DE-102024132445-A1 - KLAPPAUTOMATIK AM ANHÄNGERKUPPLUNGSFAHRRADTRÄGER
Abstract
Offenbart ist eine Trägervorrichtung für eine Anhängerkupplung eines Fahrzeugs, umfassend zumindest einen an der Trägervorrichtung angebrachten Umgebungssensor, eine Steuereinheit und einen elektrischen Antrieb, wobei die Steuereinheit ausgerichtet ist um: Ein Abstandssignal von dem zumindest einen Umgebungssensor zu empfangen und an eine Auswerteeinheit zu übermitteln; Als Antwort auf das an die Auswerteeinheit übermittelte Abstandssignal, ein Steuersignal von der Auswerteeinheit zu empfangen, wobei das Steuersignal dazu ausgerichtet ist, eine Kollisionsgefahr zwischen der Trägervorrichtung und einem Hindernis anzuzeigen; und Aufgrund des Empfangs des Steuersignals den elektrischen Antrieb zu einem Veranlassen oder Stoppen einer etwaigen Kippbewegung der Trägervorrichtung zu veranlassen, sodass die Kollisionsgefahr zwischen der Trägervorrichtung und dem Hindernis beseitigt wird.
Inventors
- Philipp Maurer
- Markus Kohler
- Deepak Sundaran
- Gerhard Grohmann
- Dilek Kabak
Assignees
- VALEO SCHALTER UND SENSOREN GMBH
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241107
Claims (12)
- Trägervorrichtung (100) für eine Anhängerkupplung (102) eines Fahrzeugs (104), umfassend zumindest einen an der Trägervorrichtung angebrachten Umgebungssensor (106), eine Steuereinheit (108) und einen elektrischen Antrieb (110), wobei die Steuereinheit ausgerichtet ist um: - Ein Abstandssignal (114) von dem zumindest einen Umgebungssensor (106) zu empfangen (112) und an eine Auswerteeinheit (116) zu übermitteln, - Als Antwort auf das an die Auswerteeinheit übermittelte Abstandssignal, ein Steuersignal (120) von der Auswerteeinheit zu empfangen (118), wobei das Steuersignal dazu ausgerichtet ist, eine Kollisionsgefahr zwischen der Trägervorrichtung und einem Hindernis (122) anzuzeigen; und - Aufgrund des Empfangs (118) des Steuersignals (120) den elektrischen Antrieb (110) zu einem Veranlassen oder Stoppen einer etwaigen Kippbewegung (126) der Trägervorrichtung zu veranlassen (124), sodass die Kollisionsgefahr zwischen der Trägervorrichtung und dem Hindernis beseitigt wird.
- Trägervorrichtung (100) gemäß Anspruch 1 , wobei der zumindest eine Umgebungssensor (106) einen Ultraschallsensor, einen Radarsensor, einen Lidarsensor oder einen optischen Sensor umfasst, wobei der optische Sensor vorzugsweise eine Kamera umfasst.
- Trägervorrichtung (100) gemäß Anspruch 1 oder 2 , wobei das Abstandssignal (114) eine aus einem Sende- und Empfangsbetrieb des Umgebungssensors (106) resultierende Information eines Empfangssignalverlaufs (200), eine Sendesignalmodulationsinformation, eine Signalflugzeitinformation, eine Triangulationsinformation und/oder eine Signal-Phasenverschiebungsinformation umfasst.
- Trägervorrichtung (100) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei der zumindest eine Umgebungssensor (106) an einer vom Fahrzeug (104) abgewandten Seite der Trägervorrichtung angebracht ist, und wobei das Hindernis (122) insbesondere ein das Fahrzeug tragender Boden (208) oder ein hinter der Trägervorrichtung befindliches Objekt ist, und/oder wobei der zumindest eine Umgebungssensor an einer zum Fahrzeug (104) hingewandten Seite der Trägervorrichtung angebracht ist und wobei das Hindernis insbesondere eine Heckklappe (210) des Fahrzeugs ist.
- Trägervorrichtung (100) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Trägervorrichtung einen an der Anhängerkupplung (102) angebrachten starren Teil (212) und einen relativ zum starren Teil kippbaren Teil (214) aufweist, wobei die Trägervorrichtung ferner ein mit dem elektrischen Antrieb gekoppeltes, den starren Teil (212) und den kippbaren Teil (214) verbindendes Bremselement (216) aufweist, wobei die etwaige Kippbewegung (126) eine Kippbewegung des kippbaren Teils (214) der Trägervorrichtung relativ zum starren Teil (212) der Trägervorrichtung ist, und wobei das Steuersignal (120) den elektrischen Antrieb (110) unter Verwendung des Bremselements zu dem Veranlassen oder Stoppen der Kippbewegung veranlasst, und/oder wobei die Kippbewegung (126) eine schwerkraftbedingte Bewegung oder eine durch den elektrischen Antrieb (110) angetriebene Bewegung ist.
- Trägervorrichtung (100) gemäß Anspruch 5 , wobei die Verwendung des Bremselements (216) zum Stoppen der Kippbewegung (126) ein Herstellen eines Bremseingriffs (218) des Bremselements umfasst, und wobei die Verwendung des Bremselements zum Veranlassen der Kippbewegung (126) ein Lösen des Bremseingriffs (218) des Bremselements umfasst, und/oder wobei das Bremselement (216) eine Backenbremse, einen Arretierungsstift, einen Rastmechanismus, und/oder ein Schneckengetriebe umfasst.
- Trägervorrichtung (100) gemäß Anspruch 6 , wobei das Stoppen der Kippbewegung (126) durch das Herstellen des Bremseingriffs (218) des Bremselements (216) ein Herstellen eines Kontakts der Backenbremse mit dem starren Teil (212) und dem kippbaren Teil (214) der Trägervorrichtung, ein Einführen des Arretierungsstiftes in den starren und den kippbaren Teil der Trägervorrichtung, ein Einrasten eines den starren Teil und den kippbaren Teil der Trägervorrichtung verbindenden Rastelements im Rastmechanismus oder ein Aufbringen eines Drehmoments in eine der Kippbewegung (126) entgegengesetzte Richtung durch das Schneckengetriebe umfasst, und/oder wobei das Veranlassen der Kippbewegung (126) durch das Lösen des Bremseingriffs (218) des Bremselements (216) ein Entfernen des Kontakts der Backenbremse mit dem starren Teil (212) oder dem kippbaren Teil (214) der Trägervorrichtung, ein Herausziehen des Arretierungsstiftes aus dem starren Teil und dem kippbaren Teil der Trägervorrichtung, ein Lösen eines eingerasteten den starren Teil und den kippbaren Teil der Trägervorrichtung verbindenden Rastelements im Rastmechanismus oder ein Aufwenden eines Drehmoments in eine der Kippbewegung entsprechenden Richtung durch das Schneckengetriebe umfasst.
- Trägervorrichtung (100) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Trägervorrichtung ein Fahrradträger oder eine Transportbox ist.
- System (300) umfassend einer Trägervorrichtung (100) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, sowie die Auswerteeinheit (116), wobei die Auswerteeinheit in der Trägervorrichtung (100) integriert ist oder insbesondere über eine Local Interconnect Network-Schnittstelle (302) des Fahrzeugs (104) an die Trägervorrichtung gekoppelt ist.
- System (300) nach Anspruch 9 , wobei die Auswerteeinheit (116) ausgebildet ist zum: - Empfangen (112') eines Abstandssignals (114) von der Steuereinheit (108); - Auswerten (304) des Abstandssignals (114) um einen Abstandswert zwischen dem Umgebungssensor (106) und einem Hindernis (122) zu bestimmen; - Vergleichen (306) des Abstandswerts mit einem Abstandsschwellwert; und - Senden (308) des Steuersignals (120) an die Steuereinheit (108) auf Grundlage des Vergleichens (306), wenn der Abstandswert den Abstandsschwellwert unterschreitet.
- Verfahren (500) zum Betreiben einer Trägervorrichtung (100) für eine Anhängerkupplung (102) eines Fahrzeugs (104), umfassend zumindest einen an der Trägervorrichtung angebrachten Umgebungssensor (106), eine Steuereinheit (108) und einen elektrischen Antrieb (110), wobei das Verfahren (500) durch die Steuereinheit umfasst: - Empfangen (112) eines Abstandssignals (114) von dem zumindest einen Umgebungssensor und Übermitteln des Abstandssignals an eine Auswerteeinheit (116); - Als Antwort auf das an die Auswerteeinheit (116) übermittelte Abstandssignal, Empfangen (118) eines Steuersignals (120) von der Auswerteeinheit, wobei das Steuersignal dazu ausgerichtet ist, eine Kollisionsgefahr zwischen der Trägervorrichtung und einem Hindernis (122) anzuzeigen; und - Aufgrund des Empfangs des Steuersignals, Veranlassen (124) des elektrischen Antriebs (110) zu einem Veranlassen oder Stoppen einer etwaigen Kippbewegung (126) der Trägervorrichtung, sodass die Kollisionsgefahr zwischen der Trägervorrichtung und dem Hindernis beseitigt wird.
- Computerprogrammprodukt, insbesondere ein computerlesbares Speichermedium, wobei das Computerprogrammprodukt computerausführbaren Code umfasst, wobei der Code von zumindest einem Prozessor (703) eines Computersystems (702) ausführbar ist, um das Computersystem (702) zu veranlassen, das Verfahren nach Anspruch 11 auszuführen.
Description
GEBIET DER TECHNIK Die Erfindung betrifft Trägervorrichtungen, insbesondere Fahrradträger und Transportboxen, zum Anbringen an einer Anhängerkupplung eines Fahrzeugs. STAND DER TECHNIK Zum Transport von Fahrrädern oder von Transportboxen, können Trägervorrichtungen genutzt werden. Die Trägervorrichtungen können beispielsweise an einer Anhängerkupplung eines Fahrzeugs angebracht werden. Die Fahrräder können mechanisch an der Trägervorrichtung befestigt werden, beispielsweise unter Verwendung von Gurten und Schnallen. Die Position der Trägervorrichtung kann beispielsweise anhand einer Kippraste mechanisch fixiert werden. Auf diese Art fixierte Trägervorrichtungen können auch während einer Bewegung des Fahrzeugs ihre Position beibehalten, wodurch ein sicherer Transport von Fahrrädern oder Transportboxen über große Distanzen ermöglicht wird. Allerdings blockieren solche an einer Anhängerkupplung angebrachten Trägervorrichtungen gleichzeitig einen Zugriff auf einen Kofferraum des Fahrzeugs. Die Trägervorrichtungen können hierzu über mechanische Krafteinwirkungen umgeklappt werden, beispielsweise mittels Krafteinwirkung durch einen Fuß einer Person auf eine an der Trägervorrichtung befindliche Trittfläche eine Kippbewegung herbeigeführt wird. Diese Kippbewegung kippt die Trägervorrichtung in Richtung eines das Fahrzeug tragenden Bodens, und kann bis zu einem Grad maximaler Kippung durchgeführt werden. Der Grad maximaler Kippung kann beispielsweise gegeben sein, wenn die Kippung 90° beträgt. Durch eine solche mechanisch von einer Person eingeleitete Kippbewegung wird ein Öffnen einer Heckklappe des Fahrzeugs ermöglicht und der Zugriff auf den Kofferraum des Fahrzeugs ermöglicht. Bei der mechanisch durch die Person eingeleitete Kippbewegung muss jedoch die Position etwaiger Hindernisse bedacht werden, um eine Kollision zwischen der Trägervorrichtung und einem Hindernis zu vermeiden. Die etwaigen Hindernisse umfassen beispielsweise einen das Fahrzeug tragenden Boden, ein sich hinter dem Fahrzeug befindliches Objekt oder eine sich hinter dem Fahrzeug befindliche Person. Insbesondere wenn sich das Fahrzeug auf unebenem Boden, an einem Gefälle oder auf einer Rampe befindet, besteht eine Kollisionsgefahr zwischen der Trägervorrichtung und dem Boden oder der Rampe durch die Kippbewegung der Trägervorrichtung. Die Patentanmeldung EP2822098A1 offenbart beispielsweise ein Verfahren zur Konfiguration eines Anhängererkennungssystems, wobei ein Anhänger, der das Anhängererkennungssystem umfasst, über eine Anhängevorrichtung mit einem Fahrzeug, das eine Recheneinheit umfasst, verbunden ist. Das Verfahren umfasst ein Ermitteln, durch die fahrzeugintegrierte Recheneinheit, dass der Anhänger über die Anhängevorrichtung zur Datenübertragung mit dem Fahrzeug verbunden ist; ein Übertragen von Informationen über mindestens ein Attribut des Anhängers an die Recheneinheit des Fahrzeugs; ein Ermitteln von Konfigurationsdaten des Anhängererkennungssystems durch die Recheneinheit des Fahrzeugs, basierend auf den Informationen über das mindestens eine Attribut des Anhängers; Übertragen der Konfigurationsdaten des Anhängererkennungssystems von der Recheneinheit des Fahrzeugs an ein Rechensystem des Anhängers; Konfigurieren des Anhängererkennungssystems auf Basis der ermittelten Konfigurationsdaten. ZUSAMMENFASSUNG Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Trägervorrichtung für eine Anhängerkupplung eines Fahrzeugs, ein System aus der Trägervorrichtung und einer Auswerteeinheit und ein Verfahren zum Betreiben der Trägervorrichtung bereitzustellen, wobei die Trägervorrichtung ausgerichtet ist, eine Kollision zwischen der Trägervorrichtung und einem Hindernis zu vermeiden. Die der Erfindung zugrunde liegenden Aufgaben werden durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. In einem Aspekt wird eine Trägervorrichtung für eine Anhängerkupplung eines Fahrzeugs offenbart. Die Trägervorrichtung umfasst zumindest einen an der Trägervorrichtung angebrachten Umgebungssensor, eine Steuereinheit und einen elektrischen Antrieb. Die Steuereinheit ist ausgerichtet, ein Abstandssignal von dem zumindest einen Umgebungssensor zu empfangen und an eine Auswerteeinheit zu übermitteln. Weiterhin ist die Steuereinheit ausgerichtet, als Antwort auf das an die Auswerteeinheit übermittelte Abstandssignal, ein Steuersignal von der Auswerteeinheit zu empfangen, wobei das Steuersignal dazu ausgerichtet ist, eine Kollisionsgefahr zwischen der Trägervorrichtung und einem Hindernis anzuzeigen. Weiterhin ist die Steuereinheit ausgerichtet, aufgrund des Empfangs des Steuersignals den elektrischen Antrieb zu einem Veranlassen oder Stoppen einer etwaigen Kippbewegung der Trägervorrichtung zu veranlassen, sodass die Kollisionsgefahr zwischen der Trägervorrichtung und dem Hindernis beseitigt wird. Ein Vorteil der offenbarten Trägervorrichtung könnte sein, dass diese ermöglicht, eine Klappautomatik der Trägervorrichtung bereitzustellen, indem ein Abstand zu umgebend