DE-102024132357-A1 - Trommelbremse für ein Fahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, und Fahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug
Abstract
Trommelbremse (100) für ein Fahrzeug (200a), insbesondere Nutzfahrzeug (200b); wobei die Trommelbremse (100) eine Bremstrommel (110) mit einer umlaufend ausgebildeten inneren Reibfläche (115), einem relativ zu der Bremstrommel (110) drehbeweglich innerhalb der Bremstrommel (110) angeordneten Bremsträger (120) und einer an dem Bremsträger (120) angeordnete Bremsbelaganordnung (130) aufweist; die Bremsbelaganordnung (130) eine Mehrzahl radial beweglicher Belagträger (135) aufweist, an denen jeweils ein Bremsbelagsegment (136) der Reibfläche (115) zugewandt vorgesehen ist;; die Trommelbremse (100) einen ringförmig ausgebildeten Ringaktuator (145) und einen durch den Ringaktuator (145) durch eine axiale Aktuierung betätigbaren Keilträger (195) zum Durchführen einer Zuspannbewegung der Bremsbelagsegmente (136) aufweist; und die Trommelbremse (100) eine Rückstellvorrichtung (180) aufweist, die dazu eingerichtet ist, mit einer axial angreifenden Rückstellkraft (F) den Keilträger (195) entgegen der Betätigung durch den Ringaktuator (145) auszulenken.
Inventors
- Artem Grig
Assignees
- ZF CV SYSTEMS EUROPE BV
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241106
Claims (9)
- Trommelbremse (100) für ein Fahrzeug (200a), insbesondere Nutzfahrzeug (200b); wobei - die Trommelbremse (100) eine Bremstrommel (110) mit einer umlaufend ausgebildeten inneren Reibfläche (115), einem relativ zu der Bremstrommel (110) drehbeweglich innerhalb der Bremstrommel (110) angeordneten Bremsträger (120) und einer an dem Bremsträger (120) angeordnete Bremsbelaganordnung (130) aufweist; - die Bremsbelaganordnung (130) eine Mehrzahl radial beweglicher Belagträger (135) aufweist, an denen jeweils ein Bremsbelagsegment (136) der Reibfläche (115) zugewandt vorgesehen ist; - die Trommelbremse (100) einen ringförmig ausgebildeten Ringaktuator (145) und einen durch den Ringaktuator (145) durch eine axiale Aktuierung betätigbaren Keilträger (195) zum Durchführen einer Zuspannbewegung der Bremsbelagsegment (136) aufweist; und - die Trommelbremse (100) eine Rückstellvorrichtung (180) aufweist, die dazu eingerichtet ist, mit einer axial angreifenden Rückstellkraft (F) den Keilträger (195) entgegen der Betätigung durch den Ringaktuator (145) auszulenken.
- Trommelbremse (100) nach Anspruch 1 , wobei - der Ringaktuator (145) einen drucklosen Innenraum (148) aufweist; und - die Rückstellvorrichtung (150) in dem Innenraum (148) angeordnet ist.
- Trommelbremse (100) nach Anspruch 1 oder 2 , wobei - der Ringaktuator (145) einen durch den Ringaktuator (145) verschiebbaren Betätigungskolben (160) aufweist; und - die Rückstellvorrichtung (180) zwischen dem Betätigungskolben (160) und dem Bremsträger (120) angeordnet ist.
- Trommelbremse (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei - der Ringaktuator (145) einen durch den Ringaktuator (145) verschiebbare Betätigungskolben (160) aufweist; und - die Rückstellvorrichtung (180) dazu eingerichtet ist, an dem Betätigungskolben (160) anzugreifen.
- Trommelbremse (100) nach Anspruch 3 oder 4 , wobei der Betätigungskolben (160) eine Mehrzahl von Betätigungskolben (163) aufweist, und der Keilträger (195) kraft- und/ oder formschlüssig mit den Betätigungskolben (163) dem Betätigungskolben (160) verbunden ist.
- Trommelbremse (100) nach Anspruch 5 , wobei der Keilträger (195) und die Betätigungskolben (163) dazu eingerichtet sind, miteinander verschraubt zu werden.
- Trommelbremse (100) nach einem der Ansprüche 3 bis 6 , wobei der Betätigungskolben (160) und der Keilträger (195) lösbar miteinander verbunden sind.
- Trommelbremse (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Rückstellvorrichtung (180) eine Schraubenfeder (181) aufweist.
- Fahrzeug (200a), insbesondere Nutzfahrzeug (200b), umfassend eine Trommelbremse (100) nach einem der vorherigen Ansprüche.
Description
Die vorliegende Offenbarung betrifft eine Trommelbremse für ein Fahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, und ein Fahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug. Genauer betrifft die Offenbarung Fahrzeuge, insbesondere Nutzfahrzeuge, mit einer Bremstrommel und einer umlaufend ausgebildeten inneren Reibfläche, einem relativ zu der Bremstrommel beweglich angeordneten Bremsträger und einer an dem Bremsträger angeordneten Bremsbelaganordnung. Derartige Trommelbremsen sind allgemein bekannt. Sie werden üblicherweise in Anwendungsfällen eingesetzt, wenn ein emissionsarmer Betrieb, d.h. ein Betrieb gewünscht wird, bei dem möglichst geringe Mengen an Staub oder anderem Bremsabrieb in die Umwelt gelangen sollen. Derartige Bremsen sind auch als Zero-Emission-Trommelbremse bekannt. Trommelbremsen sind weit verbreitet im Nutzfahrzeugsektor sowie im PKW-Sektor, beispielsweise an der Hinterachse von Personenkraftfahrzeugen oder in Fahrzeugen mit Elektroantrieben, in denen aufgrund der Möglichkeit, mittels der elektrischen Maschinen regenerativ zu bremsen, im Betrieb weniger starker Gebrauch von konventionellen Reibbremsen gemacht werden muss. Die am geläufigsten anzutreffende Betätigungsform beabsichtigt dabei, die Bremsbeläge von Innen an eine umlaufende Bremstrommel anzudrücken. Diese sogenannten Innenbackenbremsen können in diversen Ausführungen ausgebildet sein. DE 10 2022 104 343 A1 offenbart eine Fahrzeug-Trommelbremse, insbesondere für Nutzfahrzeuge, mit einer Trommel mit einer umlaufend ausgebildeten inneren Reibfläche, einem relativ zu der Trommel drehbeweglich innerhalb der Trommel angeordneten Bremsträger und einer an dem Bremsträger angeordneten Bremsbelaganordnung. Die Bremsbelaganordnung weist eine Mehrzahl radial beweglicher Belagträger auf, an denen jeweils ein Bremsbelagsegment der Reibfläche zugewandt vorgesehen ist, wobei die Belagträger jeweils unmittelbar mit einem gemeinsamen Nockenring derart wirkverbunden sind, dass eine Rotationsbewegung des Nockenrings in einer ersten Drehrichtung eine synchrone Zuspannbewegung aller Belagträger bewirkt, und eine Rotationsbewegung des Nockenrings in einer entgegengesetzten zweiten Drehrichtung eine synchrone Aufspannbewegung aller Belagträger bewirkt. Dabei umfasst eine Baugruppe, die als Keilträgerbaugruppe bezeichnet werden kann, einen Nockenring beziehungsweise Nachstellring, die Keilelemente und einen zwei Keilträgerhälften umfassenden Keilträger. Innerhalb der Baugruppe kann der Nockenring zur Verschleißnachstellung der Bremsbelagsegmente rotiert werden, was zu einer synchronen Zuspann- oder Aufspannbewegung der einzelnen Keile und damit der wirkverbundenen Bremsbelagsegmente führt, um eine Konstanthaltung des Lüftspiels zu ermöglichen. Die Baugruppe und insbesondere die Keilträgerhälften werden für das Aufbringen der Zuspannkraft axial verschoben. Hierfür sind die Keilelemente vorgesehen, die nach dem Hub-Keil Prinzip diese axiale Bewegung in eine radiale Zuspannbewegung übersetzen. Die Trommelbremse weist einen Federring auf, der einerseits an den Belagträgern angreift und andererseits an dem Bremsträger, und der für jeden Belagträger ein oder mehrere Federelemente aufweist, welche dazu eingerichtet sind, auf den jeweiligen Bremsbelagträger eine Rückstellkraft in Richtung der Freilaufstellung aufzubringen, die den Belagträger in Richtung seiner radial inneren Freilaufposition vorspannt. Die am Anmeldetag der vorliegenden Patentanmeldung noch nicht veröffentliche deutsche Patentanmeldung 10 2023 100 166.3 beschreibt eine Fahrzeug-Trommelbremse, insbesondere für Nutzfahrzeuge, mit einem Bremsträger, einer relativ zu dem Bremsträger um eine Trommelachse drehbeweglichen Trommel mit einer umlaufend ausgebildeten inneren Reibfläche, wobei der Bremsträger innerhalb der Trommel angeordnet ist, einer Bremsbelaganordnung mit mehreren radial beweglichen Belagträgern, an denen jeweils ein Bremsbelagsegment der Reibfläche zugewandt vorgesehen ist, und einen Betätigungsring aufweist, welcher entlang der Trommelachse verschiebbar und um die Trommelachse drehbar in der Trommel angeordnet ist, wobei an dem Betätigungsring für jeden Belagträger ein Keilelement angeordnet ist, wobei die Keilelemente jeweils relativ zu dem Betätigungsring radial beweglich sind und axial am Betätigungsring gehalten werden, und jeweils in Umfangsrichtung am Bremsträger gehalten werden. Bei der Kopplung zwischen dem Keilträger und entsprechenden Betätigungskolben handelt es sich dabei um eine lose Kopplung, die weder dauerhaft kraft- noch formschlüssig ausgeführt ist. Im Detail wird ein Keilträger zwar durch den sich in Zuspannrichtung bewegenden Betätigungskolben formschlüssig erfasst und verschoben. In der Löserichtung, also bei einer der Zuspannrichtung entgegengesetzten Bewegung, liegen aber der Keilträger und die Betätigungskolben unabhängig, also mechanisch entkoppelt, vor. Um den Keilträger nun in eine Ausgangs- und/oder Ruheposition rückstellen zu können, bedarf es eines Rückstellmechanismus, beispiels