DE-102024132501-A1 - Kindersitz für einen Kraftwagen, Anordnung sowie Airbagvorrichtung
Abstract
Die Erfindung betrifft einen (2) für einen Kraftwagen, mit einem Basisteil (3), über welchen der Kindersitz (2) auf einer Sitzanlage (4) des Kraftwagens anordenbar ist, mit einer Rückenlehne (5) und mit einem Seitenteil (7), wobei wenigstens ein in Fahrzeugquerrichtung (8) nach außen von dem Seitenteil (7) abstehendes Stützelement (12), über welches der Seitenteil (7) in Fahrzeugquerrichtung (8) nach außen an einem Airbag (13) des Kraftwagens abstützbar ist.
Inventors
- Michael Leitinger
- Thomas Plank
Assignees
- BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241107
Claims (10)
- Kindersitz (2) für einen Kraftwagen, mit einem Basisteil (3), über welchen der Kindersitz (2) auf einer Sitzanlage (4) des Kraftwagens anordenbar ist, mit einer Rückenlehne (5) und mit einem Seitenteil (7), gekennzeichnet durch wenigstens ein in Fahrzeugquerrichtung (8) nach außen von dem Seitenteil (7) abstehendes Stützelement (12), über welches der Seitenteil (7) in Fahrzeugquerrichtung (8) nach außen an einem Airbag (13) des Kraftwagens abstützbar ist.
- Kindersitz (2) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass beim Abstützen des Seitenteils (7) über das Stützelement (12) an dem Airbag (13) eine Druckerhöhung in dem Airbag (13) einhergeht.
- Kindersitz (2) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass ein Beaufschlagen des Stützelements (12) von dem Airbag (13) vor einem Beaufschlagen des Seitenteils (7) von dem Airbag (13) einhergeht.
- Kindersitz (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Stützelement (12) rippenförmig ausgebildet ist.
- Kindersitz (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Stützelement (12) rund, insbesondere kugelförmig, ausgebildet ist.
- Anordnung eines Kindersitzes (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche in einem Innenraum eines Kraftwagens.
- Airbagvorrichtung (15) für einen Kraftwagen, mit einem Airbag (13), welcher aus einer Aufbewahrungsstellung in eine Schutzstellung (16) zum Rückhalten eines Kindersitzes (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 verlagerbar ist, wobei der Airbag (13) einen Beaufschlagungsbereich (14) aufweist, an welchem in der Schutzstellung das Stützelement (12) des Kindersitzes (2) abstützbar ist.
- Airbagvorrichtung (15) nach Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet , dass der Airbag (13) mehrere mit Luft befüllbare Kammern (17, 18) aufweist, wobei wenigstens eine erste der Kammern (17) von dem Beaufschlagungsbereich (14) zumindest bereichsweise begrenzt ist und ein Begrenzen wenigstens einer zweiten der Kammern (18) von dem Beaufschlagungsbereich (14) unterbleibt.
- Airbagvorrichtung (15) nach Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet , dass die erste und die zweite Kammer (17, 18) fluidisch voneinander getrennt sind.
- Airbagvorrichtung (15) nach Anspruch 8 oder 9 , gekennzeichnet durch einen Diffusor (19), über welchen die Kammern (17, 18) mit Luft befüllbar sind, wobei der Diffusor (19) zum Befüllen der ersten Kammer (17) über einen Befüllungskanal (20) unter Umgehung der zweiten Kammer (18) fluidisch mit der ersten Kammer (17) verbindbar oder verbunden ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Kindersitz für einen Kraftwagen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Anordnung gemäß dem Patentanspruch 6 sowie eine Airbagvorrichtung für einen Kraftwagen gemäß dem Patentanspruch 7. Die EP 3 337 689 B1 offenbart eine Kindersitzschutzvorrichtung mit zumindest einer Sitzschale und wenigstens einem Seitenaufprallmodul, das an einer Seite der Sitzschale angeordnet ist und zumindest dazu vorgesehen ist, seitlich auf die Sitzschale einwirkende Aufprallenergie aufzunehmen, wobei das Seitenaufprallmodul wenigstens ein Absorptionselement aufweist, das wenigstens dazu vorgesehen ist, Aufprallenergie umzuwandeln. Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Kindersitz für einen Kraftwagen, eine Anordnung eines Kindersitzes in einem Innenraum eines Kraftwagens sowie eine Airbagvorrichtung für einen Kraftwagen zu schaffen, sodass eine Sicherheit des Kraftwagens besonders erhöht werden kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Kindersitz für einen Kraftwagen mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, durch eine Anordnung eines Kindersitzes in einem Innenraum eines Kraftwagens mit den Merkmalen des Patentanspruchs 6 sowie durch eine Airbagvorrichtung für einen Kraftwagen mit den Merkmalen des Patentanspruchs 7 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche und der Beschreibung. Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft einen Kindersitz für einen Kraftwagen. Der Kraftwagen ist beispielsweise als Personenkraftwagen ausgebildet. Beispielsweise weist der Kraftwagen den Kindersitz auf. Insbesondere ist der Kindersitz in einem Innenraum des Kraftwagens anordenbar oder angeordnet. Unter dem Innenraum, welcher als Fahrzeuginnenraum bezeichnet werden kann, kann insbesondere eine Fahrgastzelle beziehungsweise ein Fahrgastraum verstanden werden. Insbesondere ist die Sitzanlage zum Sitzen für ein Kind, beispielsweise Kleinkind, in dem Kraftwagen, insbesondere in dem Innenraum, vorgesehen beziehungsweise ausgebildet. Der Kindersitz ist beispielsweise als Babyschale ausgebildet. Das in dem Kindersitz sitzende Kind sitzt beispielsweise entgegen einer Vorwärtsfahrtrichtung des Kraftwagens. In anderen Worten ist der Kindersitz beispielsweise als rückwärtsgerichteter, das heißt bezogen auf eine Fahrzeuglängsrichtung beziehungsweise eine Vorwärtsfahrtrichtung des Kraftwagens rückwärtsgerichteter, Kindersitz ausgebildet. Der Kindersitz weist wenigstens einen Basisteil auf, über welchen der Kindersitz auf einer, insbesondere separat von dem Kindersitz ausgebildeten, Sitzanlage des Kraftwagens anordenbar oder angeordnet ist, insbesondere befestigbar oder befestigt ist. Der Kindersitz kann somit, insbesondere über dem Basisteil, im Fahrzeug, das heißt in dem Kraftwagen, befestigt werden. Die Befestigung kann beispielsweise mittels Isofix und/oder mittels Gurtbefestigung erfolgen. Unter der Sitzanlage kann insbesondere ein Fahrzeugsitz verstanden werden. Insbesondere ist die Sitzanlage in dem Innenraum angeordnet. Die Sitzanlage ist beispielsweise als Fondsitzanlage, das heißt beispielsweise als hintere Sitzreihe, ausgebildet. Somit ist die Sitzanlage beispielsweise in einem Fondbereich des Kraftwagens angeordnet. Unter dem Fondbereich kann insbesondere ein in Fahrzeuglängsrichtung hinterer Bereich des Innenraums verstanden werden. Insbesondere ist die Sitzanlage zum Sitzen für wenigstens eine, insbesondere von dem Kind unterschiedliche, Person vorgesehen beziehungsweise ausgebildet. Die Person kann auch als „Fahrzeuginsasse“ bezeichnet werden. Der Basisteil weist vorzugsweise wenigstens eine zum Sitzen für das Kind vorgesehene beziehungsweise ausgebildete Sitzfläche auf, welche beispielsweise in Fahrzeughochrichtung des Kraftwagens nach oben weist. Dies bedeutet, dass das Kind auf der Sitzfläche des Basisteils sitzt oder sitzen kann. Beispielsweise umfasst der Basisteil ein Fußteil und/oder ein Beinteil zum Abstützen von Beinen und/oder Füßen des den Kindersitz nutzenden, und dabei insbesondere in dem Kindersitz sitzenden, Kindes. Ferner weist der Kindersitz wenigstens eine Rückenlehne auf, welche als Lehnenteil bezeichnet werden kann. Der Basisteil und die Rückenlehne können separat voneinander ausgebildet sein oder der Basisteil und die Rückenlehne sind einstückig miteinander ausgebildet. Die Rückenlehne ist insbesondere zum Abstützen eines Rückens des, insbesondere in dem Kindersitz sitzenden, Kindes ausgebildet. Dies bedeutet, dass die Rückenlehne beispielsweise wenigstens eine Lehnenfläche zum Abstützen des, insbesondere in dem Kindersitz sitzenden, Kindes aufweist. Somit kann mittels der Rückenlehne, insbesondere mittels der Lehnenfläche, der Rücken des in dem Kindersitz sitzenden Kindes abgestützt werden. Der Basisteil und die Rücklehne erstrecken sich vorzugsweise schräg oder senkrecht zueinander. Insbesondere erstrecken die Sitzfläche und die Lehnenfläche sich schräg oder senkrecht zueinander. Ferner weist d