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DE-102024210540-A1 - Fahrzeugluftreifen

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugluftreifen (1), aufweisend einen Laufstreifen (2), eine Karkasse (3) und einen dazwischen angeordneten Gürtelverband (4) mit zumindest zwei aufeinanderliegenden Gürtellagen aus in eine Gürtelgummierung eingebetteten, parallel zueinander verlaufenden Festigkeitsträgern, wobei die Gürtellagen eine erste Arbeitslage (5) und eine zweite Arbeitslage (6) aufweisen, wobei die erste Arbeitslage (5) einen ersten Abschnitt (5a), der radial innerhalb der zweiten Arbeitslage (6) angeordnet ist, sowie einen radial außerhalb des ersten Abschnitts (5a) angeordneten zweiten Abschnitt (5b) aufweist, wobei die Abschnitte (5a, 5b) der ersten Arbeitslage (5) über eine Faltung (5c) einstückig ausgebildet sind, wobei die Faltung (5c) im Schulterbereich (8) des Fahrzeugluftreifens (1) angeordnet ist, wobei der Laufstreifen (2) zweischichtig ausgebildet ist, aufweisend eine radial innere erste Kautschuklage (2a) aus einer ersten Kautschukmischung und eine radial äußere zweite Kautschuklage (2b) aus einer zur ersten Kautschukmischung unterschiedlichen zweiten Kautschukmischung, wobei ein Volumen der ersten Kautschuklage (2a) mindestens 20% und höchstens 45% des Gesamtvolumens des Laufstreifens (2) beträgt.

Inventors

  • Matthias Plückers
  • Maria Kotlarski

Assignees

  • CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241101

Claims (15)

  1. Fahrzeugluftreifen (1), aufweisend einen Laufstreifen (2), eine Karkasse (3) und einen dazwischen angeordneten Gürtelverband (4) mit zumindest zwei aufeinanderliegenden Gürtellagen aus in eine Gürtelgummierung eingebetteten, parallel zueinander verlaufenden Festigkeitsträgern, wobei die Gürtellagen eine erste Arbeitslage (5) und eine zweite Arbeitslage (6) aufweisen, wobei die erste Arbeitslage (5) einen ersten Abschnitt (5a), der radial innerhalb der zweiten Arbeitslage (6) angeordnet ist, sowie einen radial außerhalb des ersten Abschnitts (5a) angeordneten zweiten Abschnitt (5b) aufweist, wobei die Abschnitte (5a, 5b) der ersten Arbeitslage (5) über eine Faltung (5c) einstückig ausgebildet sind, wobei die Faltung (5c) im Schulterbereich (8) des Fahrzeugluftreifens (1) angeordnet ist, wobei der Laufstreifen (2) zweischichtig ausgebildet ist, aufweisend eine radial innere erste Kautschuklage (2a) aus einer ersten Kautschukmischung und eine radial äußere zweite Kautschuklage (2b) aus einer zur ersten Kautschukmischung unterschiedlichen zweiten Kautschukmischung, wobei ein Volumen der ersten Kautschuklage (2a) mindestens 20% und höchstens 60% eines Gesamtvolumens des Laufstreifens (2) beträgt.
  2. Fahrzeugluftreifen (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das Volumen der ersten Kautschuklage (2a) mindestens 25% und höchstens 45%, bevorzugt mindestens 30% und höchstens 40%, des Gesamtvolumens des Laufstreifens (2) beträgt.
  3. Fahrzeugluftreifen (1) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass ein freies Ende (17) der zweiten Arbeitslage (6) im Schulterbereich (8) des Fahrzeugluftreifens (1) radial zwischen dem ersten Abschnitt (5a) und dem zweiten Abschnitt (5b) der ersten Arbeitslage (5) angeordnet ist.
  4. Fahrzeugluftreifen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass Festigkeitsträger der einen Arbeitslage (5, 6) mit einem Winkel zwischen 10° und 30° zu einer Umfangsmittellinie (9) angeordnet sind und dass Festigkeitsträger der jeweils anderen Arbeitslage (6, 5) mit einem Winkel zwischen - 10° und -30° zur Umfangsmittellinie (9) angeordnet sind.
  5. Fahrzeugluftreifen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass radial außerhalb der zweiten Arbeitslage (6) eine Schutzlage (7) angeordnet ist.
  6. Fahrzeugluftreifen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass radial innerhalb des ersten Abschnitts (5a) der ersten Arbeitslage (5) eine Sperrlage (12) angeordnet ist.
  7. Fahrzeugluftreifen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass zwischen dem ersten Abschnitt (5a) der ersten Arbeitslage (5) und der zweiten Arbeitslage (6) eine 0°-Lage (16) angeordnet ist.
  8. Fahrzeugluftreifen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass sich das freie Ende (17) des zweiten Abschnitts (5b) der ersten Arbeitslage (5) a) bis mindestens zur Umfangsmittellinie (9) des Laufstreifens (2), oder b) bis vor eine dem Schulterbereich (8) am nächsten angeordnete Umfangsrille (21), oder c) bis zu der dem Schulterbereich (8) am nächsten angeordneten Umfangsrille (21), oder d) in axialer Richtung des Fahrzeugluftreifens (1) um mindestens 5 mm über die dem Schulterbereich (8) am nächsten angeordnete Umfangsrille (21) hinaus erstreckt.
  9. Fahrzeugluftreifen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die erste Kautschukmischung der ersten Kautschuklage (2a) einen Rillengrund (10) einer Rille (21, 22) des Laufstreifens (2) umgibt.
  10. Fahrzeugluftreifen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine parallel zu einer Laufstreifenperipherie (24) des Laufstreifens (2) verlaufende, die erste Kautschuklage (2a) von radial außen berührende erste Einhüllende (23) wenigstens bereichsweise radial außerhalb eines Rillengrundes (10) einer Rille (20, 21) des Laufstreifens (2) erstreckt.
  11. Fahrzeugluftreifen (1) nach Anspruch 10 , dadurch gekennzeichnet , dass die erste Einhüllende (23) des radial außerhalb des Rillengrundes (10) befindlichen Teils der ersten Kautschuklage (2a) in radialer Richtung um mindestens 1,6 mm beabstandet zum Rillengrund (10) verläuft.
  12. Fahrzeugluftreifen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine Rückprallelastizität der ersten Kautschukmischung bei einer Temperatur von 70°C mindestens 65%, vorzugsweise mindestens 68%, ferner bevorzugt mindestens 70%, beträgt.
  13. Fahrzeugluftreifen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass im Schulterbereich (8) des Fahrzeugluftreifens (1) radial außerhalb des freien Endes (17) der zweiten Arbeitslage (6) ein Gummistreifen (25) angeordnet ist.
  14. Fahrzeugluftreifen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass im Schulterbereich (8) des Fahrzeugluftreifens (1) radial innerhalb des freien Endes (17) der zweiten Arbeitslage (6) mindestens ein Gummistreifen (26) angeordnet ist.
  15. Fahrzeugluftreifen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass im Schulterbereich (8) des Fahrzeugluftreifens (1) räumlich zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt (5a, 5b) der ersten Arbeitslage (5) ein Gürtelpolster (27) angeordnet ist.

Description

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugluftreifen mit einem Gürtelverband mit zumindest zwei aufeinanderliegenden Gürtellagen aus in eine Gürtelgummierung eingebetteten, parallel zueinander verlaufenden Festigkeitsträgern, wobei die Gürtellagen eine radial innere erste Arbeitslage und eine radial äußere zweite Arbeitslage aufweisen. Aus der US 8 555 942 B2 geht ein Fahrzeugluftreifen hervor, mit einem radialen Karkassgürtel, der einen Kronengürtel aufweist, der aus mindestens zwei Arbeitslagen aus Verstärkungselementen besteht, die von einer Lage zur anderen gekreuzt sind, indem sie zu der Umfangsrichtung Winkel zwischen 10° und 45° bilden. Eine Lauffläche ist mit zwei Wülsten über zwei Flanken verbunden, wobei der Kronengürtel zwischen den Arbeitslagen mindestens eine zusätzliche Lage aus Verstärkungselementen aufweist. Die axialen Enden der radial inneren Arbeitslage sind gefaltet, um die axialen Enden der radial äußeren Arbeitslage radial außerhalb der zusätzlichen Lage abzudecken. Ferner sind die Verstärkungselemente der radial inneren Arbeitslage elastisch ausgeführt. Mit der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen steigen die Anforderungen an die Tragfähigkeit von Fahrzeugluftreifen für Nutzfahrzeuge stetig. Dies führt insbesondere zu erhöhten Anforderungen an die Haltbarkeit des Kronenbereichs des Fahrzeugluftreifens, insbesondere in den Randbereichen. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Fahrzeugluftreifen mit einer verbesserten Tragfähigkeit und Lebensdauer, insbesondere im Randbereich des Gürtelverbandes, bereitzustellen. Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand von Patentanspruch 1. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Ein erfindungsgemäßer Fahrzeugluftreifen umfasst einen Laufstreifen, eine Karkasse und einen dazwischen angeordneten Gürtelverband mit zumindest zwei aufeinanderliegenden Gürtellagen aus in eine Gürtelgummierung eingebetteten, parallel zueinander verlaufenden Festigkeitsträgern, wobei die Gürtellagen eine erste Arbeitslage und eine zweite Arbeitslage aufweisen, wobei die erste Arbeitslage einen ersten Abschnitt, der radial innerhalb der zweiten Arbeitslage angeordnet ist, sowie einen radial außerhalb des ersten Abschnitts angeordneten zweiten Abschnitt aufweist, wobei die Abschnitte der ersten Arbeitslage über eine Faltung einstückig ausgebildet sind, wobei die Faltung im Schulterbereich des Fahrzeugluftreifens angeordnet ist, wobei der Laufstreifen zweischichtig ausgebildet ist, aufweisend eine radial innere erste Kautschuklage aus einer ersten Kautschukmischung und eine radial äußere zweite Kautschuklage aus einer zur ersten Kautschukmischung unterschiedlichen zweiten Kautschukmischung, wobei ein Volumen der ersten Kautschuklage mindestens 20% und höchstens 60%, bevorzugt mindestens 25% und höchstens 45%, besonders bevorzugt mindestens 30% und höchstens 40%, des Gesamtvolumens des Laufstreifens beträgt. Anders gesagt bestehen 20% bis 60%, vorzugsweise, 25% bis 45%, bevorzugt 30% bis 40%, des Gesamtvolumens des Laufstreifens aus dem ersten Kautschukmaterial und entsprechend 80% bis 40%, vorzugsweise, 75% bis 55%, bevorzugt 70% bis 60%, des Gesamtvolumens des Laufstreifens aus dem zweiten Kautschukmaterial. Demnach ist der Volumenanteil des ersten Kautschukmaterials einer Grundschicht („base“) des Laufstreifens im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugluftreifen deutlich höher. Für die Erfindung ist eine Kombination aus einem Gürtelverband mit einer gefalteten radial inneren Arbeitslage sowie der mehrschichten Ausgestaltung des Laufstreifens mit einem höheren Volumenanteil der ersten Kautschuklage bzw. Grundschicht wesentlich. Der Laufstreifen ist also im Mehrkomponentenaufbau ausgebildet. Das erste Kautschukmaterial der ersten Kautschuklage zeichnet sich, insbesondere im Vergleich zum zweiten Kautschukmaterial der zweiten Kautschuklage, durch eine gute Wärmeleitfähigkeit aus. Die Kombination aus einem gefalteten Gürtel, der aufgrund der erhöhten Schultersteifigkeit und der Beseitigung von offenen Kordelenden aus dem Schulterbereich die mechanische Belastbarkeit der Kante des Gürtelverbandes verbessert, sowie der sogenannten „high volume base“, die aufgrund ihrer geringen Hysterese eine Wärmeerzeugung an der Kante des Gürtelverbandes bzw. der Gurtkante reduziert, verbessert die Haltbarkeit der Gurtkante und damit die Lebensdauer des Fahrzeugluftreifens. Diese Kombination verbessert also insbesondere die thermischen und mechanischen Eigenschaften des Fahrzeugluftreifens. Mit einem derartigen Aufbau des Fahrzeugluftreifens, also der Kombination aus der gefalteten ersten Arbeitslage im Schulterbereich sowie der Mehrkomponenten-Bauweise des Laufstreifens, wird die Tragfähigkeit des Fahrzeugluftreifens verbessert, sodass der Fahrzeugluftreifen besonders für Nutzfahrzeugreifen, insbesondere für Elektrofahrzeuge, geeignet ist. Ein weiterer Vorteil der gefalteten Gürtelkonstruktion besteht darin, dass die Kante bzw. ein freies Ende der zw