DE-102024210551-A1 - Schmiermittelleitring zum Leiten von flüssigem Schmiermittel sowie Versorgungssystem
Abstract
Die Erfindung betrifft einen Schmiermittelleitring (13) zum Leiten von flüssigem Schmiermittel, umfassend einen ringförmigen Körper (14), welcher einen Durchgang (18) definiert, wobei der Durchgang (18) radial verläuft und der Zuleitung des Schmiermittels von radial außen nach radial innen dient. Dabei ist der Durchgang (18) durch einen Schlitz (15) gebildet, mit welchem der Körper (14) in Umfangsrichtung unter Bildung freier Enden (16, 17) unterbrochen ist, wobei der Körper (14) zumindest abschnittsweise federnd gestaltet und durch in Umfangsrichtung orientiertes Relativbewegen seiner freien Enden (16, 17) radial elastisch veränderbar ist. Ferner ist der Körper (14) radial außen an seinen freien Enden (16, 17) jeweils mit je einer Schmiermittelleitfläche (22, 23) versehen, welche jeweils gegenüber einer Außenmantelfläche (28) des Körpers (14) zu dem Durchgang (18) hin nach radial innen geneigt verläuft und jeweils für eine Zuleitung des Schmiermittels zu dem Durchgang (18) vorgesehen ist.
Inventors
- Josua Schenk
- Gerhard Höring
- Lukas Kaa
- Julian Burkhart
Assignees
- ZF FRIEDRICHSHAFEN AG
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241104
Claims (15)
- Schmiermittelleitring (13) zum Leiten von flüssigem Schmiermittel, umfassend einen ringförmigen Körper (14), welcher einen Durchgang (18) definiert, wobei der Durchgang (18) radial verläuft und der Zuleitung des Schmiermittels von radial außen nach radial innen dient, dadurch gekennzeichnet , dass der Durchgang (18) durch einen Schlitz (15) gebildet ist, mit welchem der Körper (14) in Umfangsrichtung unter Bildung freier Enden (16, 17) unterbrochen ist, dass der Körper (14) zumindest abschnittsweise federnd gestaltet und durch in Umfangsrichtung orientiertes Relativbewegen seiner freien Enden (16, 17) radial elastisch veränderbar ist, und dass der Körper (14) radial außen an seinen freien Enden (16, 17) jeweils mit je einer Schmiermittelleitfläche (22, 23) versehen ist, welche jeweils gegenüber einer Außenmantelfläche (28) des Körpers (14) zu dem Durchgang (18) hin nach radial innen geneigt verläuft und jeweils für eine Zuleitung des Schmiermittels zu dem Durchgang (18) vorgesehen ist.
- Schmiermittelleitring (13) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die je eine Schmiermittelleitfläche (22, 23) durch je einen Boden (24, 25) jeweils einer Zulaufrinne (26, 27) gebildet ist, die jeweils radial außen an dem jeweiligen freien Ende (16, 17) des Körpers (14) in Umfangsrichtung sowie zu dem Durchgang (18) hin nach radial innen geneigt verlaufend ausgestaltet ist und an dem Durchgang (18) mündet.
- Schmiermittelleitring (13) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die jeweils eine Zulaufrinne (26, 27) axial beidseitig durch zugehörige Seitenwände (29, 30, 31, 32) begrenzt ist.
- Schmiermittelleitring (13) nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass die zugehörigen Seitenwände (29, 30, 31, 32) zumindest abschnittsweise gegenüber der Außenmantelfläche (28) des Körpers (14) nach radial außen vorstehen.
- Schmiermittelleitring (13) nach einem der Ansprüche 2 bis 4 , dadurch gekennzeichnet , dass die jeweils eine Zulaufrinne (26, 27) durch jeweils eine Einwölbung definiert ist, welche in den Körper (14) von radial außen her eingebracht ist.
- Schmiermittelleitring (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass an den freien Enden (16, 17) des Körpers (14) jeweils in Umfangsrichtung von dem Durchgang (18) weg weisende Angriffsflächen (20, 21) ausgestaltet sind, die jeweils für die Einleitung je einer in Umfangsrichtung wirkenden Montagekraft (19) zum Relativbewegen der freien Enden (16, 17) vorgesehen sind.
- Schmiermittelleitring (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Körper (14) an einem Innenumfang mit einem Bund (33) versehen ist, welcher nach radial innen vorstehend sowie in Umfangsrichtung verlaufend ausgestaltet ist.
- Schmiermittelleitring (13) nach Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet , dass der Bund (33) diametral gegenüberliegend zu dem Durchgang (18) eine maximale Erstreckung nach radial innen aufweist und sich in Umfangsrichtung jeweils beidseitig dieser maximalen Erstreckung kontinuierlich radial in Richtung einer Innenmantelfläche (34) des Körpers (14) reduziert.
- Schmiermittelleitring (13) nach Anspruch 7 oder 8 , dadurch gekennzeichnet , dass der Bund (33) axial mittig an dem Innenumfang des Körpers (14) ausgestaltet ist.
- Schmiermittelleitring (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine einstückige Ausbildung, insbesondere aus einem thermoplastischen Kunststoff.
- Versorgungssystem (1) für eine Zuführung von Schmiermittel, umfassend ein feststehendes Bauteil, insbesondere ein Gehäuse, in welchem ein Schmiermittelsammelraum (9) ausgestaltet ist, wobei vertikal untenliegend zu dem Schmiermittelsammelraum (9) ein Innenraum (11) ausgestaltet ist, welcher über einen Übergang (12) mit dem Schmiermittelsammelraum (9) verbunden ist und in dem ein aus dem Schmiermittelsammelraum (9) zu versorgender Bereich liegt, wobei in dem Innenraum (11) und an dem Übergang (12) ein Schmiermittelleitring (13) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10 aufgenommen ist, indem der Schmiermittelleitring (13) durch radial elastische Verkleinerung seines Körpers (14) in den Innenraum (11) eingeführt worden und dort durch eine auf die Verkleinerung nachfolgende Aufweitung seines Körpers (14) gehalten ist, und wobei der Schmiermittelleitring (13) mit den freien Enden (16, 17) seines Körpers (14) im Übergang (12) liegt und dadurch über die an den freien Enden (16, 17) vorgesehenen Schmiermittelleitflächen (22, 23) Zuleitungen von Schmiermittel aus dem Schmiermittelsammelraum (9) über den Durchgang (18) des Schmiermittelleitringes (13) in einen radialen Innenbereich des Schmiermittelleitringes (13) und damit in den Innenraum (11) darstellbar sind.
- Versorgungssystem (1) nach Anspruch 11 und umfassend einen zumindest nach Anspruch 4 gestalteten Schmiermittelleitring (13), dadurch gekennzeichnet , dass die radial nach außen vorstehenden Seitenwände (29, 30, 31, 32) Verdrehungen des Schmiermittelleitringes (13) in dem Innenraum (11) begrenzen.
- Versorgungssystem (1) nach Anspruch 11 oder 12 , dadurch gekennzeichnet , dass der zu versorgende Bereich in Form von Zahneingriffen zwischen Mitnahmeverzahnungen (5, 6) vorliegt, die jeweils an zwei über die Zahneingriffe drehfest miteinander verbundenen Wellen (2, 3) ausgestaltet sind, wobei die eine Welle (2) dabei zumindest an ihrem Wellenende (8), an welchem die Zahneingriffe hergestellt sind, als Hohlwelle gestaltet ist, an deren Innenumfang die zugehörige Mitnahmeverzahnung (5) ausgestaltet und in die die andere Welle (3) mit einem Wellenende (7) und der hieran ausgebildeten, zugehörigen Mitnahmeverzahnung (6) axial eingeführt ist.
- Versorgungssystem (1) nach Anspruch 13 , dadurch gekennzeichnet , dass die eine Welle (2) an ihrem Wellenende (8) mit mindestens einem Durchbruch (36) versehen ist, der jeweils einerseits an einem Zwischenraum, welcher mit dem Durchgang (18) des Schmiermittelleitringes (13) räumlich verbunden ist, sowie andererseits am Innenumfang der als Hohlwelle gestalteten Welle (2) mündet.
- Versorgungssystem (1) nach Anspruch 13 oder 14 , dadurch gekennzeichnet , dass axial benachbart zu dem Schmiermittelleitring (13) ein Lager (4) angeordnet ist, über welches die beiden Wellen (2, 3) drehbar gelagert sind, wobei der radiale Innenbereich des Schmiermittelleitringes (13) räumlich mit dem Lager (4) verbunden ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Schmiermittelleitring zum Leiten von flüssigem Schmiermittel, umfassend einen ringförmigen Körper, welcher einen Durchgang definiert, wobei der Durchgang radial verläuft und der Zuleitung des Schmiermittels von radial au-ßen nach radial innen dient. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Versorgungssystem mit einem vorgenannten Schmiermittelleitring. In der Technik ist es in vielen Bereichen üblich, zu schmierende und/oder zu kühlende Bereiche und Komponenten mit Schmiermittel zu versorgen, wozu die entsprechenden Bereiche und Komponenten zumeist in ein zugehöriges Versorgungssystem eingebunden sind, über welches Schmiermittel gezielt zugeführt wird. So werden in mechanischen Systemen beispielsweise Lagerstellen, Zahneingriffe, etc. gezielt versorgt. Innerhalb des jeweiligen Versorgungssystems wird das Schmiermittel dabei zumeist über eine Förderpumpe aus einem Schmiermittelreservoir entnommen und zu den jeweiligen Bereichen bzw. den jeweiligen Bauteilen gefördert. Teilweise sind bei einem Versorgungssystem dabei Leitelemente vorgesehen, über welche jeweils im Bereich einer zu versorgenden Komponente eine gezielte Leitung von Schmiermittel verwirklicht wird. Aus der CN 209587103 U geht ein Versorgungssystem hervor, in welchem ein zwischen Mitnahmeverzahnungen hergestellter Zahneingriff mit Schmiermittel versorgt werden kann, wobei über den Zahneingriff dabei eine drehfeste Verbindung zwischen zwei Wellen vorgenommen ist. Eine Zuleitung des Schmiermittels findet dabei über einen Schmiermittelleitring statt, der das Schmiermittel dazu von radial außen zuleitet. Der Schmiermittelleitring verfügt über einen ringförmigen Körper, welcher unter anderem radial verlaufende Durchgänge aufweist, über die jeweils Schmiermittel von radial außen nach radial innen geleitet und im Folgenden dann dem Zahneingriff zugeleitet werden kann. Ausgehend vom vorstehend beschriebenen Stand der Technik ist es nun die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Schmiermittelleitring zu schaffen, mittels welchem eine geeignete radiale Zuleitung von Schmiermittel realisiert werden kann, der aber gleichzeitig auf zuverlässige Weise in dem entsprechenden Bereich eines Versorgungssystems möglichst selbsthaltend befestigt werden kann. Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Die hierauf folgenden, abhängigen Ansprüche geben jeweils vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder. Ein Versorgungssystem, in welchem ein erfindungsgemäßer Schmiermittelleitring vorgesehen ist, ist ferner Gegenstand der Ansprüche 11 bis 15. Gemäß der Erfindung umfasst ein Schmiermittelleitring einen ringförmigen Körper, welcher einen Durchgang definiert, wobei der Durchgang radial verläuft und der Zuleitung des Schmiermittels von radial außen nach radial innen dient. Der erfindungsgemäße Schmiermittelleitring ist also zum Leiten von flüssigem Schmiermittel vorgesehen, bei welchem es sich insbesondere um Öl handelt. Dieses Leiten des Schmiermittels findet bei dem erfindungsgemäßen Schmiermittelleitring von radial außen nach radial innen über einen Durchgang statt, der durch einen Körper des Schmiermittelleitrings gebildet ist. Der Körper des Schmiermittelleitrings ist ringförmig gestaltet, worunter im Sinne der Erfindung zu verstehen ist, dass der Körper des Schmiermittelleitrings in seinem Querschnitt zumindest weitestgehend als Ring gestaltet ist. Bevorzugt weist der Körper des Schmiermittelleitrings neben seiner Ringform zudem eine Erstreckung in axialer Richtung auf, was dem Körper gemeinsam mit seinem ringförmigen Querschnitt eine hohlzylinderartige bzw. rohrstückartige Gestalt verleiht. Die Erfindung umfasst nun die technische Lehre, dass der Durchgang durch einen Schlitz gebildet ist, mit welchem der Körper in Umfangsrichtung unter Bildung freier Enden unterbrochen ist. Dabei ist der Körper zumindest abschnittsweise federnd gestaltet und kann durch in Umfangsrichtung orientiertes Relativbewegen seiner freien Enden radial elastisch verändert werden. Ferner ist der Körper radial außen an seinen freien Enden jeweils mit je einer Schmiermittelleitfläche versehen, welche jeweils gegenüber einer Außenmantelfläche des Körpers zu dem Durchgang hin nach radial innen geneigt verläuft und jeweils für eine Zuleitung des Schmiermittels zu dem Durchgang vorgesehen ist. Mit anderen Worten ist der ringförmige Körper also geschlitzt ausgebildet, wobei der den Körper durchdringende Schlitz dabei den radial verlaufenden Durchgang definiert. Abgesehen von der Bildung des radialen Durchgangs werden über den Schlitz außerdem freie Enden des Körpers in Umfangsrichtung ausgestaltet, wobei der Körper des erfindungsgemäßen Schmiermittelleitrings an zumindest einem Teilabschnitt federnd ausgeführt ist, so dass der Körper durch relative Bewegungen der freien Enden des Körpers zueinander in Umfangsrichtung radial elastisch variiert werden kann. Außerdem ist der Körper an seinen f