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DE-102024137482-A1 - VERFAHREN ZUR VORWARNUNG VON FAHRZEUGEN VOR EINEM LEISTUNGSABFALL AN EINER ELEKTRISCHEN FAHRZEUGVERSORGUNGSEINRICHTUNGEN UND EIN SYSTEM DAFÜR

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Abstract

Die vorliegende Offenlegung bietet ein Verfahren und ein System zur Bereitstellung von Informationen für Fahrzeuge in Bezug auf Leistungsabfall an einer EVSE. Insbesondere beschreibt die vorliegende Offenlegung ein System, das zwei Modelle 210, 218 umfasst, wobei eines der Modelle 210 in den Fahrzeugen 108, 110 implementiert ist und das andere Modell auf einem Server 112 implementiert ist. Das auf dem Server 112 implementierte Modell 218 informiert Fahrzeuge, die dem ersten Fahrzeug 108 auf einer Route folgen, über den Leistungsabfall an einer bestimmten EVSE, basierend auf Informationen, die von dem im ersten Fahrzeug 108 implementierten Modell 210 empfangen werden. Darüber hinaus liefert das auf dem Server 112 implementierte Modell 218 auch Informationen über alternative EVSEs 104, 106 auf der Route, die zum Laden ausgewählt werden können.

Inventors

  • Pallavi Mahure
  • Jose Mathew
  • Arun Chandrasekharan Nair
  • Dijo Jose

Assignees

  • Mercedes-Benz Group AG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241212
Priority Date
20241107

Claims (10)

  1. Verfahren zur Vorwarnung von Fahrzeugen bezüglich eines Leistungsabfalls an einer elektrischen Fahrzeugversorgungseinrichtung (EVSE), wobei das Verfahren umfasst: Erfassen (602) von Leistungsabfall an einer ersten EVSE (102) während des Ladens eines ersten Fahrzeugs (108) an der ersten EVSE (102); bei Erkennung, Schätzen (604), unter Verwendung eines ersten Modells (210), eines Kontaktwiderstandsbandes, das mit einem Kontaktwiderstandswert zwischen einem Ladeeingang des ersten Fahrzeugs (108) und einer Ladepistole der ersten EVSE (102) verbunden ist, basierend auf einem oder mehreren ladebezogenen Parametern; Schätzen (606), unter Verwendung eines zweiten Modells (218), eines reduzierten Leistungswertes und einer Ladezeit, die mit dem Laden eines zweiten Fahrzeugs (110) an der ersten EVSE (102) verbunden sind, basierend auf dem geschätzten Kontaktwiderstandsband und einem oder mehreren fahrzeugbezogenen Parametern, die mit dem ersten Fahrzeug und dem zweiten Fahrzeug (110) verbunden sind; und Bereitstellen (608) des geschätzten Wertes der reduzierten Leistung und der geschätzten Ladezeit, die mit dem Laden an der ersten EVSE (102) verbunden sind, an das zweite Fahrzeug (110).
  2. Verfahren nach Anspruch 1 umfasst ferner: Bereitstellen von zumindest Standortinformationen, die mit einer oder mehreren EVSEs (104, 106), die nicht die erste EVSE (102) sind, verbunden sind, für das zweite Fahrzeug (110).
  3. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei: der eine oder die mehreren ladebezogenen Parameter eine anfängliche Ladeeingangstemperatur, die während des Beginns des Ladens des ersten Fahrzeugs gemessen wird, einen stationären Stromwert, der nach einem vordefinierten Zeitintervall während des Ladens des ersten Fahrzeugs (108) an der ersten EVSE (102) gemessen wird, und optional eine Umgebungstemperatur eines Bereichs, der den Ladeeingang des ersten Fahrzeugs (108) umgibt, umfassen, der eine oder die mehreren fahrzeugbezogenen Parameter, die dem ersten Fahrzeug (108) zugeordnet sind, zumindest Modellinformationen, die dem ersten Fahrzeug (108) entsprechen, und eine anfängliche Ladeeinlasstemperatur, die dem ersten Fahrzeug (108) zugeordnet ist, umfassen.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei: der eine oder die mehreren fahrzeugbezogenen Parameter, die dem zweiten Fahrzeug (110) zugeordnet sind, zumindest Folgendes umfassen: einen aktuellen Standort des zweiten Fahrzeugs (110), Routeninformationen, die dem zweiten Fahrzeug (110) zugeordnet sind, Modellinformationen, die dem zweiten Fahrzeug (110) entsprechen, einen Ladezustand (SOC) des zweiten Fahrzeugs (110), eine Anfangstemperatur einer Batterie des zweiten Fahrzeugs (110) und eine anfängliche Ladeeingangstemperatur, die dem zweiten Fahrzeug (110) zugeordnet ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei: das erste Modell (210) zum Schätzen des Kontaktwiderstandsbandes auf der Grundlage eines Trainingsdatensatzes trainiert wird, der eine Vielzahl von Kontaktwiderstandswerten, die einer Vielzahl von stationären Stromwerten entsprechen, und eine Vielzahl von anfänglichen Ladeeinlasstemperaturwerten umfasst.
  6. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei das erste Modell (210) im ersten Fahrzeug (108) implementiert ist und das zweite Modell (218) auf einem Server (112) implementiert ist.
  7. System zur Vorwarnung von Fahrzeugen bezüglich eines Leistungsabfalls an einer elektrischen Fahrzeugversorgungseinrichtung (EVSE), wobei das System umfasst: eine elektronische Steuereinheit (ECU) (204), die mit einem ersten Fahrzeug (108) verbunden ist, wobei die ECU (204) umfasst: einen Speicher (208), der zum Speichern eines ersten Modells (210) konfiguriert ist; und einen Prozessor (212), der operativ mit dem Speicher (208) gekoppelt ist, wobei der Prozessor (212) konfiguriert ist, um: Erkennen von Leistungsabfall an einer ersten EVSE (102) während des Ladens des ersten Fahrzeugs (108) an der ersten EVSE (102); bei Erkennung unter Verwendung des ersten Modells (210) ein Kontaktwiderstandsband zu schätzen, das mit einem Kontaktwiderstandswert zwischen einem Ladeeingang des ersten Fahrzeugs (108) und einer Ladepistole der ersten EVSE (102) verbunden ist, basierend auf einem oder mehreren ladebezogenen Parametern; einen Server (112), der kommunikativ mit der ECU (204) gekoppelt ist, wobei der Server (112) umfasst: einen Speicher (216), der zum Speichern eines zweiten Modells (218) konfiguriert ist; und einen Prozessor (220), der operativ mit dem Speicher (216) gekoppelt ist, wobei der Prozessor (220) konfiguriert ist, um: Schätzen, unter Verwendung des zweiten Modells (218), eines reduzierten Leistungswertes und einer Ladezeit, die mit dem Laden eines zweiten Fahrzeugs (110) an der ersten EVSE (102) verbunden sind, basierend auf dem geschätzten Kontaktwiderstandsband und einem oder mehreren fahrzeugbezogenen Parametern, die mit dem ersten Fahrzeug (108) und dem zweiten Fahrzeug (110) verbunden sind; und den geschätzten Wert der reduzierten Leistung und die geschätzte Ladezeit, die mit dem Laden an der ersten EVSE (102) verbunden sind, an das zweite Fahrzeug (110) weiterzugeben.
  8. System nach Anspruch 7 , wobei der Prozessor (220) des Servers (112) ferner so konfiguriert ist, dass er: dem zweiten Fahrzeug (110) zumindest Standortinformationen zur Verfügung zu stellen, die mit einer oder mehreren EVSEs (104, 106) verbunden sind, die nicht die erste EVSE (102) sind.
  9. Das System nach Anspruch 7 , wobei: der eine oder die mehreren ladebezogenen Parameter eine anfängliche Ladeeingangstemperatur, die während des Beginns des Ladens des ersten Fahrzeugs (108) gemessen wird, einen stationären Stromwert, der nach einem vordefinierten Zeitintervall während des Ladens des ersten Fahrzeugs (108) an der ersten EVSE (102) gemessen wird, und optional eine Umgebungstemperatur eines Bereichs, der den Ladeeingang des ersten Fahrzeugs (108) umgibt, umfassen, der eine oder die mehreren fahrzeugbezogenen Parameter, die dem ersten Fahrzeug (108) zugeordnet sind, zumindest Modellinformationen, die dem ersten Fahrzeug (108) entsprechen, und eine anfängliche Ladeeinlasstemperatur, die dem ersten Fahrzeug (108) zugeordnet ist, umfassen.
  10. Das System nach Anspruch 7 , wobei: der eine oder die mehreren fahrzeugbezogenen Parameter, die dem zweiten Fahrzeug (110) zugeordnet sind, zumindest Folgendes umfassen: einen aktuellen Standort des zweiten Fahrzeugs (110), Routeninformationen, die dem zweiten Fahrzeug (110) zugeordnet sind, Modellinformationen, die dem zweiten Fahrzeug (110) entsprechen, einen Ladezustand (SOC) des zweiten Fahrzeugs (110), eine Anfangstemperatur einer Batterie des zweiten Fahrzeugs (110) und eine anfängliche Ladeeingangstemperatur, die dem zweiten Fahrzeug (110) zugeordnet ist; und das erste Modell (210) trainiert wird, um das Kontaktwiderstandsband auf der Grundlage eines Trainingsdatensatzes zu schätzen, der eine Vielzahl von Kontaktwiderstandswerten, die einer Vielzahl von stationären Stromwerten entsprechen, und eine Vielzahl von anfänglichen Ladeeingangstemperaturwerten umfasst.

Description

TECHNISCHES GEBIET Die vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf das Gebiet der Elektrofahrzeuge und Hybridelektrofahrzeuge, und insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf die Erkennung von Entladungen an elektrischen Fahrzeugversorgungseinrichtungen (EVSEs) und die proaktive Bereitstellung solcher Informationen für Fahrzeuge. HINTERGRUND Die folgende Beschreibung enthält Informationen, die für das Verständnis der vorliegenden Erfindung nützlich sein können. Sie stellt kein Eingeständnis dar, dass die hierin enthaltenen Informationen zum Stand der Technik gehören oder für die vorliegende Erfindung relevant sind, oder dass eine Veröffentlichung, auf die ausdrücklich oder implizit Bezug genommen wird, zum Stand der Technik gehört. Einer der wichtigsten Faktoren, der zur Verbreitung von Elektrofahrzeugen beiträgt, ist das Vorhandensein von Ladestationen an Autobahnen, Schnellstraßen usw. und die Bereitstellung von Informationen über verfügbare Ladestationen auf einer Route, wenn ein Fahrzeug auf dieser Route unterwegs ist. Diese Informationen machen das Fahren mit dem Elektroauto für den Benutzer bequemer und tragen somit wesentlich zur Verbreitung von Elektrofahrzeugen bei. Obwohl verschiedene Erstausrüster (OEMs) Schritte unternommen haben, um Nutzern, die auf Autobahnen, Schnellstraßen usw. unterwegs sind, Informationen über den Standort von Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung zu stellen, gibt es immer noch bestimmte Herausforderungen. Wenn beispielsweise eine Störung an einer EVSE auftritt, die sich auf die Ladeleistung, die Ladezeit und/oder die Ladekosten auswirkt, die mit dem Laden eines E-Fahrzeugs an dieser EVSE verbunden sind, müssen diese Informationen an die Fahrzeuge weitergegeben werden, die auf einer Route fahren, auf der sich diese EVSE befindet. In der Praxis gibt es Lösungen, die verschiedene Faktoren einer EVSE auswerten und diese Informationen an Fahrzeuge weitergeben. Eine solche Lösung ist in der US 10101397 B2 (im Folgenden als '397 Publikation bezeichnet) beschrieben. Die Veröffentlichung '397 beschreibt ein Verfahren, das die Überwachung von Komponenten, die sich auf eine Ladefunktion eines Elektrofahrzeugs beziehen, über ein Fahrzeugnetzwerk und die Bestimmung von Faktoren, die die Ladefunktion beeinflussen, aus Daten, die sich aus der Überwachung ergeben, umfasst. Das Verfahren umfasst auch die Verarbeitung der Daten, um eine Auswirkung der Faktoren zu bestimmen, und die Anzeige der Ergebnisse der Verarbeitung auf der Anzeigevorrichtung. In der Veröffentlichung '397 wird beschrieben, dass zu den Faktoren die Menge der zu beschaffenden Ladung (d. h. die Lademenge), die Verfügbarkeit einer bordunabhängigen Ladequelle, die Eigenschaften der bordunabhängigen Ladequelle (z. B. die Geschwindigkeit, mit der sie eine Ladung bereitstellen kann, d. h. die Laderate) und die Eigenschaften der Bordbatterie oder - batterien (z. B. die Rate, mit der sie eine Ladung annehmen können) gehören. Darüber hinaus können die mit dem Aufladen verbundenen Kosten (d. h. die Ladekosten) von der Lademenge und anderen Faktoren abhängen, wie z. B. dem Standort der externen Ladequelle (d. h. dem Ladeort) und der Zeit, zu der die Ladung erworben werden soll (d. h. der Ladezeit). In der Veröffentlichung '397 wird ferner beschrieben, dass den Fahrzeugnutzern eine Rückmeldung darüber gegeben wird, wie sich bestimmte Faktoren auf die Laderaten auswirken, so dass die Nutzer besser verstehen können, wie sich diese Faktoren auf ihre Lademethoden auswirken, und beim Laden ihrer Fahrzeuge alternative Maßnahmen ergreifen können. Daher zielt die Veröffentlichung '397 darauf ab, die mit einer EVSE verbundenen Ladegrenzen den Nutzern im Voraus mitzuteilen. Die Veröffentlichung ‚397‘ beschreibt jedoch nicht die Auswirkungen, die die Ladegrenzen oder Fehler im Zusammenhang mit der EVSE auf ein bestimmtes Fahrzeug haben. Daher besteht ein Bedarf an einem System und einer Methode, die die oben genannten Einschränkungen überwindet. ZUSAMMENFASSUNG Die vorliegende Erfindung behebt einen oder mehrere Mängel des Standes der Technik und bietet zusätzliche Vorteile. Die hier detailliert beschriebenen Ausführungsformen und Aspekte der Offenbarung werden als Teil der beanspruchten Offenbarung betrachtet. In einer nicht-einschränkenden Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung wird ein Verfahren zur Vorwarnung von Fahrzeugen vor einem Leistungsabfall an einer elektrischen Fahrzeugversorgungseinrichtung (EVSE) offenbart. Das Verfahren umfasst das Erkennen eines Leistungsabfalls an einer ersten EVSE während des Ladens eines ersten Fahrzeugs an der ersten EVSE. Bei der Erfassung umfasst das Verfahren ferner die Schätzung eines Kontaktwiderstandsbandes, das mit einem Kontaktwiderstandswert zwischen einem Ladeeingang des ersten Fahrzeugs und einer Ladekanone der ersten EVSE verbunden ist, unter Verwendung eines ersten Modells, basierend auf einem oder mehreren ladebezogenen Parametern. Des Weiteren umfasst