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DE-102024132397-A1 - Gestricktes Oberteil mit integral gestricktem Element

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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Oberteil (1) für einen Schuh, umfassend einen gestrickten Hauptteil (2), wobei der Hauptteil (2) angepasst ist, um mindestens einen Teil eines Hohlraums zum Aufnehmen eines Fußes eines Trägers des Schuhs zu bilden; eine gestrickte Lasche (3); und einen gestrickten Übergangsteil (4), der die Lasche (3) mit dem Hauptteil (2) verbindet, wobei der Hauptteil (2), die Lasche (3) und der Übergangsteil (4) eine einheitliche Strickkonstruktion bilden, und wobei der Übergangsteil (4) eine unterschiedliche Strickstruktur und/oder ein unterschiedliches Garn und/oder eine unterschiedliche Garnkombination und/oder eine unterschiedliche Garnplatzierung im Vergleich zum Hauptteil (2) und/oder zur Lasche (3) umfasst.

Inventors

  • Florin Filipescu
  • Claudiu Popescu
  • Stefan Tamm
  • Annika KLAAS

Assignees

  • ADIDAS AG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241106

Claims (20)

  1. Oberteil (1) für einen Schuh, umfassend: a. einen gestrickten Hauptteil (2), wobei der Hauptteil (2) angepasst ist, um mindestens einen Teil eines Hohlraums zum Aufnehmen eines Fußes eines Trägers des Schuhs zu bilden; b. eine gestrickte Lasche (3); und c. einen gestrickten Übergangsteil (4), der die Lasche (3) mit dem Hauptteil (2) verbindet, d. wobei der Hauptteil (2), die Lasche (3) und der Übergangsteil (4) eine einheitliche Strickkonstruktion bilden, und e. wobei der Übergangsteil (4) eine unterschiedliche Strickstruktur und/oder ein unterschiedliches Garn und/oder eine unterschiedliche Garnkombination und/oder eine unterschiedliche Garnplatzierung im Vergleich zum Hauptteil (2) und/oder zur Lasche (3) umfasst.
  2. Oberteil (1) nach Anspruch 1 , wobei die Strickstruktur des Übergangsteils (4) eine erste Schicht und eine zweite Schicht umfasst, die die erste Schicht überlappt, und wobei die erste Schicht eine unterschiedliche Anzahl von Reihen im Vergleich zur zweiten Schicht umfasst.
  3. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2 , wobei der Übergangsteil (4) mindestens eine Reihe umfasst, die eine Vielzahl von Schlaufen umfasst, von denen die Mehrheit vorderseitige Schlaufen sind, und mindestens eine andere Reihe, die eine Vielzahl von Schlaufen umfasst, von denen die Mehrheit rückseitige Schlaufen sind.
  4. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 - 3 , wobei die Strickstruktur des Übergangsteils (4) eine einschichtige Struktur ist.
  5. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 - 4 , wobei der Übergangsteil (4) ein erstes Garn umfasst, wobei sich das erste Garn von einem zweiten Garn des Hauptteils (2) und/oder der Lasche (3) unterscheidet.
  6. Oberteil (1) nach Anspruch 5 , wobei das erste Garn elastischer als das zweite Garn ist.
  7. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 5 oder 6 , wobei das erste Garn eine andere Farbe als das zweite Garn umfasst.
  8. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 - 7 , wobei der Übergangsteil (4) eine vorderseitige Schicht und eine rückseitige Schicht umfasst und wobei die vorderseitige Schicht ein elastischeres Garn als die rückseitige Schicht umfasst oder die rückseitige Schicht ein elastischeres Garn als die vorderseitige Schicht umfasst.
  9. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 - 8 , wobei die Lasche (3) an einem Zungenabschnitt des Oberteils (1) derart angeordnet ist, dass sie dazu ausgelegt ist, mindestens einen Abschnitt der Zunge zu bedecken, oder wobei die Lasche (3) an einem Fersenabschnitt des Oberteils (1) angeordnet ist.
  10. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 - 8 , wobei die Lasche (3) in einem Schnürsenkelbereich des Oberteils (1) derart angeordnet ist, dass sie dazu ausgelegt ist, den Schnürsenkelbereich zu verstärken.
  11. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 - 10 , wobei die Lasche (3) derart gefaltet ist, dass die Lasche (3) und ein Abschnitt des Hauptteils (2) des Oberteils (1) einen Hohlraum bilden.
  12. Oberteil (1) nach Anspruch 11 , wobei eine Polsterung und/oder Verstärkung in dem Hohlraum angeordnet ist.
  13. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 - 12 , wobei die Lasche (3) eine Jacquard-Strickstruktur umfasst.
  14. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 - 13 , wobei die Lasche (3) ein Stretchgarn umfasst.
  15. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 - 14 , wobei der Übergangsteil (4) mindestens ein Garn umfasst, das auch im Hauptteil (2) vorhanden ist, wobei die Anzahl der Lagen dieses Garns im Übergangsteil (4) geringer ist als die Anzahl der Lagen im Hauptteil (2).
  16. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 - 15 , wobei der Hauptteil (2), der Übergangsteil (4) und die Lasche (3) in einem einzigen Strickprozess gestrickt wurden, der eine einteilige Konstruktion bildet.
  17. Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 - 16 , wobei die Lasche (3) durch teilweises Stricken gebildet wurde.
  18. Schuh, umfassend: a. ein Oberteil (1) nach einem der Ansprüche 1 - 17 ; und b. eine Sohlenstruktur, die an dem Oberteil (1) angebracht ist.
  19. Verfahren (100) zum Herstellen eines Oberteils für einen Schuh, das die folgenden Schritte umfasst: a. Stricken (110) eines Hauptteils, wobei der Hauptteil angepasst ist, um mindestens einen Teil eines Hohlraums zum Aufnehmen eines Fußes eines Trägers des Schuhs zu bilden; b. Stricken (120) einer Lasche; c. Stricken (130) eines Übergangsteils, der die Lasche mit dem Hauptteil verbindet, wobei die Schritte a., b. und c. in einem einzigen Strickprozess durchgeführt werden, und wobei der Übergangsteil eine unterschiedliche Strickstruktur und/oder ein unterschiedliches Garn und/oder eine unterschiedliche Garnkombination und/oder eine unterschiedliche Garnplatzierung im Vergleich zum Hauptteil und/oder zur Lasche umfasst.
  20. Verfahren (100) nach Anspruch 19 , wobei die Strickstruktur des Übergangsteils eine erste Schicht und eine zweite Schicht umfasst, die die erste Schicht überlappt, und wobei Schritt c. (130) das Stricken des Übergangsteils derart umfasst, dass die erste Schicht eine unterschiedliche Anzahl von Reihen im Vergleich zur zweiten Schicht umfasst.

Description

Gebiet der Erfindung Die vorliegende Erfindung betrifft ein gestricktes Oberteil für einen Schuh mit einem integral gestrickten Element und ein entsprechendes Herstellungsverfahren. Technischer Hintergrund Derzeit werden Schuhoberteile oft mit zusätzlichen Funktionen wie Dämpfung, Verstärkung oder Stützung ausgestattet, indem zusätzliche Komponenten wie Schaumstoffe, Verstärkungslagen, Zehenkappen, Fersenkappen, Ösenverstärkungen usw. auf das Oberteil aufgebracht werden. Somit sind zusätzliche Herstellungsschritte wie Schneiden, Nähen, Zementieren oder andere arbeitsintensive Arbeiten erforderlich. US 2,623,374 A betrifft eine Socke mit einem Sohlenabschnitt, einem Zehenabschnitt und einem Fersenabschnitt, die im Wesentlichen die gleiche Höhe wie die Fersenabschnitte der Schuhe aufweisen, mit denen die Socken getragen werden sollen, und eine Fersenlasche, die von der Rückseite des Fersenabschnitts der Socke nach oben vorsteht, wobei eine Faltlinie zwischen der Lasche und dem Fersenabschnitt vorgesehen ist, um die Lasche über die Außenseite des Fersenabschnitts des Schuhs nach unten zu falten. US 2,721,463 A betrifft eine gestrickte Socke, die dazu ausgelegt ist, mit niedrigen Schuhen wie Golfschuhen getragen zu werden, und dadurch im Gebrauch mit Ausnahme einer Fersenstützlasche verdeckt ist. Daher ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Oberteil für einen Schuh mit zusätzlichen Funktionen, insbesondere Dämpfung und Verstärkung, bereitzustellen, das bei seiner Herstellung kostengünstig ist. Zusammenfassung der Erfindung Diese Aufgabe wird zumindest teilweise durch ein Oberteil gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Oberteils gemäß Anspruch 19 gelöst. Somit umfasst das Oberteil für einen Schuh gemäß der Erfindung: einen gestrickten Hauptteil, wobei der Hauptteil angepasst ist, um mindestens einen Teil eines Hohlraums zum Aufnehmen eines Fußes eines Trägers des Schuhs zu bilden; eine gestrickte Lasche; einen gestrickten Übergangsteil, der die Lasche mit dem Hauptteil verbindet, wobei der Hauptteil, die Lasche und der Übergangsteil eine einheitliche Strickkonstruktion bilden, und wobei der Übergangsteil eine unterschiedliche Strickstruktur und/oder ein unterschiedliches Garn und/oder eine unterschiedliche Garnkombination und/oder eine unterschiedliche Garnplatzierung im Vergleich zum Hauptteil und/oder zur Lasche umfasst. Die Erfindung ermöglicht das Stricken des Hauptteils, des Übergangsteils und der Lasche in einem einzigen Strickprozess als eine einheitliche Strickkonstruktion, was Zeit spart und Herstellungskosten reduziert, da zusätzliche Schritte zum Befestigen der Lasche am Rest des Oberteils vermieden werden können. Die Lasche ist ein zusätzliches Funktionselement des Oberteils. Beispielsweise kann die Lasche, wie nachstehend ausführlicher beschrieben wird, als Verstärkungs- oder Dämpfungselement fungieren. Bei Bedarf können diese Funktionen in Zusammenarbeit mit zusätzlichen Elementen wie Polsterungen oder Verstärkungslagen erreicht werden. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird eine Lasche als ein Stück Strickmaterial verstanden, das entlang einer Kante durch den Übergangsteil mit dem Hauptteil verbunden ist. Die Lasche kann eine gerade Kante oder eine gekrümmte Kante umfassen. Da der Übergangsteil eine unterschiedliche Strickstruktur und/oder ein unterschiedliches Garn und/oder eine unterschiedliche Garnkombination und/oder eine unterschiedliche Garnplatzierung im Vergleich zum Hauptteil und zur Lasche umfasst, kann er als eine natürliche Faltlinie fungieren, d. h. der Übergangsteil kann so konfiguriert sein, dass sich die Lasche natürlich am Übergangsteil faltet, was wiederum Zeit und Kosten sparen könnte. Im Gegensatz dazu ist eine herkömmliche Stich- und Wendelinie in Bezug auf Dehnung und andere Eigenschaften nicht einstellbar und kann für das visuelle Erscheinungsbild schädlich sein. Der gestrickte Übergangsteil bietet im Gegensatz dazu die Freiheit, in Bezug auf Dehnung und Festigkeit eingestellt zu werden. Der Übergangsteil, wie er gemäß der vorliegenden Erfindung gebildet ist, stellt auch eine bessere Passform und einen besseren Komfort für den Träger bereit, da die Lasche dazu neigt, an der vorgesehenen Stelle zu bleiben. Beispielsweise neigt sie nicht dazu, sich zu entfalten. Andere Vorteile der vorliegenden Erfindung umfassen das Einsparen von Garn und Textilmaterial, da die unterschiedlichen Teile des Oberteils in einer einheitlichen Strickkonstruktion direkt auf der Strickmaschine in der richtigen Form zusammengestrickt werden. Der Prozess des Herstellens des Oberteils gemäß der Erfindung kann stark automatisiert sein, was weniger menschliches Eingreifen und damit verbundene Kosten erfordert. Da mehr Teile direkt auf der Strickmaschine zusammengestrickt werden, kann manuelle Arbeit reduziert werden. Im Allgemeinen führt die vorliegende Erfindung dazu, dass weniger Schneid-, Vorbereitungs- und Näharbeiten durchgeführt werden müssen. Der Pr