DE-102024132165-A1 - Steuersystem zur Steuerung einer Funktion mittels eines Schalters
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Steuersystem (10) zur Steuerung mindestens einer Funktion mittels mindestens eines Schalters (12) im Kraftfahrzeug. Das Steuersystem umfasst den mindestens einen Schalter (12), der mindestens ein sensorisches Signal erzeugt, welches einem vorbestimmten Zustand des Schalters (12) zugeordnet ist, wobei das sensorische Signal ein akustisches Signal oder ein optisches Signal oder eine Kombination der beiden Signale ist. Das Steuersystem umfasst zudem mindestens eine Erfassungseinheit (14), die zur Erfassung des mindestens einen sensorischen Signals des mindestens einen Schalters (12) eingerichtet ist, wobei die Erfassungseinheit (14) ein Steuersignal erzeugt. Das Steuersystem umfasst weiterhin eine Steuereinheit (16), die zur Verarbeitung des von der Erfassungseinheit (14) erzeugten Steuersignals eingerichtet ist, wobei die Steuereinheit (16) eingerichtet ist, auf dem Steuersignal basierend mindestens eine vorbestimmte Funktion zu initiieren. Es ist vorgesehen, dass die Erfassungseinheit (14) mindestens zwei Erfassungselemente (18) zur Aufnahme des mindestens einen sensorischen Signals des Schalters (12) aufweist.
Inventors
- Lars Ellermann
- Steffen Ross
Assignees
- AUDI AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241105
Claims (15)
- Steuersystem (10) zur Steuerung mindestens einer Funktion mittels mindestens eines Schalters (12), insbesondere zur Bedienung einer Kraftfahrzeugkomponente, umfassend: - mindestens einen Schalter (12), wobei der Schalter (12) mindestens ein sensorisches Signal erzeugt, welches einem vorbestimmten Zustand des Schalters (12) zugeordnet ist und wobei das sensorische Signal ein akustisches Signal oder ein optisches Signal oder eine Kombination der beiden Signale ist; - mindestens eine Erfassungseinheit (14), die zur Erfassung des mindestens einen sensorischen Signals des mindestens einen Schalters (12) eingerichtet ist und wobei die Erfassungseinheit (14) ein Steuersignal erzeugt; - eine Steuereinheit (16), die zur Verarbeitung des von der Erfassungseinheit (14) erzeugten Steuersignals eingerichtet ist und wobei die Steuereinheit (16) eingerichtet ist, auf dem Steuersignal basierend mindestens eine vorbestimmte Funktion zu initiieren; dadurch gekennzeichnet , dass die Erfassungseinheit (14) mindestens zwei Erfassungselemente (18) zur Aufnahme des mindestens einen sensorischen Signals des Schalters (12) aufweist.
- Steuersystem (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Schalter (12) mindestens ein Klangelement (20), insbesondere ein mechanisches Klangelement (20), zur Erzeugung des akustischen Signals aufweist.
- Steuersystem (10) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass das mindestens eine Klangelement (20) eine Überschnappkontur (22) aufweist.
- Steuersystem (10) nach Anspruch 2 oder 3 , dadurch gekennzeichnet , dass das Klangelement (20) entkoppelt gelagert ist.
- Steuersystem (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4 , dadurch gekennzeichnet , dass der Schalter (12) mindestens ein Dämpfungselement (24) zur Entkopplung des Klangelements (20) aufweist, wobei das Dämpfungselement (24) insbesondere ein Elastomer aufweist oder aus einem Elastomer ausgebildet ist.
- Steuersystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass a. die mindestens zwei Erfassungselemente (18) akustische Erfassungselemente (18), insbesondere Mikrofone, sind und/oder b. mindestens ein Erfassungselement (18) der zwei Erfassungselemente (18) ein akustisches Erfassungselement (18), insbesondere ein Mikrofon, ist und mindestens ein Erfassungselement (18) ein optisches Erfassungselement (18), insbesondere eine Kamera, ist.
- Steuersystem (10) nach Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet , dass die Erfassungseinheit (14) mindestens ein weiteres Erfassungselement (18) zur Erfassung sensorischer Signale aufweist, insbesondere mindesten einen kapazitativen Sensor, einen Drucksensor, einen Temperatursensor und/oder einen Lichtsensor und/oder einen akustischen Sensor und/oder einen optischen Sensor und/oder einen Infrarotsensor und/oder einen resisitiven Sensor und/oder einen induktiven Sensor.
- Steuersystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Erfassungseinheit (14) zusätzlich zur Anwendung einer Funktionslogik, vordefinierter Parameterdaten, und/oder von weiteren Sensordaten zur Steuerung der mindestens einen Funktion konfiguriert ist.
- Steuersystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Schalter ein mechanischer Schalter, insbesondere ein Kippschalter, oder ein Drehschalter oder ein Drehdrückschalter oder ein Wippschalter, oder Taster ist.
- Steuersystem (10) nach Anspruch 9 , wobei der Schalter ein Drehschalter oder Drehdrückschalter ist und der jeweiligen Drehrichtung des Drehschalters ein akustisches und/oder optisches Signal zugeordnet ist.
- Steuersystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die vorbestimmte Funktion a. eine Komfortfunktion ist; und/oder b. die Initiierung der vorbestimmten Funktion eine weitere Funktion initiiert.
- Steuersystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass a. die Erfassungseinheit (14) zur Erfassung von Nutzerdaten konfiguriert ist; und/oder b. die Erfassungseinheit (14) mit einem neuronalen Netzwerk kommuniziert.
- Kraftfahrzeug dadurch gekennzeichnet , dass das Kraftfahrzeug mindestens ein Steuersystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 aufweist.
- Kraftfahrzeug nach Anspruch 13 , dadurch gekennzeichnet , dass a. mindestens ein Schalter (12) mindestens einer vorbestimmten Zone (26) im Kraftfahrzeuginnenraum (28) zugeordnet ist; und/oder b. mindestens eine Erfassungseinheit (14) mindestens einer vorbestimmten Zone (26) im Kraftfahrzeuginnenraum (28) zugeordnet ist; und/oder c. dem mindestens einen Schalter (12) mindestens eine Funktion, insbesondere mindestens einer der vorbestimmten Zonen (26), insbesondere eines Bedienelements, im Kraftfahrzeuginnenraum (28) zugeordnet ist.
- Verfahren zur Steuerung einer Funktion mittels eines Steuersystems (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 , umfassend die Schritte: - Betätigung eines Schalters (12); - Erfassung von mindestens einem sensorischen Signal des Schalters (12) durch eine Erfassungseinheit (14) des Steuersystems (10) und Übermittlung des sensorischen Signals an eine Steuereinheit (12) des Steuersystems (10); - Initiieren mindestens einer Funktion basierend auf dem mindestens einen Signal.
Description
Die Erfindung betrifft ein Steuersystem zur Steuerung einer Funktion mittels eines Schalters, insbesondere zur Bedienung einer Kraftfahrzeugkomponente, ein Kraftfahrzeug, das ein derartiges Steuersystem aufweist, sowie ein Verfahren zur Steuerung einer Funktion mittels des Steuersystems. Steuersysteme zur Steuerung einer Funktion, insbesondere zur Bedienung einer Kraftfahrzeugkomponente, sind allgemein bekannt. Derartige Steuersystem nach dem derzeitigen Stand der Technik sind beispielsweise Kraftfahrzeugbedienungssysteme: Schalter steuern beispielsweise die Funktionen von Fenstern im Kraftfahrzeug, Sitzheizungen, Außenspiegeln, Radiofunktionen, Musikanlagen, Lichtsteuerung oder Heizungssteuerung. Derartige Steuersysteme erfordern, dass die Schalter, mittels derer die jeweilige Funktion gesteuert wird mit mindestens zwei Kabeln einen Stromkreis schließen und so diverse Funktionen entweder direkt oder indirekt über eine Steuervorrichtung ansteuern. Derartige Steuersysteme haben daher den Nachteil, dass die Schalter immer verkabelt und bestromt sein müssen. DE 102 017 114 990 B3 ist darauf gerichtet, eine Anzeigen- und Bedienvorrichtung mit einer reduzierten Komplexität, insbesondere einer reduzierten Anzahl elektrischer Leitungen bereitzustellen und schlägt hierfür eine Anzeigen- und Bedienvorrichtung, insbesondere ein Mensch-Maschine-Interface vor. Die Bedienvorrichtung weist ein Display und einer Nutzerschnittstelle eines Fahrzeugs mit einem Dreh-/Drücksteller auf, wobei Im Falle einer Betätigung des Dreh-/Drückstellers über ein mechanisches Schallerzeugungselement, insbesondere Metallstreifen, nach einem Knackfrosch-Prinzip ein akustisches Signal erzeugt wird. Das Signal wird durch ein Mikrofon erfasst und als Steuersignal zur Einstellung einer Fahrzeugfunktion weitergeleitet. Beim Niederdrücken des Dreh-/Drückstellers wird ein akustisches Signal durch ein Schallerzeugungselement erzeugt und an den Schallaufnehmer übertragen. Der Schallaufnehmer wandelt das akustische Signal in ein elektrisches Ausgangssignal um, das anschließend an die Auswerteeinheit übertragen wird. Die Auswerteeinheit erkennt das vom Schallaufnehmer gesendete elektrische Ausgangssignal und erzeugt ein Steuersignal z.B. für die Ansteuerung einer Fahrzeugkomponente bzw. für die Navigation durch ein Auswahlmenü. DE 102 022 102 374 A1 ist darauf gerichtet, ein System zur Absicherung eines Fahrassistenzsystems bereitzustellen, dass eine vereinfachte Verifizierung eines Fahrassistenzsystems, insbesondere einer Einparkhilfe, ermöglicht. Hierzu offenbart die DE 102 022 102 374 A1ein System umfassend eine Sensoranordnung, die eingerichtet ist eine Betätigung eines Bedienelements eines Fahrzeugs durch einen Nutzer zu erfassen und entsprechende erste Erfassungsdaten zu erzeugen, und ein akustisches Signal, das die Betätigung des Bedienelements anzeigt zu erfassen und entsprechende zweite Erfassungsdaten erzeugt und wenigstens ein Auswertemodul, das einen ersten und einen zweiten Zeitpunkt basierend auf den Erfassungsdaten bestimmt. DE 102 013 210 200 A1 ist darauf gerichtet, eine Bedieneinrichtung für ein Hörinstrument zu schaffen, die ohne zusätzliche elektrische Sensoren und ohne zusätzliche elektrische Verbindungen auskommt, die unaufwändig ist und die gleichzeitig zuverlässig arbeitet. DE 102 013 210 200 A1 offenbart hierzu eine Bedienvorrichtung für ein Hörinstrument, beispielsweise ein Hörgerät mit einem mechanischen Bedienelement; Bei einer Betätigung des Bedienelements wird ein Bediengeräusch durch ein Mikrofon erfasst und als Bediensignal analysiert. Insbesondere Kraftfahrzeuginnenräume können eine erstaunliche Vielfalt an Geräuschen produzieren. Die Geräusche können auch je nach Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs variieren, insbesondere in Frequenz und Lautstärke. Geräusche im Kraftfahrzeuginnenraum können Motorgeräusche, Reifengeräusche, Windgeräusche, Geräusche der Klimaanlage, Straßengeräusche, Geräusche der Kraftfahrzeuginsassen, Geräusche elektronischer Geräte, Geräusche von Kraftfahrzeuginnenraumkomponenten oder von im Kraftfahrzeuginnenraum mitgeführten Gegenständen sein. Derartige Geräusche sind Störgeräusche, die die Detektion und Identifizierung der im Stand der Technik vorgeschlagenen Schalter erschwert. Die akustische Identifizierung eines spezifischen Schalters und die korrekte Zuordnung der Funktion wird auch dadurch erschwert, dass das bekannte Knackfroschprinzip zur Erzeugung des akustischen Signals in einer Mehrzahl von Schaltern in einem Kraftfahrzeuginnenraum zum Einsatz kommen kann. Das Knackfroschprinzip kann so ähnliche akustische Signaturen erzeugen und eine eindeutige Identifizierung des jeweiligen Schalters erschweren oder unmöglich machen. Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Steuersystem bereitzustellen, mit dem eine im Vergleich zum Stand der Technik verbesserte Identifizierung einer sensorischen Schaltersignatur möglich ist, wobei das Steuersystem einen jeweiligen Schalter auch bei Überlagerung von Schalt