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DE-102024132348-A1 - Gehäuse für ein Feldgerät der Prozessautomatisierung und Feldgerät

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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Gehäuse für ein Feldgerät der Prozessautomatisierung. Ein Auflagering (3) ist mit einer Innenwandung (10) eines Deckels (1) verbunden, wobei eine maximale Außenabmessung der Sichtscheibe (2) kleiner oder gleich einem Innendurchmesser einer Innenaussparung (39) des Auflagerings (3) ist. Ein Sicherungsring (4) ist in einer umlaufenden Aussparung (30) des Auflagerings (3) angeordnet. Ein Federelement (5) ist zwischen dem Sicherungsring (4) und einer Sichtscheibe (2) angeordnet und übt eine Federkraft zwischen der Sichtscheibe (2) und dem Sicherungsring (4) aus. Die Sichtscheibe (2) liegt auf einem Boden (11) des Deckels (1) auf. Dabei ist der Auflagering (3) in einem von der Innenwandung (10) gelösten Zustand in Bezug auf seine äußere radiale Ausdehnung veränderlich. Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf eine Feldgerät.

Inventors

  • Christoph Bollig
  • Pascal Matt

Assignees

  • Endress+Hauser SE+Co. KG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241106

Claims (13)

  1. Gehäuse für ein Feldgerät der Prozessautomatisierung, mit einem Deckel (1), mit einer Sichtscheibe (2), mit einem Auflagering (3), mit einem Sicherungsring (4) und mit einem Federelement (5), wobei der Auflagering (3) mit einer Innenwandung (10) des Deckels (1) verbunden ist, wobei der Auflagering (3) und die Sichtscheibe (2) so ausgestaltet und aufeinander abgestimmt sind, dass eine maximale Außenabmessung der Sichtscheibe (2) kleiner oder gleich einem Innendurchmesser einer Innenaussparung (39) des Auflagerings (3) ist, wobei der Sicherungsring (4) in einer umlaufenden Aussparung (30) des Auflagerings (3) teilweise angeordnet ist, wobei das Federelement (5) zwischen dem Sicherungsring (4) und der Sichtscheibe (2) angeordnet ist und eine Federkraft zwischen der Sichtscheibe (2) und dem Sicherungsring (4) ausübt, wobei die Sichtscheibe (2) zumindest teilweise auf einem Boden (11) des Deckels (1) aufliegt, und wobei der Auflagering (3) derartig ausgestaltet ist, dass der Auflagering (3) in einem von der Innenwandung (10) gelösten Zustand in Bezug auf seine äußere radiale Ausdehnung veränderlich ist.
  2. Gehäuse nach Anspruch 1 , wobei der Auflagering (3) zumindest teilweise elastisch verformbar ist, und wobei der Auflagering (3) über einen durchgehenden Schlitz (31) verfügt.
  3. Gehäuse nach Anspruch 1 oder 2 , wobei der Sicherungsring (4) in der Art eines Sprengrings ausgestaltet ist.
  4. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , wobei der Deckel (1) in seinem Boden (11) über eine Öffnung (12) verfügt.
  5. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , wobei die Sichtscheibe (2) über eine Vertiefung (20) verfügt, und wobei sich in der Vertiefung (20) zwischen der Sichtscheibe (2) und dem Boden (11) des Deckels (1) ein inneres Dichtelement (6) befindet.
  6. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , wobei sich zwischen einem Randbereich der Sichtscheibe (2) und dem Boden (11) des Deckels (1) ein äußeres Dichtelement (7) befindet.
  7. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , wobei der Auflagering (3) in Richtung des Bodens (11) des Deckels (1) oberhalb der umlaufenden Aussparung (30) über eine sich axial erstreckende Anschlagsfläche (32) verfügt.
  8. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , wobei sich radial zwischen der Anschlagsfläche (32) des Auflagerings (3) und der Sichtscheibe (2) ein Ausgleichsring (8) befindet.
  9. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , wobei der Auflagering (3) eine umlaufende Außenfläche (33) aufweist, welche in Richtung des Bodens (11) des Deckels (1) konisch zuläuft.
  10. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 9 , wobei der Auflagering (3) über ein Schweißverfahren mit der Innenwandung (10) des Deckels (1) verbunden ist.
  11. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 10 , wobei das Federelement (5) als Wellfeder ausgestaltet ist.
  12. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , wobei das Gehäuse ferner einen Gehäusehals (100) aufweist, wobei die Innenwandung (10) des Deckels (1) eine Prägung (13) zur reversiblen Befestigung des Deckels (1) auf dem Gehäusehals (100) aufweist, wobei der Auflagering (3) mindestens eine Aussparung (34) aufweist, und wobei die Prägung (13) und die mindestens eine Aussparung (34) so ausgestaltet und aufeinander abgestimmt sind, dass die mindestens eine Aussparung (34) eine durch die Prägung (13) im Wesentlichen ungehinderte Bewegung von Auflagering (3) und Deckel (1) relativ zueinander erlaubt.
  13. Feldgerät zum Bestimmen und/oder Überwachen mindestens einer Prozessgröße mit einem Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 12 .

Description

Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für ein Feldgerät der Prozessautomatisierung. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Feldgerät. Das Feldgerät dient z. B. der Bestimmung und/oder Überwachung von Prozessgrößen wie beispielsweise Füllstand, Durchfluss, Massendurchfluss, Druck, Temperatur oder pH-Wert. In der modernen Technik ist es üblich, Prozesse in Prozessanlagen durch Feldgeräte zu überwachen bzw. zu steuern. Die Feldgeräte sind daher entweder als Sensoren oder Aktoren ausgestaltet. Die Feldgeräte in Form von Sensoren verfügen dabei in der Regel über ein Gehäuse, in dem sich eine Elektronik befindet, welche mit einer Messeinheit gekoppelt ist. Die Messeinheit erfasst üblicherweise die Prozessgröße oder eine damit in Verbindung stehende Messgröße. Das Gehäuse ist meist mehrteilig ausgeführt und kann auch ein mehrfaches Öffnen erlauben. Ein Zugang wird dann in der Regel über einen Deckel bewirkt. Solche Gehäuse oder zumindest die Deckel bestehen z. B. teilweise oder vollständig aus Blech. Bekannt sind im Stand der Technik auch Deckel, die einen Blick z. B. auf eine im Gehäuse befindliche Anzeigeeinheit erlauben. Dafür verfügt der sogenannte Sichtdeckel über eine Aussparung, unter der eine Sichtscheibe aus Glas oder einem durchscheinenden Kunststoff angeordnet ist. Für die Fixierung der Sichtscheibe und die notwendige Abdichtung sind somit mehrere Komponenten erforderlich. Die unterschiedlichen Komponenten machen dabei unterschiedliche Methoden der Bearbeitung erforderlich, wie z. B. das Schweißen von Komponenten oder das Bearbeiten von Oberflächen durch das Elektropolieren. Auch sollte - insbesondere im Sinne der Ökologie - an den möglichen Austausch von Komponenten, z. B. der Sichtscheibe, gedacht und die Befestigungen daher reversibel sein. Dies insgesamt kann den Aufwand der Montage erhöhen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gehäuse mit einem lösbaren Sichtdeckel vorzuschlagen, das sich durch eine möglichst leichte Montage auszeichnet. Die Erfindung löst die Aufgabe durch ein Gehäuse für ein Feldgerät der Prozessautomatisierung, mit einem Deckel, mit einer Sichtscheibe, mit einem Auflagering, mit einem Sicherungsring und mit einem Federelement, wobei der Auflagering mit einer Innenwandung des Deckels verbunden ist, wobei der Auflagering und die Sichtscheibe so ausgestaltet und aufeinander abgestimmt sind, dass eine maximale Außenabmessung der Sichtscheibe kleiner oder gleich einem Innendurchmesser einer Innenaussparung des Auflagerings ist, wobei der Sicherungsring in einer umlaufenden Aussparung des Auflagerings teilweise angeordnet ist, wobei das Federelement zwischen dem Sicherungsring und der Sichtscheibe angeordnet ist und eine Federkraft zwischen der Sichtscheibe und dem Sicherungsring ausübt, wobei die Sichtscheibe zumindest teilweise auf einem Boden des Deckels aufliegt, wobei der Auflagering derartig ausgestaltet ist, und dass der Auflagering in einem von der Innenwandung gelösten Zustand in Bezug auf seine äußere radiale Ausdehnung veränderlich ist. Der Deckel ist im Wesentlichen becherartig ausgeführt und besteht vorzugsweise aus einem Blech oder einem beliebigen Metall. Er hat vorzugsweise die Form eines Hohlzylinders mit einer kreisförmigen Grundfläche. Die Innenwandung umschließt dabei den Innenraum. Der Boden schließt den Deckel auf einer Seite ab, wobei sich in dem Boden eine Öffnung, z. B. in der Form eines kreisförmigen Lochs befindet. Unterhalb des Lochs befindet sich eine Sichtscheibe, die somit den Deckel in Bezug auf die Öffnung wieder verschließt und die vor allem den Blick auf Komponenten erlaubt, die sich im verbauten Zustand des Gehäuses, also beim erzeugten Feldgerät unterhalb des Deckels befinden. Dies ist z. B. eine Anzeigeeinheit. Axial wird die Sichtscheibe von einem Federelement gehalten, das die Sichtscheibe gegen den Boden des Deckels drückt. Das Federelement stützt sich auf einem Sicherungsring ab, der selbst innerhalb einer Aussparung eines Auflagerings gehalten wird. Der Auflagering ist mit der Innenwandung des Deckels fest verbunden und bildet daher einen festen Fixierbereich zumindest für die vorgenannten Bauteile: Sicherungsring, Federelement und Sichtscheibe. Der Auflagering zeichnet sich durch zwei Eigenschaften aus: Zum einen kann er, bevor er an der Innenwandung befestigt wird, seinen Außenumfang verändern. Es ist also möglich, dass man für das Einbringen des Auflagerings in den Deckel den Auflagering kleiner macht. Daher ist die Montage einfacher und es ist vor allem nicht möglich, dass der Auflagering an der Innenwandung vorbeischrammt und dadurch die Oberfläche beschädigt. Zum anderen ist der Auflagering so ausgeführt, dass die Innenaussparung, die er als Ring umschließt, größer oder gleich dem Außenumfang der Sichtscheibe ist. Dadurch ist es möglich, zunächst den Auflagering einzubringen und zu fixieren und dann erst die Sichtscheibe in den Deckel einzuführen. Daher ist es z. B. möglich, nach der Fixierung des Auflagerings Arbeiten an der Kombin