DE-102024132359-A1 - Trommelbremse für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Nutzahrzeug
Abstract
Die Erfindung betrifft eine Trommelbremse (1) für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Nutzfahrzeug, umfassend einen Bremsträger (3), einer relativ zu dem Bremsträger (3) um eine Trommelachse (TA) drehbeweglichen Bremstrommel (2), welche eine umlaufend ausgebildete innere Reibfläche (9) aufweist, wobei der Bremsträger (3) innerhalb der Bremstrommel (2) angeordnet ist, und an diesem eine Bremsbelaganordnung (6) mit mehreren radial beweglichen jeweils ein Belagträgersegment (8) aufweisenden Belagträgern (7) angeordnet ist, wobei die Belagsträgersegmente (8) der Belagträger (7) der inneren Reibfläche (9) der Bremstrommel (2) zugewandt sind und für jeden Belagsträger an einem Keilträger (18) ein Keilelement (16) angeordnet ist und der die Keilelemente (6) tragende Keilträger (18) relativ zum Bremsträger (3) und axial beweglich ausgebildet ist, wobei jedes Keilelement (16) an einem Betätigungsring (11) gehalten ist. Bei einer Trommelbremse, mittels welcher der Keilträger gegen ein Verdrehen in Umfangsrichtung gesichert und in seiner radialen Ausdehnung eingeschränkt ist, ist eine Lagerung (22, 31) und/oder Führung (23) in und/oder am axial beweglichen Keilträger (18) ausgebildet, welche bei einer unbetätigten Bremsstellung der Trommelbremse (1) wirksam sind.
Inventors
- Artem Grig
Assignees
- ZF CV SYSTEMS EUROPE BV
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241106
Claims (13)
- Trommelbremse (1) für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Nutzfahrzeug, umfassend einen Bremsträger (3), einer relativ zu dem Bremsträger (3) um eine Trommelachse (TA) drehbeweglichen Bremstrommel (2), welche eine umlaufend ausgebildete innere Reibfläche (9) aufweist, wobei der Bremsträger (3) innerhalb der Bremstrommel (2) angeordnet ist und an diesem eine Bremsbelaganordnung (6) mit mehreren radial beweglichen jeweils ein Belagträgersegment (8) aufweisenden Belagträgern (7) angeordnet ist, wobei die Belagsträgersegmente (8) der Belagträger (7) der inneren Reibfläche (9) der Bremstrommel (2) zugewandt sind und für jeden Belagsträger (7) an einem Keilträger (18) ein Keilelement (16) angeordnet ist, und der Keilelemente (16) tragende Keilträger (18) relativ zum Bremsträger (3) und axial beweglich ausgebildet ist, wobei jedes Keilelement (16) an einem Betätigungsring (11) axial gehalten ist, dadurch gekennzeichnet , dass eine Lagerung (22, 31) und/oder Führung (23) in und/oder am axial beweglichen Keilträger (18) ausgebildet ist, welche bei einem unbetätigten Zustand der Trommelbremse (1) wirksam sind.
- Trommelbremse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Lagerung (22, 31) mehrere Lagerstellen (22) umfasst und Lagerstellen (22) zum Ausgleichen einer elastischen Verformung des Keilträgers (18) radial nach außen offen gestaltet sind.
- Trommelbremse nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass in jeder Lagerstelle (22) ein sich axial erstreckender Führungsbolzen (23) sitzt, welcher den Keilträger (18) mit dem Bremsträger (3) verbindet.
- Trommelbremse nach Anspruch 1 , 2 oder 3 , dadurch gekennzeichnet , dass jeder Führungsbolzen (23) einen in die Bremstrommel (2) hineinweisenden konisch ausgebildeten vorderen Abschnitt (23b) zur vereinfachten Betätigung der Trommelbremse (1) aufweist.
- Trommelbremse nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass sich an den konisch ausgebildeten Abschnitt (23b) des Führungsbolzens (23) ein Abschnitt (23a) zur dessen passgenauen Einbringung in die Lagerstelle (22) des Keilträgers (18) ausgebildet ist.
- Trommelbremse nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die Schnittstelle (26) zwischen dem Abschnitt (23b) zur passgenauen Einbringung des Führungsbolzens (23) und der Lagerstelle (22) des Keilträgers (18) zylindrisch ausgebildet ist.
- Trommelbremse nach einem der Ansprüche 2 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass die Länge des Führungsbolzens (23) einen vollen Hub der Trommelbremse (1) abdeckt.
- Trommelbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass ein Stutzen (12) und/oder ein Bund (28) des Bremsträgers (3) zumindest abschnittweise derart konisch ausgeformt ist, dass sich ein Spalt (27) zwischen Keilträger (18) und Stutzen (12) des Bremsträgers (3) über die Auslenkung des Keilträgers (18) vergrößert.
- Trommelbremse nach Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet , dass der die Umfangsfläche des Keilträgers (18) in axialer Richtung konisch geformt ist.
- Trommelbremse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Lagerung des Keilträgers (18) an dem Bremsträgers (3) durch rückseitig an einer Stirnfläche (29) des Keilträgers (18) ausgebildete Vorsprünge (30) erfolgt, welche in korrespondierende Aufnahmen (31) des Bremsträgers (3) axial hineinragen.
- Trommelbremse nach Anspruch 10 , dadurch gekennzeichnet , dass die Vorsprünge (30) keilförmig angeformt sind.
- Trommelbremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9 , dadurch gekennzeichnet , dass die Lagerung des Keilträgers (18) an dem Bremsträger (3) durch einen rückseitig an der Stirnfläche (29) des Keilträgers (18) ausgebildeten vorspringenden Ring erfolgt, welcher in eine korrespondierende geschlossene Nut des Bremsträgers eingreift.
- Trommelbremse nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass an den jeweiligen axialen Enden des Keilträgers (18) ein Gleitring (33) eingelassen ist und ein dazwischenliegender axialer Bereich eine kontaktlose Verformung des Keilträgers (18) erlaubt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Trommelbremse für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Nutzfahrzeug, umfassend einen Bremsträger, einer relativ zu dem Bremsträger um eine Trommelachse drehbeweglichen Bremstrommel, welche eine umlaufend ausgebildete innere Reibfläche aufweist, wobei der Bremsträger innerhalb der Bremstrommel angeordnet ist, und an diesem eine Bremsbelaganordnung mit mehreren radial beweglichen jeweils ein Belagträgersegment aufweisenden Belagträgern angeordnet ist, wobei die Belagsträgersegmente der Belagträger der inneren Reibfläche der Bremstrommel zugewandt sind und für jeden Belagsträger an einem Keilträger ein Keilelement angeordnet ist, wobei ein Keilelemente tragender Keilträger relativ zum Bremsträger und axial beweglich ausgebildet ist und jedes Keilelement in Axialrichtung an einem Betätigungsring gehalten ist. Bei an sich bekannten Trommelbremsen handelt es sich um sogenannte Reibungsbremsen, bei denen Bremsbeläge auf zylindrische Flächen einwirken. Bei der sowohl im PKW als auch in Nutzfahrzeugen am häufigsten anzutreffenden Variante werden beim Bremsvorgang die Bremsbeläge von innen an eine umlaufende Bremstrommel angedrückt. Es ist eine Trommelbremse bekannt, die einen Bremsträger und eine relativ zu dem Bremsträger um eine Trommelachse drehbewegliche Bremstrommel aufweist, wobei der Bremsträger innerhalb der Bremstrommel angeordnet ist. Die Bremstrommel besitzt eine umlaufend ausgebildete, nach innen weisende Reibfläche, welche jeweils ein Bremsbelagssegment eines radial beweglichen Belagsträgers gegenüberliegt. Mehrere Bremsbelagträger bilden eine Bremsbelagsanordnung. An dem Bremsträger ist ein Keilträger mit mehreren Keilelementen fixiert, wobei jedem Belagträger ein Keilelement zugeordnet ist, welches von mindestens einem Kopplungsmittel in Axialrichtung an einem Betätigungsring gehalten ist. Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Trommelbremse anzugeben, mittels welcher der Keilträger gegen ein Verdrehen in Umfangsrichtung gesichert und in seiner radialen Auslenkung eingeschränkt ist. Diese Aufgabe wird durch eine Trommelbremse nach Anspruch 1 gelöst. Danach umfasst eine Trommelbremse für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Nutzfahrzeug, umfassend einen Bremsträger, einer relativ zu dem Bremsträger um eine Trommelachse drehbeweglichen Bremstrommel, welche eine umlaufend ausgebildete innere Reibfläche aufweist, wobei der Bremsträger innerhalb der Bremstrommel angeordnet ist, und an diesem eine Bremsbelaganordnung mit mehreren radial beweglichen jeweils ein Belagträgersegment aufweisenden Belagträgern angeordnet ist, wobei die Belagsträgersegmente der Belagträger der inneren Reibfläche der Bremstrommel zugewandt sind und ein Keilelemente tragender Keilträger relativ zum Bremsträger und axial beweglich ausgebildet ist und jedes Keilelement in Axialrichtung an einem Betätigungsring gehalten ist, wobei eine Lagerung und/oder Führung in und/oder am axial beweglichen Keilträger ausgebildet ist, welche in einem unbetätigten Zustand der Trommelbremse wirksam sind. Unter dem unbetätigten Zustand wird eine Ruhestellung der Trommelbremse verstanden, welche den Zustand bis zur Einwirkung einer Zuspannkraft einschließt. Die Keilelemente können an den Kopplungsmitteln radial, also nach außen und innen bezogen auf die Achse der Bremstrommel abgleiten. Andererseits werden die Keilelemente durch die Kopplungsmittel an einer Relativbewegung in axialer Richtung zum Betätigungsring gehindert. Dadurch, dass die Keilelemente über den Keilträger drehstarr mit dem Bremsträger verbunden sind, sind diese folglich auch in Umfangsrichtung relativ zum Bremsträger fixiert. Somit können sich die Keilelemente nur radial relativ zum Bremsträger und zum Betätigungsring oder aber axial gemeinsam mit dem Betätigungsring relativ zum Bremsträger bewegen. Die vorgeschlagene Lagerung erlaubt eine zusätzliche Verdrehsicherung durch eine Führung in Umfangsrichtung In einer Ausgestaltung sitzt in jeder Lagerstelle ein sich axial erstreckender Führungsbolzen, welcher den Keilträger mit dem Bremsträger verbindet. Da der Keilträger im unbetätigten Zustand besonders anfällig gegen bei der Fahrt des Fahrzeuges auftretende Schwingungen und Vibrationen ist und die Gefahr besteht, dass der Keilträger radial zu weit auslenkt, wodurch die angelagerte Bremsbelaganordung unbeabsichtigt an die Bremstrommel gedrückt werden kann, wird der Keilträger durch den eine passgenaue, nicht spielfreie Lagerung des Führungsbolzens in seiner Gesamtheit an einer radial nach außen gerichteten Bewegung gehindert und somit gelagert In einer weiteren Ausgestaltung umfasst die Lagerung mehrere Lagerstellen, die zum Ausgleichen einer elastischen Verformung des Keilträgers radial nach außen offen gestaltet sind. Dadurch wird ein Verklemmen des Keilträgers infolge der elastischen Verformung vermieden und der Keilträger kann sich entsprechend in sich radial verformen. In einer weiteren Ausgestaltung weist jeder Führungsbolzen einen in die Bremstrommel hineinwei