DE-102024132261-A1 - Schlitzwandfräse mit Saugkasten
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Montage eines Saugkastens an einem Fräsenrahmen einer Schlitzwandfräse, wobei der Saugkasten über mehrere Verbindungsmittel, welche in Aufnahmen im Fräsenrahmen und im Saugkasten eingebracht werden, mit dem Fräsenrahmen verbunden wird. Erfindungsgemäß wird vor dem Einbringen der Verbindungsmittel der Saugkasten am Fräsenrahmen mittels mindestens eines Positioniermittels vorpositioniert, welches zum Ausrichten des Saugkastens in für die Verbindungsmittel vorgesehene Aufnahmen eingebracht und anschließend wieder entfernt wird.
Inventors
- Dominik Lorünser
- Adrian FEND
Assignees
- LIEBHERR-WERK NENZING GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241106
Claims (14)
- Verfahren zur Montage eines Saugkastens (20) an einem Fräsenrahmen (11) einer Schlitzwandfräse (10), wobei der Saugkasten (20) über mehrere Verbindungsmittel (14), welche in Aufnahmen (15, 16) im Fräsenrahmen (11) und im Saugkasten (20) eingebracht werden, mit dem Fräsenrahmen (11) verbunden wird, dadurch gekennzeichnet , dass vor dem Einbringen der Verbindungsmittel (14) der Saugkasten (20) am Fräsenrahmen (11) mittels mindestens eines Positioniermittels (30) vorpositioniert wird, welches zum Ausrichten des Saugkastens (20) in für die Verbindungsmittel (14) vorgesehene Aufnahmen (15, 16) eingebracht und anschließend wieder entfernt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 , wobei die Verbindungsmittel (14) als Schrauben und die Aufnahmen (15, 16) als Bohrungen ausgebildet sind, wobei vorzugsweise die Bohrungen (15, 16) kein Innengewinde aufweisen und/oder die Schrauben (14) mit Muttern verschraubt werden.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , wobei das Positioniermittel (30) als Positionierbolzen ausgebildet ist, welcher vorzugsweise an einem Ende einen sich verjüngenden und insbesondere konisch geformten Abschnitt (32) als Einführhilfe aufweist.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Positioniermittel (30) einen Gewindeabschnitt (34) und eine Abzugsmutter (36) umfasst, wobei das Positioniermittel (30) zusammen mit der am Gewindeabschnitt (34) gehaltenen Abzugsmutter (36) in die Aufnahmen (15, 16) eingebracht wird nach der Vorpositionierung durch Drehung des Gewindeabschnitts (34) relativ zur Abzugsmutter (36) zumindest teilweise aus den Aufnahmen (15, 16) bewegt wird.
- Verfahren nach Anspruch 4 , wobei sich der Gewindeabschnitt (34) im Wesentlichen über die gesamte Länge des Positioniermittels (30) erstreckt, wobei durch Drehung des Gewindeabschnitts (34) relativ zur Abzugsmutter (36) das Positioniermittel (30) vorzugsweise vollständig aus den Aufnahmen (15, 16) bewegt wird.
- Verfahren nach Anspruch 4 , wobei sich der Gewindeabschnitt (34) nur über einen Teilbereich des Positioniermittels (30) erstreckt, wobei durch Drehung des Gewindeabschnitts (34) relativ zur Abzugsmutter (36) das Positioniermittel (30) nur bis zu einer durch die axiale Länge des Gewindeabschnitts (34) vorgegebenen maximalen Höhe aus den Aufnahmen (15, 16) geschoben und das Positioniermittel (30) anschließend ohne Verwendung der Abzugsmutter (36) aus den Aufnahmen (15, 16) gezogen wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Saugkasten (20) über mindestens zwei Positioniermittel (30) vorpositioniert wird, welche vorzugsweise auf gegenüberliegenden Seiten in Bezug auf eine gedachte vertikale, mittig durch den Saugkasten (20) verlaufende Mittelebene (40) eingebracht werden.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei nach der Entfernung des Positioniermittels (30) ein Verbindungsmittel (14) in die zuvor von dem Positioniermittel (30) eingenommenen Aufnahmen (15, 16) eingebracht wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine Positioniermittel (30) nicht zur Verbindung von Saugkasten (20) und Fräsenrahmen (11) verwendet wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Aufnahmen (15, 16) von Saugkasten (20) und Fräsenrahmen (11), in welche das mindestens eine Positioniermittel (30) zur Vorpositionierung eingebracht wird, nach Entfernung des Positioniermittels (30) zusammen mit einem Verbindungsmittel (14) zur Verbindung von Saugkasten (20) und Fräsenrahmen (11) verwendet werden.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die folgenden Schritte der Reihe nach durchgeführt werden: - Einbringen von mindestens einem Positioniermittel (30) in Aufnahmen (15, 16) und Vorpositionieren des Saugkastens (20) relativ zum Fräsenrahmen (11), wobei vorzugsweise mindestens zwei, insbesondere genau zwei Positioniermittel (30) nacheinander eingebracht werden, um den Saugkasten (20) in Bezug auf eine gedachte vertikale, mittig durch den Saugkasten (20) verlaufende Mittelebene (40) zu zentrieren, - Einbringen von mindestens einem Verbindungsmittel (14) in andere Aufnahmen (15, 16), während das mindestens eine Positioniermittel (30) gesteckt ist, um den vorpositionierten Saugkasten (20) fest mit dem Fräsenrahmen (11) zu verbinden, - Entfernen des mindestens einen Positioniermittels (30) aus den Aufnahmen (15, 16), und - Einbringen von mindestens einem Verbindungsmittel (14) in die zuvor von dem mindestens einen Positioniermittel (30) eingenommenen Aufnahmen (15, 16).
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Saugkasten (20) an einer Absaugseite (21) mindestens eine Absaugöffnung (22) zum Absaugen von Bodenmaterial enthaltender Flüssigkeit aufweist, wobei die Absaugseite (21) insbesondere an einem Absaugabschnitt (23) des Saugkastens (20) mit im Wesentlichen V-förmigem Querschnitt ausgebildet ist.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schlitzwandfräse (10) zwei radial nebeneinander angeordnete und insbesondere gegenläufig angetriebene Fräsräder (12) umfasst, welche an einem unteren Abschnitt des Fräsenrahmens (11) angeordnet sind, wobei der Saugkasten (20) zumindest teilweise radial zwischen den Fräsrädern (12) angeordnet ist.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schlitzwandfräse (10) zwei Paare von radial nebeneinander angeordneten und insbesondere koaxial gelagerten Fräsrädern (12) umfasst, welche an einem unteren Abschnitt des Fräsenrahmens (11) angeordnet sind, wobei der Saugkasten (20) vorzugsweise für beide Fräsradpaare einen gemeinsamen Grundkörper umfasst, welcher zumindest teilweise radial zwischen den Fräsrädern (12) angeordnet ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Montage eines Saugkastens an einem Fräsenrahmen einer Schlitzwandfräse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Schlitzwandfräsen werden zum Herstellen von Bodenschlitzen für die Konstruktion von Schlitzwänden in unterschiedlichsten Bauvorhaben eingesetzt und existieren in verschiedenen Ausführungen und Größen. Üblicherweise sind Schlitzwandfräsen an mobilen Trägergeräten wie Fahrzeugkranen oder Seilbaggern montiert und besitzen mehrere Fräsräder mit Schneidwerkzeugen, um zur Erstellung eines Bodenschlitzes Bodenmaterial abzutragen. Die Fräsräder sind dabei typischerweise an einem oder mehreren Lagerschilden (Getriebeschilden) drehbar gelagert, wobei sich die Lagerschilde an der Unterseite eines Fräsenrahmens befinden können. Eine übliche Konfiguration umfasst zwei Paare von Fräsrädern, wobei jedes Fräsradpaar an einem eigenen Lagerschild gelagert sein kann, mit je einem Fräsrad auf einer Seite des Lagerschilds. Solche Schlitzwandfräsen weisen üblicherweise im Bereich zwischen den Fräsradpaaren einen Saugkasten auf, der in erster Linie der Absaugung des Abraums bzw. Bodenmaterials aus dem Bodenschlitz dient. Hierzu sind am Saugkasten eine Reihe von Absaugöffnungen vorgesehen, durch die mittels einer Abraumpumpe Bodenmaterial enthaltende Flüssigkeit abgesaugt wird. Zu seinen weiteren Aufgaben zählt das Zerkleinern des durch die Fräsräder gelösten Bodenmaterials. Hierfür können Saugkästen seitlich eine Reihe von Räumelementen aufweisen, die in die Zwischenräume der an den Fräsrädern angeordneten Schneidwerkzeuge ragen und dort Material abräumen und ggf. weiter zerkleinern. Da es sich bei den üblicherweise plattenförmigen Räumelementen um Verschleißteile handelt, sind diese meist lösbar an Halterungen des Saugkastens befestigt. Der Saugkasten wird üblicherweise mittels mehrerer Schrauben am Fräsenrahmen montiert. Zum Setzen der Schrauben muss der Saugkasten korrekt zum Fräsenrahmen ausgerichtet sein. Die Vorpositionierung erfolgt üblicherweise haptisch über Taststellen am Saugkasten und am Fräsenrahmen oder optisch. Durch das erhebliche Gewicht der Komponenten und das Fehlerpotenzial, das durch das Fühlen an den Taststellen entsteht, ist eine genaue Zentrierung jedoch nur schwer umsetzbar Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Montage des Saugkastens am Fräsenrahmen zu erleichtern. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Demnach wird erfindungsgemäß ein Verfahren zur Montage eines Saugkastens an einem Fräsenrahmen einer Schlitzwandfräse vorgeschlagen, bei welchem der Saugkasten über mehrere Verbindungsmittel mit dem Fräsenrahmen verbunden wird, wobei die Verbindungsmittel in im Fräsenrahmen und im Saugkasten ausgebildete Aufnahmen, insbesondere Bohrungen, eingebracht werden. Der Saugkasten wird vorzugsweise an einer Unterseite des Fräsenrahmens montiert und befindet sich im Betrieb insbesondere in einem Zwischenraum zwischen Fräsrädern und dem Fräsenrahmen. Die Verbindungsmittel können eine längliche und/oder zylindrische Form aufweisen und in vertikaler Richtung (derartige Angaben beziehen sich vorliegend auf den Fall, dass die Schlitzwandfräse vertikal ausgerichtet ist) in die Aufnahmen eingebracht, insbesondere gesteckt, werden. Erfindungsgemäß wird vor dem Einbringen der Verbindungsmittel der Saugkasten am Fräsenrahmen mittels mindestens eines Positioniermittels vorpositioniert. Das Positioniermittel wird dabei in Aufnahmen eingebracht, welche für ein Verbindungsmittel vorgesehen sind, wobei sich der Saugkasten durch das Einbringen des mindestens einen Positioniermittels am Fräsenrahmen selbstständig ausrichtet. Die Vorpositionierung bzw. Ausrichtung des Saugkastens durch das Einbringen des mindestens einen Positioniermittels erfolgt also insbesondere mittels Formschluss. Nach der Vorpositionierung des Saugkastens wird das mindestens eine Positioniermittel wieder entfernt, sodass die entsprechenden Aufnahmen zur Befestigung des Saugkastens durch mindestens ein Verbindungsmittel verwendet werden können. Das mindestens eine Positioniermittel wird also insbesondere nicht selbst für die Befestigung des Saugkastens am bzw. die Verbindung mit dem Fräsenrahmen verwendet, sondern ausschließlich zur Vorpositionierung. Dass dabei die für die Verbindungsmittel vorgesehenen Aufnahmen verwendet werden, ermöglicht eine sehr genaue Positionierung bei geringen Kosten und hoher Reproduzierbarkeit, ohne dass der Stahlbau des Saugkastens oder des Fräsenrahmens extra für die Vorpositionierungsfunktion angepasst werden muss. Vorzugsweise wird vor dem Entfernen des mindestens einen Positioniermittels der bereits vorpositionierte Saugkasten über mindestens ein Verbindungsmittel am Fräsenrahmen gesichert bzw. befestigt. Anschließend kann das mindestens eine Positioniermittel entfernt