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DE-102024132159-A1 - Ergänzungsbedienteil, Kraftfahrzeug, Verfahren zum Assistieren beim Montieren des Ergänzungsbedienteils sowie Bedienverfahren

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Abstract

Ein Ergänzungsbedienteil (20) für ein Kraftfahrzeug (1) oder eine sonstige geeignete Vorrichtung wird vorliegend mechanisch mit dem Kraftfahrzeug gekoppelt, wobei ein Arm eine Verbindungseinrichtung umfasst, die vorzugsweise hinter einen Vorsprung, beispielsweise eines Bildschirms (10), ragt, wenn sie mit einer dortigen Gegenverbindungseinrichtung gekoppelt wird.

Inventors

  • Steffen Ross
  • Lars Ellermann

Assignees

  • AUDI AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241105

Claims (18)

  1. Ergänzungsbedienteil (20) für eine Vorrichtung mit schon vorhandenen Bedienteilen (10), insbesondere für ein Kraftfahrzeug (1), wobei das Ergänzungsbedienteil (20) eine erste Seite (22) aufweist, an der zumindest ein Bedienelement (26a, 26b, 26c) bereitgestellt ist, sowie an einer von der ersten Seite verschiedenen zweiten Seite einen Arm aufweist, wobei an dem Arm (30) eine Verbindungseinrichtung (24) zum mechanischen Verbinden des Ergänzungsbedienteils (20) mit der Vorrichtung (1) an einer Gegenverbindungseinrichtung (14) der Vorrichtung (1) angeordnet ist.
  2. Ergänzungsbedienteil (20) nach Anspruch 1 , bei dem der Arm (30) ausgelegt ist, die Verbindungseinrichtung (24) in eine Gegenverbindungseinrichtung (14) hinter einem Vorsprung (12) zu verbringen.
  3. Ergänzungsbedienteil nach Anspruch 1 oder 2 , bei dem der Arm einen ersten Teilabschnitt (30) hat, der vorzugsweise geradlinig verläuft, und wobei die Verbindungseinrichtung (24) an einem Höcker (36) am Ende des Teilabschnitts (30) angeordnet ist.
  4. Ergänzungsbedienteil (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das zumindest eine Bedienelement zumindest einen Taster (26a, 26b, 26c) und/oder zumindest einen Drehregler und/oder zumindest einen Schiebregler und/oder zumindest ein Touchelement und/oder zumindest ein Display aufweist.
  5. Ergänzungsbedienteil (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Verbindungseinrichtung (24) auch eine elektrische und insbesondere auch eine datentechnische Kopplung mit einer entsprechenden Gegenverbindungseinrichtung (14) ermöglicht.
  6. Ergänzungsbedienteil (20) nach Anspruch 5 , mit einem Chip (38), auf dem Software abgelegt ist, um das Ergänzungsbedienteil (20) in der Vorrichtung (1) zu betreiben.
  7. Ergänzungsbedienteil (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Aufnahmeeinrichtung (44) zur Montage eines Abstützfußes (46) und vorzugsweise mit darin montiertem Abstützfuß (46).
  8. Ergänzungsbedienteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Sender, der ausgelegt ist, bei der Montage eine Annäherung an die Gegenverbindungseinrichtung zu melden.
  9. Kraftfahrzeug mit einem Sitz und einem von dem Sitz aus betrachtbaren Bildschirm (10), der vorzugsweise eine Bedienung von Einrichtungen des Kraftfahrzeugs ermöglicht, sowie mit einer bei Betrachtung des Bildschirms (10) hinter diesem verborgenen Gegenverbindungseinrichtung (14) für ein Ergänzungsbedienteil (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dessen Arm (30) ausgelegt ist, den Bildschirm (10) von einem Rand her, vorzugsweise einem unteren Rand her, zu umgreifen.
  10. Kraftfahrzeug nach Anspruch 9 , mit einer zugehörigen Steuersoftware, vorzugsweise auf einer Steuereinrichtung (19), die ausgelegt ist, eine bildliche Anleitung (40, 42) zum Verbinden der Verbindungseinrichtung (24) des Ergänzungsbedienteils (20) mit der Gegenverbindungseinrichtung (14) des Kraftfahrzeugs bereitzustellen.
  11. Kraftfahrzeug (1) nach Anspruch 9 oder 10 mit montiertem Ergänzungsbedienteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8 .
  12. Verfahren zum Assistieren eines Nutzers beim Montieren eines Ergänzungsbedienteils nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in einem Kraftfahrzeug nach Anspruch 9 oder 10 , mit: - Darstellen auf dem Bildschirm (10) von zumindest einem Bild, vorzugsweise mit einer Art Durchblick hinter den Bildschirm (10), zur Anleitung eines Nutzers bezüglich eines Verbindens der Verbindungseinrichtung (24) des Ergänzungsbedienteils (20) mit der Gegenverbindungseinrichtung (14) des Kraftfahrzeugs (1).
  13. Verfahren nach Anspruch 12 mit Erfassen eines Sich-Annäherns des Ergänzungsbedienteils (20) an die Gegenverbindungseinrichtung (40) und mit dem Darstellen des zumindest einen Bildes in Abhängigkeit von dem Erfassen.
  14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13 , bei dem eine Mehrzahl von Bildern dargestellt wird, wobei die Bilder unterschiedlichen Näherungsstufen und/oder Näherungsszenarien entsprechen.
  15. Verfahren nach Anspruch 14 , bei dem das Sich-Annähern durch einen Sensor (18) des Kraftfahrzeugs (1) erfasst wird, der vorzugsweise Signale von einem Sender des Ergänzungsbedienteils nach Anspruch 8 empfängt.
  16. Verfahren zum Bedienen von Einrichtungen eines Kraftfahrzeugs mit den Merkmalen nach Anspruch 9 oder 10 , mit: - Bereitstellen des Ergänzungsbedienteils (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ; - Montieren des Ergänzungsbedienteils an dem Kraftfahrzeug, wobei vorzugsweise das Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15 genutzt wird, um dem Nutzer zu assistieren; - Nutzen auch des Ergänzungsbedienteils (20) zum Steuern von Einrichtungen des Kraftfahrzeugs.
  17. Verfahren nach Anspruch 16 , bei dem für das Ergänzungsbedienteil (20) zumindest ein vorhandener zusätzlicher Softwareblock aktiviert oder ein neuer zusätzlicher Softwareblock heruntergeladen und aktiviert wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 17 , bei dem der zumindest eine Softwareblock von dem Ergänzungsbedienteil (20) mit zumindest den Merkmalen nach Anspruch 6 heruntergeladen wird.

Description

Die Erfindung betrifft ein Ergänzungsbedienteil für eine Vorrichtung mit schon vorhandenen Bedienteilen, wobei im vorliegenden Fall als Anwendungsfall ein Kraftfahrzeug vorgesehen ist. Die Erfindung betrifft auch ein für das Ergänzungsbedienteil geeignetes Kraftfahrzeug. Sie betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Assistieren eines Nutzers beim Montieren dieses Ergänzungsbedienteils in diesem Kraftfahrzeug sowie schließlich ein Verfahren zum Bedienen von Einrichtungen eines Kraftfahrzeugs. Die Erfindung geht von dem generellen Trend aus, dass in Kraftfahrzeugen zunehmend eine Bedienung von Einrichtungen desselben durch Tast-Elemente (Buttons) auf Tastbildschirmen möglich ist, häufig ausschließlich auf Tastbildschirmen. Viele Nutzer vermissen dann die gewohnte mechanische Betätigung. Gerade bei manchen Einrichtungen ist eine mechanische Betätigung bisher üblich gewesen, etwa für die Beheizung der Heckscheibe, die Warnblinkanlage oder auch die Audioanlage. Es ist bisher möglich, in Kraftfahrzeuge Ergänzungsbedienteile einzubringen, die sich drahtlos (etwa über Bluetooth®) mit dem Kraftfahrzeug verbinden. Diese Module sind dann mit einem Akku ausgestattet. Für solche Ergänzungsbedienteile gibt es aber häufig keinen geeigneten Platz. Sie werden deswegen manchmal mittels Klebeband und dergleichen irgendwo angeklebt, etwa an der Mittelkonsole des Fahrzeugs. Zum Laden des Akkus müssen sie entfernt und später wieder angebracht werden. Es ist die Aufgabe der Erfindung, die Möglichkeiten zur individuellen Anpassung eines Kraftfahrzeugs zu erleichtern, was dessen Bedienung angeht. Die Aufgabe wird durch ein Ergänzungsbedienteil mit den Merkmalen nach Anspruch 1, durch ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen nach Anspruch 9, durch ein Verfahren zum Assistieren eines Nutzers beim Montieren des erfindungsgemäßen Ergänzungsbedienteils an einem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug mit den Merkmalen nach Anspruch 12 sowie durch ein Verfahren gemäß Anspruch 16 zum Bedienen von Einrichtungen eines Kraftfahrzeugs gelöst. Das erfindungsgemäße Ergänzungsbedienteil für eine Vorrichtung mit schon vorhandenen Bedienteilen, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, weist eine erste Seite (es handelt sich vorzugsweise um die Vorderseite) auf, an der zumindest ein Bedienelement bereitgestellt ist. An einer von der ersten Seite verschiedenen zweiten Seite befindet sich ein Arm, wobei an dem Arm eine Verbindungseinrichtung zum mechanischen Verbinden des Ergänzungsbedienteils mit der Vorrichtung an einer Gegenverbindungseinrichtung der Vorrichtung angeordnet ist. Mittels des Arms entfällt ein Erfordernis, das Ergänzungsbedienteil direkt an der Gegenverbindungseinrichtung bedienbar zu machen; ist er lang genug, kann die erste Seite mit dem Bedienelement gut zugänglich sein, aber gleichwohl die Verbindung an einer eher verborgenen Stelle erfolgen. Die Verbindung kann insbesondere als Steckverbindung ausgelegt sein, so dass die Verbindungseinrichtung eine Steckeinrichtung ist und die Gegenverbindungseinrichtung eine Gegensteckeinrichtung ist. Somit kann die Verriegelung formschlüssig erfolgen, wobei eine Führung beinhaltet sein kann (schwalbenschwanzartig, vorzugsweise quer zur Fahrtrichtung und quer zur Bedienrichtung). Alternativ kann die Verbindung der Verbindungseinrichtung mit der Gegenverbindungseinrichtung auch kraftschlüssig erfolgen, etwa magnetisch. Schließlich können Formschluss und Kraftschluss kombiniert werden. Es ist vorzuziehen, dass die Verbindungseinrichtung gewissen Standards folgt, beispielsweise kann sie als Steckeinrichtung einen USB-, insbesondere USB-C-Stecker umfassen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Ergänzungsbedienteils ist der Arm ausgelegt, die Verbindungseinrichtung in eine Gegenverbindungseinrichtung hinter einem Vorsprung zu verbringen. Hier muss also eine gewisse Krümmung des Arms vorgesehen sein und/oder die Verbindungseinrichtung derart an einem medialen und/oder distalen Teil des Arms vorgesehen sein, damit sie hinter dem Vorsprung nicht sichtbar ist. Dies kann so ausgestaltet sein, dass der Arm einen ersten Teilabschnitt umfasst, der von einer bestimmten Länge ist und vorzugsweise geradlinig verläuft. Die Verbindungseinrichtung ist an einem Höcker am Ende des Teilabschnitts angeordnet. Der Höcker kann sich nach oben erstrecken, wenn der Vorsprung der Vorrichtung nach unten ragt, er kann sich auch nach unten erstrecken, wenn der Vorsprung nach oben ragt und/oder auch zur Seite erstrecken, wenn der Vorsprung zur Seite ragt. Vorzugsweise befindet sich der Höcker im Wesentlichen distal am Arm. Alternativ wäre auch eine mediale Anordnung vorgesehen, wobei dann das distale Ende eine Zusatzfunktion aufweisen könnte, wie etwa die, den Arm irgendwo an der Vorrichtung zusätzlich zu verriegeln/ zu verrasten /generell: zu befestigen. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Ergänzungsbedienteils umfasst das zumindest eine Bedienelement zumindest einen Taster und/oder zumindest einen Drehriegler und/oder zum