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DE-102024132214-A1 - Verfahren zur Steuerung einer Parksperre

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Parksperre (20) für ein Kraftfahrzeug mit einer Steuereinheit, welche einen die Parksperre (20) von einem eingelegten in einen ausgelegten Zustand weggesteuert verlagernden, von einer von der Steuereinheit gesteuerten Pumpe (3) mit Systemdruck beaufschlagten Nehmerzylinder (13) steuert und einer elektrisch betätigten und von der Steuereinrichtung kontrollierten Haltevorrichtung (18), welche die Parksperre (20) im ausgelegten Zustand formschlüssig hält. Um bei defekter Haltevorrichtung (18) ein unbeabsichtigtes Wegrollen des Kraftfahrzeugs aus dem Stand oder ein Blockieren der Parksperre während der Fahrt zu vermeiden, wird vor dem Auslegen der Parksperre (20) die Funktion der Haltevorrichtung (18) überprüft und bei einem Fehlverhalten der Haltevorrichtung (18) ein Auslegen der Parksperre (20) verhindert.

Inventors

  • Kirill Prokhorov

Assignees

  • Schaeffler Technologies AG & Co. KG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241105

Claims (10)

  1. Verfahren zur Steuerung einer Parksperre (20) für ein Kraftfahrzeug mit einer Steuereinheit, welche einen die Parksperre (20) von einem eingelegten in einen ausgelegten Zustand weggesteuert verlagernden, von einer von der Steuereinheit gesteuerten Pumpe (3) mit Systemdruck beaufschlagten Nehmerzylinder (13) steuert und einer elektrisch betätigten und von der Steuereinrichtung kontrollierten Haltevorrichtung (18), welche die Parksperre (20) im ausgelegten Zustand formschlüssig hält, dadurch gekennzeichnet , dass vor dem Auslegen der Parksperre (20) die Funktion der Haltevorrichtung (18) überprüft wird und bei einem Fehlverhalten der Haltevorrichtung (18) ein Auslegen der Parksperre (20) verhindert wird.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Haltevorrichtung (18) ein in einen sich axial verlagernden, die Parksperre (20) entlang eines Betätigungswegs (s) betätigenden Nehmerzylinderkolben (14) des Nehmerzylinders (13) oder ein mit diesem wirktechnisch verbundenen Bauteil formschlüssig eingreifendes Sperrelement (19) enthält, welches mittels eines von der Steuereinheit gesteuerten Magnetschalters (22) gesteuert wird, wobei von der Steuereinheit vor dem Auslegen der Parksperre (20) elektrische Größen der Haltevorrichtung (18) überprüft werden.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass elektrische Eigenschaften einer Spule des Magnetschalters (22) überprüft werden.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass auf einen Fehler erkannt wird, wenn ein elektrischer Widerstand des Magnetschalters (22) außerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegt.
  5. Verfahren gemäß Anspruch 3 oder 4 , dadurch gekennzeichnet , dass auf einen Fehler erkannt wird, wenn eine Stromaufnahme des Magnetschalters (22) unter Belastung außerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegt.
  6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 , dadurch gekennzeichnet , dass bei einem oder mehreren hintereinander auftretenden Fehlern ein Fehlverhalten erkannt wird.
  7. Verfahren gemäß Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet , dass nach zumindest einem automatisierten oder vom Fahrer durchgeführten Reset der Steuereinheit weiterhin bestehenden Fehler auf ein Fehlverhalten erkannt wird.
  8. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass eine Überprüfung der Haltevorrichtung (18) bei einem Start des Kraftfahrzeugs durchgeführt wird.
  9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass die Steuereinheit bei einem Fehlverhalten in einen Notbetriebsmodus schaltet.
  10. Verfahren gemäß Anspruch 9 , dadurch gekennzeichnet , dass ein Wegrollen des Kraftfahrzeugs mittels einer Betätigung einer elektrisch gesteuerten Feststellbremse und/oder elektrisch gesteuerten Betriebsbremsen erfolgt.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Parksperre für ein Kraftfahrzeug mit einer Steuereinheit, welche einen die Parksperre von einem eingelegten in einen ausgelegten Zustand weggesteuert verlagernden, von einer von der Steuereinheit gesteuerten Pumpe mit Systemdruck beaufschlagten Nehmerzylinder steuert und einer elektrisch betätigten und von der Steuereinrichtung kontrollierten Haltevorrichtung, welche die Parksperre im ausgelegten Zustand formschlüssig hält. Aus der Druckschrift DE 10 2020 117 020 A1 sind eine Vorrichtung zur Betätigung einer Parksperre mittels eines Nehmerzylinders und ein Verfahren zur Steuerung der Betätigung mittels dieser Vorrichtung bekannt. Um die Parksperre im geöffneten und damit vom Nehmerzylinder betätigten Zustand unabhängig von dem auf den Nehmerzylinder wirkenden Systemdruck betätigt zu halten, ist eine Haltevorrichtung mit einem Hilfszylinder vorgesehen, dessen Sperrstift bei betätigter Parksperre formschlüssig eingreift. Im Weiteren enthält die nicht vorveröffentlichte deutsche Patentanmeldung Nr. 10 2023 103 469.3 der Anmelderin, die hiermit vollständig Teil der vorliegenden Offenbarung ist, eine Vorrichtung zur Betätigung einer Parksperre, bei der die Parksperre im betätigten wie offenen Zustand mittels einer elektrisch betriebenen Haltevorrichtung formschlüssig gehalten wird. Aufgabe der Erfindung ist die Weiterbildung eines Verfahrens zur Steuerung einer mittels eines Nehmerzylinders hydraulisch betätigten und mittels Haltevorrichtung im betätigten Zustand formschlüssig gehaltenen Parksperre. Insbesondere ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Steuerung einer derartigen Parksperre vorzuschlagen, welches ein unbeabsichtigtes Wegrollen des Kraftfahrzeugs und/oder ein unbeabsichtigtes Schließen der Parksperre vermeidet. Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Die von dem Anspruch 1 abhängigen Ansprüche geben vorteilhafte Ausführungsformen des Gegenstands des Anspruchs 1 wieder. Das vorgeschlagene Verfahren dient der Steuerung einer Parksperre für einen Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs, beispielsweise eines hybridisch oder rein elektrisch angetriebenen Kraftfahrzeugs. Zur Betätigung der Parksperre ist eine Steuereinheit vorgesehen, welche einerseits eine elektrisch betätigte Pumpe steuert und damit einen Systemdruck regelt und andererseits einen Nehmerzylinder entlang eines Betätigungswegs seines Nehmerzylinderkolbens steuert. Der Nehmerzylinder wird zur Betätigung der Parksperre mit Systemdruck beaufschlagt, so dass eine Verlagerung dessen Nehmerzylinderkolbens die geschlossene wie eingelegte Parksperre betätigt und damit öffnet. Die Parksperre ist daher im nicht betätigten Zustand geschlossen und im betätigten Zustand geöffnet. Um die Parksperre unabhängig von einem Zustand des Nehmerzylinders im betätigten Zustand offen zu halten, ist eine elektrisch betätigte und von der Steuereinrichtung kontrollierte Haltevorrichtung vorgesehen, welche die Parksperre im ausgelegten, betätigten wie offenen Zustand formschlüssig hält. Die einwandfreie Betätigung der Parksperre und damit ein sicherer Betrieb des Kraftfahrzeugs ist wesentlich von der Funktion der Haltevorrichtung abhängig. Es ist daher vorgesehen, vor dem Auslegen wie Öffnen der Parksperre die Funktion der Haltevorrichtung zu überprüfen und bei einem Fehlverhalten der Haltevorrichtung ein Auslegen der Parksperre zu verhindern. Hierbei ist primär bei einem Fehlverhalten der Haltevorrichtung eine Bewegung des Kraftfahrzeugs unterbunden, weitere Schritte zur zumindest teilweisen Inbetriebsetzung des Kraftfahrzeugs können wie nachfolgend beschrieben vorgesehen sein. Ein Fehlverhalten kann beispielsweise gegeben sein, wenn die Haltevorrichtung bei betätigter Parksperre nicht mehr gelöst werden kann. Auf diese Weise kann die Parksperre nicht mehr in den sperrenden Zustand also in dieser Konfiguration nicht betätigten Zustand geschalten werden, indem beispielsweise der Nehmerzylinder unter Wirkung einer bei Betätigung der Parksperre vorgespannten Federeinrichtung in seine drucklose Nullposition zurückverlagert wird. Die Wirkung der Parksperre unterbleibt daher und das Kraftfahrzeug kann ungewollt rollen. In anderer Weise kann bei betätigter Parksperre und nicht funktionierender Haltevorrichtung die Parksperre zumindest teilweise beispielsweise während der Fahrt beispielsweise bei Abbau des Systemdrucks in den sperrenden Zustand verbracht werden. Durch eine Überwachung der Haltevorrichtung und gegebenenfalls eines Eingriffs in die Betätigung der Parksperre verhindert diese potentielle Gefährdungszustände bei einem Fehlerverhalten der Haltevorrichtung. Beispielsweise kann die Haltevorrichtung ein in einen sich axial verlagernden, die Parksperre entlang eines Betätigungswegs betätigenden Nehmerzylinderkolben des Nehmerzylinders oder ein mit diesem wirktechnisch verbundenen Bauteil formschlüssig eingreifendes Sperrelement enthalten, welches mittels eines von der Steuereinheit geste