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DE-102024210564-A1 - Prüfsystem zur Überprüfung einer korrekten Einbaulage eines Spannstifts in einer Aufnahmebohrung sowie Montageverfahren zum Zusammenbau eines Differentials

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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Prüfsystem zur Überprüfung einer korrekten Einbaulage eines Spannstifts 10 in einer Aufnahmebohrung 9 eines Bauteils. Die Aufnahmebohrung 9 weist auf ihrer Einführseite des Spannstifts (10) koaxial eine Gewindebohrung 11 auf, in die eine Außengewinde aufweisende Hülse 12 mit einer koaxialen Hülsenbohrung 14 bis zu einer Sollposition einschraubbar ist. Mit einem in der koaxialen Hülsenbohrung 14 verschiebbar angeordneten Führungsstift 15, der mit seiner spannstiftseitigen Führungsstift-Stirnseite 17 aus der Hülse 12 herausragt und bis zur Anlage an der ihr zugewandten Spannstift-Stirnseite des Spannstifts 10 verschiebbar ist. Mit einer nicht vollständig durchgehenden Radialbohrung 18 in der Wandung der Hülse 12, in der ein Bauelement größerer radialer Erstreckung als der Dicke der Wandung der Hülse 12 radial verschieblich angeordnet ist. Mit einer einen Boden aufweisenden radialen Ausnehmung 23 in der radial umlaufenden Wand des Führungsstifts 15, die bei korrekter Einbaulage des Spannstifts 10 und Anlage der spannstiftseitigen Führungsstift-Stirnseite 17) an der Spannstift-Stirnseite des Spannstifts 10 in radialer Überdeckung mit der Radialbohrung 18 ist und das Bauelement vollständig in die Radialbohrung 18 und die radiale Ausnehmung 23 eingetaucht ist, und die bei unkorrekter Einbaulage des Spannstifts 10 und Anlage der spannstiftseitigen Führungsstift-Stirnseite 17 an der Spannstift-Stirnseite des Spannstifts 10 die radiale Ausnehmung 23 ganz oder teilweise außer Überdeckung mit der Radialbohrung 18 ist und das Bauelement teilweise radial nach außen aus der Radialbohrung 18 ragt.

Inventors

  • Wolfgang Peinkofer

Assignees

  • ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241104

Claims (8)

  1. Prüfsystem zur Überprüfung einer korrekten Einbaulage eines Spannstifts (10) in einer Aufnahmebohrung (9) eines Bauteils, dadurch gekennzeichnet , daß die Aufnahmebohrung (9) auf ihrer Einführseite des Spannstifts (10) koaxial eine Gewindebohrung (11) aufweist, in die eine Außengewinde aufweisende Hülse (12) mit einer koaxialen Hülsenbohrung (14) bis zu einer Sollposition einschraubbar ist, mit einem in der koaxialen Hülsenbohrung (14) verschiebbar angeordneten Führungsstift (15), der mit seiner spannstiftseitigen Führungsstift-Stirnseite (17) aus der Hülse (12) herausragt und bis zur Anlage an der ihr zugewandten Spannstift-Stirnseite des Spannstifts (10) verschiebbar ist, mit einer nicht vollständig durchgehenden Radialbohrung (18) in der Wandung der Hülse (12), in der ein Bauelement größerer radialer Erstreckung als der Dicke der Wandung der Hülse (12) radial verschieblich angeordnet ist, mit einer einen Boden aufweisenden radialen Ausnehmung (23) in der radial umlaufenden Wand des Führungsstifts (15), die bei korrekter Einbaulage des Spannstifts (10) und Anlage der spannstiftseitigen Führungsstift-Stirnseite (17) an der Spannstift-Stirnseite des Spannstifts (10) in radialer Überdeckung mit der Radialbohrung (18) ist und das Bauelement vollständig in die Radialbohrung (18) und die radiale Ausnehmung (23) eingetaucht ist, und die bei unkorrekter Einbaulage des Spannstifts (10) und Anlage der spannstiftseitigen Führungsstift-Stirnseite (17) an der Spannstift-Stirnseite des Spannstifts (10) die radiale Ausnehmung (23) ganz oder teilweise außer Überdeckung mit der Radialbohrung (18) ist und das Bauelement teilweise radial nach außen aus der Radialbohrung (18) ragt.
  2. Prüfeinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass der Führungsstift (15) zur Spannstiftseite hin federbelastet ist.
  3. Prüfeinrichtung nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die den Führungsstift (15) umschließend eine Federkammer (24) an der Innenwand der Hülse (12) ausgebildet ist, in der eine den Führungsstift (15) umschließende vorgespannte Schraubendruckfeder (25) angeordnet ist, die mit ihrem einen Ende an der Hülse (12) abgestützt ist und mit ihrem anderen Ende den Führungsstift (15) zur Spannstiftseite hin federbelastet.
  4. Prüfeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Verschiebeweg des Führungsstifts (15) anschlagbegrenzt ist.
  5. Prüfeinrichtung nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass der Führungsstift (15) an seiner Mantelfläche eine Längsnut (21) aufweist, in die ein an der Hülse (12) angeordneter Anschlagzapfen (20) radial hineinragt.
  6. Prüfeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass an der Spannstiftseite des Führungsstifts (15) ein Taststempel (16) angeordnet ist.
  7. Montageverfahren zum Zusammenbau eines Differentials mit einem Ausgleichskegelräder (6) tragenden, sich quer zu Abtriebsachsen (8) erstreckenden Ausgleichsbolzen (4) die von einem Differentialkorb (2) umschlossen sind, der mit einem Tellerrad (1) verbunden ist, wobei die radial äußeren Endbereiche der Ausgleichsbolzen (4) sowie der Differentialkorb (2) von mindestens einer zu den Abtriebsachsen (8) parallelen Aufnahmebohrung (9) durchsetzt ist, in die ein Spannstift (10) eingesetzt ist, dessen korrekte Einbaulage in der Aufnahmebohrung (9) durch ein Prüfsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5 überprüfbar ist, dadurch gekennzeichnet , dass nach Zusammenfügen von Ausgleichsbolzen (4) und Differentialkorb (2) und Einsetzen des Spannstifts (10) die Hülse (12) in die im Differentialkorb (2) ausgebildete Gewindebohrung (11) bis zu der Sollposition eingeschraubt wird, sowie der Führungsstift (15) in die Hülsenbohrung (14) bis zur Anlage an der ihm zugewandten Spannstift-Stirnseite verschoben wird.
  8. Montageverfahren nach Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet , dass das Tellerrad (1) eine zur Aufnahmebohrung (9) koaxiale Tellerradbohrung (26) gleichen Durchmessers, wie dem Durchmesser der Hülse (12) aufweist, mit der das Tellerrad (1) bis zu seiner Montageposition an dem Differentialkorb (2) auf die Hülse (12) aufschiebbar ist.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Prüfsystem zur Überprüfung einer korrekten Einbaulage eines Spannstifts in einer Aufnahmebohrung eines Bauteils. Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf ein Montageverfahren zum Zusammenbau eines Differentials mit einem Ausgleichskegelräder tragenden, sich quer zu Abtriebsachsen erstreckenden Ausgleichsbolzen, die von einem Differentialkorb umschlossen sind, der mit einem Tellerrad verbunden ist, wobei die radial äußeren Endbereiche der Ausgleichsbolzen sowie der Differentialkorb von mindestens einer zu den Antriebsachsen parallelen Aufnahmebohrung durchsetzt ist, in die ein Spannstift eingesetzt ist, dessen korrekte Einbaulage in der Aufnahmebohrung durch ein Prüfsystem überprüfbar ist. Bei einer der Verwendung von Spannstiften zur Verbindung von zwei Bauteilen besteht das Problem, daß man nicht feststellen kann, ob der Spannstift bis in seine korrekte Einbaulage in die Aufnahmebohrung eingetaucht ist oder sogar überhaupt nicht in die Aufnahmebohrung eingesetzt ist. Aufgabe der Erfindung ist es daher ein Prüfsystem zur Überprüfung einer korrekten Einbaulage eines Spannstifts in einer Aufnahmebohrung eines Bauteils sowie ein Montageverfahren zum Zusammenbau eines Differentials zu schaffen, durch das diese Nachteile beseitigt werden und die bei einfachem Aufbau und schnell auf korrekten Einbau des Spannstifts prüfbar sind. Diese Aufgabe wird bei einem Prüfsystem zur Überprüfung einer korrekten Einbaulage eines Spannstifts in einer Aufnahmebohrung eines Bauteils erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Aufnahmebohrung auf ihrer Einführseite des Spannstifts koaxial eine Gewindebohrung aufweist, in die eine Außengewinde aufweisende Hülse mit einer koaxialen Hülsenbohrung bis zu einer Sollposition einschraubbar ist, mit einem in der koaxialen Hülsenbohrung (14) verschiebbar angeordneten Führungsstift, der mit seiner spannstiftseitigen Führungsstift-Stirnseite aus der Hülse herausragt und bis zur Anlage an der ihr zugewandten Spannstift-Stirnseite des Spannstifts verschiebbar ist, mit einer durchgehenden Radialbohrung in der Wandung der Hülse, in der ein Bauelement größerer radialer Erstreckung als der Dicke der Wandung der Hülse radial verschieblich angeordnet ist, mit einer einen Boden aufweisenden radialen Ausnehmung in der radial umlaufenden Wand des Führungsstifts, die bei korrekter Einbaulage des Spannstifts und Anlage der spannstiftseitigen Führungsstift-Stirnseite an der Spannstift-Stirnseite des Spannstifts in radialer Überdeckung mit der Radialbohrung ist und das Bauelement vollständig in die Radialbohrung und die radiale Ausnehmung eingetaucht ist, und die bei unkorrekter Einbaulage des Spannstifts und Anlage der spannstiftseitigen Führungsstift-Stirnseite an der Spannstift-Stirnseite des Spannstifts die radiale Ausnehmung ganz oder teilweise außer Überdeckung mit der Radialbohrung ist und das Bauelement teilweise radial nach außen aus der Radialbohrung ragt. Wird der Führungsstift in die Hülsenbohrung eingeführt und taucht das Bauelement vollständig in die Radialbohrung ein, so daß es nicht über die äußere Mantelfläche der Hülse herausragt, so befindet sich der Spannstift in seiner korrekten Einbaulage. Ragt das Bauelement aber aus der Radialbohrung heraus, befindet sich der Spannstift nicht in seiner korrekten Einbaulage oder ist überhaupt nicht vorhanden. Damit der Führungsstift mit erhöhter Sicherheit an der Spannstift-Stirnseite des Spannstifts zur Anlage kommt, kann der Führungsstift zur Spannstiftseite hin federbelastet sein. Dazu kann in einfachem Aufbau die den Führungsstift umschließend eine Federkammer an der Innenwand der Hülse ausgebildet ist, in der eine den Führungsstift umschließende vorgespannte Schraubendruckfeder angeordnet ist, die mit ihrem einen Ende an der Hülse abgestützt ist und mit ihrem anderen Ende den Führungsstift zur Spannstiftseite hin federbelastet. Ein Verlust des Führungsstifts wird auf einfache Weise vermieden, wenn der Verschiebeweg des Führungsstifts anschlagbegrenzt ist. Dazu kann der Führungsstift an seiner Mantelfläche eine Längsnut aufweisen, in die ein an der Hülse angeordneter Anschlagzapfen radial hineinragt. An der Spannstiftseite des Führungsstifts kann ein Taststempel angeordnet sein. Weiterhin wird die Aufgabe bei einem Montageverfahren zum Zusammenbau eines Differentials mit einem Ausgleichskegelräder tragenden, sich quer zu Abtriebsachsen erstreckenden Ausgleichsbolzen gelöst, die von einem Differentialkorb umschlossen sind, der mit einem Tellerrad verbunden ist, wobei die radial äußeren Endbereiche der Ausgleichsbolzen sowie der Differentialkorb von mindestens einer zu den Antriebsachsen parallelen Aufnahmebohrung durchsetzt ist, in die ein Spannstift eingesetzt ist, dessen korrekte Einbaulage in der Aufnahmebohrung durch ein Prüfsystem der eingangs genannten Art überprüfbar ist, indem nach Zusammenfügen von Ausgleichsbolzen und Differentialkorb und Einsetzen des Spannstifts die Hülse in die im Differentialkorb ausgebild