DE-102024132422-A1 - VERFAHREN ZUM BELADEN VON TRANSPORTEINHEIT MIT PACKSTÜCKEN
Abstract
Beschrieben und dargestellt ist ein Verfahren zum Beladen wenigstens einer Transporteinheit (13) mit Packstücken (2). Um die Beschädigung von Packstücken infolge des Verladens der Packstücke in eine Transporteinheit zu vermieden, ist vorgesehen, dass die Packstücke (2) nacheinander mit einem optischen Scanner (7) gescannt werden, dass von einer Auswerteeinheit (11) anhand der Aufnahmen des optischen Scanners (7) von jedem Packstück (2) wenigstens ein Stabilitätsparameter ermittelt wird, dass die Auswerteeinheit (11) jedem Packstück (2) basierend auf dem wenigstens einen Stabilitätsparameter einen Stabilitätsscore zuordnet und dass die Packstücke (2) in Abhängigkeit der jeweiligen Stabilitätsscores an unterschiedliche Stellen in der wenigstens einen Transporteinheit (13) verladen werden.
Inventors
- Frank Langer
- Saira Pathan
Assignees
- DEUTSCHE POST AG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241107
Claims (16)
- Verfahren zum Beladen wenigstens einer Transporteinheit (13) mit Packstücken (2), - bei dem die Packstücke (2) nacheinander mit einem optischen Scanner (7) gescannt werden, - bei dem von einer Auswerteeinheit (11) anhand der Aufnahmen des optischen Scanners (7) von jedem Packstück (2) wenigstens ein Stabilitätsparameter ermittelt wird, - bei dem die Auswerteeinheit (11) jedem Packstück (2) basierend auf dem wenigstens einen Stabilitätsparameter einen Stabilitätsscore zuordnet und - bei dem die Packstücke (2) in Abhängigkeit der jeweiligen Stabilitätsscores an unterschiedliche Stellen in der wenigstens einen Transporteinheit (13) verladen werden.
- Verfahren nach Anspruch 1 , - bei dem die Packstücke (2) in Abhängigkeit der jeweiligen Stabilitätsscores auf unterschiedlichen Höhenniveaus (19,20,21) in der wenigstens einen Transporteinheit (13) verladen werden und - bei dem, vorzugsweise, die Packstücke (2) in Abhängigkeit der jeweiligen Stabilitätsscores wenigstens auf den unterschiedlichen Höhenniveaus (19,20,21) hoch, mittel und tief in der wenigstens einen Transporteinheit (13) verladen werden.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , - bei dem die wenigstens eine Transporteinheit (13) ein Rollbehälter, eine Gitterbox, eine Palette, eine Palette mit Wänden, eine sogenannte Wechselbrücke, LKW oder eine Unit Load Device (ULD) ist und/oder - bei dem die Packstücke (2) von einem Sechsseiten-Scanner (7) und/oder einem Linienscanner, insbesondere einem RGB-Linienscanner, und/oder einem Volumenscanner gescannt werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , - bei dem die Packstücke (2) von wenigstens einem Roboter (14) und/oder von wenigstens einer Person (15) in Abhängigkeit der jeweiligen Stabilitätsscores an unterschiedliche Stellen in der wenigstens einen Transporteinheit (13) verladen werden und - bei dem, vorzugsweise, dem Roboter (14) und/oder der Person (15) eine Information betreffend den Stabilitätsscore und/oder eine Information betreffend den anhand des Stabilitätsscores bestimmten Ort der Verladung angezeigt und/oder mitgeteilt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , - bei dem die Packstücke (2) nacheinander in einer Transportreihenfolge (4) mit dem optischen Scanner (7) gescannt werden, - bei dem die Packstücke (2) in Abhängigkeit der den Packstücken (2) zugeordneten Stabilitätsscores in eine von der Transportreihenfolge (4) abweichende Beladereihenfolge (12) gebracht und in der Beladereihenfolge (12) in die Transporteinheit (13) verladen werden und - bei dem, vorzugsweise, die Packstücke (2) in der Beladereihenfolge (12) zu dem die Packstücke (2) in die Transporteinheit (13) verladenden Roboter (14) und/oder zu der die Packstücke (2) in die Transporteinheit (13) verladenden Person (15) transportiert werden.
- Verfahren nach Anspruch 5 , - bei dem die Packstücke (2) von einer Sortiereinrichtung (6) automatisiert in Abhängigkeit der den Packstücken (2) zugeordneten Stabilitätsscores in eine von der Transportreihenfolge (4) abweichende Beladereihenfolge (12) gebracht werden und/oder - bei dem Packstücke (2) anhand des zugeordneten Stabilitätsscores als nichtstapelbar aus der Transportreihenfolge (4) und/oder der Beladungsreihenfolge (12) ausgeschleust werden und/oder - bei dem die Packstücke (2) von einer Transporteinrichtung (9) automatisiert in der Beladereihenfolge (12) zu dem die Packstücke (2) in die Transporteinheit (13) verladenden Roboter (14) und/oder zu der die Packstücke (2) in die Transporteinheit (13) verladende Person (15) transportiert werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , - bei dem von der Auswerteeinheit (11) wenigstens ein Stabilitätsparameter der Packstücke (2) in Form eines Größenparameters, insbesondere in Form einer Höhe, einer Breite und/oder einer Länge ermittelt wird und/oder - bei dem von der Auswerteeinheit (11) wenigstens ein Stabilitätsparameter der Packstücke (2) betreffend die Form und/oder der Oberfläche ermittelt wird.
- Verfahren nach Anspruch 7 , - bei dem der wenigstens eine Stabilitätsparameter einer ermittelten Packstückart und/oder einem ermittelten Verpackungsmaterial des Packstücks (2) und/oder einer Mehrlagigkeit des ermittelten Verpackungsmaterials und/oder einer Beschichtung des Verpackungsmaterials und/oder einer Feuchtigkeit des Verpackungsmaterials und/oder wenigstens einem Fleck des Verpackungsmaterials zugeordnet ist und/oder - bei dem der Stabilitätsparameter einem Logo, einem Aufkleber, einer Absender-Adresse und/oder einem Retourenlabel zugeordnet ist.
- Verfahren nach Anspruch 7 oder 8 , - bei dem der wenigstens eine Stabilitätsparameter der Art von auf dem Packstück (2) angebrachten Klebebändern und/oder der Anordnung von auf dem Packstück (2) angebrachten Klebebändern und/oder der Größe des Öffnungsbereichs des Packstücks (2) und/oder der Anordnung des Öffnungsbereichs des Packstücks (2) am Packstück (2) und/oder dem Öffnungsgrad des Öffnungsbereichs des Packstücks (2) zugeordnet ist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9 , - bei dem der wenigstens eine Stabilitätsparameter wenigstens einem Beschädigungsgrad des Packstücks (2) zugeordnet ist und - bei dem, vorzugsweise, der wenigstens eine Beschädigungsgrad der Form der Kanten des Packstücks (2) und/oder der Form der Ecken des Packstücks (2) und/oder der Form von Nähten des Packstücks (2) und/oder der Form der Oberfläche zwischen den Kanten, Ecken und/oder Nähten des Packstücks (2) zugeordnet ist.
- Verfahren nach Anspruch 10 , - bei dem der wenigstens eine Stabilitätsparameter der Form der Oberfläche, Abschabungen, Dellen, Knicke, Risse und/oder Schnitte an der Oberfläche des Packstücks (2) zugeordnet ist und/oder - bei dem der wenigstens eine Stabilitätsparameter einem Wiederverwendungskennwert des Packstücks (2) zugeordnet ist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9 , - bei dem die Auswerteeinheit wenigstens einen Stabilitätsparameter einer relativen Lage des Packstücks (2) relativ zur Form des Packstücks (2) zugordnet und - bei dem, vorzugsweise, die Auswerteeinheit jedem Packstück (2) basierend auf dem wenigstens einen Stabilitätsparameter einen richtungsabhängigen Stabilitätsscore zuordnet.
- Verfahren nach Anspruch 12 , - bei dem die Packstücke (2) in Abhängigkeit der jeweiligen richtungsabhängigen Stabilitätsscores in einer bestimmten Ausrichtung in der wenigstens einen Transporteinheit (13) verladen werden und - bei dem, vorzugsweise, dem Roboter (14) und/oder der Person (15) eine Information betreffend den richtungsabhängigen Stabilitätsscore und/oder eine Information betreffend die Ausrichtung des Packstücks (2) bei der Verladung in die Transporteinheit (13) angezeigt und/oder mitgeteilt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13 , - bei dem die Auswerteeinheit (11) wenigstens einen Stabilitätsparameter unter Verwendung einer automatisierten Mustererkennungseinheit mittels künstlicher Intelligenz ermittelt und - bei dem, vorzugsweise, die automatisierte Mustererkennungseinheit mittels einer Vielzahl von Aufnahmen von Packstücken (2) und diesen Packstücken (2) ( jeweils zugeordneten Stabilitätsinformationen, Stabilitätsparametern und/oder Stabilitätsscores zur Ermittlung von Stabilitätsparametern basierend auf den dem Anlernen zugrunde gelegten Aufnahmen von Packstücken (2) und diesen Packstücken (2) jeweils zugeordneten Stabilitätsinformationen, Stabilitätsparametern und/oder Stabilitätsscores angelernt worden ist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14 , - bei dem der Stabilitätsscore anhand des wenigstens einen Stabilitätsparameters berechnet wird, - bei dem, vorzugsweise, der wenigstens eine Stabilitätsparameter einen Wert im Wertebereich zwischen 0 und 1 aufweist, - bei dem, weiter vorzugsweise, die Stabilitätsparameter zur Berechnung des Stabilitätsscores miteinander multipliziert werden und - bei dem, insbesondere weiter bevorzugt, der Stabilitätsscore einen Wert im Wertebereich zwischen 0 und 1 aufweist.
- Verfahren nach Anspruch 14 , - bei dem reale, zufällig beschädigte Packstücke (2) und deren tatsächliche Stabilitätsparameter und/oder gezielt beschädigte Packstücke (2) und deren tatsächliche Stabilitätsparameter zum Anlernen der Mustererkennungseinheit verwendet werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beladen wenigstens einer Transporteinheit mit Packstücken. Verfahren zum Beladen von Transporteinheiten mit Packstücken sind aus unterschiedlichen Anwendungen bekannt, wobei die Transporteinheiten händisch oder unter Verwendung eines Roboters beladen werden können. Wenn die Packstücke zufällige Größen und Gewichte aufweisen und in einer zufälligen Reihenfolge in die Transporteinheiten verladen werden, wird der von den Transporteinheiten bereitgestellte Laderaum nicht immer voll ausgenutzt. Zudem kann es zu Beschädigungen von Packstücken durch die anderen, nachfolgend in dieselben Transporteinheiten geladenen Packstücke kommen. Dies ist insbesondere im Zusammenhang mit Verfahren zum Umverteilen von Packstücken in Sortierstationen, die in unterschiedlichen Ausgestaltungen bekannt sind, und bei denen die Packstücke nach einem Sortieren der Packstücke in der Sortierstation in viele meist gleichartige Transporteinheiten geladen werden, problematisch. Die Packstücke können zunächst beispielswiese in Aufbauten von Lastkraftwagen oder Anhängern angeliefert, entladen und dabei in eine Transportreihenfolge vereinzelt werden. Die Packstücke werden dann in der Transportreihenfolge gescannt, wobei ein Sortierparameter erfasst wird, nach dem die Packstücke sortiert werden. Je nach dem Sortierparameter werden die Packstücke dann auf unterschiedliche Transporteinheiten verteilt, mit denen die Packstücke dann aus der Sortierstation abtransportiert werden. In vielen Fällen handelt es sich bei diesen Transporteinheiten, anders als bei den Transporteinheiten, die in der Sortierstation entladen werden, um Rollbehälter, Gitterboxen, Paletten, Paletten mit Wänden oder Unit Load Devices (ULD). Unit Load Devices sind Paletten und Container, die zum Beladen von Flugzeugen verwendet werden und daher an die Abmessungen von Flugzeugrümpfen angepasst sind. Als Transporteinheiten kommen aber auch sogenannte Wechselbrücken, also LKW-Aufbauten mit Stützen zum Abstellen ohne Fahrgestell und zum Unterfahren mit einem Fahrgestell zum Zwecke des Aufladens in Frage, und zwar als zu beladende Transporteinheiten wie auch als in der Sortierstation zu entladende Transporteinheiten. Die Packstücke können nach dem Scannen in einem Zwischenspeicher, etwa einem Regallager oder dergleichen, bis zum Weitertransport der Packstücke zwischengespeichert werden. Aus dem Zwischenspeicher können die Packstücke dann in einer bestimmten oder beliebigen Reihenfolge entnommen werden. Um eine hohe Effizienz und eine geringe Verweilzeit der Packstücke in der Sortierstation zu erreichen, wird aber oft auf das Zwischenspeichern der Packstücke verzichtet. Die Packstücke werden mit Förderbändern oder dergleichen vom Ort des Entladens aus Transporteinheiten zum Ort des Verladens in andere Transporteinheiten gefördert und dabei sortiert. Denkbar ist beispielsweise, dass die Packstücke teilweise von einem Laufband auf ein anderes Laufband oder in eine Rutsche verschoben werden, um die Packstücke zu sortieren. Es gibt dann bedarfsweise eine Transportreihenfolge, in der die Packstücke transportiert, gescannt und einer Sortiereinrichtung zugeführt werden. Nach dem Sortieren werden die Packstücke typischerweise in unterschiedliche Transporteinheiten geladen, was bedarfsweis von einem Roboter übernommen wird. Um den in den Transporteinheiten zur Verfügung stehenden Platz effizient nutzen zu können, werden in einigen Fällen auch Größenmaße der Packstücke erfasst. Ein Beladungsalgorithmus kann dann vorgeben, wo bestimmte Packstücke in die Transporteinheiten gestapelt werden sollten, um wenig Platz zu verschenken. Unterstützend können die aktuellen Beladezustände der Transporteinheiten mit Sensoren überwacht werden. Werden die Packstücke in der Sortierstation zwischengespeichert, können die Packstücke in einer Reihenfolge aus dem Zwischenspeicher entnommen werden, in der die Packstücke platzsparend gestapelt werden können. Unabhängig davon, wie das Sortieren der Packstücke erfolgt und wie platzsparend oder zufällig die Transporteinheiten mit Packstücken beladen werden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Packstücke durch andere Packstücke in der Transporteinheit beschädigt werden. Dabei kann sich die Beschädigung nur auf die Verpackung beziehen. Dies kann in der Folge aber dennoch zu einer Beschädigung des verpackten Guts oder zu Problemen bei einer späteren Handhabung des beschädigten Packstücks führen. Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, das Verfahren der eingangs genannten und zuvor näher erläuterten Art derart auszugestalten und weiterzubilden, dass die Beschädigung von Packstücken infolge des Verladens der Packstücke in eine Transporteinheit vermieden wird. Diese Aufgabe ist gemäß Anspruch 1 gelöst durch ein Verfahren zum Beladen wenigstens einer Transporteinheit mit Packstücken,- bei dem die Packstücke nacheinander mit einem optischen Scanner gescannt werden,- bei dem von einer Auswerteeinheit anhan