DE-102024132393-A1 - Tauschteil, Tauschteil-Vorrichtung mit einem solchen Tauschteil und Verfahren zum Einsetzen eines Tauschteils
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Tauschteil (1) zum Einsetzen und Fixieren in einem Gehäuse (3), wobei an einem Grundkörper (5) des Tauschteils (1) ein Sperrsteg (7) zur Fixierung des Tauschteils (1) in dem Gehäuse (3) um eine Schwenkachse (A) schwenkbar angeordnet ist, und wobei der Sperrsteg (7) von dem Grundkörper (5) absteht.
Inventors
- Eric Schumacher
Assignees
- Daimler Truck AG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241106
Claims (10)
- Tauschteil (1) zum Einsetzen und Fixieren in einem Gehäuse (3), wobei an einem Grundkörper (5) des Tauschteils (1) ein Sperrsteg (7) zur Fixierung des Tauschteils (1) in dem Gehäuse (3) um eine Schwenkachse (A) schwenkbar angeordnet ist, und wobei der Sperrsteg (7) von dem Grundkörper (5) absteht.
- Tauschteil (1) nach Anspruch 1 , wobei der Sperrsteg (7) vorspannungsfrei um die Schwenkachse (A) schwenkbar an dem Grundkörper (5) angeordnet ist.
- Tauschteil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sperrsteg (7) über ein Scharnier (20) an dem Grundkörper (5) angelenkt ist, wobei vorzugsweise das Scharnier (21) als Filmscharnier (19) oder als Gabelscharnier (22) ausgebildet ist.
- Tauschteil (1) nach Anspruch 3 , wobei der Sperrsteg (7) mit einer Rastgeometrie (23) an einer Gegen-Rastgeometrie (25) des Grundkörpers (5) verrastet ist, wobei die Rastgeometrie (23) und die Gegen-Rastgeometrie (25) gemeinsam das Scharnier (21) bilden.
- Tauschteil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Tauschteil (1) an einer ersten Stirnseite (13.1) eine Dichtung (15) zur dichten Anlage an einer Dichtungs-Gehäusewandung (39) des Gehäuses (3) aufweist, wobei der Sperrsteg (7) an einer der ersten Stirnseite (13.1) gegenüberliegenden zweiten Stirnseite (13.2) angeordnet ist.
- Tauschteil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Tauschteil (1) als Filter ausgebildet ist.
- Tauschteil (1) nach den Ansprüchen 5 und 6 , wobei sich eine strömungsdurchlässige Filterwandung (9) des Filters zwischen der ersten Stirnseite (13.1) und der zweiten Stirnseite (13.2) entlang einer Längsrichtung (L) erstreckt und vorzugsweise in Umfangsrichtung geschlossen ausgebildet ist, wobei die Filterwandung (9) insbesondere ein hohles Inneres des Grundkörpers (5) umschließt.
- Tauschteil-Vorrichtung (27), mit einem Gehäuse (3) und einem in dem Gehäuse (3) austauschbar anordenbaren Tauschteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , wobei das Gehäuse (3) eine Rastmulde (29) aufweist, wobei der Sperrsteg (7) und die Rastmulde (29) derart aufeinander abgestimmt sind, dass der Sperrsteg (7) in die Rastmulde (29) eingreifen und damit das Tauschteil (1) in dem Gehäuse (3) fixieren kann, wenn das Tauschteil (1) in dem Gehäuse (3) angeordnet ist, wobei die Rastmulde (29) vorzugsweise in einer Rast-Gehäusewandung (31) angeordnet ist.
- Tauschteil-Vorrichtung (27) nach Anspruch 8 , wobei das Gehäuse (3) eine Einströmöffnung (41) und eine Ausströmöffnung (43) für eine Fluidströmung aufweist, wobei das Tauschteil (1) derart in dem Gehäuse (3) angeordnet werden kann, dass die Fluidströmung von der Einströmöffnung (41) zu der Ausströmöffnung (43) durch das Tauschteil (1) strömt.
- Verfahren zum Einsetzen eines Tauschteils (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 in ein Gehäuse (3), insbesondere in ein Gehäuse (3) einer Tauschteil-Vorrichtung (27) nach einem der Ansprüche 8 oder 9 , wobei das Tauschteil (1) in einer parallel zu einer eine Rast-Gehäusewandung (31) und eine Dichtungs-Gehäusewandung (39) verbindenden Bodenfläche (47) des Gehäuses (3) ausgerichteten Lage in das Gehäuse (3) eingesetzt wird, wobei der Sperrsteg (7) in einer eingedrehten Drehstellung an der Rast-Gehäusewandung (31) entlang geführt wird, wobei das Tauschteil (1) - insbesondere nach Anschlag an der Bodenfläche (47) - in Richtung der Dichtungs-Gehäusewandung (39) verschoben wird, und wobei der Sperrsteg (7) in eine Sperrstellung gedreht und in eine Rastmulde (29) der Rast-Gehäusewandung (31) eingeführt wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Tauschteil, eine Tauschteil-Vorrichtung mit einem Gehäuse und einem in dem Gehäuse austauschbar anordenbaren Tauschteil, sowie ein Verfahren zum Einsetzen eines Tauschteils in ein Gehäuse. Derartige Tauschteile sind dazu ausgelegt, in ein Gehäuse eingesetzt und aus diesem - nach einem vorbestimmten Wechselintervall oder bedarfsweise - wieder entnommen zu werden. Beispielsweise kann es sich bei einem solchen Tauschteil um einen Filter handeln, der entweder in regelmäßigen Zeitabständen oder abhängig von einer tatsächlichen Beladung gewechselt wird. Typischerweise werden derartige Tauschteile in einer kombinierten translatorischen und rotatorischen Einlegebewegung in das Gehäuse eingeführt und in der letzten Phase dieser Bewegung in ihre Endlage geschwenkt, wobei ein in der Einlegebewegung vorgespannter Sicherheitsmechanismus an einem Rasterker des Gehäuses einrastet, um das Tauschteil in dem Gehäuse zu sichern. Zur Entnahme des Tauschteils wird der Sicherheitsmechanismus manuell von dem Rasterker gelöst. Diese Ausgestaltung ist in zweierlei Hinsicht problematisch: Zum einen besteht die Gefahr, dass eine Dichtung des Tauschteils aufgrund des rotatorischen Anteils der Einlegebewegung verkantet, wobei sie beschädigt werden oder ihren korrekten Sitz in der vorbestimmten Endlage nicht erreichen kann; zum anderen steht der Rasterker ungünstig in das Innere des Gehäuses vor, wo er eine Störgeometrie bildet, die beispielsweise ein zu filterndes Medium in seiner Strömung behindern kann. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Tauschteil, eine Tauschteil-Vorrichtung mit einem Gehäuse und einem in dem Gehäuse austauschbar anordenbaren Tauschteil, sowie ein Verfahren zum Einsetzen eines Tauschteils in ein Gehäuse zu schaffen, wobei die genannten Nachteile zumindest teilweise vermieden, vorzugsweise vermieden sind. Die Aufgabe wird gelöst, indem die vorliegende technische Lehre bereitgestellt wird, insbesondere die Lehre der unabhängigen Ansprüche sowie der in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung offenbarten bevorzugten Ausführungsformen. Die Aufgabe wird insbesondere in einem ersten Aspekt gelöst, indem ein Tauschteil zum Einsetzen und Fixieren in einem Gehäuse geschaffen wird, wobei an einem Grundkörper des Tauschteils ein Sperrsteg zur Fixierung des Tauschteils in dem Gehäuse um eine Schwenkachse schwenkbar angeordnet ist, und wobei der Sperrsteg von dem Grundkörper absteht. Vorteilhaft kann der Sperrsteg - im Unterschied zu dem bekannten, in der Einlegebewegung vorgespannten Sicherheitsmechanismus - vor oder während des Einlegens um die Schwenkachse soweit verschwenkt werden, dass das Tauschteil in einer rein translatorischen Einlegebewegung, ohne Verkippen und Verkanten, in das Gehäuse eingelegt werden kann. Erreicht das Tauschteil seine vorbestimmte Endlage, kann der Sperrsteg - insbesondere manuell - in eine Sperrstellung gedreht werden, in der er das Tauschteil in dem Gehäuse sichert. Zur Entnahme kann der Sperrsteg wiederum - ebenfalls insbesondere manuell - aus der Sperrstellung herausgedreht werden, wobei das Tauschteil bevorzugt wiederum in einer rein translatorischen Entnahmebewegung aus dem Gehäuse entnommen werden kann. Auf diese Weise wird vorteilhaft ein Verkanten einer Dichtung des Tauschteils vermieden, sodass diese unbeschädigt aus ihrer dichtenden Endlage entfernt werden kann. Alternativ oder zusätzlich bedarf es zur Sicherung des Sperrstegs, insbesondere zur Bereitstellung der Sperrstellung, keines in das Gehäuse vorstehenden Rasterkers, sodass das Gehäuse frei ist von einer Störgeometrie und/oder einen vorteilhaft kleinen Bauraum aufweist. Wird das Tauschteil zumindest bereichsweise durch Aufschäumen hergestellt, ergibt sich als ein weiterer Vorteil, dass es senkrecht aus einem Aufschäumwerkzeug entnommen werden kann. In einer Ausführungsform weist die Einlegebewegung des Tauschteil eine erste translatorische Komponente und eine zweite translatorische Komponente auf, wobei die zweite translatorische Komponente vorzugsweise senkrecht auf der ersten translatorischen Komponente steht, und wobei die zweite translatorische Komponente der ersten translatorischen Komponente zeitlich nachfolgt. Die Komponenten bilden also keine überlagerte Bewegung, sondern werden zeitlich nacheinander verwirklicht. Insbesondere wird das Tauschteil zunächst entlang einer ersten Richtung in das Gehäuse eingelegt und anschließend entlang einer zweiten, insbesondere auf der ersten Richtung senkrecht stehenden Richtung, in seine Endlage verschoben. Dabei ist die Einlegebewegung bevorzugt frei von jeglicher rotatorischen Komponente, insbesondere wird das Tauschteil nicht gedreht oder verkippt. Die Schwenkachse erstreckt sich bevorzugt senkrecht zu einer Längsrichtung des Tauschteils. Unter einer Längsrichtung des Tauschteils wird dabei in bevorzugter Weise die Richtung einer längsten Erstreckung oder Ausdehnung des Tauschteils verstanden. Der Sperrsteg ist insbesondere in einer S