DE-102024132521-A1 - Einzugsvorrichtung mit zueinander beweglichen Abdeckelementen zur Abdeckung einer Walzenausnehmung
Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einzugsvorrichtung (2) für einen Feldhäcksler. Die Einzugsvorrichtung ist zur Förderung von landwirtschaftlichem Erntegut in eine Einzugsrichtung (ER) durch einen Einzugskanal (4) ausgebildet. Die Einzugsvorrichtung umfasst eine Rahmenvorrichtung (40), die zumindest eine Seitenwandung (42) zur seitlichen Begrenzung des Einzugskanals umfasst. Die Einzugsvorrichtung umfasst zumindest zwei Einzugswalzenpaare (10, 20, 30), die zur Begrenzung des Einzugskanals jeweils ein drehbar gelagertes Oberwalzenelement (12, 22, 32), das sich seitlich durch zumindest eine Walzenausnehmung (13, 23, 33) in der Seitenwandungen (42) erstreckt, und ein drehbar gelagertes Unterwalzenelement (14, 24, 34) umfassen und die in die Einzugsrichtung (ER) versetzt zueinander angeordnet sind. Die Einzugsvorrichtung umfasst eine Lagerungsanordnung (50), die zu einer derartigen Lagerung der Obereinzugswalzen (12, 22, 32) ausgebildet ist, dass sie in eine Höhenrichtung (HR) beweglich sind. Die Einzugsvorrichtung umfasst eine Abdeckeinrichtung (60), die zumindest ein mittels der Lagerungsanordnung (50) relativ zur Rahmenvorrichtung (40) bewegliches, Abdeckelement (62, 64) zur Abdeckung der zumindest einen Walzenausnehmung (13, 23, 33) aufweist. Erfindungsgemäß umfasst die Abdeckeinrichtung (60) zumindest ein Zusatzabdeckelement (66) zur Abdeckung zumindest der zumindest einen Walzenausnehmung (13, 23, 33), das mittels der Lagerungsanordnung (50) relativ zur Rahmenvorrichtung (40) und relativ zum Abdeckelement (62, 64) beweglich gelagert ist.
Inventors
- Hendrik Evers
- Holger Ensink
Assignees
- Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co. KG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241107
Claims (16)
- Einzugsvorrichtung (2) für einen Feldhäcksler, die zur Förderung von landwirtschaftlichem Erntegut in eine Einzugsrichtung (ER) durch einen Einzugskanal (4) ausgebildet ist und - eine Rahmenvorrichtung (40), die zumindest eine Seitenwandung (42) zur seitlichen Begrenzung des Einzugskanals (4) umfasst, - zumindest zwei Einzugswalzenpaare (10, 20, 30), die zur Begrenzung des Einzugskanals jeweils ein drehbar gelagertes Oberwalzenelement (12, 22, 32), das sich seitlich durch zumindest eine Walzenausnehmung (13, 23, 33) in der Seitenwandungen (42) erstreckt, und ein drehbar gelagertes Unterwalzenelement (14, 24, 34) umfassen und die in die Einzugsrichtung (ER) versetzt zueinander angeordnet sind, - eine Lagerungsanordnung (50), die zu einer derartigen Lagerung der Oberwalzenelemente (12, 22, 32) ausgebildet ist, dass sie zu einer Variation einer Höhe des Einzugskanals (4) relativ zur Rahmenvorrichtung (40) zumindest anteilig in eine zur Einzugsrichtung (ER) angewinkelte Höhenrichtung (HR) beweglich sind, und - eine Abdeckeinrichtung (60), die zumindest ein mittels der Lagerungsanordnung (50) relativ zur Rahmenvorrichtung (40) bewegliches Abdeckelement (62, 64) zur Abdeckung zumindest eines Teils der zumindest einen Walzenausnehmung (13, 23, 33) aufweist, umfasst, dadurch gekennzeichnet , dass die Abdeckeinrichtung (60) zumindest ein Zwischenabdeckelement (66) zur Abdeckung der zumindest einen Walzenausnehmung (13, 23, 33) umfasst, das mittels der Lagerungsanordnung (50) relativ zur Rahmenvorrichtung (40) und relativ zum Abdeckelement (62, 64) beweglich gelagert ist.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lagerungsanordnung (50) zu einer Bewegung des Zwischenabdeckelementes (66) zumindest anteilig in die Höhenrichtung (HR) in Abhängigkeit von einer Bewegung zumindest eines der Oberwalzenelemente (12, 22, 32) zumindest anteilig in die Höhenrichtung (HR) ausgebildet ist.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lagerungsanordnung (50) derart zu einer Untersetzung der Bewegung des zumindest einen Oberwalzenelementes (12, 22, 32) ausgebildet ist, dass im Betrieb eine Bewegung des zumindest einen Oberwalzenelementes (12, 22, 32) um eine erste Strecke (S22) eine Bewegung des Zwischenabdeckelementes (66) um eine zweite Strecke (S66) bewirkt, die kleiner ist als die erste Strecke (S22).
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lagerungsanordnung (50) derart zur Untersetzung ausgebildet ist, dass im Betrieb die zweite Strecke (S66), um die das Zwischenabdeckelement (66) bewegt wird, größer als halb so groß ist wie die erste Strecke (S22), um die das zumindest eine Oberwalzenelement (22) sich bewegt.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lagerungsanordnung (50) zur Lagerung des Zwischenabdeckelementes (66) eine Lenkeranordnung (56) umfasst, die einen ersten Lenker (57), einen zweiten Lenker (58) und einen dritten Lenker (59) aufweist, wobei der erste Lenker (57) einenends an der Rahmenvorrichtung (40) und anderenends am zweiten Lenker (58) angeordnet ist, der dritte Lenker (59) einenends am zweiten Lenker (58) und anderenends an einem Schwingenelement (52), an dem zumindest eines der Oberwalzenelemente (12, 22, 32) drehbar gelagert ist, angeordnet ist und zwischen dem ersten Lenker (57) und dem dritten Lenker (59) das Zwischenabdeckelement (66) am zweiten Lenker (58) angeordnet ist.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Abdeckeinrichtung (60) einen Sensor zur Überwachung der Position zumindest eines Teils der Lagerungsanordnung (50), zumindest eines der Oberwalzenelemente (12, 22, 32) und/oder des Abdeckelementes (62, 64) und einen Aktor zur Einstellung der Position des Zwischenabdeckelementes (66) in Abhängigkeit von der überwachten Position aufweist.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Zwischenabdeckelement (66) zur Abdeckung einer ersten Walzenausnehmung (13), einer zweiten Walzenausnehmung (23) und insbesondere einer dritten Walzenausnehmung (33) eingerichtet ist.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Zwischenabdeckelement (66) zumindest eine derartig ausgebildete Zusatzwalzenausnehmung (65) aufweist, dass zumindest eines der Oberwalzenelemente (12, 22, 32) innerhalb der Zusatzwalzenausnehmung (65) relativ zum Zwischenabdeckelement (66) in die Höhenrichtung (HR) beweglich ist.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Zwischenabdeckelement (66) und/oder das zumindest eine Abdeckelement (62, 64) in eine zur Einzugsrichtung (ER) rechtwinklige Querrichtung (QR) zwischen dem Einzugskanal (4) und der Seitenwandung (42) angeordnet ist.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Zwischenabdeckelement (66) in eine zur Einzugsrichtung (ER) rechtwinklige Querrichtung (QR) zwischen dem zumindest einen Abdeckelement (62, 64) und dem Einzugskanal (4) angeordnet ist.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lagerungsanordnung (50) eine Führungsanordnung zur Führung des Zwischenabdeckelementes (66) in die Höhenrichtung (HR) aufweist, wobei die Führungsanordnung zumindest ein, insbesondere zwei, am Zwischenabdeckelement (66) angeordnetes, Führungselement (67) umfasst, das sich in oder durch eine Zwischenabdeckelementausnehmung (63) in der Seitenwandung (42) erstreckt.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Lagerungsanordnung (50) zur Lagerung der Oberwalzenelemente (12, 22, 32) zumindest ein erstes Schwingenelement (52), an dem die Oberwalzenelemente (12, 22, 32) drehbar gelagert sind, und ein zweites Schwingenelement (54) aufweist, das schwenkbeweglich an der Rahmenvorrichtung (40) und schwenkbeweglich um eine Schwingenschwenkachse (SA) an dem ersten Schwingenelement (52) angeordnet ist.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Abdeckeinrichtung (60) ein erstes Abdeckelement (62) zur Abdeckung einer ersten Walzenausnehmung (13) und ein zweites Abdeckelement (64) zur Abdeckung einer zweiten Walzenausnehmung (23) und insbesondere einer dritten Walzenausnehmung (33) aufweist.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass zwischen dem Einzugskanal (4) und dem zumindest einen Abdeckelement (62, 64) und/oder dem Zwischenabdeckelement (66) ein relativ zur Rahmenvorrichtung (40) ortsfest angeordnetes Leitelement (68) angeordnet ist, das sich zwischen den Oberwalzenelementen (12, 22, 32) und den Unterwalzenelementen (14, 24, 34) hindurch in die Einzugsrichtung (ER) erstreckt.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Leitelement (68) an einem Einzugskanaleingang einen Querleitabschnitt (69) aufweist, der vom Einzugskanal (4) abgewandt in die Querrichtung (QR) über das Zwischenabdeckelement (66), das zumindest eine Abdeckelement (62, 64) und/oder die Seitenwandung (42) zumindest teilweise übersteht.
- Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Zwischenabdeckelement (66) und/oder das Leitelement (68) zumindest eine, insbesondere pro Unterwalzenelement (14, 24, 34) eine, konkave Ausnehmung (70) aufweist, innerhalb derer zumindest in einer Stellung der Lagerungsanordnung (50) zumindest ein Teil eines der Unterwalzenelemente (14, 24, 34) angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Einzugsvorrichtung für einen Feldhäcksler. Die Einzugsvorrichtung ist zur Förderung von landwirtschaftlichem Erntegut in eine Einzugsrichtung durch einen Einzugskanal ausgebildet. Die Einzugsvorrichtung weist eine Rahmenvorrichtung auf, die zumindest eine Seitenwandung zur seitlichen Begrenzung des Einzugskanals umfasst. Weiterhin weist die Einzugsvorrichtung zumindest zwei Einzugswalzenpaare auf, die zur Begrenzung des Einzugskanals jeweils ein drehbar gelagertes Oberwalzenelement und ein drehbar gelagertes Unterwalzenelement umfassen und die in die Einzugsrichtung versetzt zueinander angeordnet sind. Die Oberwalzenelemente erstrecken sich seitlich durch zumindest eine Walzenausnehmung in der Seitenwandung. Die Einzugsvorrichtung weist weiterhin eine Lagerungsanordnung auf, die zu einer derartigen Lagerung der Oberwalzenelemente ausgebildet ist, dass sie zu einer Variation einer Höhe des Einzugskanals relativ zur Rahmenvorrichtung zumindest anteilig in eine Höhenrichtung beweglich sind, die zur Einzugsrichtung angewinkelt ist. Weiterhin weist die Einzugsvorrichtung eine Abdeckeinrichtung auf, die zumindest ein mittels der Lagerungsanordnung relativ zur Rahmenvorrichtung bewegliches Abdeckelement zur Abdeckung der zumindest einen Walzenausnehmung aufweist. Eine derartige Einzugsvorrichtung ist aus dem Stand der Technik bekannt. Im Einsatz dient die Einzugsvorrichtung dazu, dass Erntegut von einem mit dem Feldhäcksler gekoppelten Erntevorsatz in den Feldhäcksler einzuziehen und einer Häckseltrommel zuzuführen. Die variable Höhe des Einzugskanals dient dazu, unterschiedlich große Mengen von Erntegut gleichermaßen zuverlässig fördern zu können, und insbesondere dazu, das Erntegut zur Erreichung unterschiedlicher Schnittlängen zuverlässig mit unterschiedlichen Fördergeschwindigkeiten und daraus resultierend unterschiedlichen Dicken des Erntegutstroms im Einzugskanal der Häckseltrommel zuführen zu können. Die Beweglichkeit der Oberwalzenelemente setzt Walzenausnehmungen voraus, die einen größeren Querschnitt haben als der darin befindliche Teil des jeweiligen Oberwalzenelementes. Damit verbleiben notwendigerweise Durchgangsöffnungen zwischen dem Einzugskanal und der Umgebung der Seitenwandung, durch die ein Teil des zu fördernden Erntegutes in der Praxis unbeabsichtigt aus dem Einzugskanal entweicht. Zur Reduzierung dieses Entweichens von Erntegut dienen beispielsweise gemäß der DE 2 149 974 A1 mehrere Abdeckelemente der Abdeckeinrichtung, wovon jedem Oberwalzenelement derart eines zugeordnet ist, dass die Abdeckelemente sich mit dem jeweiligen Oberwalzenelement zumindest anteilig in die Höhenrichtung bewegen. Nachteilig bei der bekannten Einzugsvorrichtung ist, dass die Walzenausnehmungen durch die Abdeckeinrichtung nur unzureichend abzudecken sind. Trotz der Abdeckeinrichtung entweicht im Betrieb regelmäßig ein erheblicher Anteil des Erntegutes aus dem Einzugskanal. Das führt einerseits zu einer erheblichen Verschmutzung von Funktionsteilen und insbesondere Lagern und erhöht deren Ausfallrisiko. Das Entweichen des Erntegutes führt andererseits zu einer erheblichen Reduzierung der Ernteerträge. Besonders groß ist der beschriebene Nachteil bei einem großen Bewegungsspielraum der Oberwalzenelemente in die Höhenrichtung, insbesondere da eine Erstreckung des Abdeckelementes entgegen der Höhenrichtung durch das zugeordnete Unterwalzenelement begrenzt ist. Einem großen Bewegungsspielraum kommt jedoch eine immer größere Bedeutung zu, da je nach Erntegut und dessen Verwendungszweck einerseits die Realisierbarkeit besonders kleiner Schnittlängen und andererseits die Realisierbarkeit besonders großer Schnittlängen gefordert wird. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Einzugsvorrichtung, durch die Verschmutzung von Funktionsteilen und/oder Erntegutverluste insbesondere bei einer umfangreichen Beweglichkeit der Oberwalzenelemente zuverlässig zu verhindern sind. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Abdeckeinrichtung zumindest ein Zwischenabdeckelement zur Abdeckung der zumindest einen Walzenausnehmung umfasst. Das Zwischenabdeckelement ist mittels der Lagerungsanordnung relativ zur Rahmenvorrichtung und relativ zum Abdeckelement beweglich gelagert. Das Zwischenabdeckelement ermöglicht je nach Stellung der Lagerungsanordnung eine Abdeckung eines Abschnittes der Walzenausnehmung, der von dem Abdeckelement nicht abgedeckt oder abzudecken ist. Insbesondere ist durch die Lagerungsanordnung darauf zu reagieren, wo ein solcher Abschnitt entsteht, und lässt sich das Zwischenabdeckelement je nach Stellung der Lagerungsanordnung dort positionieren, wo es zur Vermeidung des Verlustes von Erntegut nötig ist. Die Einzugsvorrichtung bildet im Einsatz den sogenannten Einzug eines Feldhäckslers. Im montierten Zustand befindet sich die Einzugsvorrichtung in einer Frontansicht des Feldhäckslers bevorzugt zwischen seinen Vorderrädern. Die Einzugsvorrichtung ist insbeso