Search

DE-102024132360-A1 - Trommelbremse für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Nutzfahrzeug

DE102024132360A1DE 102024132360 A1DE102024132360 A1DE 102024132360A1DE-102024132360-A1

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Trommelbremse (1) für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Nutzfahrzeug, umfassend eine drehbeweglich gelagerte Bremstrommel (2) mit einer umlaufend ausgebildeten inneren Reibfläche (27), welche einen relativ zu der Bremstrommel (2) beweglich angeordneten Bremsträger (3) umfasst, an dem eine Bremsbelagsanordnung (6) mit mehreren radial beweglichen jeweils ein Belagträgersegment (8) aufweisenden Belagträgern (7) angeordnet ist, wobei die Belagträgersegmente (8) der Belagträger (7) der inneren Reibfläche (27) der Bremstrommel (2) zugewandt sind und für jeden Belagsträger (7) an einem Keilträger (18) ein Keilelement (16) angeordnet ist, wobei die Keilelemente (16) mittels eines radial geführten beweglichen Stößels (10) mit dem Betätigungsring (11) in einer Wirkverbindung stehen, wobei der Stößel (10) über einen Formschluss im und oder mit dem Bremsträger (3) drehgesichert ist.

Inventors

  • Artem Grig

Assignees

  • ZF CV SYSTEMS EUROPE BV

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241106

Claims (9)

  1. Trommelbremse (1) für ein Fahrzeug, insbesondere für Nutzfahrzeuge, umfassend einen Bremsträger (3), einer relativ zu dem Bremsträger (3) um eine Trommelachse (TA) drehbeweglichen Bremstrommel (2), welche eine umlaufend ausgebildete innere Reibfläche (27) aufweist, wobei der Bremsträger (3) innerhalb der Bremstrommel (2) angeordnet ist, und an diesem eine Bremsbelaganordnung (6) mit mehreren radial beweglichen jeweils ein Belagträgersegment (8) aufweisenden Belagträgern (7) angeordnet ist, wobei die Belagsträgersegmente (8) der Belagträger (7) der inneren Reibfläche (27) der Bremstrommel (2) zugewandt sind und für jeden Belagsträger (7) an einem Keilträger (18) ein Keilelement (16) angeordnet ist, wobei die Keilelemente (16) mittels eines radial geführten beweglichen Stößels (10) mit einem Betätigungsring (11) in einer Wirkverbindung stehen, dadurch gekennzeichnet , dass der Stößel (10) über einen Formschluss im und/oder mit dem Bremsträger (3) drehgesichert ist.
  2. Trommelbremse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Stößel (10) mindestens eine Planfläche (23) aufweist, welche an einer korrespondierenden Struktur (24) des Bremsträgers (3) anliegt, wobei die Planfläche (23) derart orientiert ist, dass diese eine definierte Kontaktzone zwischen Stößel (23) und Bremsträger (3) bildet.
  3. Trommelbremse nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die mindestens eine Planfläche (23) annähernd senkrecht zu einer Grundfläche des Stößels (10) verläuft, welche mehreckig oder kreissegmentförmig oder ellipsensegmentförmig ausgebildet ist.
  4. Trommelbremse nach Anspruch 1 , 2 oder 3 , dadurch gekennzeichnet , dass in den Bremsträger (3) ein Gleitlager eingelassen ist, wobei der Formschluss zwischen dem Stößel (10) und dem Gleitlager erfolgt.
  5. Trommelbremse nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Stößel (10) innerhalb einer mit dem Bremsträger (3) verbundenen Lagerung (13) eine drehbar gelagerte Druckrolle (15) umfasst, welche auf einer Keilfläche (17) des Keilelementes (16) aufliegt und mit diesem bei Betätigung der Trommelbremse (1) einen weiteren Formschluss bildet.
  6. Trommelbremse nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die Lagerung (13) von einem von dem Bremsträger (3) axial abstehenden Absatz (22) gebildet ist.
  7. Trommelbremse nach Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet , dass der von dem Bremsträger (3) axial abstehende Absatz umlaufend geschlossen ist oder einzelne abstehende Ausleger (22)aufweist.
  8. Trommelbremse nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Keilelemente (16) eine in Axialrichtung keilförmig verlaufende erste Keilfläche (17) aufweisen, welche jeweils mit einem der Belagträger (7) zur radialen Bewegung des Belagträgers (7) in einer Wirkverbindung steht, wobei der Bremsträger (3) für jedes Keilelement (16) eine in Umfangsrichtung keilförmig verlaufende zweite Keilfläche (21) aufweist, welche ebenfalls mit dem Keilelement (16) zu dessen radialer Bewegung in einer Wirkverbindung steht.
  9. Trommelbremse nach Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet , dass die Keilelemente (16) auf einem relativ zum Bremsträger (3) drehstarr und axial geführt beweglichen Keilträger (18) angeordnet sind, wobei der Keilträger (18) jeweils Koppelmittel (19) aufweist, die das Keilelement (16) in Axialrichtung am Betätigungsring (11) halten und die Keilelemente (16) radial führen.

Description

Die Erfindung betrifft eine Trommelbremse für ein Fahrzeug, insbesondere für Nutzfahrzeuge, umfassend einen Bremsträger, einer relativ zu dem Bremsträger um eine Trommelachse drehbeweglichen Bremstrommel, welche eine umlaufend ausgebildete innere Reibfläche aufweist, wobei der Bremsträger innerhalb der Bremstrommel angeordnet ist, und an diesem eine Bremsbelaganordnung mit mehreren radial beweglichen jeweils ein Belagträgersegment aufweisenden Belagträgern angeordnet ist, wobei die Belagsträgersegmente der Belagträger der inneren Reibfläche der Bremstrommel zugewandt sind und für jeden Belagsträger an einem Keilträger ein Keilelement angeordnet ist, wobei die Keilelemente mittels eines radial geführt beweglichen Stößels mit einem Betätigungsring in einer Wirkverbindung stehen. Bei an sich bekannten Trommelbremsen handelt es sich um sogenannte Reibungsbremsen, bei denen Bremsbeläge auf zylindrische Flächen einwirken. Bei der sowohl im PKW als auch in Nutzfahrzeugen am häufigsten anzutreffende Variante werden beim Bremsvorgang die Bremsbeläge von innen an eine umlaufende Bremstrommel angedrückt. Es ist eine Trommelbremse bekannt, die einen Bremsträger und eine relativ zu dem Bremsträger um eine Trommelachse drehbewegliche Bremstrommel aufweist, wobei der Bremsträger innerhalb der Bremstrommel angeordnet ist. Die Bremstrommel besitzt eine umlaufend ausgebildete, nach innen weisende Reibfläche, welcher jeweils ein Bremsbelagssegment eines radial beweglichen Belagsträgers gegenüberliegt. Mehrere Bremsbelagssegmente bilden eine Bremsbelagsanordnung. An einem Betätigungsring, welcher entlang der Trommelachse verschiebbar und um die Trommelachse drehbar in der Bremstrommel gelagert ist, sind für jeden Belagträger ein Keilelement angeordnet. Jedes Keilelement wirkt mittels eines radial geführten beweglichen Stößel mit dem Betätigungsring zusammen. Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Trommelbremse anzugeben, mittels welcher der Stößel effektiv gegen ein Verdrehen gesichert ist. Diese Aufgabe wird durch eine Trommelbremse nach Anspruch 1 gelöst. Danach umfasst eine Trommelbremse für ein Fahrzeug, insbesondere für Nutzfahrzeuge, einen Bremsträger, eine relativ zu dem Bremsträger um eine Trommelachse drehbewegliche Bremstrommel, welche eine umlaufend ausgebildete innere Reibfläche aufweist, wobei der Bremsträger innerhalb der Bremstrommel angeordnet ist und an diesem eine Bremsbelaganordnung mit mehreren radial beweglichen jeweils ein Belagträgersegment aufweisenden Belagträgern angeordnet ist, wobei die Belagsträgersegmente der Belagträger der inneren Reibfläche der Bremstrommel zugewandt sind und für jeden Belagsträger an einem Keilträger ein Keilelement angeordnet ist, wobei die Keilelemente mittels eines radial geführt beweglichen Stößels mit einem Betätigungsring in einer Wirkverbindung stehen, wobei der Stößel über einen Formschluss im und/oder mit dem Bremsträger drehgesichert ist. Eine solche Anordnung sichert den Stößel in seiner Orientierung relativ zum Keilelement und erlaubt eine optimierte Lagerung des Stößels durch Kompensation der durch die Zuspannkraft zur Betätigung der Bremsbelagssegmente und die Lagerkraft entstehenden auf den Stößel wirkenden resultierenden Kraft. Die Verwendung kleinerer Keilwinkel führen zu einer größeren Kraftübersetzung bei der Betätigung des Betätigungsringes als große Keilwinkel, da die kleinen Keilwinkel das volle Potential des Keilelementes ausschöpfen, wodurch die Betätigungskräfte entsprechend klein gehalten werden können. Der Keilwinkel kann für jeden Anwendungsfall systemabhängig aus einer Vorspannung der Federbelastung, der auftretenden Vibrationslast und der sich aus der Oberflächenbeschaffenheit der Reibpartner ergebenden Reibwerte unter der Bedingung, dass der Keilwinkel einer Selbstsicherung zugänglich ist, bestimmt werden. In einer Alternative kann der beschriebene Formschluss zwischen dem Stößel und einem in den Bremsträger eingelassenen Gleitlager erfolgen, wobei der Formschluss zwischen dem Stößel (10) und dem Gleitlager erfolgt. In einer Ausgestaltung weist der Stößel mindestens eine Planfläche auf, welche in eine korrespondierende Struktur des Bremsträgers eingreift, wobei die Planfläche derart orientiert ist, dass diese eine definierte Kontaktzone zwischen Stößel und Bremsträger bildet. Durch die definierte Kontaktzone werden die Führungseigenschaften und die Verschleißbeständigkeit des Stößels verbessert. Die Planfläche wirkt dabei zusätzlich zu dem Verdrehschutz als Formcodierung für die Montage des Stößels, wobei eine Falschmontage zuverlässig verhindert wird. In einer weiteren Ausgestaltung verläuft die mindestens eine Planfläche annähernd senkrecht zu einer Grundfläche des Stößels, welche mehreckig oder kreissegmentförmig oder ellipsensegmentförmig ausgebildet ist. Der Stößel kann somit als seitlich abgeflachter Rundkörper oder ein Körper mit rechteckiger oder anderer vieleckiger Grundfläche ausgebildet sein. Insbesondere bei der Ausgestaltung der Grundflä