DE-102024132363-A1 - Trommelbremse für ein Fahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, und Fahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug
Abstract
Trommelbremse (100) für ein Fahrzeug (200a), insbesondere Nutzfahrzeug (200b); wobei die Trommelbremse (100) eine Bremstrommel (110) mit einer umlaufend ausgebildeten inneren Reibfläche (115), einen relativ zu der Bremstrommel (110) drehbeweglich innerhalb der Bremstrommel (110) angeordneten Bremsträger (120) und einer an dem Bremsträger (120) angeordnete Bremsbelagsanordnung (130) aufweist; die Bremsbelagsanordnung (130) eine Mehrzahl radial beweglicher Belagträger (135) aufweist, an denen jeweils ein Bremsbelagsegment (136) der Reibfläche (115) zugewandt vorgesehen ist; die Trommelbremse (100) einen Nachstellring (150) aufweist, wobei die Belagträger (135) jeweils unmittelbar mit dem gemeinsamen Nachstellring (150) derart wirkverbunden sind, dass eine Rotationsbewegung des Nachstellrings (150) eine synchrone Bewegung aller Belagträger (135) bewirkt; die Trommelbremse (100) einen ersten Aktuator (140) zum Nachstellen des Nachstellrings (150) mittels einer Rotation des Nachstellrings (150) aufweist; die Trommelbremse (100) einen ringförmig ausgebildeten zweiten Aktuator (145) zum Durchführen einer Zuspannbewegung mit einer radial ausgedehnten Stirnseite (146) aufweist; und der erste Aktuator (140) an der Stirnseite (146) des zweiten Aktuators (145) angeordnet ist.
Inventors
- Artem Grig
Assignees
- ZF CV SYSTEMS EUROPE BV
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241106
Claims (9)
- Trommelbremse (100) für ein Fahrzeug (200a), insbesondere Nutzfahrzeug (200b); wobei - die Trommelbremse (100) eine Bremstrommel (110) mit einer umlaufend ausgebildeten inneren Reibfläche (115), einen relativ zu der Bremstrommel (110) drehbeweglich innerhalb der Bremstrommel (110) angeordneten Bremsträger (120) und einer an dem Bremsträger (120) angeordnete Bremsbelagsanordnung (130) aufweist; - die Bremsbelagsanordnung (130) eine Mehrzahl radial beweglicher Belagträger (135) aufweist, an denen jeweils ein Bremsbelagsegment (136) der Reibfläche (115) zugewandt vorgesehen ist; - die Trommelbremse (100) einen Nachstellring (150) aufweist, wobei die Belagträger (135) jeweils unmittelbar mit dem gemeinsamen Nachstellring (150) derart wirkverbunden sind, dass eine Rotationsbewegung des Nachstellrings (150) eine synchrone Bewegung aller Belagträger (135) bewirkt; - die Trommelbremse (100) einen ersten Aktuator (140) zum Nachstellen des Nachstellrings (150) mittels einer Rotation des Nachstellrings (150) aufweist; - die Trommelbremse (100) einen ringförmig ausgebildeten zweiten Aktuator (145) zum Durchführen einer Zuspannbewegung und mit einer radial ausgedehnten Stirnseite (146) aufweist, dadurch gekennzeichnet , dass - der erste Aktuator (140) an der Stirnseite (146) des zweiten Aktuators (145) angeordnet ist.
- Trommelbremse (100) nach Anspruch 1 , wobei - die Trommelbremse (100) eine durch den ersten Aktuator (140) eine drehbare Antriebswelle (141) aufweist; und - die Antriebswelle (141) kraft- und/oder formschlüssig mit dem Nachstellring (150) verbunden ist.
- Trommelbremse (100) nach Anspruch 1 , wobei die Antriebswelle (141) von dem ersten Aktuator (140) separat ausgebildet ist und dazu eingerichtet ist, mit dem ersten Aktuator (140) kraft- und/oder formschlüssig verbunden zu werden.
- Trommelbremse (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei - der zweite Aktuator (145) eine Druckplatte (160) aufweist; - in der Druckplatte (160) und in der Stirnseite (146) des zweiten Aktuators (145) je eine Durchgangsöffnung (147, 161) angeordnet ist; - die Antriebswelle (141) von dem ersten Aktuator (140) durch die Durchgangsöffnungen (147, 161) zu dem Nachstellring (150) ragt.
- Trommelbremse (100) nach Anspruch 4 , wobei die Trommelbremse (100) ein Dichtungselement (148) zum Abdichten der Durchgangsöffnung (147) der Stirnseite (146) des zweiten Aktuators (145) oder zwei Dichtungselemente (148, 162) zum Abdichten der Durchgangsöffnungen (147, 161) aufweist.
- Trommelbremse (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 5 , wobei die Antriebswelle (141) sich koaxial zwischen dem ersten Aktuator (140) und dem Nachstellring (150) erstreckt.
- Trommelbremse (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Trommelbremse (100) einen Parkbremsaktuator (170) zum Betätigen einer Parkbremsfunktion mittels einer Rotation des Nachstellrings (150) aufweist; und der Parkbremsaktuator (170) an der Stirnseite (146) des zweiten Aktuators (145) angeordnet ist.
- Trommelbremse (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Stirnseite (146) fahrzeugseitig angeordnet ist.
- Fahrzeug (200a), insbesondere Nutzfahrzeug (200b), umfassend eine Trommelbremse (100) nach einem der vorherigen Ansprüche.
Description
Die vorliegende Offenbarung betrifft eine Trommelbremse für ein Fahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, und ein Fahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug. Genauer betrifft die Offenbarung Fahrzeuge, insbesondere Nutzfahrzeuge, mit einer Bremstrommel und einer umlaufend ausgebildeten inneren Reibfläche, einen relativ zu der Bremstrommel beweglich angeordneten Bremsträger und einer an dem Bremsträger angeordneten Bremsbelagsanordnung. Derartige Trommelbremsen sind allgemein bekannt. Sie werden üblicherweise in Anwendungsfällen eingesetzt, wenn ein emissionsarmer Betrieb, d.h. ein Betrieb gewünscht wird, bei dem möglichst geringe Mengen an Staub oder anderem Bremsabrieb in die Umwelt gelangen sollen. Derartige Bremsen sind auch als Zero-Emission-Trommelbremse bekannt. Trommelbremsen sind weit verbreitet im Nutzfahrzeugsektor sowie im PKW-Sektor, beispielsweise an der Hinterachse von Personenkraftfahrzeugen oder in Fahrzeugen mit Elektroantrieben, in denen aufgrund der Möglichkeit, mittels der elektrischen Maschinen regenerativ zu bremsen, im Betrieb weniger starker Gebrauch von konventionellen Reibbremsen gemacht werden muss. Die am geläufigsten anzutreffende Betätigungsform beabsichtigt dabei, die Bremsbeläge von Innen an eine umlaufende Bremstrommel anzudrücken. Diese sogenannten Innenbackenbremsen können in diversen Ausführungen ausgebildet sein. DE 10 2022 104 343 A1 offenbart eine Fahrzeug-Trommelbremse, insbesondere für Nutzfahrzeuge, mit einer Trommel mit einer umlaufend ausgebildeten inneren Reibfläche, einen relativ zu der Trommel drehbeweglich innerhalb der Trommel angeordneten Bremsträger und einer an dem Bremsträger angeordneten Bremsbelagsanordnung. Die Bremsbelagsanordnung weist eine Mehrzahl radial beweglicher Belagträger auf, an denen jeweils ein Bremsbelagsegment der Reibfläche zugewandt vorgesehen ist, wobei die Belagträger jeweils unmittelbar mit einem gemeinsamen Nockenring derart wirkverbunden sind, dass eine Rotationsbewegung des Nockenrings in einer ersten Drehrichtung eine synchrone Zuspannbewegung aller Belagträger bewirkt, und eine Rotationsbewegung des Nockenrings in einer entgegengesetzten zweiten Drehrichtung eine synchrone Aufspannbewegung aller Belagträger bewirkt. Der Bremsträger weist eine elektromotorische Antriebseinrichtung auf, welche eine Anzahl von Elektromotoren zum Antrieb des Nockenrings aufweist. Dazu weist die elektromotorische Antriebseinrichtung ein Getriebe auf, welches die Anzahl Elektromotoren mit dem Nockenring koppelt. Das Getriebe ist ein einstufiges Getriebe, insbesondere ein Stirnradgetriebe, und der Nockenring weist eine Verzahnung auf, mit welcher eine Anzahl korrespondierender Antriebsritzel in Eingriff stehen, welche wiederum jeweils drehmomentübertragend an einem der Anzahl Elektromotoren befestigt sind. Die am Anmeldetag der vorliegenden Patentanmeldung noch nicht veröffentliche deutsche Patentanmeldung 10 2023 100 166.3 beschreibt eine Fahrzeug-Trommelbremse, insbesondere für Nutzfahrzeuge, mit einem Bremsträger, einer relativ zu dem Bremsträger um eine Trommelachse drehbeweglichen Trommel mit einer umlaufend ausgebildeten inneren Reibfläche, wobei der Bremsträger innerhalb der Trommel angeordnet ist, einer Bremsbelaganordnung mit mehreren radial beweglichen Belagträgern, an denen jeweils ein Bremsbelagsegment der Reibfläche zugewandt vorgesehen ist, und einen Betätigungsring aufweist, welcher entlang der Trommelachse verschiebbar und um die Trommelachse drehbar in der Trommel angeordnet ist, wobei an dem Betätigungsring für jeden Belagträger ein Keilelement angeordnet ist, wobei die Keilelemente jeweils relativ zu dem Betätigungsring radial beweglich sind und axial am Betätigungsring gehalten werden, und jeweils in Umfangsrichtung am Bremsträger gehalten werden. Dabei umfasst eine Baugruppe, die als Keilträgerbaugruppe bezeichnet werden kann, einen Nockenring beziehungsweise Nachstellring, die Keilelemente und einen zwei Keilträgerhälften umfassenden Keilträger. Innerhalb der Baugruppe kann der Nockenring zur Verschleißnachstellung der Bremsbelagsegmente rotiert werden, was zu einer synchronen Zuspann- oder Aufspannbewegung der einzelnen Keile und damit der wirkverbundenen Bremsbelagsegmente führt, um eine Konstanthaltung des Lüftspiels zu ermöglichen. Die Baugruppe und insbesondere die Keilträgerhälften werden für das Aufbringen der Zuspannkraft axial verschoben. Hierfür sind die Keilelemente vorgesehen, die nach dem Hub-Keil Prinzip diese axiale Bewegung in eine radiale Zuspannbewegung übersetzen. Das Zusammenwirken zwischen dem Getriebe, der elektromotorischen Antriebseinrichtung, dem Betätigungsring, auch Nachstellring oder Nockenring genannt, und den Keilelemente kann der Lüftspielnachstellung und insbesondere dem Konstanthalten des Lüftspiels als Ausgleichsmaßnahme zum unvermeidbaren Belag- und Bremstrommelverschleiß durch die Nutzung der Trommelbremse dienen. Die genannten Komponenten weisen jedoch einen vergleichsweise großen radialen Bauraumbedarf a