DE-102024133371-B3 - VORZELT FÜR CAMPINGFAHRZEUGE UND VERFAHREN ZU SEINER BEDIENUNG
Abstract
Gegenstand der Erfindung ist ein Vorzelt (1) für Campingfahrzeuge (100), aufweisend wenigstens eine Vorzeltwand (10), in der ein einrollbares oder einfaltbares Öffnungselement (11) eingebracht ist, und wobei die Vorzeltwand (10) wenigstens einen Bodenstreifen (12) aufweist, der einen bodenseitigen Abschluss der Vorzeltwand (10) bildet. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der wenigstens eine Bodenstreifen (12) zumindest ein Schließmittel (13) aufweist und so ausgebildet ist, dass der Bodenstreifen (12) das Öffnungselement (11) im eingerollten oder eingefalteten Zustand zumindest teilweise umhüllt und mit dem Schließmittel (13) die Umhüllung sicherbar ist.
Inventors
- Matthias Gomoluch
Assignees
- WIGO-ZELTE GMBH & CO. KG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241114
Claims (12)
- Vorzelt (1) für Campingfahrzeuge (100), aufweisend wenigstens eine Vorzeltwand (10), in der ein einrollbares oder einfaltbares Öffnungselement (11) eingebracht ist, und wobei die Vorzeltwand (10) wenigstens einen Bodenstreifen (12) aufweist, der einen bodenseitigen Abschluss der Vorzeltwand (10) bildet, dadurch gekennzeichnet , dass der wenigstens eine Bodenstreifen (12) zumindest ein Schließmittel (13) aufweist und so ausgebildet ist, dass der Bodenstreifen (12) das Öffnungselement (11) im eingerollten oder eingefalteten Zustand zumindest teilweise umhüllt und mit dem Schließmittel (13) die Umhüllung sicherbar ist.
- Vorzelt (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der wenigstens eine Bodenstreifen (12) als ein Faulstreifen (14) ausgebildet ist und eine Tiefe aufweist, die so bestimmt ist, dass der Faulstreifen (14) zumindest abschnittsweise auf dem Boden (15) aufliegt.
- Vorzelt (1) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der oder ein weiterer Bodenstreifen (12) als ein nach außen gerichteter Deckstreifen (16) ausgebildet ist.
- Vorzelt (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass ein erster nach innen gerichteter Bodenstreifen (12) als Faulstreifen (14) und ein zweiter Bodenstreifen (12) als ein nach außen gerichteter Deckstreifen (16) ausgebildet ist.
- Vorzelt (1) nach Anspruch 3 oder 4 , dadurch gekennzeichnet , dass ein Schließmittel (13) am Faulstreifen (14) und/oder ein Schließmittel (13) am Deckstreifen (16) angeordnet ist, sodass der Faulstreifen (14) mit dem und/oder gegen den Deckstreifen (16) verschließbar ist, während das Öffnungselement (11) eingerollt oder eingefaltet in einer mit dem Faulstreifen (14) und dem Deckstreifen (16) gebildeten Hülle eingefasst ist.
- Vorzelt (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Bodenstreifen (12) eine Breite aufweist, die der Breite des Öffnungselementes (11) entspricht.
- Vorzelt (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Öffnungselement (11) ein Durchgangselement oder ein Fensterelement in der Vorzeltwand (10) bildet und mit einem Verschlusselement (17) wie einem Reißverschluss, einem Magnetstreifenverschluss oder einem Klettverschluss in der Vorzeltwand (10) einziehbar ist.
- Vorzelt (1) nach Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet , dass das Verschlusselement (17) einen bodenseitigen Restabschnitt (20) aufweist, der nach dem Einrollen oder Einfalten des Öffnungselementes (11) geschlossen verbleibt und einen bodenseitigen Abschnitt des Öffnungselementes (11) an beiden Seiten mit der Vorzeltwand (10) verbunden hält.
- Vorzelt (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Schließmittel (13) einen Magnetstreifen, einen Reißverschluss, ein Klettband, eine Knopfleiste oder ein Noppen-Verschlussband aufweist.
- Vorzelt (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 9 , dadurch gekennzeichnet , dass zur Bildung der Hülle der Faulstreifen (14) und der Deckstreifen (16) einen Überlappabschnitt bilden.
- Verfahren zur Bedienung eines Vorzeltes (1) für Campingfahrzeuge (100), aufweisend wenigstens eine Vorzeltwand (10), in der ein Öffnungselement (11) eingebracht ist, das beispielweise bei einem Wetterwechsel eingerollt oder eingefaltet wird und wobei die Vorzeltwand (10) wenigstens einen Bodenstreifen (12) aufweist, der einen bodenseitigen Abschluss der Vorzeltwand (10) bildet, wobei das Verfahren wenigstens die folgenden Schritte aufweist: - Anbringen zumindest eines Schließmittels (13) an den Bodenstreifen (12), - Einrollen oder Einfalten des Öffnungselementes (11) in Richtung zum Boden (15), - Umhüllen des bodenseitig eingerollten oder eingefalteten Öffnungselementes (11) mit dem Bodenstreifen (12) und - Sichern des Bodenstreifens (12) mit dem Schließmittel (13) zur Bildung einer Hülle für das eingerollte oder eingefaltete Öffnungselement (11).
- Verfahren nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet , dass das Öffnungselement (11) mittels eines Verschlusselementes (17) in der Vorzeltwand (10) eingezogen wird, wobei bei einem Öffnen des Verschlusselementes (17) zum Einrollen oder Einfalten des Öffnungselementes (11) in Richtung zum Boden (15) über einem bodenseitigen Restabschnitt (20) das Verschlusselement (17) im geschlossenen Zustand belassen wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Vorzelt für Campingfahrzeuge, aufweisend wenigstens eine Vorzeltwand, in der ein einrollbares oder einfaltbares Öffnungselement eingebracht ist, und wobei die Vorzeltwand wenigstens einen Bodenstreifen aufweist, der einen bodenseitigen Abschluss der Vorzeltwand bildet. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Bedienung eines Vorzeltes für Campingfahrzeuge. STAND DER TECHNIK Vordachzelte können an sogenannte Kassettenmarkisen oder Sackmarkisen angeordnet werden, die wiederum an Wohnwagen oder Wohnmobile angebracht werden, oder die Kassettenmarkisen oder Sackmarkisen sind bereits konstruktiver Teil des Wohnwagens oder des Wohnmobils. Kassettenmarkisen sind dabei zu unterscheiden von Sackmarkisen, und Kassettenmarkisen weisen eine Markisenkassette auf, aus der ein Abschlussprofil ausfahrbar ist, und das Abschlussprofil ist mit der Markisenkassette über Knickarme verbunden. Beim Ausfahren des Abschlussprofils aus der Markisenkassette wird eine Markisenplane aus der Markisenkassette herausgezogen, die in der Markisenkassette auf einer Markisenwelle aufgewickelt ist und das Dach bildet. Bei Sackmarkisen wird die Markisenplane, die einen flexiblen Flächenkörper bildet, auf der Markisenwelle aufgewickelt und in einem Sack am Fahrzeug verstaut, der zumeist mit einem Reißverschluss verschlossen werden kann. Ist der flexible Flächenkörper vollständig abgewickelt, bildet das Abschlussprofil einen vorderseitigen Abschluss, unter dem die vordere Vordachwand bis zum Boden abgespannt werden kann. Seitlich können Verstrebungen angebracht werden, sodass auch die seitliche Vordachwand auf wenigstens einer der beiden Seiten angebracht werden kann. Die DE 88 06 262 U1 zeigt ein Vorzelt für Campingfahrzeuge, aufweisend wenigstens eine Vorzeltwand, in der ein einrollbares oder einfaltbares Öffnungselement, beispielsweise ein Fenster oder eine Durchgangsverkleidung, eingebracht ist, und wobei die Vorzeltwand wenigstens einen Bodenstreifen aufweist, der einen bodenseitigen Abschluss der Vorzeltwand bildet und damit einen sogenannten Faulstreifen bildet. Faulstreifen werden in der Regel nach innen in das Vorzelt hinein weisend auf dem Boden ausgelegt und beispielsweise mit einem weiteren innenseitigen Belag überdeckt, etwa mit einer Matte oder dergleichen. Nach außen weisend besitzen die Vorzeitwände häufig Deckstreifen, die gerade bis zum Boden reichen und die Abspannung der Vorzeltwand verdecken. Häufig ist es so, dass bei einem Wetterwechsel, etwa beim Wechsel von einem Sonnenwetter zu einem Regenwetter, das Öffnungselement möglichst schnell wieder in der Vorzeitwand eingezogen werden soll. Üblicherweise sind die Öffnungselemente in der Vorzeltwand mit Reißverschlüssen befestigt, wobei auch Befestigungen über Klettbänder oder Magnetbänder bekannt sind. Insbesondere bei der Verwendung von Reißverschlüssen muss das Öffnungselement an den zumindest unteren Ecken der Öffnung in der Vorzeltwand angesetzt und der Reißverschluss eingefädelt werden, um den Reißverschluss schließlich zu schließen und um das Öffnungselement möglichst wasserdicht in der Vorzeltwand wieder einzusetzen. Dabei wird das abnehmbare Öffnungselement häufig im Campingfahrzeug oder darunter verstaut, sodass dieses bei einem schnellen Wechsel von Sonne zu Regen möglichst kurzfristig wieder hervorgebracht, der Reißverschluss eingefädelt und das Einsetzen des Öffnungselementes mit verschlossenem Reißverschluss wieder hergestellt werden kann. Wechselt das Wetter von Regenwetter zu Sonnenwetter, gibt es viele Nutzer, die das Öffnungselement wieder vollständig aus der Vorzeltwand entfernen und gemeinsam mit dem Bodenstreifen verstauen. Dabei ist auch bekannt, das Öffnungselement auch unterseitig zu entnehmen, sodass der Bodenstreifen am Boden verbleibt. Der Bodenstreifen kann einen Faulstreifen bilden, wobei die Deckstreifen nach außen hin eine Abdeckung der Abspannung der Vorzeltwand bilden, wohingegen der Faulstreifen zumeist nach innen gerichtet auf dem Boden liegt. Die DE 17 57 638 A offenbart ein Vorzelt, bestehend aus einem zerlegbaren, durch ein Zelttuch abdeckbaren Gestell, mit einem oben offenen, wahlweise verschließbaren, länglichen Behälter zur Aufnahme des Gestells und des Zelttuches, deren einer Querrand an einer in dem Behälter angeordneten Aufrollvorrichtung befestigt ist. So kann das Zelttuch, das die Vorzeitwand und zugleich das Dach bildet, durch ein Aufrollen mit der Aufrollvorrichtung auf das Gestellt aufgezogen und auch wieder verstaut werden. Nachteilhafterweise kann das Vorzelt nicht barrierefrei durch eine Öffnung in der Vorzeltwand begangen werden, vielmehr müssen die Seitenwände einen Durchgang bilden oder fernbleiben. Die DE 199 41 549 C1 offenbart eine Multifunktionsplane mit einer Dachplane und mit einer Bodenplane, wobei sowohl die Dachplane als auch die Bodenplane rechteckig ausgebildet sind, und wobei sowohl die Dachplane als auch die Bodenplane eine Länge von etwa 2 m aufweisen, wobei die Bodenplane eine B