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DE-102024132156-A1 - Spanneinheit, Zugvorrichtung und Rohrzugvorrichtung mit beidem

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Spanneinheit (10) für eine Rohrzugvorrichtung (1), mit einem Standfuß (20), der eine Aufstandsfläche (F1) ausbildet und auf dem ein Klemmhebel (30) um eine Schwenkachse (A1) schwenkbar gelagert ist, der eine nach oben weisende Klemmfläche (F2) und einen zwischen der Klemmfläche (F2) und der Aufstandsfläche (F1) angeordneten Zugmittelanschlag (31) aufweist, wobei der Klemmhebel (30) derart ausgebildet ist, dass eine Zugkraft (K1) am Zugmittelanschlag (31) in einer Längsrichtung (L) zu einem Schwenken des Klemmhebels (30) um die Schwenkachse (A1) führt und sich ein quer zur Längsrichtung (L) ausgerichteter Abstand (X) der Klemmfläche (F2) von der Aufstandsfläche (F1) vergrößert. Außerdem betrifft die Erfindung eine Zugvorrichtung (100) zum Verbinden mit einer Spanneinheit (10) einer Rohrzugvorrichtung (1), mit einer Traverse (110) zum Überspannen einer Stirnseite (213) eines an einem ersten Rohr (200) zu montierenden zweiten Rohres (210), und mit einem Zugmittel (120) mit einem freien Ende (121), das quer zur Traverse (110) von der Traverse (110) wegführbar ist, wobei mittels Zugmittelantrieb (130) der Zugvorrichtung (100) Zugkraft (K1) auf das freie Ende (121) aufbringbar ist. Außerdem betrifft die Erfindung eine Rohrzugvorrichtung (1) zum Zusammenschieben eines ersten und zweiten Rohres (200, 210), mit einer Spanneinheit (10) und einer Zugvorrichtung (100).

Inventors

  • Gerhard Gressbach

Assignees

  • WIMAG GmbH

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241105

Claims (13)

  1. Spanneinheit (10) zur Verbindung mit einer Zugvorrichtung (100) einer Rohrzugvorrichtung (1), mit einem Standfuß (20), der eine Aufstandsfläche (F1) ausbildet und auf dem ein Klemmhebel (30) um eine Schwenkachse (A1) schwenkbar gelagert ist, wobei der Klemmhebel (30) eine nach oben weisende Klemmfläche (F2) und einen zwischen der Klemmfläche (F2) und der Aufstandsfläche (F1) angeordneten Zugmittelanschlag (31) aufweist, wobei der Klemmhebel (30) derart ausgebildet ist, dass eine Zugkraft (K1) am Zugmittelanschlag (31) in einer Längsrichtung (L) zu einem Schwenken des Klemmhebels (30) um die Schwenkachse (A1) führt und sich ein quer zur Längsrichtung (L) ausgerichteter Abstand (X) der Klemmfläche (F2) von der Aufstandsfläche (F1) vergrößert.
  2. Spanneinheit (10) gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Standfuß (20) zwei Gleitkufen (21, 22) aufweist, die sich vorzugsweise in die Längsrichtung (L) erstrecken.
  3. Spanneinheit (10) gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der Klemmhebel (30) einen im Wesentlichen vertikal ausgerichteten ersten Schenkel (33) und einen im Wesentlichen horizontal ausgerichteten zweiten Schenkel (34) aufweist, wobei der Zugmittelanschlag (31) auf Seiten des ersten Schenkels (33) und die Schwenkachse (A1) auf Seiten des zweiten Schenkels (34) angeordnet ist.
  4. Spanneinheit (10) gemäß Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass die Klemmfläche (F2) von einem Klemmelement (35) des Klemmhebels (30) ausgebildet ist, das schwenkbar um eine Klemmelementachse (A2) an wenigstens einem aus dem ersten und zweiten Schenkel (33, 34) angeordnet ist.
  5. Spanneinheit (10) gemäß einem der Ansprüche 3 oder 4 , dadurch gekennzeichnet , dass das Klemmelement (35) länglich ausgebildet ist und die Klemmelementachse (A2) im mittleren Drittel des Klemmelements (35) angeordnet ist.
  6. Spanneinheit (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass zwischen dem Standfuß (20) und der Schwenkachse (A1) eine Spannweitenvoreinstellungseinrichtung (40) angeordnet ist, die zur Voreinstellung des Abstands (X) der Klemmfläche (F2) von der Aufstandsfläche (F1) ausgebildet ist.
  7. Zugvorrichtung (100) zum Verbinden mit einer Spanneinheit (10) einer Rohrzugvorrichtung (1), mit einer Traverse (110) zum Überspannen einer Stirnseite (213) eines an einem ersten Rohr (200) zu montierenden zweiten Rohres (210), und mit einem Zugmittel (120) mit einem freien Ende (121), das in einer Längsrichtung (L) quer zur Traverse (110) von der Traverse (110) wegführbar ist, wobei mittels eines Zugmittelantriebs (130) der Zugvorrichtung (100) eine Zugkraft (K1) auf das freie Ende (121) aufbringbar ist.
  8. Zugvorrichtung (100) gemäß Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet , dass das Zugmittel (120) über eine Umlenkführung (140) an der Traverse (110) derart umgelenkt ist, dass sich das Zugmittel (120) zwischen der Umlenkführung (140) und dem Zugmittelantrieb (130) entlang der Traverse (110) erstreckt.
  9. Zugvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 7 oder 8 , dadurch gekennzeichnet , dass der Zugmittelantrieb (130) im Bereich eines ersten Endes (111) der Traverse (110) angeordnet ist.
  10. Zugvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 9 , dadurch gekennzeichnet , dass der Zugmittelantrieb (130) einen Ratschhebelmechanismus (131) mit einem händisch zu betätigenden Ratschhebel (132) aufweist oder hieraus besteht.
  11. Zugvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 10 , dadurch gekennzeichnet , dass an der Traverse (110) ein Anschlagselement (150) zur Kontaktierung der Rohraußenseite (212) des zweiten Rohres (210) angeordnet ist.
  12. Zugvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 11 , dadurch gekennzeichnet , dass an einem zweiten Ende (112) der Traverse (110) eine Durchtrittsöffnung (113) ausgebildet ist.
  13. Rohrzugvorrichtung (1) zum Zusammenschieben eines ersten und zweiten Rohres (200, 210), mit einer Spanneinheit (10) und einer Zugvorrichtung (100), die über ein Zugmittel (120) der Zugvorrichtung (100) miteinander verbunden sind, wobei die Spanneinheit (10) zum Aufspannen in dem ersten Rohr (200) ausgebildet ist, und die Zugvorrichtung (100) zum Ziehen des zweiten Rohres (210) in Richtung der Spanneinheit (10) und dem ersten Rohr (200) ausgebildet ist, und wobei - die Spanneinheit (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 ausgebildet ist, wobei das Zugmittel (120) mit dem Zugmittelanschlag (31) der Spanneinheit (10) verbunden ist; und/oder - die Zugvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 12 ausgebildet ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Spanneinheit zur Verbindung mit einer Zugvorrichtung einer Rohrzugvorrichtung gemäß Anspruch 1, eine Zugvorrichtung zum Verbinden mit einer Spanneinheit einer Rohrzugvorrichtung gemäß Anspruch 7, und eine Rohrzugvorrichtung zum Zusammenschieben eines ersten und zweiten Rohres, mit einer Spanneinheit und einer Zugvorrichtung gemäß Anspruch 13. Rohre bzw. Rohrstücke werden im Stand der Technik durch Zusammenschieben bzw. Zusammenstecken/Einstecken zu längeren Rohrleitungen verbunden. Dazu weisen die meisten Rohrtypen eine Anschlussmuffe auf, die eine Einsteckgeometrie für das einzusteckende Ende des zweiten Rohres aufweist. Sonderformen der Rohrstücke haben an beiden Enden oder keinem der Enden eine Anschlussmuffe. Hinzu kommen Rohrwinkel und Rohrabzweigstücke jeweils mit einer Anschlussmuffe oder aber auch mit keiner oder wenigstens zwei Anschlussmuffen. Bei kleinen Rohrdurchmessern erfolgt das Zusammenschieben der Rohre händisch. Für große Rohrdurchmesser ist beispielsweise aus DE 2 817 632 A1 bekannt, einen Spannwagen im bereits verlegten Rohr zu platzieren, diesen gegen Innenwandungen dieses Rohres aufzuspannen und so zu fixieren. Der Spannwagen hat einen Zugmittelantrieb, mit dem ein durch das einzusteckende Rohr geführtes Zugmittel zum Spannwagen hin gezogen werden kann. Dieses Zugmittel wird mit einem Querbalken verbunden, der stirnseitig vor dem einzusteckenden Rohr platziert wird. Der durch Aufspannen ortsfest fixierte Spannwagen kann hierdurch das einzusteckende Rohr in das bereits verlegte Rohr hineinziehen. Nachteilhaft hieran ist die hohe Komplexität des Spannwagens mit Rollen, Fixiermitteln, Zugmittelantrieb, weiteren Antrieben und Betätigungszylindern. Wartung und Reparatur bspw. bei einem Verklemmen des Spannwagens im Rohr müssen innerhalb des verlegten Rohres erfolgen. Zudem ist ein Bediener unmittelbar beim Spannwagen erforderlich, um die Handpumpe des hydraulischen Antriebs zu betätigen. Daher eignet sich DE 2 817 632 A1 nur für begehbare Rohre. Andere Rohrzugvorrichtungen, wie bspw. von DE 42 44 331 A1 angegeben, greifen Rohre von der Außenseite und benötigen daher deutlich mehr Arbeitsplatz um die Rohre herum, wodurch bspw. breitere Gräben und mehr Erdaushub erforderlich sind als bei dem im Rohr agierenden Spannwagen gemäß DE 2 817 632 A1. Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Rohrfügevorrichtung bereitzustellen, die wenig Arbeitsraum um zu montierende Rohre herum benötigt, wenig komplex ist und sich auch für nicht begehbare Rohrdurchmesser eignet. Die Lösung sollte zudem mechanisch einfach aufgebaut, robust, kostengünstig und leicht zu bedienen sein. Erfindungsgemäße Merkmale sind in den Ansprüchen 1, 7 und 13 angegeben. Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 6 und 8 bis 12 sowie der Beschreibung. Die Erfindung betrifft eine Spanneinheit zur Verbindung mit einer Zugvorrichtung einer Rohrzugvorrichtung, die insbesondere zum Aufspannen innerhalb eines ersten Rohres ausgebildet ist. Die Spanneinheit hat einen Standfuß, der eine Aufstandsfläche ausbildet und auf dem ein Klemmhebel um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert ist, wobei der Klemmhebel eine nach oben weisende Klemmfläche und eine zwischen der Klemmfläche und der Aufstandsfläche angeordneten Zugmittelanschlag (also einen Befestigungspunkt für ein Zugmittel) aufweist. Der Klemmhebel ist derart ausgebildet, dass eine Zugkraft am Zugmittelanschlag in einer Längsrichtung zu einem Schwenken des Klemmhebels um die Schwenkachse führt und sich ein quer zur Längsrichtung ausgerichteter Abstand der Klemmfläche von der Aufstandsfläche vergrößert, insbesondere, um mit dem Standfuß und dem Klemmhebel eine Aufspannkraft gegen eine Rohrinnenseite eines ersten Rohres zu erzeugen. Vorteilhaft hieran ist, dass die Spanneinheit innerhalb des ersten Rohres agiert und entsprechend keinen Arbeitsfreiraum um das erste Rohr herum benötigt. Zugleich ist die Spanneinheit konstruktiv mit einfacher Mechanik aufgebaut, die fehlerunanfällig arbeitet, keine Wartung oder Bedienung vor Ort im Rohr verlangt und auch keine Stromzufuhr erfordert. Beim Ziehen am Zugmittelanschlag schwenkt der Klemmhebel um die Schwenkachse und drückt die Klemmfläche an die Rohrinnenseite des ersten Rohres. Der Klemmhebel sollte derart ausgestaltet sein, dass je stärker am Zugmittelanschlag gezogen wird, desto fester sich die Spanneinheit im ersten Rohr verklemmt. Außerdem sollte der Klemmhebel für den Entlastungszustand derart ausgestaltet sein, dass er von der Rohrinnenseite zurückschwenkt, vorzugsweise durch Schwerkraft bedingt (optional könnte das Rückschwenken unterstützend oder alternativ hierzu mit einer Feder erfolgen). Nach erfolgtem Zusammenschieben zweier Rohre kann die Spanneinheit auf dem Standfuß gleitend weiterbewegt werden. Optional kann die Spanneinheit ein Zugseil aufweisen, das nicht auf den Klemmhebel wirkt, also bspw. am Standfuß festgelegt ist. An dem Zugseil kann die Spanneinheit dann ins gerade eingesteckte Rohr weiter