DE-102024132380-A1 - Kfz-Innenverkleidungsteil
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Kfz-Innenverkleidungsteil (10) umfassend eine Hülle (11) mit einer als Sichtseite ausgebildeten Vorderseite (12) und einer der Vorderseite (12) gegenüberliegenden Rückseite (13), einen Träger (14) mit einer Vorderseite (15) und einer der Vorderseite (15) gegenüberliegenden Rückseite (16), wobei die Hülle (11) zumindest abschnittsweise an der Vorderseite (15) des Trägers (14) angeordnet ist, wobei zwischen Träger (14) und Hülle (11) eine Kavität (17) ausgebildet ist, wobei eine Flüssigkeit (18) in die Kavität (17) eingebracht ist, wobei in der Flüssigkeit (18) ferromagnetische Partikel und/oder Flüssigkristalle (19) enthalten sind, die in der Flüssigkeit (18) beweglich sind, wobei die Flüssigkeit (18) und die ferromagnetischen Partikel und/oder Flüssigkristalle (19) ein an der als Sichtseite ausgebildeten Vorderseite (12) der Hülle (11) sichtbares Dekor (23) ausbilden, wobei am oder im Träger (14) ein oder mehrere Leiter und/oder Spulen (20) derart angeordnet sind, dass sich die ferromagnetischen Partikel und/oder Flüssigkristalle (19) bei Bestromung der Leiter und/oder Spulen (20) in der Flüssigkeit (18) bewegen und durch die Bewegung der ferromagnetischen Partikel und/oder Flüssigkristalle (19) ein sich veränderndes Muster im Dekor (23) erzeugt wird.
Inventors
- Daniel Hoth
Assignees
- NOVEM CAR INTERIOR DESIGN GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241106
Claims (10)
- Kfz-Innenverkleidungsteil (10), umfassend eine Hülle (11) mit einer als Sichtseite ausgebildeten Vorderseite (12) und einer der Vorderseite (12) gegenüberliegenden Rückseite (13), einen Träger (14) mit einer Vorderseite (15) und einer der Vorderseite (15) gegenüberliegenden Rückseite (16), wobei die Hülle (11) zumindest abschnittsweise an der Vorderseite (15) des Trägers (14) angeordnet ist, wobei zwischen Träger (14) und Hülle (11) eine Kavität (17) ausgebildet ist, wobei eine Flüssigkeit (18) in die Kavität (17) eingebracht ist, wobei in der Flüssigkeit (18) ferromagnetische Partikel und/oder Flüssigkristalle (19) enthalten sind, die in der Flüssigkeit (18) beweglich sind, wobei die Flüssigkeit (18) und die ferromagnetischen Partikel und/oder Flüssigkristalle (19) ein an der als Sichtseite ausgebildeten Vorderseite (12) der Hülle (11) sichtbares Dekor (23) ausbilden, wobei am und/oder im Träger (14) ein oder mehrere Leiter und/oder Spulen (20) derart angeordnet sind, dass sich die ferromagnetischen Partikel und/oder Flüssigkristalle (19) bei Bestromung der Leiter und/oder Spulen (20) in der Flüssigkeit (18) bewegen und durch die Bewegung der ferromagnetischen Partikel und/oder Flüssigkristalle (19) ein sich veränderndes Muster im Dekor (23) erzeugt wird.
- Kfz-Innenverkleidungsteil (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Hülle (11) einen Rand (21) des Trägers (14) überspannt oder am Rand (21) des Trägers (14) abschließt.
- Kfz-Innenverkleidungsteil (10) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die Hülle (11) am Rand (21) des Trägers (14) und/oder mit Umbug (22) auf der Rückseite (16) des Trägers (14) befestigt ist.
- Kfz-Innenverkleidungsteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Hülle (11) transparent oder transluzent oder bereichsweise opak ist.
- Kfz-Innenverkleidungsteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Hülle (11) flüssigkeitsundurchlässig ist.
- Kfz-Innenverkleidungsteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Kavität (17) abgedichtet ist.
- Kfz-Innenverkleidungsteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Leiter und/oder Spulen (20) an der Rückseite (16) des Trägers (14) oder im Träger (14) angeordnet sind.
- Kfz-Innenverkleidungsteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Kfz-Innenverkleidungsteil (10) eine Beleuchtungsvorrichtung zur Durchleuchtung und/oder Hinterleuchtung der mit der Flüssigkeit (18) gefüllten Kavität (17) und damit des Dekors (23) aufweist.
- Kfz-Innenverkleidungsteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der oder die Leiter und/oder Spulen (20) am und/oder im Träger (14) zumindest zum Teil eine Heizeinrichtung bilden.
- Kfz-Innenverkleidungsteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Träger (14) ein Kunststoffträger ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Kfz-Innenverkleidungsteil. Als Kfz-Innenverkleidungsteile werden insbesondere Dekorteile (auch: Zierteile) und/oder Verkleidungsteile für einen Fahrzeuginnenraum verstanden. Im Fahrzeuginnenraum werden zahlreiche Kfz-Innenverkleidungsteile eingebaut, beispielsweise Türverkleidungen, Konsolen- und Instrumentenverblendungen, beispielsweise Mittelkonsolenverkleidungen. Zu den Kfz-Innenverkleidungsteilen zählen auch Bedientasten bzw. deren Abdeckungen. Als Kfz-Innenverkleidungsteile werden insbesondere auch Türverkleidungen, beispielsweise der Fahrertür, der Beifahrertür oder weiterer Türen im Kraftfahrzeug, Tischflächen im Fahrzeug, Abdeckungen, beispielsweise der Mittelkonsole, (ausfahrbare) Boards oder Tische, Sitzverkleidungen oder Sitzabdeckungen, beispielsweise des Fahrersitzes oder des Beifahrersitzes, oder Fußbodenbeläge verstanden. Ferner kann es sich bei dem Kfz-Innenverkleidungsteil auch um eine Sonnenblende und/oder einen Sichtschutz handeln, die oder der insbesondere im Bereich eines oder der Fenster des Fahrzeugs montierbar oder ein- oder aufsteckbar ist. Die meisten Oberflächen im Fahrzeuginnenraum sind statisch. Eine Veränderung von beispielsweise Farben von Dekoroberflächen wird mitunter mittels Durchleuchtung umgesetzt. Auch bekannt ist der Einsatz von Displays, die wandelbare oder dynamische Dekore zeigen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neues Kfz-Innenverkleidungsteil anzugeben, insbesondere ein neues Kfz-Innenverkleidungsteil, bei dem veränderbare und/oder dynamische Dekore darstellbar sind, insbesondere ohne hierfür Licht- oder Displayelemente einzusetzen. Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Kfz-Innenverkleidungsteil mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Das erfindungsgemäße Kfz-Innenverkleidungsteil umfasst eine Hülle mit einer als Sichtseite ausgebildeten Vorderseite und einer der Vorderseite gegenüberliegenden Rückseite, einen Träger mit einer Vorderseite und einer der Vorderseite gegenüberliegenden Rückseite, wobei die Hülle zumindest abschnittsweise an der Vorderseite des Trägers angeordnet ist, wobei zwischen Träger und Hülle eine Kavität ausgebildet ist, wobei eine Flüssigkeit in die Kavität eingebracht ist, wobei in der Flüssigkeit ferromagnetische Partikel und/oder Flüssigkristalle enthalten sind, die in der Flüssigkeit, insbesondere frei, beweglich sind, wobei die Flüssigkeit und die ferromagnetischen Partikel und/oder Flüssigkristalle ein an der als Sichtseite ausgebildeten Vorderseite der Hülle sichtbares Dekor ausbilden, wobei am oder im Träger ein oder mehrere Leiter und/oder Spulen derart angeordnet sind, dass sich die ferromagnetischen Partikel und/oder Flüssigkristalle bei Bestromung der Leiter und/oder Spulen in der Flüssigkeit bewegen und durch die Bewegung der ferromagnetischen Partikel und/oder Flüssigkristalle ein sich veränderndes Muster im Dekor erzeugt wird. Die ferromagnetischen Partikel und/oder Flüssigkristalle sind in der Flüssigkeit vorzugsweise frei beweglich oder bewegen sich in der Flüssigkeit, beispielsweise durch eine Lageänderung des Kfz-Innenverkleidungsteils. Bei Bestromung führen die Partikel und/oder Flüssigkristalle eine, insbesondere gerichtete, Zwangsbewegung durch, wodurch sich ein durch die Partikel und/oder Flüssigkristalle ausgebildetes Muster verändert. Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, dass sich verändernde Muster oder dynamische Muster erzeugt werden können, insbesondere ohne Licht- oder Displayelemente hierfür einzusetzen. Werden die Leiter und/oder Spulen von elektrischem Strom durchflossen, zeichnen die ferromagnetischen Partikel und/oder Flüssigkristalle veränderbare und/oder dynamische Muster im Dekor. Die Formulierung „an der Vorderseite“ soll nicht zwingend bedeuten, dass ein erstes Bauelement des Kfz-Innenverkleidungsteils direkt und/oder unmittelbar an der Vorderseite eines zweiten Bauelements angeordnet sein muss, wobei dies auch der Fall sein kann. Das erste Bauelement soll lediglich auf der zur Sichtseite hin orientierten Seite des jeweiligen Bauelements angeordnet sein. Es können auch weitere Schichten, insbesondere Zwischenschichten, zwischen den beiden Bauelementen angeordnet sein, so dass das erste Bauelement (lediglich) mittelbar an der Vorderseite des zweiten Bauelements angeordnet ist. Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die in die Kavität eingebrachte Flüssigkeit die Kavität vollständig füllt. Es kann vorgesehen sein, dass die Kavität segmentiert ausgebildet ist, wobei mehrere Teilkavitäten zwischen Träger und Hülle ausgebildet werden. Bevorzugt ist die Flüssigkeit in jede der Teilkavitäten eingebracht, wobei in der Flüssigkeit ferromagnetische Partikel und/oder Flüssigkristalle enthalten sind, so dass in jeder Kavität eine Flüssigkeit mit ferromagnetischen Partikeln und/oder Flüssigkristallen enthalten ist. Bevorzugt überspannt die Hülle einen Rand des Trägers. Insbesonde