DE-102024135005-B3 - Verfahren zum Bereitstellen von Kopplungsdaten, die einem Zubehörteil für ein Kraftfhrzeug zugeordnet sind, Steuereinrichtung dafür und Kraftfahrzeug
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bereitstellen von Kopplungsdaten K, die zumindest einem Zubehörteil 20 für ein Kraftfahrzeug 10 zugeordnet sind, welches mittels einer fahrzeugseitigen Schnittstelle 11 an ein Bordnetz des Kraftfahrzeugs 10 angebunden ist. Dazu werden zunächst Zubehördaten Z, die durch das jeweilige Zubehörteil 20 selbst bereitgestellt werden und Zusatzdaten D empfangen. Die Zubehördaten Z enthalten ein Identifikationsmerkmal für das Zubehörteil 20. Die Zusatzdaten Z beschreiben das Fahrzeug 10 und/oder eine Umgebung des Kraftfahrzeugs 10. Durch Anwenden eines Kopplungsalgorithmus auf die Zubehördaten Z und die Zusatzdaten D werden Kopplungsdaten K ermittelt. In den Kopplungsdaten K ist das jeweils angebundene Zubehörteil 20 mit mindestens einer Fahrzeugfunktion des Kraftfahrzeugs gekoppelt. Diese Kopplungsdaten K werden schließlich zum Aktivieren der zumindest einen zugeordneten Fahrzeugfunktion bereitgestellt. Dabei umfassen die Zusatzdaten D Schwarmdaten S eines Fahrzeugschwarms, wobei die Schwarmdaten S Kopplungsdaten des Fahrzeugschwarms enthalten.
Inventors
- Paul Böckenhoff
- Alexander Gummer
Assignees
- AUDI AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241127
Claims (10)
- Verfahren zum Bereitstellen von Kopplungsdaten (K), die zumindest einem Zubehörteil (20) für ein Kraftfahrzeug (10) zugeordnet sind, welches mittels einer fahrzeugseitigen Schnittstelle (11) an ein Bordnetz des Kraftfahrzeugs (10) angebunden ist, folgende Schritte umfassend: - Empfangen von Zubehördaten (Z), die durch das jeweilige Zubehörteil (20) selbst bereitgestellt werden, welche ein Identifikationsmerkmal für das zumindest eine angebundene Zubehörteil (20) enthalten, - Empfangen von Zusatzdaten (D), die das Kraftfahrzeug (10) und/oder eine Umgebung des Kraftfahrzeug (10) betreffen, - Ermitteln der Kopplungsdaten (K) durch Anwenden eines Kopplungsalgorithmus auf die empfangenen Zubehördaten (Z) und die empfangenen Zusatzdaten (D), wobei die Kopplungsdaten (K) das zumindest eine angebundene Zubehörteil (20), dem sie zugeordnet sind, mit zumindest einer Fahrzeugfunktion des Kraftfahrzeugs (10) koppeln, und - Bereitstellen der Kopplungsdaten (K) zum Aktivieren der zumindest einen zugeordneten Fahrzeugfunktion, dadurch gekennzeichnet , dass die Zusatzdaten (D) Schwarmdaten (S) eines Fahrzeugschwarms umfassen, wobei die Schwarmdaten (S) Kopplungsdaten des Fahrzeugschwarms enthalten.
- Verfahren nach Anspruch 1 , wobei die Kopplungsdaten (K) einem Nutzer des Kraftfahrzeugs (10) ausgegeben werden und für das Aktivieren der zumindest einen zugeordneten Fahrzeugfunktion eine Eingabe des Nutzer zur Auswahl der jeweils zu aktivierenden Fahrzeugfunktion erfasst wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schnittstelle (11) zumindest einen Universalschalter (14a) umfasst und das zumindest eine Zubehörteil (20) mittels manueller Betätigung des jeweiligen Universalschalters (14a) durch einen Nutzer des Kraftfahrzeugs (10) an das Bordnetz angebunden wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zusatzdaten (D) einen Fahrzeugzustand (F) des Kraftfahrzeugs (10) umfassen.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zusatzdaten (D) einen Umgebungszustand (U) der Umgebung des Kraftfahrzeugs (10) umfassen.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zusatzdaten (D) angelernte Eingabedaten (E) eines Nutzers des Kraftfahrzeugs (10) umfassen, wobei die angelernten Eingabedaten (E) Kopplungsdaten enthalten, bei welchen zumindest ein angebundenes Zubehörteil (20) mit zumindest einer Fahrzeugfunktion von dem Nutzer in einer vorangegangenen Nutzerinteraktion mittels manueller Eingabe gekoppelt wurden.
- Verfahren nach Anspruch 2 , wobei zum Bestimmen der vorangegangene Nutzerinteraktion die manuelle Eingabe des Nutzer zur Auswahl der jeweils zu aktivierenden Fahrzeugfunktion erfasst wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6 , wobei zum Bestimmen der vorangegangene Nutzerinteraktion ein manuelles Aktivieren durch den Nutzer von zumindest einer Fahrzeugfunktion bei zumindest einem angebundenen Zubehörteil (20) erfasst.
- Steuereinrichtung (15) für ein Kraftfahrzeug (10), die ausgebildet ist, ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche durchzuführen.
- Kraftfahrzeug (10) mit einer Schnittstelle (11) zum Anbinden eines Zubehörteils (20), zumindest einer Fahrzeugkomponente (18), die ausgebildet ist, zumindest eine Fahrzeugfunktion auszuführen, sowie der Steuereinrichtung (15) nach Anspruch 9 .
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bereitstellen von Kopplungsdaten, die zumindest einem Zubehörteil für ein Kraftfahrzeug zugeordnet sind, welches mittels einer fahrzeugseitigen Schnittstelle an ein Bordnetz des Kraftfahrzeugs angebunden ist. Die Erfindung betrifft auch eine Steuereinrichtung für ein Kraftfahrzeug, um ein entsprechendes Verfahren durchzuführen, und ein Kraftfahrzeug mit der Steuereinrichtung. Mittels der Kopplungsdaten soll dabei das jeweils angebundene Zubehörteil mit einer oder mehreren Fahrzeugfunktionen gekoppelt oder verknüpft werden. In modernen Fahrzeugen gibt es eine Vielzahl von fahrzeuginternen Baugruppen, deren Funktionen auf verschiedene Weise von einem Nutzer des Kraftfahrzeugs gesteuert werden können. Zum Beispiel offenbart die DE 10 2007 037 279 A1 eine Möglichkeit zur Steuerung von Baugruppen und Zusatzfunktionen eines Fahrzeugs mit einem Fahrzeugbediensystem. Dabei werden sowohl manuelle als auch akustische Eingabebefehle eingesetzt. Es sind jeweils eine visuelle Ausgabeeinheit, eine akustische Eingabeeinheit und eine von einem Lenksystem aus handhabbare, manuelle Eingabeeinheit vorgesehen. Bedienhandlungen können durch ein bestimmtes Bedienmuster an der manuellen Eingabeeinheit durchgeführt werden. So können zum Beispiel die Baugruppe „Lichtanlage“ und die Zusatzfunktion „Licht ein/aus“ gesteuert werden. Die DE 35 14 438 C1 offenbart eine zentrale Bedienungseinheit und Informationsausgabe zur Steuerung von mehreren, in einem Fahrzeug eingebauten Zusatzgeräten. Dazu ist eine Anzeigeeinheit mit Bedientasten vorgesehen. Ein oder mehrere Zusatzgeräte sind dabei über wenigstens ein auf der Anzeige darstellbares Grundmenü mittels Betätigung der Bedientasten auswählbar. Dadurch ist es möglich, mehrere Zusatzgeräte, wie beispielsweise ein Radio, einen Bordcomputer, eine Sitzpositioniersteuerung und so weiter in einer kompakten und übersichtlichen Möglichkeit zu steuern. Die US 4,435,648 A offenbart ein System zum Steuern von Fahrzeugaccessoires. Dabei wird eine einzelne zentrale Steuereinheit eingesetzt, um automatisch die Außenbeleuchtung, einen Scheibenwischer, eine Scheibenheizung und die Beleuchtung für ein Instrumentenpanel zu schalten. Ferner beschreibt die Druckschrift DE 10 2015 012 886 A1 eine Bedienersteuerschnittstelle für ein Powersports-Fahrzeug, die Druckschrift US 2023/ 0 280 890 A1 beschreibt Verfahren und Systeme für eine Fahrzeugschnittstellensteuerung und die Druckschrift US 2006/ 0 036 335 A1 beschreibt ein rekonfigurierbares Fahrzeugzubehör-Steuerpanel. Zudem beschreibt die Druckschrift DE 10 2023 113 482 A1 ein fahrzeuginternes Steuersystem für die Fahrzeugzubehörintegration und die Druckschrift DE 197 38 609 A1 beschreibt einen Kraftfahrzeugspiegel, insbesondere einen Außenspiegel. Neben der Steuerung von fahrzeuginternen Komponenten soll es in modernen Fahrzeugen jedoch auch möglich sein, fahrzeugexterne Zubehörteile zu nutzen. Insbesondere bei Offroad-Fahrzeugen oder Campingfahrzeugen finden solche Zubehörteile ihren Einsatz. Neben klassischen Dachgepäckträgern, Befestigungssystemen und Survival-Kits gibt es auch zahlreiches Zubehör, das für den Betrieb fahrzeugseitig mit Strom versorgt werden muss. Hierzu zählen zum Beispiel Zusatzscheinwerfer, Seilwinden und Luftkompressoren, um hier nur einige Beispiele zu nennen. Damit ein Nutzer dieses Zubehör problemlos anschließen und vom Fahrzeuginneren aus bedienen kann, bieten die meisten Hersteller sogenannte Auxiliary-Schalter (AUX-Schalter), im Folgenden auch als „Universalschalter“ bezeichnet, an. Diese physischen Schalter sind vorverkabelt, das heißt, es sind Leitungen herstellerseitig im Kabelstrang implementiert. Die Enden sind lose und für den Nutzer an bestimmten Stellen im Fahrzeug zugänglich, sodass der Nutzer dort die jeweiligen Zubehörteile anschließen kann. Ist ein Zubehörteil angeschlossen, kann der Nutzer dieses durch Schalten des jeweiligen Schalters mit dem Bordnetz des Kraftfahrzeugs koppeln, und somit an die Energieversorgung des Kraftfahrzeugs anbinden. Das Ein- oder Ausschalten der Zubehörteile funktioniert somit mittels der rein analogen AUX-Schalter, die einfach und robust in ihrer Ausführung sind. Nachteil ist die fehlende Konnektivität mit den immer umfangreicheren und stärker vernetzten Fahrzeugsystemen. Weitere Fahrzeugfunktionen, die zum Beispiel im Zusammenhang mit der Nutzung des Zubehörteils Sinn machen können, müssen vom Nutzer manuell zugeschaltet werden. Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Verwendung von Zubehörteilen im Kraftfahrzeug zu vereinfachen. Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung sind durch die abhängigen Patentansprüche, die folgende Beschreibung und die Figur(en) beschrieben. Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass das bestehende AUX-Schaltersystem weiterentwickelt werden kann. Dazu wird die rein analoge Schalterleiste vorzugsweise in das HMI (Human Ma