer Längsrichtung aufgestellten Faserballenanordnung und ein Verfahren zum Betrieb eines Ballenöffners. Ballenöffner dienen in der Spinnereivorbereitung dem Lösen von Faserflocken aus einer Anordnung gepresster Faserballen, um diese nachfolgenden Verarbeitungsstufen in der Spinnereivorbereitung zur Verfügung zu stellen. Aus dem Stand der Technik sind unterschiedliche Ausgestaltungen von Ballenöffnern bekannt. Aus der DE 10 2018 110 671 A1 ist ein Ballenöffner zum Öffnen von gepressten und in einer Aufstellrichtung aufgestellten Faserballen mit einem Maschinengestell und mit einer Abnehmereinheit bekannt. Die Abnehmereinheit ist höhenveränderbar am Maschinengestell angeordnet und das Maschinengestell ist in der Aufstellrichtung verfahrbar, sodass die Faserballen mit der Abnehmereinheit überfahrbar sind und Fasermaterial von den Faserballen abnehmbar ist. Das Maschinengestell weist eine Portalbauweise mit einer ersten Seitenwange und mit einer zweiten Seitenwange auf, die über ein Portalprofil miteinander verbunden sind. Aus der EP 3 536 834 A1 ist ein Ballenöffner bekannt, umfassend: ein Maschinengestell in Form eines Abtragturms, der entlang von Faserballen auf Schienen bewegbar ist. Eine Abnehmereinheit ist am Abtragturm einseitig frei auskragend und höhenveränderbar über den Faserballen angeordnet. Aus dem Stand der Technik ist zudem bekannt, die Eigenschaften des von dem Ballenöffner aus den Faserballen gelösten Faserflockenstromes zu untersuchen. Aus der CH 720250 A1 ist hierzu eine Anordnung bekannt, mit einem Ballenöffner und einem an den Ballenöffner anschließenden Grobreiniger, die über eine Rohrleitung verbunden sind. Der Faserflockenstrom wird zwischen dem Ballenöffner und dem Grobreiniger durch die Rohrleitung transportiert, in der eine Sensoreinrichtung zum Ermitteln eines Parameters des Faserflockenstroms vorgesehen ist. Hierin ist nachteilig, dass die Erfassung der Eigenschaften des Faserflockenstromes zeitlich versetzt zum tatsächlichen Abtragungszeitpunkt erfolgt. Weiter ist es nachteilig, dass es durch das von dem Ballenöffner räumlich getrennten Ermitteln eines Parameters des Faserflockenstroms in der Rohrleitung zu tatsächlichen und statistischen Vermischungseffekten kommt, die eine lokale Bewertung der Abtragung im Ballenöffner ausschließt. Es ist Aufgabe der Erfindung einen Ballenöffner bereitzustellen, der eine optimierte Beschickung einer nachfolgenden Verarbeitungsstufe ermöglicht. Es ist weiter Aufgabe der Erfindung ein entsprechendes Verfahren zum Betrieb eines Ballenöffners bereitzustellen. Zur Lösung der Aufgabe wird ein Ballenöffner zum Öffnen einer in einer Längsrichtung aufgestellten Faserballenanordnung vorgeschlagen, umfassend: ein Maschinengestell, das parallel zu der Längsrichtung verfahrbar ist, und eine Abnehmereinheit zum Abtragen eines Faserflockenstromes von der Faserballenanordnung, die höhenveränderbar am Maschinengestell angeordnet ist, wobei die Abnehmereinheit eine Erfassungseinrichtung aufweist, die derart ausgestaltet respektive konfiguriert ist, dass eine Größe von Faserflocken in zumindest einem Abschnitt des Faserflockenstromes erfassbar ist. Die Erfindung weist den Vorteil auf, dass die Integration der Erfassungseinrichtung in die höhenverstellbare Abnehmereinheit eine bezüglich der Faserballen lokale Bewertung der resultierenden Flockengröße und eine darauf basierende Regelung des Ballenöffners ermöglicht. Es hat sich gezeigt, dass dies Voraussetzung für die Vergleichmäßigung der Faserflockengröße in dem Faserflockenstrom ist, die wiederum zu optimierten Ergebnissen in den nachfolgenden Verarbeitungsstufen führt. In einer möglichen Ausführungsform kann die Erfassungseinrichtung einen oder mehrere Erfassungssensoren umfassen. Die Erfassungssensoren sind jeweils derart ausgestaltet, dass die Größe der Faserflocken in dem zumindest einen Abschnitt des Faserflockenstromes von diesen erfassbar ist. Jeder Erfassungssensor kann dabei einen Messbereich aufweisen, der einem Abschnitt des Faserflockenstroms zugeordnet ist. Mit anderen Worten ermittelt jeder Erfassungssensor die Größe der Faserflocken des Faserflockenstromes in einem zugehörigen Messbereich, der einen Abschnitt des Faserflockenstroms erfasst. In einer weiteren möglichen Ausgestaltung kann die Abnehmereinheit eine Abnehmerwalze zum Abtragen des Faserflockenstromes von der Faserballenanordnung umfassen. Ein zentraler Erfassungssensor der Erfassungseinrichtung kann in Überdeckung mit einer Mittenebene der Abnehmerwalze angeordnet sein. Die Mittenebene kann sich parallel zu der Längsrichtung sowie der Hochrichtung erstrecken und kann die Abnehmerwalze in einer Querrichtung, die orthogonal zu der Längsrichtung ausgerichtet ist, in zwei gleich lange Abschnitte unterteilen. Die Erfassungseinrichtung kann alternativ oder in Kombination einen ersten seitlichen Erfassungssensor umfassen, der überdeckungsfrei mit der Mittenebene der Abnehmerwalze a