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DE-102024132304-A1 - Komponente einer Scheibenbremse sowie Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug

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Abstract

Eine Komponente (4, 10) einer Scheibenbremse (2) für ein Nutzfahrzeug umfasst mindestens einen Anbindungsbereich zur Anbindung einer Spreizeinrichtung (30), mit der ein Bremssattel (6) der Scheibenbremse (2) und/oder ein Bremsbelag (10) der Scheibenbremse (2) nach einem bremsbedingten Verschieben und Lösen der Scheibenbremse (2) rückführbar ist, wobei der Anbindungsbereich eine Bohrung aufweist. Die Komponente (4, 10) umfasst eine zumindest teilweise in der Bohrung angeordnete Buchse (49), wobei die Buchse (49) einen Aufnahmeteil für die Aufnahme eines Endabschnitts (32, 34) der Spreizeinrichtung (30) und einen an einem Ende des Aufnahmeteils angeordneten Bund umfasst, wobei der Bund den Anbindungsbereich zumindest teilweise überdeckt.

Inventors

  • Martin Schaufelberger
  • Martin Pleintinger
  • Michael Markl

Assignees

  • KB INTELLECTUAL PROPERTY GMBH & CO. KG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241106

Claims (13)

  1. Komponente (4, 10) einer Scheibenbremse (2) für ein Nutzfahrzeug umfassend mindestens einen Anbindungsbereich (47) zur Anbindung einer Spreizeinrichtung (30), mit der ein Bremssattel (6) der Scheibenbremse (2) und/oder ein Bremsbelag (10) der Scheibenbremse (2) nach einem bremsbedingten Verschieben und Lösen der Scheibenbremse (2) rückführbar ist, wobei der Anbindungsbereich (47) eine Bohrung (36) aufweist, wobei die Komponente (4, 10) eine zumindest teilweise in der Bohrung (36) angeordnete Buchse (49) umfasst, wobei die Buchse (49) einen Aufnahmeteil (50) für die Aufnahme eines Endabschnitts (32, 34) der Spreizeinrichtung (30) und einen an einem Ende (54) des Aufnahmeteils (50) angeordneten Bund (56) umfasst, wobei der Bund (56) den Anbindungsbereich (47) zumindest teilweise überdeckt.
  2. Komponente (4, 10) nach Anspruch 1 , wobei der Bund (56) sich von dem Ende (54) des Aufnahmeteils (50) pilz- oder schirmförmig erstreckt.
  3. Komponente (4, 10) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 , wobei der Bund (56) mit einer Oberfläche des Anbindungsbereichs (47) in Kontakt ist, wobei vorzugsweise der Bund (56) gegenüber der Oberfläche vorgespannt ist.
  4. Komponente (4, 10) nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Buchse (49) einen geschlossenen Boden (60) aufweist.
  5. Komponente (4, 10) nach Anspruch 4 , wobei die Bohrung (36) eine Sacklochbohrung ist und der geschlossene Boden (60) der Buchse (49) zumindest abschnittsweise mit einem Bohrungsboden (53) der Sacklochbohrung in Kontakt ist und/oder wobei der geschlossene Boden (60) der Buchse (49) eine mit dem Bohrungsboden (53) korrespondiere Form aufweist.
  6. Komponente (4, 10) nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Buchse (49) via Presssitz an einer Innenwandung (48) der Bohrung (36) befestigt ist.
  7. Komponente (4, 10) nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Buchse (49) aus Metall, vorzugsweise Blech, und/oder Kunststoff besteht.
  8. Komponente (4, 10) nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Buchse (49) einen Übergangsbereich mit einer Fase (59) aufweist, wobei der Übergangsbereich den Aufnahmeteil (50) mit dem Bund (56) verbindet.
  9. Komponente (4, 10) nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Buchse (49) an einer Außenseite (51) des Aufnahmeteils (50) angeordnete Rippen (68) aufweist.
  10. Komponente (4, 10) nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Aufnahmeteil (50) ein Zylinder ist oder eine konische Form aufweist.
  11. Komponente (10) nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Komponente ein Bremsbelag (10) ist, wobei vorzugsweise die Bohrung (36) in einer Belagträgerplatte (22) des Bremsbelags (10) angeordnet ist.
  12. Komponente (4) nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 10 , wobei die Komponente ein Bremsträger (4) ist und vorzugsweise die Bohrung (36) in einem Bremsträgerhorn (12) des Bremsträgers (4) angeordnet ist.
  13. Scheibenbremse (2) für ein Nutzfahrzeug umfassend einen Bremsträger (4) mit Bremsträgerhörnern (12), einen auf dem Bremsträger (4) verschieblich angeordneten Bremssattel (6) und zwei Bremsbeläge (10), die durch eine Zuspanneinheit gegen eine Bremsscheibe (8) verschiebbar sind, wobei die Scheibenbremse (2) des Weiteren eine Spreizeinrichtung (30) umfasst, mit der der Bremssattel (6) und/oder die Bremsbeläge (10) nach einem bremsbedingten Verschieben und Lösen der Scheibenbremse (2) rückführbar ist/sind, wobei die Spreizeinrichtung (30) mindestens einen Endabschnitt (32, 34) aufweist, wobei der Bremsträger (4) und/oder jeder Bremsbelag (10) mindestens einen Anbindungsbereich (47) zur Anbindung der Spreizeinrichtung (30) umfasst, wobei der Anbindungsbereich (47) eine Bohrung (36) aufweist, wobei die Scheibenbremse (2) eine zumindest teilweise in der Bohrung (36) angeordnete Buchse (49) umfasst, wobei die Buchse (49) einen Aufnahmeteil (50) aufweist, in dem der Endabschnitt (32, 34) zumindest teilweise aufgenommen ist, und einen an einem Ende (54) des Aufnahmeteils (50) angeordneten Bund (56) umfasst, wobei der Bund (56) den Anbindungsbereich (47) zumindest teilweise überdeckt.

Description

Die Erfindung betrifft eine Komponente einer Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug sowie eine entsprechende Scheibenbremse. Scheibenbremsen für Nutzfahrzeuge, insbesondere pneumatische oder elektromechanisch betätigte Scheibenbremsen, sind beispielsweise als Schiebesattelbremsen ausgebildet. Diese Scheibenbremsen umfassen einen ortsfesten Bremsträger und einen gegenüber dem Bremsträger verschiebbaren Bremssattel. Des Weiteren sind Bremsbeläge so angeordnet, dass diese durch ein Zuspannmechanik zum Bremsen gegen eine Bremsscheibe gedrückt werden. Beim Lösen der Bremse bleibt in einigen Fällen ein sogenanntes Restschleifmoment zwischen Bremsbelägen und Bremsscheibe bestehen. Dies besteht dann, wenn trotz Lösen der Zuspannmechanik die Bremsbeläge noch so an der Bremsscheibe anliegen, dass ein reduziertes Bremsmoment auftritt. Dies erhöht einerseits den Verschleiß der Bremse und andererseits den Kraftstoffverbrauch des Nutzfahrzeugs. Daher schlägt beispielsweise die EP 3 555 495 A1 eine Spreizeinrichtung vor, mit welcher das Restschleifmoment durch Zurückstellen des Bremssattels reduziert wird. Die Spreizeinrichtung weist mehrere Anbindungsstellen auf, die die Spreizeinrichtung mit dem Bremsträger und den Bremsbelägen verbinden. In einigen Fällen kann sich Schmutz an einigen Anbindungsstellen festsetzen. Auch können korrosive Medien ein Aufrosten an den Anbindungsstellen verursachen. Dies kann beispielsweise bei einer Wartung der Scheibenbremse dazu führen, dass die Spreizeinrichtung an einigen Anbindungsstellen nur schwer lösbar ist. Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diese Nachteile zu beheben oder zumindest zu verringern. Insbesondere ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Komponente einer Scheibenbremse zur Verfügung zu stellen, die eine besonders gute Haltbarkeit aufweist und/oder eine einfache Wartung der Scheibenbremse ermöglicht. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Komponente einer Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug umfassend mindestens einen Anbindungsbereich zur Anbindung einer Spreizeinrichtung, mit der ein Bremssattel der Scheibenbremse und/oder ein Bremsbelag der Scheibenbremse nach einem bremsbedingten Verschieben und Lösen der Scheibenbremse rückführbar ist, wobei der Anbindungsbereich eine Bohrung aufweist, wobei die Komponente eine zumindest teilweise in der Bohrung angeordnete Buchse umfasst, wobei die Buchse einen Aufnahmeteil für die Aufnahme eines Endabschnitts der Spreizeinrichtung und einen an einem Ende des Aufnahmeteils angeordneten Bund umfasst, wobei der Bund den Anbindungsbereich zumindest teilweise überdeckt. Dank des Bunds der Buchse, der zumindest teilweise den Anbindungsbereich, insbesondere um die Bohrung herum, überdeckt, wird ein Eindringen von Feuchtigkeit und Schmutz verhindert. So wird eine Korrosion in oder an der Bohrung reduziert oder verhindert. Zudem wird ein Einklemmen des Endabschnitts der Spreizvorrichtung aufgrund von Korrosion verhindert, sodass die Spreizeinrichtung im Rahmen einer Wartung problemlos gelöst werden kann. Gemäß bevorzugten Ausführungsformen umfasst die erfindungsgemäße Komponente eines, mehrere oder alle der folgenden Merkmale, in allen technisch möglichen Kombinationen:Der Bund erstreckt sich von dem Ende des Aufnahmeteils pilz- oder schirmförmig. Der Bund ist mit einer Oberfläche des Anbindungsbereichs in Kontakt, wobei vorzugsweise der Bund gegenüber der Oberfläche vorgespannt ist. Die Buchse weist einen geschlossenen Boden auf. Die Bohrung ist eine Sacklochbohrung und der geschlossene Boden der Buchse ist zumindest abschnittsweise mit einem Bohrungsboden der Sacklochbohrung in Kontakt und/oder der geschlossene Boden der Buchse weist eine mit dem Bohrungsboden korrespondiere Form auf. Die Buchse ist via Presssitz an einer Innenwandung der Bohrung befestigt. Die Buchse besteht aus Metall, vorzugsweise Blech, und/oder Kunststoff. Die Buchse weist einen Übergangsbereich mit einer Fase auf, wobei der Übergangsbereich den Aufnahmeteil mit dem Bund verbindet. Die Buchse weist an einer Außenseite des Aufnahmeteils angeordnete Rippen auf. Der Aufnahmeteil ist ein Zylinder oder weist eine konische Form auf. Die Komponente ist ein Bremsbelag, wobei vorzugsweise die Bohrung in einer Belagträgerplatte des Bremsbelags angeordnet ist. Die Komponente ist ein Bremsträger und vorzugsweise ist die Bohrung in einem Bremsträgerhorn des Bremsträgers angeordnet. Die Erfindung betrifft zudem eine Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug umfassend einen Bremsträger mit Bremsträgerhörnern, einen auf dem Bremsträger verschieblich angeordneten Bremssattel und zwei Bremsbeläge, die durch eine Zuspanneinheit gegen eine Bremsscheibe verschiebbar sind, wobei die Scheibenbremse des Weiteren eine Spreizeinrichtung umfasst, mit der der Bremssattel und/oder die Bremsbeläge nach einem bremsbedingten Verschieben und Lösen der Scheibenbremse rückführbar ist/sind, wobei die Spreizeinrichtung mindestens einen Endabschnitt aufweist,wobei der Bremst