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DE-102024132339-A1 - Verfahren zur Kommunikation, Elektrochirurgisches System, und Elektrochirurgisches Versorgungsgerät

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Abstract

Es wird ein Verfahren zur Kommunikation zwischen einem elektrochirurgischen Versorgungsgerät (10) und einem Speicherelement (30, 31), welches einem mit dem Versorgungsgerät (10) lösbar verbundenen elektrochirurgischen Instrument (11, 12) zugeordnet ist, vorgestellt mit den Schritten: - Verbinden des elektrochirurgischen Instruments (11, 12) mit dem elektrochirurgischen Versorgungsgerät (10), - Etablieren einer Datenkommunikation zwischen dem elektrochirurgischen Versorgungsgerät (10) und dem Speicherelement (30, 31) in einem ersten Betriebsmodus mit einer ersten Datenübertragungsrate, - Senden eines ersten Steuersignals durch das Versorgungsgerät (10) an das Speicherelement (30, 31), um das Speicherelement (30, 31) in einen zweiten Betriebsmodus mit einer zweiten Datenübertragungsrate zu schalten, welche höher ist, als die erste Datenübertragungsrate, und Etablieren einer Datenkommunikation zwischen dem elektrochirurgischen Versorgungsgerät (10) und dem Speicherelement (30, 31) in dem zweiten Betriebsmodus. Weiterhin werden ein elektrochirurgisches System und ein elektrochirurgisches Versorgungsgerät vorgestellt.

Inventors

  • Dirk Bombor
  • Anne Kwik
  • Frank Breitsprecher

Assignees

  • OLYMPUS WINTER & IBE GMBH

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241106

Claims (11)

  1. Verfahren zur Kommunikation zwischen einem elektrochirurgischen Versorgungsgerät (10) und einem Speicherelement (30, 31), welches einem mit dem Versorgungsgerät (10) lösbar verbundenen elektrochirurgischen Instrument (11, 12) zugeordnet ist, mit den Schritten: - Verbinden des elektrochirurgischen Instruments (11, 12) mit dem elektrochirurgischen Versorgungsgerät (10), - Etablieren einer Datenkommunikation zwischen dem elektrochirurgischen Versorgungsgerät (10) und dem Speicherelement (30, 31) in einem ersten Betriebsmodus mit einer ersten Datenübertragungsrate, - Senden eines ersten Steuersignals durch das Versorgungsgerät (10) an das Speicherelement (30, 31), um das Speicherelement (30, 31) in einen zweiten Betriebsmodus mit einer zweiten Datenübertragungsrate zu schalten, welche höher ist, als die erste Datenübertragungsrate, und Etablieren einer Datenkommunikation zwischen dem elektrochirurgischen Versorgungsgerät (10) und dem Speicherelement (30, 31) in dem zweiten Betriebsmodus.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , weiterhin umfassend: - Prüfen der zwischen dem Versorgungsgerät (10) und dem Speicherelement (30, 31) ausgetauschten Daten auf Übertragungsfehler, und - wenn Übertragungsfehler festgestellt werden, senden eines zweiten Steuersignals von dem Versorgungsgerät (10) an das Speicherelement (30, 31), um das Speicherelement (30, 31) zurück in den ersten Betriebsmodus zu schalten.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 , weiterhin umfassend: - Prüfen der zwischen dem Versorgungsgerät (10) und dem Speicherelement (30, 31) ausgetauschten Daten auf Übertragungsfehler, und - wenn keine Übertragungsfehler festgestellt werden, senden eines dritten Steuersignals von dem Versorgungsgerät (10) an das Speicherelement (30, 31), um das Speicherelement (30, 31) dauerhaft in dem zweiten Betriebsmodus zu halten, wobei das Speicherelement (30, 31) eingerichtet ist, selbsttätig in den ersten Betriebsmodus zurückzukehren, wenn das dritte Steuersignal nicht innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne empfangen wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3 , wobei das Prüfen der ausgetauschten Daten folgendes umfasst: - Senden für Prüfdaten von dem Versorgungsgerät (10) an das Speicherelement (30, 31), - Zurücksenden der Prüfdaten von dem Speicherelement (30, 31) an das Versorgungsgerät (10), und - Vergleichen der gesendeten Prüfdaten mit den zurückgesendeten Prüfdaten.
  5. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3 , wobei das Prüfen der ausgetauschten Daten folgendes umfasst: - Empfangen von Daten von dem Speicherelement (30, 31) durch das Versorgungsgerät (10), - Ermitteln eines Plausibilitätswerts der empfangenen Daten, und - Vergleichen des Plausibilitätswerts mit einem Schwellwert.
  6. Verfahren nach Anspruch 4 , wobei das Ermitteln des Plausibilitätswerts den Vergleich der empfangenen Daten mit erwarteten Daten umfasst.
  7. Verfahren nach Anspruch 4 , wobei das Ermitteln des Plausibilitätswerts die Auswertung einer Prüfsumme der empfangenen Daten umfasst.
  8. Elektrochirurgisches System (1), umfassend: ein elektrochirurgisches Versorgungsgerät (10) und ein elektrochirurgisches Instrument (11, 12), welches über ein Kabel (14,15) lösbar mit dem Versorgungsgerät (10) verbunden oder verbindbar ist, wobei das elektrochirurgische Instrument (11, 12) ein Datenspeicherelement (30, 31) umfasst und das Versorgungsgerät (10) eingerichtet ist, Daten an das Datenspeicherelement (30, 31) zu senden und/oder Daten von dem Datenspeicherelement (30, 31) zu empfangen, und wobei das Datenspeicherelement (30, 31) wahlweise in einem ersten Modus mit einer ersten Datenübertragungsrate und in einem zweiten Modus mit einer zweiten Datenübertragungsrate betreibbar ist, wobei die zweite Datenübertragungsrate höher ist als die erste Übertragungsrate, dadurch gekennzeichnet , dass das Versorgungsgerät (10) eingerichtet ist, nach dem Herstellen einer Verbindung mit dem Instrument (11, 12) - eine Datenkommunikation mit dem Speicherelement (30, 31) in dem ersten Betriebsmodus zu etablieren, und - ein erstes Steuersignals an das Speicherelement (30, 31) zu senden, um das Speicherelement (30, 31) in einen zweiten Betriebsmodus zu schalten.
  9. Elektrochirurgisches System nach Anspruch 8 , wobei das Versorgungsgerät (10) eingerichtet ist, zwischen dem Versorgungsgerät (10) und dem Speicherelement (30, 31) ausgetauschte Daten auf Übertragungsfehler zu prüfen, und - wenn Übertragungsfehler festgestellt werden, ein zweites Steuersignal an das Speicherelement (30, 31) zu senden, um das Speicherelement (30, 31) zurück in den ersten Betriebsmodus zu schalten.
  10. Elektrochirurgisches System nach Anspruch 8 , wobei das Speicherelement (30, 31) eingerichtet ist, selbsttätig in den ersten Betriebsmodus zurückzukehren, wenn ein drittes Steuersignal nicht innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne empfangen wird, und wobei das Versorgungsgerät (10) eingerichtet ist, zwischen dem Versorgungsgerät (10) und dem Speicherelement (30, 31) ausgetauschte Daten auf Übertragungsfehler zu prüfen, und - wenn keine Übertragungsfehler festgestellt werden, das drittes Steuersignal von an das Speicherelement (30, 31) zu senden, um das Speicherelement dauerhaft in dem zweiten Betriebsmodus zu halten.
  11. Elektrochirurgisches Versorgungsgerät (10) eines elektrochirurgischen Systems gemäß eines der Ansprüche 8 bis 10 .

Description

Die vorliegende Anmeldung betrifft die Kommunikation in elektrochirurgischen Systemen. Insbesondere betrifft die Anmeldung die Kommunikation zwischen einem elektrochirurgischen Versorgungsgerät und einem elektrochirurgischen Instrument, dem ein Speicherelement zugeordnet ist. In der modernen Chirurgie werden neben klassischen Instrumenten oftmals elektrochirurgische Instrumente eingesetzt, welche einen gewünschten Gewebeeffekt durch direkte oder indirekte Einwirkung elektrischer Ströme erzielen. Gewünschte Gewebeeffekte können dabei beispielsweise das Schneiden, Abtragen, Veröden, Vaporisieren, Verschweißen, und/oder Kauterisieren umfassen. Dabei können zumeist hochfrequente elektrische Ströme direkt durch das Gewebe geleitet werden, um einen gewünschten Gewebeeffekt zu erzielen, oder es kann eine mittelbare Gewebebeeinflussung erfolgen, welche über physikalische Effekte wie Wärme, Lichtbögen, oder Plasmen oder über Koppelelemente wie Sonotroden vermittelt wird. Um die zur Erzielung der gewünschten Gewebeeffekte erforderlichen elektrischen Signale, welche oft als Therapieströme bezeichnet werden, zu erzeugen, finden elektrochirurgische Versorgungsgeräte Anwendung. Diese erzeugen die gewünschten Therapieströme und stellen Sie über allgemeine oder proprietäre Schnittstellen zur Verfügung, an welche ein oder mehrere elektrochirurgische Instrumente angeschlossen werden können. Im Zuge der technischen Weiterentwicklung wurde eine Vielzahl von unterschiedlichen Instrumenten bereitgestellt, welche je nach Ausrichtung entweder universell einsetzbar sind oder nur für eng umrissene Spezialanwendungen entwickelt wurden. Parallel dazu wurden die elektrochirurgischen Versorgungsgeräte weiterentwickelt, um für die unterschiedlichen Instrumententypen jeweils angepasste Therapieströme bereitzustellen. Um sicherzustellen, dass ein mit einem Versorgungsgerät verbundenes Instrument nur solche Therapieströme erhält, die für das jeweilige Instrument geeignet sind, und dass Instrumente nicht über Ihre vorgesehene Nutzungsdauer hinaus betrieben werden, sind moderne elektrochirurgische Instrumente mit einem Speicherelement ausgerüstet, welches zum einen Daten enthält, welche das Instrument charakterisieren, und welches zum anderen Daten enthält, welche vorangegangene Benutzungen des Instruments beschreiben. Solche Nutzungsdaten können beispielsweise eine kumulierte Betriebsdauer des Instruments, den Zeitpunkt einer erstmaligen Benutzung des Instruments, eine kumulierte Gesamtenergieabgabe, oder ähnliche für die weitere Nutzbarkeit des Instruments relevante Daten umfassen. Nach dem Verbinden eines elektrochirurgischen Instruments mit einem elektrochirurgischen Versorgungsgerät kommuniziert das Versorgungsgerät mit dem Speicherelement, wobei einerseits Daten von dem Speicherelement gelesen werden und andererseits Daten auf das Speicherelement geschrieben werden. Dabei erfolgt die Kommunikation in der Regel drahtgebunden, wobei die Datenübertragungsrate einerseits von den Spezifikationen des Speicherelements und andererseits von den Leitungsgegebenheiten abhängig ist. Je nach Bauart des elektrochirurgischen Instruments ist das zugeordnete Speicherelement entweder in einem Haupt- oder Griffkörper des elektrochirurgischen Instruments oder in einem Verbindungsstecker des elektrochirurgischen Instruments angeordnet. Im ersteren Fall verlaufen die Kommunikationsleitungen für die Kommunikation zwischen dem elektrochirurgischen Versorgungsgerät und dem Speicherelement über eine längere Strecke, die beispielsweise 1m oder mehr betragen kann, durch ein Verbindungskabel des elektrochirurgischen Instruments. Dies bedingt eine hohe Leitungskapazität, welche nur eine geringe Datenübertragungsrate zulässt. Im letzteren Fall hingegen ist das Speicherelement dicht am elektrochirurgischen Versorgungsgerät angeordnet, und eine entsprechend geringe Leitungskapazität erlaubt eine höhere Datenübertragungsrate. Da das Versorgungsgerät zum Zeitpunkt der Verbindung mit dem Instrument aber nicht wissen kann, wo das Speicherelement des Instruments angeordnet ist, verwenden bekannte Versorgungsgeräte in der Regel eine geringe Datenübertragungsrate. Nur so können Übertragungsfehler durch Verwendung einer zu hohen Datenrate mit einer ungeeigneten Leitung vermieden werden. Es wäre wünschenswert, ein verbessertes Verfahren zur Kommunikation in einem elektrochirurgischen System und ein entsprechendes elektrochirurgisches System zur Verfügung zu stellen. Diese Aufgabe wird unter Anderem gelöst durch ein Verfahren zur Kommunikation zwischen einem elektrochirurgischen Versorgungsgerät und einem Speicherelement, welches einem mit dem Versorgungsgerät lösbar verbundenen elektrochirurgischen Instrument zugeordnet ist, mit den Schritten: Verbinden des elektrochirurgischen Instruments mit dem elektrochirurgischen Versorgungsgerät, Etablieren einer Datenkommunikation zwischen dem elektrochirurgischen Versorgungsgerät und dem Speicherelement in einem ersten Betriebsmodus mit