DE-102024132415-A1 - Lenkungsaktuator
Abstract
Ein Lenkungsaktuator (1), insbesondere für eine Hinterachslenkung eines Kraftfahrzeugs, umfasst ein Gehäuse (2) und eine hierin geführte Schubstange (3), eine zwischen der Schubstange (3) und dem Gehäuse (2) wirksame Verdrehsicherung (4), sowie ein zur Detektion der Position der Schubstange (3) vorgesehenes Längenmesssystem mit einem Sensorteil (5). Die Verdrehsicherung (4) umfasst ein Führungsteil (6), das mit einem ersten Halteteil (7) und einem zweiten Halteteil (8) integral ausgebildet ist, wobei das Führungsteil (6) mittels des ersten Halteteils (7) mit der Schubstange (3) verbunden ist und das Sensorteil (5) mittels des zweiten Halteteils (8) mit der Schubstange (3) verbunden ist.
Inventors
- Tobias Kirchgäßner
- Florian Zwosta
Assignees
- Schaeffler Technologies AG & Co. KG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241107
Claims (10)
- Lenkungsaktuator (1) eines Fahrzeugs, umfassend ein Gehäuse (2), eine Schubstange (3), die innerhalb des Gehäuses (2) axial verschiebbar gelagert ist, eine zwischen der Schubstange (3) und dem Gehäuse (2) wirksame Verdrehsicherung (4), sowie ein zur Detektion der Position der Schubstange (3) vorgesehenes Längenmesssystem, welches zumindest ein Sensorteil (5) aufweist, wobei die Verdrehsicherung (4) ein Führungsteil (6) umfasst, dadurch gekennzeichnet , dass das Führungsteil (6) integral mit einem ersten Halteteil (7) und mit einem zweiten Halteteil (8) ausgebildet ist, wobei das Führungsteil (6) mittels des ersten Halteteils (7) mit der Schubstange (3) und mittels des zweiten Halteteils (8) mit dem Sensorteil (5) verbunden ist.
- Lenkungsaktuator (1) nach dem Anspruch 1 , dessen erstes Halteteil (7) formschlüssig und/oder kraftschlüssig mit der Schubstange (3) verbunden ist.
- Lenkungsaktuator (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2 , dessen zweites Halteteil (8) formschlüssig und/oder kraftschlüssig mit dem Sensorteil (5) verbunden ist.
- Lenkungsaktuator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dessen Schubstange (3) eine erste Aufnahme (18) für das erste Halteteil (7) aufweist, das mit seinem zumindest einen Widerhaken (19) gegen eine Wandung der ersten Aufnahme (18) angefedert ist.
- Lenkungsaktuator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , dessen Sensorteil (5) eine zweite Aufnahme (20) für das zweite Halteteil (8) aufweist, das mit seinem zumindest einen Widerhaken (21) gegen eine Wandung der zweiten Aufnahme (20) angefedert ist.
- Lenkungsaktuator (1) nach dem Anspruch 1 bis 5 , dessen Führungsteil (6) die Schubstange (3) mit zwei mittels eines Stegs (9) integral verbundenen Schenkeln (10, 11) umgreift, die an ihren dem Gehäuse (2) zugewandten Seiten mit Gleitflächen (14, 15) zur Führung der Schubstange (3) entlang des Gehäuses (2) versehen ist.
- Lenkungsaktuator (1) nach Anspruch 6 , dessen Steg (9) eine der Schubstange zugewandte erste Stegseite (16) aufweist, an der das erste Halteteil (7) ausgebildet ist, und wobei der Steg (9) eine dem Sensorteil (5) zugewandte Stegseite (17) aufweist, an der das zweite Halteteil (8) ausgebildet ist.
- Lenkungsaktuator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , dessen erstes Halteteil (7) und zweites Halteteil (8) stiftförmig entlang einer gemeinsamen Achse (A) hintereinander angeordnet sind.
- Lenkungsaktuator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , dessen Verdrehsicherung (4) im Spritz- oder Gießverfahren aus spritz- oder gießfähigem Stoff einteilig hergestellt ist.
- Hinterachslenkung (22) mit einem Lenkungsaktuator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 , der eine erfindungsgemäße Verdrehsicherung (4) aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Lenkungsaktuator, insbesondere einen Lenkungsaktuator für eine Hinterachslenkung eines Fahrzeugs. Bei einer Hinterachslenkung wird durch das Einschlagen der Räder an der Hinterachse eines Fahrzeugs der Spurwinkel der Hinterräder verändert. Die Veränderung der Spurwinkel der Hinterräder trägt bei engen Kurvenfahrten oder Rangiermanövern zu einem verkleinerten Wendekreis bei. Der Lenkungsaktuator lenkt die beiden miteinander verbundenen Hinterräder. Die DE 10 2021 115 777 A1 offenbart ein Lenkgetriebe für eine Hinterachslenkung eines Fahrzeugs, aufweisend eine in einem Gehäuse axial verschiebbar gelagerte Schubstange. Zur Detektion der Lage der Schubstange ist ein Längenmesssystem vorgesehen, dessen als Sensorgeber ausgeführtes Sensorteil mit einem als Schlitten ausgeführten Teil der Schubstange verschraubt ist. Ferner ist eine Verdrehsicherung vorgesehen, die ein Verdrehen der Schubstange um ihre Längsachse verhindert. Die Verdrehsicherung weist zwischen dem Gehäuse angeordnete, als Führungselemente bezeichnete Führungsteile auf. Die Führungselemente sind an einem Schlitten angeordnet, welcher zwischen zwei Schubstangen Segmenten ausgebildet ist und mit diesen verschraubt ist. Am Schlitten ist neben der Verdrehsicherung ein Sensorteil ausgebildet, um die relative Position der Schubstange zu ermitteln. Die Führungselemente sind als Blechbiegeteile ausgeführt, sodass diese einen Abstützabschnitt aufweisen, mit dem sie am Lenkgetriebegehäuse aufliegen, und einen federelastischen Federabschnitt aufweisen, mit dem sie an der Schubstange aufliegen. Die Führungselemente sind in gegenüberliegenden Vertiefungen an der Mantelfläche der Schubstange aufgenommen. Im Gehäuse sind Ausnehmungen gebildet, an welchen die Führungselemente anliegen, sodass eine Verdrehung um die Längsachse der Schubstange nicht möglich ist. Die Komponenten der Verdrehsicherung sowie das Sensorteil und dessen Befestigungsmittel müssen einzeln zugeführt und montiert werden. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Lenkungsaktuator, insbesondere eine für eine Hinterachslenkung eines Fahrzeugs weiterzuentwickeln, der eine leichtere Montage der Verdrehsicherung ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch einen Lenkungsaktuator, insbesondere für eine Hinterachslenkung eines Fahrzeugs mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche 2 bis 10. Der Lenkungsaktuator umfasst eine an sich bekannte Grundkonzeption aus einem Gehäuse und eine in dem Gehäuse längsverschieblich geführte Schubstange. Zwischen dem Gehäuse und der Schubstange ist eine Verdrehsicherung angeordnet sowie ein zur Detektion der Schubstange vorgesehenes Längenmesssystem mit zumindest einem Sensorteil. Das Sensorteil kann als Target eines induktiven Messsystems ausgeführt sein, beispielsweise aus Aluminium oder einem magnetisierten Material. Die Verdrehsicherung weist ein Führungsteil sowie ein erstes und ein zweites Halteteil auf, wobei diese integral mit dem Führungsteil ausgebildet sind. Eine integrale Bauweise zeichnet sich dadurch aus, dass komplex gestaltete Bauteile am Stück, d.h. ohne Fügetechniken hergestellt werden. Das Führungsteil ist mittels des ersten Halteteils mit der Schubstange verbunden. Das Führungsteil ist mittels des zweiten Halteteils mit dem Sensorteil verbunden. Die Verdrehsicherung mit einer integralen Ausführung des Führungsteils mit dem ersten sowie dem zweiten Halteteil kombiniert mehrere Vorteile miteinander:- ein Verdrehen um die Längsachse der Schubstange gegenüber dem Gehäuse wird zuverlässig verhindert,- das Führungsteil kann auf einfache Weise mit der Schubstange verbunden werden,- das Sensorteil kann auf einfache Weise mit der Schubstange verbunden werden. Die integrale Ausführung hat den Vorteil, dass durch weniger Einzelteile geringere Material- und Produktionskosten sowie weniger Montageaufwand verursacht werden. Des Weiteren wird durch die Reduzierung von Verbindungsstellen und damit potenziellen Fehlerquellen die Zuverlässigkeit erhöht. Das erste Halteteil und/oder das zweite Halteteil kann als Stift, insbesondere als zylindrischer Stift, ausgebildet sein. Eine zylindrische Form kann gegenüber einer quadratischen Form vorteilhaft sein, da zylindrische Formen Druck und Kraft gleichmäßiger verteilen, was zu einer höheren Festigkeit und Stabilität eines Bauteils führen kann. Des Weiteren benötigen zylindrische Formen weniger Material, um vergleichbare Volumina oder Stabilitäten wie quadratische Formen zu erreichen. Zylindrische Formen lassen sich zudem oft einfacher und kostengünstiger Herstellen. Die Montage und Integration von Bauteilen mit zylindrischen Formen sind meist einfacher, da bei einer zylindrischen Form durch ihre Rotationssymmetrie nicht auf eine Ausrichtung geachtet werden muss. Das erste Halteteil kann formschlüssig und/oder kraftschlüssig mit der Schubstange verbunden sein, wobei durch die Verbindung des ersten Halte