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DE-102024132267-A1 - Behälterführungsvorrichtung und Behälterbehandlungsmaschine mit einer entsprechenden Behälterführungsvorrichtung

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Behälterführungsvorrichtung (100) mit einem Geländer (110) mit mindestens einem sich in Transportrichtung (RT) einer Behältertransportvorrichtung (200) erstreckenden Führungselement (111), wobei das Führungselement (111) mittels einer Verstelleinrichtung (120) entlang einer Verstellrichtung (RV) quer zur Transportrichtung (RT) verstellbar ist, wobei die Verstelleinrichtung (120) Folgendes aufweist: ein mit dem Führungselement (111) verbundenes oder verbindbares Verstellelement (121), ein angetriebenes, insbesondere linear entlang der Verstellrichtung (RV) verfahrbares Verfahrelement (122), mindestens ein Mitnehmerelement (123), das dazu ausgebildet ist, das Verstellelement (121) mit dem Verfahrelement (122) zum Übertragen einer Bewegung entlang der Verstellrichtung (RV) zu koppeln, wobei das Mitnehmerelement (123) beim Überschreiten einer maximalen Gegenkraft, die entgegen einer Bewegung des Verstellelements (121) in Verstellrichtung (RV) wirkt, dazu ausgebildet ist, eine Bewegung des Verfahrelements (122) von einer Bewegung des Verstellelements (121) in Verstellrichtung (RV) zu entkoppeln. Ferner betrifft die Erfindung eine Behälterbehandlungsmaschine mit einer entsprechenden Behälterführungsvorrichtung (100)

Inventors

  • Holger Stenner
  • ANTO STJEPIC

Assignees

  • KHS GMBH

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241106

Claims (14)

  1. Behälterführungsvorrichtung (100) mit einem Geländer (110) mit mindestens einem sich in Transportrichtung (RT) einer Behältertransportvorrichtung (200) erstreckenden Führungselement (111), wobei das Führungselement (111) mittels einer Verstelleinrichtung (120) entlang einer Verstellrichtung (RV) quer zur Transportrichtung (RT) verstellbar ist, wobei die Verstelleinrichtung (120) Folgendes aufweist: ein mit dem Führungselement (111) verbundenes oder verbindbares Verstellelement (121), ein angetriebenes, insbesondere linear entlang der Verstellrichtung (RV) verfahrbares Verfahrelement (122), mindestens ein Mitnehmerelement (123), das dazu ausgebildet ist, das Verstellelement (121) mit dem Verfahrelement (122) zum Übertragen einer Bewegung entlang der Verstellrichtung (RV) zu koppeln, dadurch gekennzeichnet , dass das Mitnehmerelement (123) beim Überschreiten einer maximalen Gegenkraft, die entgegen einer Bewegung des Verstellelements (121) in Verstellrichtung (RV) wirkt, dazu ausgebildet ist, eine Bewegung des Verfahrelements (122) von einer Bewegung des Verstellelements (121) in Verstellrichtung (RV) zu entkoppeln.
  2. Behälterführungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das Verfahrelement (122) im entkoppelten Zustand entlang eines durch Kontakt mit dem Verstellelement (121) begrenzten Betätigungsweg (B) bewegbar ist, wobei der Kontakt beim Berühren von mindestens einer Kontaktfläche (126) des Verfahrelements (122) mit mindestens einer Kontaktfläche (125) des Verstellelements (121) erfolgt.
  3. Behälterführungsvorrichtung (100) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der Betätigungsweg (B) kleiner als 10 mm, insbesondere kleiner als 5 mm, insbesondere kleiner als 3 mm ist.
  4. Behälterführungsvorrichtung (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Verstelleinrichtung (120) eine Kontaktsensoreinheit (124) aufweist, die dazu ausgebildet ist, Kontakt zwischen dem Verstellelement (121) und dem Verfahrelement (122) zu erfassen.
  5. Behälterführungsvorrichtung (100) nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die Kontaktsensoreinheit (124) an zumindest einer, vorzugsweise beiden, Endseiten des Verfahrelements (122) in Verstellrichtung (RV) gesehen angeordnet ist.
  6. Behälterführungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 4 und 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die Behälterführungsvorrichtung (100) mit einer Steuereinrichtung (130) verbunden oder verbindbar ausgebildet ist, wobei die Steuereinrichtung (130) dazu ausgebildet ist, eine das Verfahrelement (122) antreibende Antriebseinrichtung (140) zu stoppen und/oder deren Ansteuerrichtung umzukehren, wenn mittels der Kontaktsensoreinheit (124) ein Kontakt erfasst wird.
  7. Behälterführungsvorrichtung (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Verfahrelement (122) in dem Verstellelement (121) angeordnet ist.
  8. Behälterführungsvorrichtung (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine Vielzahl an Mitnehmerelementen (123) am Verfahrelement (122) oder am Verstellelement (121) ausgebildet sind.
  9. Behälterführungsvorrichtung (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das mindestens eine Mitnehmerelement (123) als, insbesondere in eine Richtung senkrecht zur Verstellrichtung (RV), vorgespanntes Druckstück (123a), insbesondere Kugeldruckstück, ausgebildet ist.
  10. Behälterführungsvorrichtung (100) nach Anspruch 9 , dadurch gekennzeichnet , dass das vorgespannte Druckstück (123a) dazu ausgebildet ist, im gekoppelten Zustand des Verfahrelements (122) einen Rasteingriff zwischen Verfahrelement (122) und Verstellelement (121) zu bewirken, wobei der Rasteingriff im entkoppelten Zustand gelöst ist.
  11. Behälterführungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , dadurch gekennzeichnet , dass das mindestens eine Mitnehmerelement (123) als, insbesondere in Verstellrichtung (RV) komprimierbares, elastisches Element (123b), insbesondere O-Ring, ausgebildet ist.
  12. Behälterführungsvorrichtung (100) nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet , dass das elastische Element (123b) axial zwischen einer Schulter (127) des Verstellelements (121) und einer Schulter (128) des Verfahrelements (122) angeordnet ist.
  13. Behälterführungsvorrichtung (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Verstelleinrichtung (120) eine verstellbare Verriegelungseinheit (129) aufweist, die dazu ausgebildet ist, eine Bewegung des Verstellelements (121) in Verstellrichtung (RV) relativ zu dem Verfahrelement (121) zu sperren und freizugeben.
  14. Behälterbehandlungsmaschine zum Behandeln von Behältern mit mindestens einer der Behälterführungsvorrichtungen (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Verstelleinrichtung (120) der mindestens einen Behälterführungsvorrichtung (100), insbesondere beim Formatwechsel auf andere Behältergrößen oder andere Gebindegrößen, dazu ausgebildet ist, eine Verstellung der Führungselemente (111) respektive der Geländer (110) durchzuführen.

Description

Technisches Gebiet Die Erfindung betrifft eine Behälterführungsvorrichtung mit einem Geländer, mit mindestens einem sich in Transportrichtung einer Behältertransportvorrichtung erstreckenden Führungselement. Ferner betrifft die Erfindung eine Behälterbehandlungsmaschine mit einer entsprechenden Behälterführungsvorrichtung. Stand der Technik In Behälterbehandlungsanlagen, beispielsweise in Abfüllanlagen zum Abfüllen eines flüssigen Mediums in Behälter wie Flaschen, Dosen oder dergleichen, werden die Behälter typischerweise über lange Transportwege mittels einer Transporteinrichtung mit einer Behälterführungsvorrichtung transportiert. Die einzelnen Behälter und/oder zu Gebinden zusammengefassten Behälter werden dabei mithilfe eines Geländers der Behälterführungsvorrichtung durch die Behälterbehandlungsanlage bzw. deren einzelne Behälterbehandlungsmaschinen geführt. In der Regel weist das Geländer dabei beidseitig an der Behältertransportvorrichtung vorgesehene Geländerelemente auf, deren Abstand in Abhängigkeit von der Breite der zwischen den Geländerelementen hindurchzuführenden Behälter oder Gebinden einstellbar ist. Im Stand der Technik sind unterschiedliche Verstelleinrichtungen zum Verstellen der Geländerelemente bekannt. Beispielsweise ist aus der DE 10 2020 104 091 A1 eine Behälterführungsvorrichtung mit einem Geländer mit zwei im Abstand voneinander angeordneten sich in Transportrichtung einer Behältertransporteinrichtung erstreckenden Führungselementen zum Führen von Behältern oder Gebinden bekannt. Dabei ist mindestens ein Führungselement quer zur Transportrichtung gegenüber dem anderen Führungselement mittels einer Verstelleinrichtung verstellbar. Die Verstelleinrichtung weist einen um eine Rotationsachse verdrehbaren Antriebskörper und ein mit dem mindestens einen Führungselement verbundenes Koppelungselement auf. Das Koppelungselement ist derart mit dem Antriebskörper verbunden, dass ein Verdrehen des Antriebskörpers eine Verstellung des Koppelungselements quer zur Transportrichtung bewirkt. Darstellung der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Behälterführungsvorrichtung anzugeben, die Vorteile gegenüber dem eingangs genannten Stand der Technik bietet. Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine vorteilhafte Behälterbehandlungsmaschine mit einer entsprechenden Behälterführungsvorrichtung anzugeben. Diese Aufgaben werden durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weitere mögliche Ausgestaltungen der Erfindung sind insbesondere in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Die erfindungsgemäße Lösung besteht insbesondere darin, eine Behälterführungsvorrichtung mit einem Geländer mit mindestens einem sich in Transportrichtung einer Behältertransportvorrichtung erstreckenden Führungselement anzugeben. Dabei ist das Führungselement mittels einer Verstelleinrichtung entlang einer Verstellrichtung insbesondere quer zur Transportrichtung verstellbar. Die Verstelleinrichtung weist ein mit dem Führungselement verbundenes oder verbindbares Verstellelement auf. Weiterhin weist die Verstelleinrichtung ein angetriebenes, insbesondere linear entlang der Verstellrichtung verfahrbares Verfahrelement auf. Außerdem weist die Verstelleinrichtung ein Mitnehmerelement auf. Das Mitnehmerelement ist dazu ausgebildet, das Verstellelement mit dem Verfahrelement zum Übertragen einer Bewegung entlang der Verstellrichtung, insbesondere starr, zu koppeln. Erfindungsgemäß ist das Mitnehmerelement beim Überschreiten einer maximalen Gegenkraft dazu ausgebildet, die Bewegung des Verfahrelements von der Bewegung des Verstellelements in Verstellrichtung, zumindest temporär, also vorübergehend, zu entkoppeln. Dabei wirkt die Gegenkraft entgegen einer Bewegung des Führungselements in Verstellrichtung. Die Gegenkraft wirkt also entgegen der Verstellrichtung. Die Behälterführungsvorrichtung ist ganz allgemein eine Vorrichtung, die dazu ausgebildet ist, sich entlang einer Transportstrecke in Transportrichtung bewegende Behälter zu führen. Der Begriff Behälter bezeichnet im Sinne der vorliegenden Erfindung einstückige oder aus mehreren fest miteinander verbundenen Teilen gebildete Körper. Bevorzugt weist jeder Behälter im Inneren einen Hohlraum auf und ist dazu ausgebildet, diesen Hohlraum von der Umgebung abzutrennen. Bei den Behältern kann es sich beispielsweise um Behälter zur Aufbewahrung von Lebensmitteln und/oder von flüssigen, viskosen oder pastösen Substanzen handeln. Besonders bevorzugt handelt es sich bei den Behältern um Getränkebehälter. Insbesondere handelt es sich bei den Getränkebehältern um Flaschen, Dosen oder Getränkekartons. Die Führung der Behälterführungsvorrichtung dient hierbei zur Stabilität und Ausrichtung der Behälter während ihres Transports. Hierzu weist die Behälterführungsvorrichtung das Geländer auf. Das Geländer ist als strukturelle, insbesondere seitliche, Begrenzung der Transportstrecke ausgebildet und hält die Behälter, insbesondere mittels Kontakt,