DE-102024132149-A1 - Hydraulischer Rollenstößel für einen OHV-Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine
Abstract
Vorgeschlagen ist ein hydraulischer Rollenstößel (1) für einen OHV-Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine, mit einem hohlzylindrischen Gehäuse (2), das an seinem einen Längsende (3) durch einen Boden (4) verschlossen ist, von welchem einen Längsende zwei sich diametral gegenüberliegende Laschen (5) mit einer auf einem Bolzen (6) gelagerten Nockenrolle (7) hierzwischen abstehen, welcher Bolzen (6) in den Laschen (5) aufgenommen ist, wobei in einer von einem anderen Längsende (8) des Gehäuses (2) ausgehenden Bohrung (9) ein einen Vorratsraum (10) für Hydrauliköl einfassender Druckkolben (11) geführt ist, dessen Oberstirn (12) eine Stößelstangenanlage (28) und dessen Unterstirn (13) ein Rückschlagventil (14) aufweisen, zwischen welcher Unterstirn (13) und dem Boden (4) des Gehäuses (2) ein Hochdruckraum (27) für das Hydrauliköl gebildet ist, wobei ein Außenmantel (15) des Gehäuses (2) eine von dessen einem Längsende (3) ausgehende glattwandige Führungsfläche (16) für eine Aufnahme (17) einer brennkraftmaschinenseitigen Führung (29) hat, in welcher Führungsfläche (16) ein zu dem einen Längsende (3) beabstandeter Einstich (18) mit wenigstens einer Radialbohrung (19) hierin zur Zuleitung des Hydrauliköls in den Druckkolben (11) angeordnet ist, wobei in einem zwischen einer bodenseitigen Ringkante (21) des Einstichs (18) und dem Längsende (3) des Gehäuses (2) liegenden Ringabschnitt (20) der Führungsfläche (16) ein Axialkanal (22) zur Zuleitung des Hydrauliköls auf einen Außenmantel (23) der Nockenrolle (7) verläuft, welcher Axialkanal (22) beabstandet zu der bodenseitigen Ringkante (21) beginnt, bis an das Längsende (3) führt und in Umfangsrichtung des Gehäuses (2) gesehen zwischen den beiden Laschen (5) liegt.
Inventors
- Oliver Schnell
- Peter Sailer
Assignees
- Schaeffler Technologies AG & Co. KG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241105
Claims (5)
- Hydraulischer Rollenstößel (1) für einen OHV-Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine, mit einem hohlzylindrischen Gehäuse (2), das an seinem einen Längsende (3) durch einen Boden (4) verschlossen ist, von welchem einen Längsende zwei sich diametral gegenüberliegende Laschen (5) mit einer auf einem Bolzen (6) gelagerten Nockenrolle (7) hierzwischen abstehen, welcher Bolzen (6) in den Laschen (5) aufgenommen ist, wobei in einer von einem anderen Längsende (8) des Gehäuses (2) ausgehenden Bohrung (9) ein einen Vorratsraum (10) für Hydrauliköl einfassender Druckkolben (11) geführt ist, dessen Oberstirn (12) eine Stößelstangenanlage (28) und dessen Unterstirn (13) ein Rückschlagventil (14) aufweisen, zwischen welcher Unterstirn (13) und dem Boden (4) des Gehäuses (2) ein Hochdruckraum (27) für das Hydrauliköl gebildet ist, wobei ein Außenmantel (15) des Gehäuses (2) eine von dessen einem Längsende (3) ausgehende glattwandige Führungsfläche (16) für eine Aufnahme (17) einer brennkraftmaschinenseitigen Führung (29) hat, in welcher Führungsfläche (16) ein zu dem einen Längsende (3) beabstandeter Einstich (18) mit wenigstens einer Radialbohrung (19) hierin zur Zuleitung des Hydrauliköls in den Druckkolben (11) angeordnet ist, wobei in einem zwischen einer bodenseitigen Ringkante (21) des Einstichs (18) und dem Längsende (3) des Gehäuses (2) liegenden Ringabschnitt (20) der Führungsfläche (16) ein Axialkanal (22) zur Zuleitung des Hydrauliköls auf einen Außenmantel (23) der Nockenrolle (7) verläuft, welcher Axialkanal (22) beabstandet zu der bodenseitigen Ringkante (21) beginnt, bis an das Längsende (3) führt und in Umfangsrichtung des Gehäuses (2) gesehen zwischen den beiden Laschen (5) liegt.
- Rollenstößel nach Anspruch 1 , wobei in dem Ringabschnitt (20) der Führungsfläche (16), axial beabstandet zu der bodenseitigen Ringkante (21) des Einstichs (18), ein den Axialkanal (22) schneidender Umlaufkanal (24) für das Hydrauliköl appliziert ist.
- Rollenstößel nach Anspruch 2 , wobei genau zwei den Umlaufkanal (24) schneidende und sich in der Führungsfläche (16) gegenüberliegende Axialkanäle (22) vorgesehen sind.
- Rollenstößel nach Anspruch 1 , wobei der Axialkanal (22) mittig zwischen den Laschen (5) liegt.
- Rollenstößel nach Anspruch 1 , wobei der Axialkanal (22) derartig in Umfangsrichtung zwischen den Laschen (5) versetzt ist, dass er das Längsende (3) des Gehäuses (2) bei einem Ringspalt (25) zwischen der Nockenrolle (7) und einer Innenwand (26) der respektiven Lasche (5) schneidet.
Description
Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Rollenstößel für einen OHV-Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine, mit einem hohlzylindrischen Gehäuse, das an seinem einen Längsende durch einen Boden verschlossen ist, von welchem einen Längsende zwei sich diametral gegenüberliegende Laschen mit einer auf einem Bolzen gelagerten Nockenrolle hierzwischen abstehen, welcher Bolzen in den Laschen aufgenommen ist, wobei in einer von einem anderen Längsende des Gehäuses ausgehenden Bohrung ein einen Vorratsraum für Hydrauliköl einfassender Druckkolben geführt ist, dessen Oberstirn eine Stößelstangenanlage und dessen Unterstirn ein Rückschlagventil aufweisen, zwischen welcher Unterstirn und dem Boden des Gehäuses ein Hochdruckraum für das Hydrauliköl gebildet ist, wobei ein Außenmantel des Gehäuses eine glattwandige Führungsfläche für eine Aufnahme einer brennkraftmaschinenseitigen Führung hat, in welcher Führungsfläche ein Einstich mit wenigstens einer Radialbohrung hierin zur Zuleitung des Hydrauliköls in den Druckkolben vorgesehen ist. Aus der DE 10 2015 209 336 A1 geht ein Rollenstößel hervor, dessen Gehäuse in seiner Führungsfläche einen Einstich mit einer Radialbohrung für Hydrauliköl zur Zuleitung in den Druckkolben aufweist. Es ist hierbei Standard, dass der Rollenstößel bei Nockengrundkreiskontakt mit seinem Einstich auf Höhe einer Zuleitung für das Hydrauliköl an dessen Aufnahme zu seiner oszillierenden Führung steht und somit das Hydrauliköl für einen Spielausgleich bei dem Nockengrundkreiskontakt zum Vorratsraum des Druckkolbens geleitet werden kann. Bei nachfolgendem Nockenhub verfährt das Gehäuse mit seinem Einstich derartig in der Aufnahme aufwärts, dass der Einstich üblicherweise nicht mehr mit der Zuleitung der Aufnahme in Fluidverbindung steht. Eine Druckölbeaufschlagung insbesondere eines Außenmantels der Nockenrolle ist nicht vorgesehen. Aufgabe ist es, einen Rollenstößel mit einer gezielten und zugleich sparsamen Druckölbeaufschlagung des Außenmantels dessen Nockenrolle zu kreieren. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die neuen Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Demnach geht die Führungsfläche des Gehäuses von dessen einem Längsende mit dem Boden aus, wobei in einem zwischen einer bodenseitigen Ringkante des Einstichs und dem einen Längsende des Gehäuses liegenden Ringabschnitt der Führungsfläche ein Axialkanal zur Zuleitung des Hydrauliköls auf einen Außenmantel der Nockenrolle verläuft, welcher Axialkanal beabstandet zu der bodenseitigen Ringkante beginnt, bis an das Längsende führt und in Umfangsrichtung des Gehäuses gesehen zwischen den beiden Laschen liegt. Über den abwärts zu dem Längsende des Gehäuses führenden wenigstens einen Längskanal ist eine gezielte und sparsame Ölzufuhr auf den Außenmantel der Nockenrolle bevorzugt genau nur außerhalb eines Grundkreiskontakts des Rollenstößels ermöglichbar. Bei Nockengrundkreiskontakt kann die volle Menge an Hydrauliköl für den Ventilspielausgleich zur Verfügung stehen. Bei Nockenhub ist der Einstich des Gehäuses vorzugsweise nicht mehr in Fluidverbindung mit der Zuleitung für das Hydrauliköl an die Aufnahme. Die Zuleitung ist dabei mit beginnendem Nockenhub zunächst über einen Ringbereich des Ringabschnitts unmittelbar axial unterhalb des Einstichs verschlossen. Dieser Ringbereich wirkt somit weitestgehend als Dichtspalt am Außenmantel des Gehäuses. Denkbar ist jedoch auch ein hydraulischer Kurzschluss des Einstichs zumindest abschnittsweise bei Nockenhub oder ein hydraulischer Kurzschluss des Axialkanals bei Nockengrundkreiskontakt, beides jeweils möglich in deutlich gedrosselter Form. Der Axialkanal muss in Umfangsrichtung des Gehäuses gesehen nicht genau mittig zwischen den beiden Laschen liegen. Er kann bspw. auch geringfügig außermittig platziert sein. Dieser sollte jedoch, zumindest bei der Variante ohne Umlaufkanal, zumindest teilweise mit seiner Seitenkante bei Nockenhub die Zuleitung zur Heranleitung des Hydrauliköls an die Aufnahme schneiden. Die in Fortbildung der Erfindung vorgeschlagene Lösung mit einem Umlaufkanal stromauf und somit axial eingangs vom Längskanal, welcher Umlaufkanal von der bodenseitigen Ringkante des Einstichs beabstandet ist und optional eine Oberkante des Axialkanals schneiden kann, gestattet bspw. eine Versorgung wenigstens eines weiteren Axialkanals auf einer „Rückseite“ des Rollenstößels. Der Umlaufkanal kann auch für eine bspw. ausschließliche Einleitung von Hydrauliköl und somit einen abschnittsweisen Fluidkontakt mit der Zuleitung benutzt werden, wobei hierbei der Axialkanal am Außenmantel des Gehäuses derartig in Umfangsrichtung gesehen versetzt liegen kann, dass dieser bei Nockenhub nicht die brennkraftmaschinenseitige Aufnahme überstreicht. Der Axialkanal kann gemäß einer weiteren Konkretisierung der Erfindung auch so in Umfangsrichtung zwischen der beiden Laschen liegen, dass dieser auf einen respektiven Ringspalt zwischen der Nockenrolle und der Lasche mündet. Somit kann zusätzlich oder ggf. überwiegend e