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DE-102024132153-A1 - Hydraulischer Rollenstößel für einen OHV-Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine

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Abstract

Vorgeschlagen ist ein hydraulischer Rollenstößel (1), mit einem rohrartigen Gehäuse (2), das an seinem einen Längsende (3) eine umlaufend geschlossene und durch einen Boden (4) begrenzte Tasche (5) hat, wobei das Gehäuse (2) im Axialabschnitt der Tasche (5) mit zwei sich diametral gegenüberliegenden Durchgangsbohrungen (6) versehen ist, in denen ein Bolzen (7) über seine Endabschnitte (8) drehbar steckt, auf welchem Bolzen (7) eine Nockenrolle (9) über eine Lagerung (10) verläuft, wobei in einer von einem anderen Längsende (11) des Gehäuses (2) ausgehenden Bohrung (12) ein einen Vorratsraum (13) für Hydrauliköl einfassender Druckkolben (14) geführt ist, dessen Oberstirn (15) eine Stößelstangenanlage (16) und dessen Unterstirn (17) ein Rückschlagventil (18) aufweisen, zwischen welcher Unterstirn (17) und dem Boden (4) der Tasche (5) ein Hochdruckraum (19) für das Hydrauliköl gebildet ist, wobei ein Außenmantel (20) des Gehäuses (2) eine von dessen einem Längsende (3) ausgehende glattwandige Führungsfläche (21) für eine Aufnahme (22) einer brennkraftmaschinenseitigen Führung (23) hat, in welcher Führungsfläche (21) ein zu dem einen Längsende (3) beabstandeter Einstich (24) mit wenigstens einer Radialbohrung (25) hierin zur Zuleitung des Hydrauliköls in den Druckkolben (14) angeordnet ist, wobei in einem Ringabschnitt (26) der Führungsfläche (21), zwischen einer dem einen Längsende (3) zugewandten Ringkante (27) des Einstichs (24) und dem einen Längsende (3), im Umfangsabschnitt einer oder jeder Durchgangsbohrung (6), ein Axialkanal (28) appliziert ist, der beabstandet zu der Ringkante (27) beginnt und die Durchgangsbohrung (6) zur Zuleitung des Hydrauliköls in Richtung Lagerung (10) zu deren Schmierung stromab schneidet.

Inventors

  • Oliver Schnell
  • Peter Sailer

Assignees

  • Schaeffler Technologies AG & Co. KG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241105

Claims (6)

  1. Hydraulischer Rollenstößel (1) für einen OHV-Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine, mit einem rohrartigen Gehäuse (2), das an seinem einen Längsende (3) eine umlaufend geschlossene und durch einen Boden (4) begrenzte Tasche (5) hat, wobei das Gehäuse (2) im Axialabschnitt der Tasche (5) mit zwei sich diametral gegenüberliegenden Durchgangsbohrungen (6) versehen ist, in denen ein Bolzen (7) über seine Endabschnitte (8) drehbar steckt, auf welchem Bolzen (7) eine Nockenrolle (9) über eine Lagerung (10) verläuft, wobei in einer von einem anderen Längsende (11) des Gehäuses (2) ausgehenden Bohrung (12) ein einen Vorratsraum (13) für Hydrauliköl einfassender Druckkolben (14) geführt ist, dessen Oberstirn (15) eine Stößelstangenanlage (16) und dessen Unterstirn (17) ein Rückschlagventil (18) aufweisen, zwischen welcher Unterstirn (17) und dem Boden (4) der Tasche (5) ein Hochdruckraum (19) für das Hydrauliköl gebildet ist, wobei ein Außenmantel (20) des Gehäuses (2) eine von dessen einem Längsende (3) ausgehende glattwandige Führungsfläche (21) für eine Aufnahme (22) einer brennkraftmaschinenseitigen Führung (23) hat, in welcher Führungsfläche (21) ein zu dem einen Längsende (3) beabstandeter Einstich (24) mit wenigstens einer Radialbohrung (25) hierin zur Zuleitung des Hydrauliköls in den Druckkolben (14) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet , dass in einem Ringabschnitt (26) der Führungsfläche (21), zwischen einer dem einen Längsende (3) zugewandten Ringkante (27) des Einstichs (24) und dem einen Längsende (3), im Umfangsabschnitt einer oder jeder Durchgangsbohrung (6), ein Axialkanal (28) appliziert ist, der beabstandet zu der Ringkante (27) beginnt und die Durchgangsbohrung (6) zur Zuleitung des Hydrauliköls in Richtung Lagerung (10) zu deren Schmierung stromab schneidet.
  2. Rollenstößel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Axialkanal (28) über die Durchgangsbohrung (6) hinaus bis an das eine Längsende (3) führt.
  3. Rollenstößel nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass in dem Ringabschnitt (26) der Führungsfläche (21), axial beabstandet zu der dem einen Längsende (3) zugewandten Ringkante (27) des Einstichs (24), ein den Axialkanal (28) schneidender Umlaufkanal (29) für das Hydrauliköl appliziert ist, welcher im Fall von einem Axialkanal (28) je Durchgangsbohrung (6), diese Axialkanäle (28) segmentartig oder allumlaufend in der Führungsfläche (21) verbindet.
  4. Rollenstößel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass Innenmantelflächen (30) der Tasche (5) des Gehäuses (2), welche Außenstirnen (31) der Nockenrolle (9) gegenüberliegen, als einwärts verdickte Planflächen ausgebildet sind.
  5. Rollenstößel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass eine Mündung (32) der jeweiligen Durchgangsbohrung (6) an der Führungsfläche (21) mit einer segmentartigen oder vollumlaufenden Fase (33) versehen ist.
  6. Rollenstößel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Axialkanal (28) in die Führungsfläche (21) geschliffen oder gefräst ist.

Description

Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Rollenstößel für einen OHV-Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine, mit einem rohrartigen Gehäuse, das an seinem einen Längsende eine umlaufend geschlossene und durch einen Boden begrenzte Tasche hat, wobei das Gehäuse im Axialabschnitt der Tasche mit zwei sich diametral gegenüberliegenden Durchgangsbohrungen versehen ist, in denen ein Bolzen über seine Endabschnitte drehbar steckt, auf welchem Bolzen eine Nockenrolle über eine Lagerung verläuft, wobei in einer von einem anderen Längsende des Gehäuses ausgehenden Bohrung ein einen Vorratsraum für Hydrauliköl einfassender Druckkolben geführt ist, dessen Oberstirn eine Stößelstangenanlage und dessen Unterstirn ein Rückschlagventil aufweisen, zwischen welcher Unterstirn und dem Boden der Tasche ein Hochdruckraum für das Hydrauliköl gebildet ist, wobei ein Außenmantel des Gehäuses eine von dessen einem Längsende ausgehende glattwandige Führungsfläche für eine Aufnahme einer brennkraftmaschinenseitigen Führung hat, in welcher Führungsfläche ein zu dem einen Längsende beabstandeter Einstich mit wenigstens einer Radialbohrung hierin zur Zuleitung des Hydrauliköls in den Druckkolben angeordnet ist. Die DE 11 2006 000 338 B4 zeigt ein Gehäuse eines hydraulischen Rollenstößels mit einer umlaufend geschlossenen Rollentasche. Letztgenannte ist von einem Bolzen durchquert, der in Bohrungen des Gehäuses aufgenommen ist. Auf dem Bolzen läuft über eine als Wälzlagerung vorliegende Lagerung eine Nockenrolle. Eine von einem anderen Längsende des Gehäuses ausgehende Bohrung nimmt einen Druckkolben auf (nicht dargestellt). Eine gezielte Schmierung der Lagerung ist nicht vorgesehen. Aus der DE 10 2015 209 336 A1 geht ein komplett montierter Rollenstößel mit offener Rollentasche hervor. Aufgabe ist es, einen Rollenstößel mit einer verbesserten Schmierung dessen Nockenrollenlagerung vorzuschlagen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass in einem Ringabschnitt der Führungsfläche, zwischen einer dem einen Längsende zugewandten Ringkante des Einstichs und dem einen Längsende, im Umfangsabschnitt einer oder jeder Durchgangsbohrung, ein Axialkanal appliziert ist, der beabstandet zu der Ringkante beginnt und die Durchgangsbohrung zur Zuleitung des Hydrauliköls in Richtung Lagerung zu deren Schmierung stromab schneidet. Standard ist, und hier setzt die Erfindung an, dass der Rollenstößel bei Verbau in die Aufnahme der brennkraftmaschinenseitigen Führung bei Nockengrundkreiskontakt mit seinem Einstich auf Höhe einer Zuleitung für das Hydrauliköl an die Aufnahme steht und somit das Hydrauliköl für einen Spielausgleich bei dem Nockengrundkreiskontakt zum Vorratsraum des Druckkolbens geleitet werden kann. Die Radialbohrung im Einstich kann hierbei in Umfangsrichtung des Rollenstößels so liegen, dass diese unmittelbar von der Zuleitung geschnitten oder zu dieser umfangsversetzt ist. Bei nachfolgendem Nockenhub verfährt das Gehäuse mit seinem Einstich derartig in der Aufnahme aufwärts, dass der Einstich üblicherweise nicht mehr mit der Zuleitung der Aufnahme in Fluidverbindung steht. Über den wenigstens einen Axialkanal stromabwärts in der Führungsfläche, wobei bevorzugt jeder Durchgangsbohrung ein Axialkanal zugeordnet sein soll, ist eine gezielte und sparsame Ölzufuhr zur Lagerung der Nockenrolle bevorzugt genau nur außerhalb eines Grundkreiskontakts des Rollenstößels realisiert. Bei Nockengrundkreiskontakt ist somit ermöglicht, dass die volle Menge an Hydrauliköl für den Ventilspielausgleich zur Verfügung steht. Bei Nockenhub ist der Einstich des Gehäuses vorzugsweise nicht mehr in Fluidverbindung mit der Zuleitung für das Hydrauliköl an die Aufnahme. Die Zuleitung ist dabei mit beginnendem Nockenhub zunächst über einen Ringbereich des Ringabschnitts unmittelbar axial unterhalb des Einstichs verschlossen. Dieser Ringbereich wirkt somit weitestgehend als Dichtspalt am Außenmantel des Gehäuses. Je nach Gestaltung der Umgebung des Rollenstößels bei dessen Verbau sind auch weitere Konstellationen denkbar. So ist es bspw. auch eine Ölversorgung des wenigstens einen Axialkanals bei Grundkreiskontakt parallel zur Versorgung des Vorratsraums des Druckkolbens möglich. Die Variante mit lediglich einem Axialkanal zu einer der Durchgangsbohrungen stellt sich als besonders kostengünstig dar. Sollte der zum Einstich abgesetzte Axialkanal bei Verbau des Rollenstößels umfangsmäßig gesehen auf der Seite der Zuleitung für das Hydraulikmittel an die Aufnahme der brennkraftmaschinenseitigen Führung liegen, so kann, muss jedoch nicht, auf einen Umlaufkanal in der Führungsfläche des Gehäuses verzichtet werden. Vorzugsweise soll der Bolzen frei rotationsbeweglich vorliegen, was den Durchtritt von Hydrauliköl von einer außenmantelseitigen Mündung der Durchgangsbohrung axial einwärts ermöglicht. Der Bolzen könnte ferner jedoch auch bspw. verstemmt oder anderweitig fixiert sein. Hierbei ist an wenigstens einen gesonderten Kanal in der Durchgangsbohrung u./o. a