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DE-102024132467-A1 - Verfahren zum Betreiben eines Waschautomaten und Waschautomat

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Waschautomaten mit einem Laugenbehälter (1) zur Aufnahme von Wasser, einer in dem Laugenbehälter (1) drehbar gelagerten Trommel (2) zur Aufnahme von Wäsche (4), einem Heizelement (3) zum Aufheizen des Wassers, einem Umflutungssystem zum Fördern des Wassers aus einem ersten Bereich des Lagenbehälters (1) in einen zweiten Bereich des Laugenbehälters (1) und einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung zum Steuern und/oder Regeln eines Waschprogramms, aufweisend einen Heizprozess während der Durchführung eines Waschprogramms, wobei der Wasserstand in dem Laugenbehälter (1) während des Heizprozesses derart gesteuert und/oder geregelt wird, dass gleichzeitig das sich in dem Laugenbehälter befindende Wasser mittels des Heizelements (3) geheizt und mittels des Umflutungssystems aus dem ersten Bereich des Lagenbehälters (1) in den zweiten Bereich des Laugenbehälters (1) gefördert wird. Ferner betrifft die Erfindung einen entsprechenden Waschautomaten.

Inventors

  • Jens Holtkötter
  • Dirk Sieding

Assignees

  • MIELE & CIE. KG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241107

Claims (10)

  1. Verfahren zum Betreiben eines Waschautomaten mit einem Laugenbehälter (1) zur Aufnahme von Wasser, einer in dem Laugenbehälter (1) drehbar gelagerten Trommel (2) zur Aufnahme von Wäsche (4), einem Heizelement (3) zum Aufheizen des Wassers, einem Umflutungssystem zum Fördern des Wassers aus einem ersten Bereich des Lagenbehälters (1) in einen zweiten Bereich des Laugenbehälters (1) und einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung zum Steuern und/oder Regeln eines Waschprogramms, aufweisend einen Heizprozess während der Durchführung eines Waschprogramms, wobei der Wasserstand in dem Laugenbehälter (1) während des Heizprozesses derart gesteuert und/oder geregelt wird, dass gleichzeitig das sich in dem Laugenbehälter befindende Wasser mittels des Heizelements (3) geheizt und mittels des Umflutungssystems aus dem ersten Bereich des Lagenbehälters (1) in den zweiten Bereich des Laugenbehälters (1) gefördert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Wasserstand in dem Laugenbehälter (1) in dem Heizprozess mittels Einstellen eines durch das Umflutungssystem geförderten Volumenstroms und/oder eines Drehrhythmus der Trommel (2) gesteuert und/oder geregelt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der Heizprozess folgende Schritte aufweist a) Einstellen einer 100-%-Ist-Sättigung in der sich in der Trommel (2) befindenden Wäsche (4) mittels Zuführen von Wasser in den Laugenbehälter (1), b) Zuführen von weiterem Wasser als freie Flotte, so dass ein Wasserstand des sich in dem Laugenbehälter (1) befindenden Wassers oberhalb des Heizelements (3) und unterhalb der Trommel (2) liegt, c) Drehen der Trommel (2) entsprechend einem gewählten Drehzahlprofil, d) Impulsartiges Einbringen der freien Flotte in die Wäsche (4) unter Aktivierung des Umflutungssystems, e) Deaktivieren des aktivierten Umflutungssystems, wenn ein Minimalwasserstand in dem Laugenbehälter (1) erreicht wird, wodurch sich ein dem Drehzahlprofil entsprechender spezifischer Austriebsvolumenstrom ausbildet und der Wasserstand steigt, f) Starten einer Zeitmessung in Anschluss an den Schritt e), sobald ein vorbestimmter Startwasserstand erreicht wird, g) Stoppen der Zeitmessung, sobald ein vorbestimmter Stoppwasserstand oder eine vorbestimmte zeitliche Grenze erreicht wird, h) Berechnen des spezifischen Austriebsvolumenstroms mit Hilfe eines Ergebnisses der Zeitmessung, und i) Erhöhen des berechneten spezifischen Austriebsvolumenstroms bis zu seinem Endwert, um einen kontinuierlichen Wasserstand bei gleichzeitig aktiviertem Heizelement (3) und Umflutungssystem beizubehalten.
  4. Verfahren nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass bei und/oder im Anschluss an den Schritt i) folgende Schritte durchgeführt werden: - Messen eines Ist-Drucks, - Berechnen eines Soll-Volumens und eines Ist-Volumens der freien Flotte anhand eines Soll-Drucks und des gemessenen Ist-Drucks und einer Druck-Volumen-Kennlinie, - Berechnen einer Differenz zwischen dem berechneten Ist-Volumen und dem berechneten Soll-Volumen, und - Verwenden der berechneten Differenz als Regler-Stellgröße zum Regeln einer Soll-Drehzahl der Trommel (2), bei der ein kontinuierlicher Wasserstand bei gleichzeitig aktiviertem Heizelement (3) und Umflutungssystem erreicht wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4 , gekennzeichnet durch Bestimmen einer Zeit, in der die berechnete Differenz als Regler-Stellgröße verwendet wird, anhand von Verstärkungsfaktoren eines Reglers (5), der die Soll-Drehzahl regelt.
  6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche 4 oder 5 , gekennzeichnet durch Summieren des berechneten Austriebsvolumenstroms und der Regler-Stellgröße und Durchführen einer Stellgrößenbeschränkung der Summe entsprechend einer Förderleistung des Umflutungssystems.
  7. Verfahren nach Anspruch 6 , gekennzeichnet durch Durchführen eines Antiwindups.
  8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche 3 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass der Schritt c) mit einem weiteren von dem Drehzahlprofil verschiedenen Drehzahlprofil und die Schritte d) bis g) wiederholt werden oder ein weiterer Heizprozess eingestellt wird, wenn in dem Schritt g) die Zeitmessung durch die vorbestimmte zeitliche Grenze gestoppt wird.
  9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche 4 bis 8 , dadurch gekennzeichnet , dass die Soll-Drehzahl auf Basis einer Umflutungskennlinie und des berechneten Austriebsvolumenstroms berechnet wird.
  10. Waschautomat mit einem Laugenbehälter (1) zur Aufnahme von Wasser, einer in dem Laugenbehälter (1) drehbar gelagerten Trommel (2) zur Aufnahme von Wäsche (4), einem Heizelement (3) zum Aufheizen des Wassers, einem Umflutungssystem zum Fördern des Wassers aus einem ersten Bereich des Lagenbehälters (1) in einen zweiten Bereich des Laugenbehälters (1) und einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung zum Steuern und/oder Regeln eines Waschprogramms und eines Verfahrens gemäß einem der vorangehenden Ansprüche.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Waschautomaten und einen Waschautomaten. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Waschautomaten mit einem Laugenbehälter zur Aufnahme von Wasser, einer in dem Laugenbehälter drehbar gelagerten Trommel zur Aufnahme von Wäsche, einem Heizelement zum Aufheizen des Wassers, einem Umflutungssystem zum Fördern des Wassers aus einem ersten Bereich des Lagenbehälters in einen zweiten Bereich des Laugenbehälters und einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung zum Steuern und/oder Regeln eines Waschprogramms, aufweisend einen Heizprozess während der Durchführung eines Waschprogramms, und einen entsprechend ausgebildeten Waschautomaten. Das primäre Ziel des Heizprozesses im Waschautomaten ist ein möglichst effizienter Wärmeenergietransport zwischen dem Heizelement und der Wäsche bei gleichzeitig geringem Wasseraufkommen und geringen Verbraucher-Schaltspielen. Dieser Energietransport erfolgt durch erhitzte freie Flotte. Er ist dann optimal, wenn ein kontinuierlicher Austausch zwischen gebundener und erhitzter freier Flotte entsteht. In Abhängigkeit der Waschautomatenvariante insbesondere mit oder ohne Umflutung und der notwendigen Heiztemperaturen werden bereits heute zwei unterschiedliche Verfahren eingesetzt. In der klassischen Variante wird der Wärmeenergietransport zwischen erhitzter und gebundener Flotte über hohe Wasserstände realisiert. Der Flottenaustausch erfolgt über das Saugverhalten der Wäsche. Dieses Verfahren wird grundsätzlich bei Waschautomaten ohne Umflutung eingesetzt. In Waschautomaten mit ungeregelter Umflutung erfolgt der Flottenaustausch mit der Aktivierung des Umflutungssystems. Die erhitzte freie Flotte wird über die Umflutung in die Wäsche gebracht. Dabei sinkt der Wasserstand sehr schnell, da die Pumpe des Umflutungssystems mit einem hohen Volumenstrom arbeitet und dieser nicht variiert werden kann. Dies führt wiederum dazu, dass die Gefahr eines Trockenheizens aufgrund der sich schnell ändernden Wasserstände sehr hoch ist. Es ist möglich, den Wasserstand durch ständige Wassereinläufe zu korrigieren, welches jedoch zu einem hohen Gesamtwasserverbrauch führt. Deshalb werden die Verbraucher Heizelement und Umflutungssystem immer hintereinander ein- bzw. ausgeschaltet. Dies führt allerdings zu hohen Schaltspielen und einem langen Heizprozess, da sich die Wasserstände erneut einstellen müssen. Durch die Einführung der Umflutung ist der Heizprozess im Vergleich zum klassischen Heizen mit hohen Wasserständen effizienter, weist aber eine lange Durchführung auf. Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein Verfahren zum Betreiben eines Waschautomaten und einen Waschautomaten bereitzustellen, deren Heizprozess zum Aufheizen von freier Flotte unter Verwendung eines Umflutungssystems zeiteffizienter durchführbar ist. Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und einen Waschautomaten mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen. Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen darin, dass durch das gleichzeitige Heizen und Umfluten des Wassers samt Waschmittel der Heizprozess stark verkürzt wird. Jeder Heizprozess kann dadurch im Idealfall aus nur einem Heizzyklus bestehen. Dadurch wird die Belastung der Bauteile aufgrund der geringen Schaltspiele auf ein Minimum reduziert. Dies gilt sowohl für das Heizelement als auch für die Umflutung. Neben den geschilderten Vorteilen ergeben sich durch die Zeitersparnis im Heizen weitere Vorteile im Programmablauf. Die Zeitersparnis kann im Waschprozess in eine längere Wirkphase investiert werden. Insbesondere bei hohen Temperaturen wird hierdurch ein besseres Waschergebnis erzielt. Alternativ kann ein kürzerer Programmlauf erzielt werden. Zudem können durch die geringere Bauteilbelastung konstruktive und bauteilbedingte Einsparungen getroffen werden, die die Herstellungskosten senken. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Waschautomaten mit einem Laugenbehälter zur Aufnahme von Wasser, einer in dem Laugenbehälter drehbar gelagerten Trommel zur Aufnahme von Wäsche, einem Heizelement zum Aufheizen des Wassers, einem Umflutungssystem zum Fördern des Wassers aus einem ersten Bereich des Lagenbehälters in einen zweiten Bereich des Laugenbehälters und einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung zum Steuern und/oder Regeln eines Waschprogramms, aufweisend einen Heizprozess während der Durchführung eines Waschprogramms, wobei der Wasserstand in dem Laugenbehälter während des Heizprozesses derart gesteuert und/oder geregelt wird, dass gleichzeitig das sich in dem Laugenbehälter befindende Wasser mittels des Heizelements geheizt und mittels des Umflutungssystems aus dem ersten Bereich des Lagenbehälters in den zweiten Bereich des Laugenbehälters gefördert wird. Mittels der Steuerung und/oder Regelung des