DE-102024132434-A1 - Verfahren und System zur Sicherung eines Fahrzeugs nach Verlassen des Fahrzeugs
Abstract
Verfahren und System (10) zur Sicherung eines Fahrzeugs (11) nach Verlassen des Fahrzeugs, bei dem das Verlassen des Fahrzeugs durch einen Fahrzeugnutzer (12) mittels einer Steuereinrichtung (13) des Fahrzeugs detektiert wird und von der Steuereinrichtung in diesem Fall automatisch wenigstens ein vorbestimmter Fahrzeugzustand des Fahrzeugs gesteuert eingenommen wird, mehrere augenblickliche Fahrzeugzustände einschließlich des wenigstens einen vorbestimmten Fahrzeugzustands von der Steuereinrichtung sensorisch erfasst und drahtlos an ein von dem das Fahrzeug verlassenden Fahrzeugnutzer mitgeführtes mobiles Endgerät (14) übertragen werden, wo sie dem Fahrzeugnutzer angezeigt werden, wobei der Fahrzeugnutzer wahlweise wenigstens einen der an das mobile Endgerät übertragenen Fahrzeugzustände an dem mobilen Endgerät ändert und der wenigstens eine geänderte Fahrzeugzustand von dem mobilen Endgerät drahtlos an die Steuereinrichtung des Fahrzeugs übertragen wird und von der Steuereinrichtung der wenigstens eine geänderte Fahrzeugzustand des Fahrzeugs gesteuert eingenommen wird.
Inventors
- Martin Geißenhöner
Assignees
- AUDI AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241107
Claims (10)
- Verfahren zur Sicherung eines Fahrzeugs (11) nach Verlassen des Fahrzeugs (11), bei dem das Verlassen des Fahrzeugs (11) durch einen Fahrzeugnutzer (12) mittels einer Steuereinrichtung (13) des Fahrzeugs (11) detektiert wird und von der Steuereinrichtung (13) in diesem Fall automatisch wenigstens ein vorbestimmter Fahrzeugzustand des Fahrzeugs (11) gesteuert eingenommen wird, mehrere augenblickliche Fahrzeugzustände einschließlich des wenigstens einen vorbestimmten Fahrzeugzustands von der Steuereinrichtung (13) sensorisch erfasst und drahtlos an ein von dem das Fahrzeug (11) verlassenden Fahrzeugnutzer (12) mitgeführtes mobiles Endgerät (14) übertragen werden, wo sie dem Fahrzeugnutzer (12) angezeigt werden, wobei der Fahrzeugnutzer (12) wahlweise wenigstens einen der an das mobile Endgerät (14) übertragenen Fahrzeugzustände an dem mobilen Endgerät (14) ändert und der wenigstens eine geänderte Fahrzeugzustand von dem mobilen Endgerät (14) drahtlos an die Steuereinrichtung (13) des Fahrzeugs (11) übertragen wird und von der Steuereinrichtung (13) der wenigstens eine geänderte Fahrzeugzustand des Fahrzeugs (11) gesteuert eingenommen wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 , bei dem mittels eines mit der Steuereinrichtung (13) in signalübertragender Weise gekoppelten Detektionsmittels (15) vor dem Verlassen des Fahrzeugs (11) berührungslos detektiert wird, ob sich das mobile Endgerät (14) des Fahrzeugnutzers (12) im Fahrzeug (11) befindet, und nach dem Verlassen des Fahrzeugs (11) berührungslos detektiert wird, ob sich das mobile Endgerät (14) des Fahrzeugnutzers (12) nicht mehr im Fahrzeug (11) befindet, und die mehreren augenblicklichen Fahrzeugzustände einschließlich des wenigstens einen vorbestimmten Fahrzeugzustands nur in diesem Fall an das mobile Endgerät (14) übertragen werden.
- Verfahren nach Anspruch 2 , bei dem mittels des Detektionsmittels (15) basierend auf einer Ultrabreitband-Kurzstreckenfunktechnologie sowohl das mobile Endgerät (14) berührungslos detektiert als auch die augenblicklichen Fahrzeugzustände einschließlich des wenigstens einen vorbestimmten Fahrzeugzustands von der Steuereinrichtung (13) zum mobilen Endgerät (14) sowie der wenigstens eine vom Fahrzeugnutzer (12) geänderte Fahrzeugzustand vom mobilen Endgerät (14) zur Steuereinrichtung (13) berührungslos übertragen werden.
- Verfahren nach Anspruch 2 oder 3 , bei dem das Verlassen des Fahrzeugs (11) durch den Fahrzeugnutzer (12) mittels der Steuereinrichtung (13) durch Detektieren eines Verlassens des Fahrzeugs (11) des mobilen Endgeräts (14) mittels des Detektionsmittels (15) detektiert wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem dem Fahrzeugnutzer (12) im Fahrzeug (11) keine Benachrichtigung über die mehreren augenblicklichen Fahrzeugzustände einschließlich des wenigstens einen vorbestimmten Fahrzeugzustands ausgegeben wird, wenn diese an das mobile Endgerät (14) übertragen werden.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die an das mobile Endgerät (14) übertragenen Fahrzeugzustände nach der wahlweisen Änderung des wenigstens einen Fahrzeugzustands vom Fahrzeugnutzer (12) als vorbestimmte Fahrzeugzustände festgelegt und vom mobilen Endgerät (14) an die Steuereinrichtung (13) übertragen werden.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der wenigstens eine vorbestimmte Fahrzeugzustand ein gegen Wegrollen des Fahrzeugs (11) gesicherter Zustand ist.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die von der Steuereinrichtung (13) sensorisch erfassten mehreren augenblicklichen Fahrzeugzustände wenigstens Zustände des Fahrzeugs (11) aufweisen, die eine Stellung eines Zündschalters, einen Aktivierungszustand eines Verbrennungsmotors, einen Aktivierungszustand einer Feststellbremse, einen Aktivierungszustand einer Parksperre, einen Aktivierungszustand einer Innenraumbeleuchtung oder einer Scheinwerferbeleuchtung, einen Aktivierungszustand einer Klimaanlage, einen Aktivierungszustand eines Infotainmentsystems, einen Aktivierungszustand eines elektrischen Antriebsmotors und/oder einen Aktivierungszustand einer Türverriegelung betreffen.
- Verfahren nach Anspruch 8 , bei dem die mehreren augenblicklichen Fahrzeugzustände wenigstens den Aktivierungszustand der Feststellbremse und/oder den Aktivierungszustand der Parksperre aufweisen und von der Steuereinrichtung (13) automatisch die Feststellbremse und/oder die Parksperre aktiviert wird/werden, wenn der wenigstens eine vorbestimmte Fahrzeugzustand nicht als deaktivierte Feststellbremse und/oder nicht als deaktivierte Parksperre festgelegt ist und von der Steuereinrichtung (13) innerhalb einer vorbestimmbaren Zeitspanne kein geänderter Fahrzeugzustand von dem mobilen Endgerät (14) empfangen wird, der eine Deaktivierung der Feststellbremse und/oder eine Deaktivierung der Parksperre anzeigt.
- System (10) zur Sicherung eines Fahrzeugs (11) nach Verlassen des Fahrzeugs (11) durch einen Fahrzeugnutzer (12), aufweisend eine Steuereinrichtung (13) und ein mobiles Endgerät (14) des Fahrzeugnutzers (12), die jeweils eingerichtet sind, ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche auszuführen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie ein System zur Sicherung eines Fahrzeugs nach Verlassen des Fahrzeugs, das heißt wenn ein Fahrzeugnutzer, wie z. B. ein Fahrer, das Fahrzeug verlässt bzw. verlassen hat. Heutzutage sind Fahrzeuge bereits mit Funktionen ausgestattet, die das Verlassen des Fahrzeugs durch den Fahrzeugnutzer (z. B. Fahrer) erkennen können und in diesem Fall den Fahrzeugnutzer mithilfe akustischer und/oder optischer Warnmeldungen im Fahrzeug auf einen möglicherweise nicht sicheren Fahrzeugzustand (hierin auch als sicherheitsrelevanter Fahrzeugzustand bezeichnet) hinweisen. Gegebenenfalls wird zusätzlich zur Warnmeldung der nicht sichere Fahrzeugzustand abgestellt, indem ein vorbestimmter sicherheitsrelevanter Fahrzeugzustand automatisch eingenommen wird. Sicherheitsrelevante Fahrzeugzustände betreffen beispielsweise ein Wegrollen, Wegfahren oder Entladen einer Batterie des Fahrzeugs. Ein nicht sicherer Zustand des Fahrzeugs kann in den vorgenannten Beispielen durch automatisches Aktivieren einer Feststellbremse (z. B. elektrische Parkbremse, EPB), Aktivieren einer Parksperre (z. B. eines Antriebsstrangs bzw. Getriebes) bzw. Deaktivieren von elektrischen Verbrauchern im Fahrzeug abgestellt werden. Bei den vorstehend beschriebenen Systemen besteht die Gefahr, dass die Warnmeldungen zu spät ausgegeben werden, da sie erst getriggert werden, wenn der Fahrzeugnutzer schon dabei ist, das Fahrzeug zu verlassen und er die Meldungen deshalb nicht wahrnimmt. Aus CN 10385689 A ist ein Verfahren zur Fernsteuerung von Fahrzeugen bekannt, bei dem eine Meldung über einen nicht verriegelten Fahrzeugzustand an ein mobiles Endgerät, das ein Fahrzeug verlassen hat, übertragen wird und eine Verriegelung des Fahrzeugs mittels des mobilen Endgeräts veranlasst werden kann. Des Weiteren beschreibt DE 10 2014 011 607 A1 ein Verfahren zur Fernsteuerung einer Fahrzeugfunktion mittels eines mobilen Endgeräts. Das Verfahren dient zum Übermitteln einer Information einer oder mehrerer Fahrzeugfunktionen an das mobile Endgerät, wobei über ein grafisch dargestelltes Bedienelement eine Fahrzeugfunktion über das mobile Endgerät gesteuert werden kann. DE 10 2015 015 050 A1 offenbart ein Verfahren zur automatischen Übermittlung einer Nachricht, bei dem Informationen über Fahrzeugzustände an ein mobiles Endgerät übermittelt werden, wenn erkannt wurde, dass ein Fahrzeug verlassen wurde. Die aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen schaffen zwar bereits Verbesserungen hinsichtlich der Sicherung eines Fahrzeugs, nachdem dieses von einem Fahrzeugnutzer verlassen wurde, sie schränken die Nutzung des Fahrzeugs nach dem Verlassen jedoch weiterhin ein. Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, Lösungen für eine erweiterte Nutzung eines Fahrzeugs nach dem Verlassen bereitzustellen und die aus dem Stand der Technik bestehenden Nutzungsbeschränkungen wenigstens teilweise aufzuheben. Zudem soll ein sicherer Fahrzeugzustand nach dem Verlassen gewährleistet sein. Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein System mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die jeweiligen Unteransprüche. Es sei angemerkt, dass die in den Ansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale in beliebiger, technisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen. Die Beschreibung charakterisiert und spezifiziert die Erfindung insbesondere im Zusammenhang mit den Figuren zusätzlich. Es sei ferner darauf hingewiesen, dass eine hierin verwendete, zwischen zwei Merkmalen stehende und diese miteinander verknüpfende Konjunktion „und/oder“ stets so auszulegen ist, dass in einer ersten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gegenstands lediglich das erste Merkmal vorhanden sein kann, in einer zweiten Ausgestaltung lediglich das zweite Merkmal vorhanden sein kann und in einer dritten Ausgestaltung sowohl das erste als auch das zweite Merkmal vorhanden sein können. Der Begriff „etwa“ gibt hierin einen Toleranzbereich an, den der auf dem vorliegenden Gebiet tätige Fachmann als üblich ansieht. Insbesondere ist unter dem Begriff „etwa“ ein Toleranzbereich der bezogenen Größe von maximal +/-20 %, bevorzugt maximal +/-10 %, zu verstehen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Sicherung eines Fahrzeugs nach Verlassen des Fahrzeugs, bei dem das Verlassen des Fahrzeugs durch einen Fahrzeugnutzer, z. B. einen Fahrer des Fahrzeugs, mittels einer Steuereinrichtung des Fahrzeugs, insbesondere einer elektronischen Steuereinrichtung wie beispielsweise Mikroprozessor, Mikrocontroller o. ä., detektiert wird und von der Steuereinrichtung in diesem Fall, d. h. wenn das Verlassen des Fahrzeugs detektiert wurde, automatisch wenigstens ein vorbestimmter Fahrzeugzustand des Fahrzeugs gesteuert eingenommen wird. Des Weiteren werden mehrere augenblickliche Fahrzeugzustände einschließlich des wenigst