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DE-102024210556-A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Erfassung einer Lebewesenansammlung in Gebäuden in einem Katastrophenfall

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Abstract

Vorrichtung und Verfahren zur computerimplementierten Erfassung einer Lebewesenansammlung in Gebäuden (402) in einem Katastrophenfall, wobei eine Karte (200) bereitgestellt wird, wobei die Karte (200) eine Lage der Gebäude (402) definiert, wobei eine Anzahl von Lebewesen im jeweiligen Gebäude (402), insbesondere von einer Vorrichtung außerhalb der Ansammlung von Gebäuden (402), empfangen wird, und wobei, insbesondere von der Vorrichtung, ein Bild (400) erzeugt wird, das die Karte (200) und für die vom Katastrophenfall betroffenen Gebäude (404) die Anzahl von Lebewesen je Gebäude (404) darstellt.

Inventors

  • Holger Mindt

Assignees

  • Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241104

Claims (12)

  1. Verfahren zur insbesondere computerimplementierten Erfassung einer Lebewesenansammlung in Gebäuden (202) in einem Katastrophenfall, dadurch gekennzeichnet , dass eine Karte (200) bereitgestellt wird (502), wobei die Karte (200) eine Lage der Gebäude (202) definiert, wobei eine Anzahl von Lebewesen im jeweiligen Gebäude (202), insbesondere von einer Vorrichtung (100) außerhalb der Ansammlung von Gebäuden (202), empfangen wird (504), und wobei, insbesondere von der Vorrichtung (100), ein Bild (400) erzeugt wird (508), das die Karte (200) und für die vom Katastrophenfall betroffenen Gebäude (402) die Anzahl von Lebewesen je Gebäude (402) darstellt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die empfangene Anzahl von Lebewesen im jeweiligen Gebäude (202) zyklisch, insbesondere in einem Sekundenraster, beispielsweise in einem 1 Sekunden Raster, gespeichert wird, und wobei das Bild (400) mit der für das jeweilige Gebäude (402) zuletzt gespeicherten Anzahl erzeugt wird (508).
  3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Anzahl von Lebewesen im jeweiligen Gebäude (202) zyklisch, insbesondere in einem Minutenraster, beispielsweise nach 30 Minuten, überschrieben wird, wobei wenn ein Verbindungsabriss erkannt wird, der den weiteren Empfang der Anzahl von Lebewesen aus einem Gebäude (202) unmöglich macht, die Anzahl von Lebewesen im Gebäude (20) eingefroren wird, und wobei das Bild (400) mit der eingefrorenen Anzahl bestimmt wird (508).
  4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Anzahl von Lebewesen in wenigstens einem Gebäude (202) aus der Ansammlung von Gebäuden (202) von einer, insbesondere in dem wenigstens einen Gebäude (202) angeordneten, Einrichtung für sensorbasierte Umfelderfassung und Kommunikation bestimmt und/oder empfangen wird (504).
  5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Anzahl von Lebewesen in wenigstens einem Gebäude (202) aus der Ansammlung von Gebäuden (202) von einer, insbesondere in dem wenigstens einen Gebäude (202) angeordneten, Personenzählanlage bestimmt und/oder empfangen wird (504).
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3 , dadurch gekennzeichnet , dass eine Anzahl von sich in wenigstens einem Gebäude (202) aus der Ansammlung von Gebäuden (202) befindenden mobilen Endgeräten festgestellt wird, wobei die Anzahl von Lebewesen im wenigstens einen Gebäude (202) abhängig von der Anzahl von sich im wenigstens einen Gebäude (202) befindenden mobilen Endgeräten bestimmt wird (504).
  7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine Information über vom Katastrophenfall betroffene Gebäude (402) empfangen wird (506), wobei die vom Katastrophenfall betroffenen Gebäude (402) abhängig von der Information aus der Ansammlung von Gebäuden (202) ausgewählt werden (508).
  8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Bild (400) einem Nutzer bereitgestellt wird (508).
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass das Bild (400) einem Nutzer nach einer erfolgreichen Authentifizierung des Nutzers und/oder einer erfolgreichen Prüfung einer Autorisierung des Nutzers auf das Bild (400) zugreifen zu dürfen, bereitgestellt wird, und das Bild (400) anderenfalls dem Nutzer nicht bereitgestellt wird (508).
  10. Vorrichtung (100) zur insbesondere computerimplementierten Erfassung einer Lebewesenansammlung in Gebäuden in einem Katastrophenfall, dadurch gekennzeichnet , dass die Vorrichtung (100) ausgebildet ist, das Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche auszuführen.
  11. Computerprogramm, dadurch gekennzeichnet , dass das Computerprogramm dazu ausgebildet ist, computerlesbare Instruktionen auszuführen, bei deren Ausführung durch einen Computer auf dem Computer das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 abläuft.
  12. Maschinenlesbares Speichermedium, auf dem das Computerprogramm nach Anspruch 11 gepeichert ist.

Description

Stand der Technik Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur insbesondere computerimplementierten Erfassung einer Lebewesenansammlung in Gebäuden in einem Katastrophenfall. Information über die Situation in Gebäuden ist insbesondere in einem Katastrophenfall sehr hilfreich. Offenbarung der Erfindung Ein Verfahren zur insbesondere computerimplementierten Erfassung einer Lebewesenansammlung in Gebäuden in einem Katastrophenfall sieht vor, dass eine Karte bereitgestellt wird, wobei die Karte eine Lage der Gebäude definiert, wobei eine Anzahl von Lebewesen im jeweiligen Gebäude, insbesondere von einer Vorrichtung außerhalb der Ansammlung von Gebäuden, empfangen wird, und wobei, insbesondere von der Vorrichtung, ein Bild erzeugt wird, das die Karte und für die vom Katastrophenfall betroffenen Gebäude die Anzahl von Lebewesen je Gebäude darstellt. Dadurch erhalten Nutzer im Katastrophenfall ein aktuelles Bild der Situation in den Gebäuden. Durch eine zyklische Erfassung und Speicherung von einer Anzahl an Lebewesen, die sich zu einem bestimmten Ereignis, nämlich der Katastrophe, wie z.B. einem Erdbeben, aufgehalten haben. Diese gespeicherte Zahl an Lebewesen ist ein Rettungsindikator. Bei vielen eingestürzten Gebäuden hilft sie „Rettungsschwerpunkte“ zu setzen. Mit diesem Digitalen Zwilling wird ein Abbild der Realität erstellt, und die erfasste Anzahl wird konserviert. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die empfangene Anzahl von Lebewesen im jeweiligen Gebäude zyklisch, insbesondere in einem Sekundenraster, beispielsweise in einem 1 Sekunden Raster, gespeichert wird, und wobei das Bild mit der für das jeweilige Gebäude zuletzt gespeicherten Anzahl erzeugt wird. Dadurch wird die Information aktualisiert. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Anzahl von Lebewesen im jeweiligen Gebäude zyklisch, insbesondere in einem Minutenraster, beispielsweise nach 30 Minuten, überschrieben wird, wobei wenn ein Verbindungsabriss erkannt wird, der den weiteren Empfang der Anzahl von Lebewesen aus einem Gebäude unmöglich macht, die Anzahl von Lebewesen im Gebäude eingefroren wird, und wobei das Bild mit der eingefrorenen Anzahl bestimmt wird. Dadurch ist bei einem Verbindungsausfall weiterhin die letzte aktuellste Information über die Situation im Gebäude verfügbar. Die Anzahl kann auf unterschiedliche Art und Weise erfasst werden:Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Anzahl von Lebewesen in wenigstens einem Gebäude aus der Ansammlung von Gebäuden von einer, insbesondere in dem wenigstens einen Gebäude angeordneten, Einrichtung für sensorbasierte Umfelderfassung und Kommunikation (ICAS - integrated communication and sensing) bestimmt und/oder empfangen wird. Gemäß einer Ausführungsform ist die Einrichtung Teil der Vorrichtung oder als die Vorrichtung ausgebildet. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Anzahl von Lebewesen in wenigstens einem Gebäude aus der Ansammlung von Gebäuden von einer, insbesondere in dem wenigstens einen Gebäude angeordneten, Personenzählanlage bestimmt und/oder empfangen wird. Gemäß einer Ausführungsform ist die Personenzählanlage Teil der Vorrichtung oder als die Vorrichtung ausgebildet. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass eine Anzahl von sich in wenigstens einem Gebäude aus der Ansammlung von Gebäuden befindenden mobilen Endgeräten festgestellt wird, wobei die Anzahl von Lebewesen im wenigstens einen Gebäude abhängig von der Anzahl von sich im wenigstens einen Gebäude befindenden mobilen Endgeräten bestimmt wird. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass eine Information über vom Katastrophenfall betroffene Gebäude empfangen wird, wobei die vom Katastrophenfall betroffenen Gebäude abhängig von der Information aus der Ansammlung von Gebäuden ausgewählt werden. Dadurch werden die betroffenen Gebäude gegenüber den nicht betroffenen Gebäuden hervorgehoben. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Bild einem Nutzer bereitgestellt wird. Dadurch erhalten die Rettungskräfte aktuellste Information. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Bild einem Nutzer nach einer erfolgreichen Authentifizierung des Nutzers und/oder einer erfolgreichen Prüfung einer Autorisierung des Nutzers auf das Bild zugreifen zu dürfen, bereitgestellt wird, und das Bild anderenfalls dem Nutzer nicht bereitgestellt wird. Dadurch erhalten befugte Rettungskräfte aktuellste Information. Eine Vorrichtung zur insbesondere computerimplementierten Erfassung einer Lebewesenansammlung in Gebäuden in einem Katastrophenfall ist ausgebildet, das Verfahren auszuführen. Es kann ein Computerprogramm vorgesehen sein, wobei das Computerprogramm dazu ausgebildet ist, computerlesbare Instruktionen auszuführen, bei deren Ausführung durch einen Computer auf dem Computer das Verfahren abläuft. Ferner kann ein maschinenlesbares Speichermedium vorgesehen sein, auf dem das Computerprogramm gespeichert ist. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind der folgenden Beschreibung und der Zeichnung entnehmbar. In der Zeichnung zeigt:1 eine schematische Darstellung ein