DE-102024132365-A1 - Verfahren zum Betreiben einer Fahrerassistenzeinrichtung für ein Kraftfahrzeug, Fahrerassistenzeinrichtung für ein Kraftfahrzeug sowie Computerprogrammprodukt
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Fahrerassistenzeinrichtung für ein Kraftfahrzeug (2, 3), wobei die Fahrerassistenzeinrichtung zumindest zeitweise eine von einer Antriebseinrichtung des Kraftfahrzeugs (2, 3) bereitgestellte Antriebsleistung beeinflusst. Dabei ist vorgesehen, dass anhand wenigstens eines einen Zustand des Kraftfahrzeugs (2, 3) beschreibenden Kraftfahrzeugparameters auf das Vorliegen einer Gefahrensituation geprüft und bei einem Erkennen auf die Gefahrensituation ein eine mittels einer Positionsbestimmungseinrichtung des Kraftfahrzeugs (2, 3) bestimmte Position enthaltender Gefahreneintrag in einem Datenspeicher hinterlegt wird, und dass anhand einer Istposition des Kraftfahrzeugs (2, 3) auf das Vorliegen eines für das Kraftfahrzeug (2, 3) relevanten Gefahreneintrags in dem Datenspeicher geprüft und die von der Antriebseinrichtung des Kraftfahrzeugs (2, 3) bereitgestellte Antriebsleistung bei Vorliegen des Gefahreneintrags auf eine erste Leistung, die kleiner ist als eine Nennleistung der Antriebseinrichtung, und bei Vorliegen des Gefahreneintrags nicht oder auf eine von der ersten Leistung verschiedene zweite Leistung begrenzt wird. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Fahrerassistenzeinrichtung für ein Kraftfahrzeug (2, 3) sowie ein Computerprogrammprodukt.
Inventors
- Mamoon Nomaan
- Theresa Ruthardt
- Reimund Limbacher
Assignees
- AUDI AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241106
Claims (10)
- Verfahren zum Betreiben einer Fahrerassistenzeinrichtung für ein Kraftfahrzeug (2, 3), wobei die Fahrerassistenzeinrichtung zumindest zeitweise eine von einer Antriebseinrichtung des Kraftfahrzeugs (2, 3) bereitgestellte Antriebsleistung beeinflusst, dadurch gekennzeichnet , dass anhand wenigstens eines einen Zustand des Kraftfahrzeugs (2, 3) beschreibenden Kraftfahrzeugparameters auf das Vorliegen einer Gefahrensituation geprüft und bei einem Erkennen auf die Gefahrensituation ein eine mittels einer Positionsbestimmungseinrichtung des Kraftfahrzeugs (2, 3) bestimmte Position enthaltender Gefahreneintrag in einem Datenspeicher hinterlegt wird, und dass anhand einer Istposition des Kraftfahrzeugs (2, 3) auf das Vorliegen eines für das Kraftfahrzeug (2, 3) relevanten Gefahreneintrags in dem Datenspeicher geprüft und die von der Antriebseinrichtung des Kraftfahrzeugs (2, 3) bereitgestellte Antriebsleistung bei Vorliegen des Gefahreneintrags auf eine erste Leistung, die kleiner ist als eine Nennleistung der Antriebseinrichtung, und bei Vorliegen des Gefahreneintrags nicht oder auf eine von der ersten Leistung verschiedene zweite Leistung begrenzt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Gefahreneintrag mittels einer erste Funkverbindung unmittelbar an ein weiteres Kraftfahrzeug und/oder mittels einer zweiten Funkverbindung an eine Zentralrecheneinrichtung übertragen wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass auf das Vorliegen der Gefahrensituation und/oder auf das Vorliegen des Gefahreneintrags in dem Datenspeicher geprüft wird, wenn ein Rangierbetrieb des Kraftfahrzeugs (2, 3) vorliegt.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass als der wenigstens eine Kraftfahrzeugparameter zumindest einer der nachfolgend genannten Parameter verwendet wird: Position des Kraftfahrzeugs (2, 3), Fahrtgeschwindigkeit des Kraftfahrzeugs (2, 3), Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs (2, 3) und Beschleunigung des Kraftfahrzeugs (2, 3).
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass bei Vorliegen des Gefahreneintrags mittels einer Signaleinrichtung einem Benutzer des Kraftfahrzeugs (2, 3) ein Warnsignal angezeigt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Fahrerassistenzeinrichtung dem Benutzer des Kraftfahrzeugs (2, 3) mittels einer Anzeigeeinrichtung eine Fahrspur anzeigt, bei deren Befahren durch das Kraftfahrzeug (2, 3) die Gefahrensituation vermieden wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass bei Betätigung eines Bedienelements das Begrenzen der Antriebsleistung auf die erste Leistung beendet wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die mittels der Positionsbestimmungseinrichtung des Kraftfahrzeugs (2, 3) bestimmte Position ein Gebiet beschreibt, und/oder dass beim Prüfen auf das Vorliegen des für das Kraftfahrzeug (2, 3) relevanten Gefahreneintrags in dem Datenspeicher anhand der Istposition geprüft wird, ob für ein die Istposition aufnehmendes Gebiet in dem Datenspeicher ein Gefahreneintrag hinterlegt ist.
- Fahrerassistenzeinrichtung für ein Kraftfahrzeug (2, 3), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Fahrerassistenzeinrichtung dazu vorgesehen und ausgestaltet ist, zumindest zeitweise eine von einer Antriebseinrichtung des Kraftfahrzeugs (2, 3) bereitgestellte Antriebsleistung zu beeinflussen, dadurch gekennzeichnet , dass die Fahrerassistenzeinrichtung weiter dazu vorgesehen und ausgestaltet ist, anhand wenigstens eines einen Zustand des Kraftfahrzeugs (2, 3) beschreibenden Kraftfahrzeugparameters auf das Vorliegen einer Gefahrensituation zu prüfen und bei einem Erkennen auf die Gefahrensituation ein eine mittels einer Positionsbestimmungseinrichtung des Kraftfahrzeugs (2, 3) bestimmte Position enthaltenden Gefahreneintrag in einem Datenspeicher zu hinterlegen, und anhand einer Istposition des Kraftfahrzeugs (2, 3) auf das Vorliegen eines für das Kraftfahrzeug relevanten Gefahreneintrags in dem Datenspeicher zu prüfen und die von der Antriebseinrichtung des Kraftfahrzeugs (2, 3) bereitgestellte Antriebsleistung bei Vorliegen des Gefahreneintrags auf eine erste Leistung, die kleiner ist als eine Nennleistung der Antriebseinrichtung, und bei Nichtvorliegen des Gefahreneintrags nicht oder auf eine von der ersten Leistung verschiedene zweite Leistung zu begrenzen.
- Computerprogrammprodukt, umfassend Befehle, die bewirken, dass die Fahrerassistenzeinrichtung nach Anspruch 9 das Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 ausführt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Fahrerassistenzeinrichtung für ein Kraftfahrzeug, wobei die Fahrerassistenzeinrichtung zumindest zeitweise eine von einer Antriebseinrichtung des Kraftfahrzeugs bereitgestellte Antriebsleistung beeinflusst. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Fahrerassistenzeinrichtung für ein Kraftfahrzeug sowie ein Computerprogrammprodukt. Aus dem Stand der Technik ist zum Beispiel die Druckschrift DE 10 2022 107 910 A1 bekannt. Diese beschreibt ein Verfahren zum Steuern des Betriebs eines Fahrzeugs, wobei das Verfahren umfasst: Überwachen eines Orts und/oder eine Route des Fahrzeugs, wenn das Fahrzeug in einem ersten Betriebszustand ist; Empfangen von Kartendaten in Bezug auf ein Gebiet um den Ort und/oder um die Route; Identifizieren eines oder mehrerer Kartenattribute, die ein oder mehrere Merkmale des Gebiets angeben, auf der Grundlage der Kartendaten; Vergleichen des einen oder der mehreren Kartenattribute mit wenigstens einem Referenzattribut; und Veranlassen, dass das Fahrzeug in einen zweiten Betriebszustand eintritt, wenn das Fahrzeug in dem Gebiet ist, auf der Grundlage dessen, dass das eine oder die mehreren Kartenattribute zu dem wenigstens einen Referenzattribut passen. Weiter offenbart die Druckschrift DE 10 2013 226 611 A1 ein Verfahren zum Betreiben einer Antriebsvorrichtung, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, die mindestens ein erstes Antriebsaggregat und ein zweites Antriebsaggregat aufweist, wobei das erste Antriebsaggregat und das zweite Antriebsaggregat mittels einer Trennkupplung mechanisch miteinander wirkverbindbar sind und wobei das erste Antriebsaggregat gestartet wird, indem die Trennung mindestens teilweise geschlossen wird und somit das erste Antriebsaggregat mittels des zweiten Antriebsaggregats beschleunigt wird. Es ist vorgesehen, dass das zweite Antriebsaggregat während des Startens des ersten Antriebsaggregats drehzahlgeregelt wird. Die Druckschrift US 2011/0041802 A1 offenbart zudem ein Steuersystem für einen Motor, enthaltend ein Drehzahlfehlerbestimmungsmodul, das periodisch eine Motordrehzahlfehlerrate auf der Grundlage einer Differenz zwischen einer gemessenen Drehzahl und einer gewünschten Drehzahl des Motors bestimmt, und ein Drehmomentreservemodul, dass die Motordrehzahlfehlerrate überwacht und das selektiv eine Drehmomentreserve des Motors auf der Grundlage der Motordrehzahlfehlerrate einstellt. Das Drehmomentreservemodul hält die Drehmomentreserve auf einem vorbestimmten ersten Drehmomentreservebetrag, während die erste Motordrehzahlfehlerrate kleiner als eine vorbestimmte erste Fehlerrate ist, und erhöht selektiv die Drehmomentreserve über den ersten Drehmomentreservebetrag, wenn die Motordrehzahlfehlerrate über eine vorbestimmte zweite Fehlerrate ansteigt, die größer als die erste Fehlerrate ist. Das Drehmomentreservemodul verringert die Drehmomentreserve, wenn die Motordrehzahlfehlerrate unter die erste Fehlerrate sinkt. Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben einer Fahrerassistenzeinrichtung für ein Kraftfahrzeug vorzuschlagen, welches gegenüber bekannten Verfahren Vorteile aufweist, insbesondere eine Sicherheit eines Fahrbetriebs des Kraftfahrzeugs, vorzugsweise eines Rangierbetriebs des Kraftfahrzeugs, erhöht. Dies wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren zum Betreiben einer Fahrerassistenzeinrichtung für ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen, dass anhand wenigstens eines einen Zustand des Kraftfahrzeugs beschreibenden Kraftfahrzeugparameters auf das Vorliegen einer Gefahrensituation geprüft und bei einem Erkennen auf die Gefahrensituation ein eine mittels einer Positionsbestimmungseinrichtung des Kraftfahrzeugs bestimmte Position enthaltender Gefahreneintrag in einem Datenspeicher hinterlegt wird, und dass anhand einer Istposition des Kraftfahrzeugs auf das Vorliegen eines für das Kraftfahrzeug relevanten Gefahreneintrags in dem Datenspeicher geprüft und die von der Antriebseinrichtung des Kraftfahrzeugs bereitgestellte Antriebsleistung bei Vorliegen des Gefahreneintrags auf eine erste Leistung, die kleiner ist als eine Nennleistung der Antriebseinrichtung, und bei Nichtvorliegen des Gefahreneintrags nicht oder auf eine von der ersten Leistung verschiedene zweite Leistung begrenzt wird. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die in der Beschreibung erläuterten Ausführungsbeispiele nicht beschränkend sind; vielmehr sind beliebige Variationen der in der Beschreibung, den Ansprüchen sowie den Figuren offenbarten Merkmale realisierbar. Das Verfahren dient einem Betreiben der Fahrerassistenzeinrichtung. Die Fahrerassistenzeinrichtung beziehungsweise ein zum Durchführen des Verfahrens verwendetes Steuergerät der Fahrerassistenzeinrichtung ist vorzugsweise Bestandteil des Kraftfahrzeugs, kann jedoch selbstverständlich auch separat von diesem vor