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DE-102024210570-A1 - Verfahren zur Erfassung einer Komposition eines Fahrzeugverbandes sowie Einrichtung und Computerprogramm dazu

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Abstract

Vorgeschlagen werden ein Verfahren zur Erfassung einer Komposition eines Fahrzeugverbandes, wobei der Fahrzeugverband aus einer Mehrzahl von Fahrzeugen besteht, welche entlang eines Fahrweges verfahrbar sind, und wobei ein erstes und ein zweites der Fahrzeuge jeweils einen Messaufnehmer zur Erfassung von eine Ortssignatur repräsentierenden Messignalen an einem jeweiligen Ort des Fahrzeugs aufweist, wobei eine Auswerteeinheit beim Verfahren der Fahrzeuge die Messignale der Messaufnehmer einliest und alle diejenigen Fahrzeuge als dem Fahrzeugverband zugehörig erfasst, deren Messaufnehmer beim Verfahren der Fahrzeuge dieselbe Ortssignatur erfasst haben sowie eine Auswerteinheit dazu.

Inventors

  • Florian SCHRAMM

Assignees

  • Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241104

Claims (9)

  1. Verfahren zur Erfassung einer Komposition eines Fahrzeugverbandes (1), wobei der Fahrzeugverband (1) aus einer Mehrzahl von Fahrzeugen (10, 20) besteht, welche entlang eines Fahrweges (100) verfahrbar sind, und wobei ein erstes (10) und ein zweites (20) der Fahrzeuge jeweils einen Messaufnehmer (12, 22) zur Erfassung von eine Ortssignatur repräsentierenden Messignalen (14, 24) an einem jeweiligen Ort des Fahrzeugs aufweist, wobei eine Auswerteeinheit (50) beim Verfahren der Fahrzeuge (10, 20) die Messignale der Messaufnehmer einliest und alle diejenigen Fahrzeuge (10, 20) als dem Fahrzeugverband (1) zugehörig erfasst, deren Messaufnehmer (12, 22) beim Verfahren der Fahrzeuge (10, 20) eine übereinstimmende Ortssignatur erfasst haben.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Messaufnehmer (12, 22) während des Verfahrens des jeweiligen Fahrzeugs (10, 20) eine jeweilige Ortssignatur-Folge (14, 24), umfassend eine Mehrzahl von aufeinanderfolgenden Ortssignaturen, erfassen und die Auswerteeinheit (50) alle diejenigen Fahrzeuge (10, 20) als dem Fahrzeugverband (1) zugehörig erfasst, deren Messaufnehmer (12, 22) beim Verfahren der Fahrzeuge (10, 20) zumindest abschnittsweise übereinstimmende Ortssignatur-Folgen (14, 24) erfasst haben.
  3. Auswerteeinheit (50) zur Erfassung einer Komposition eines Fahrzeugverbandes (1), eingerichtet zum Empfangen von mit Messaufnehmern (12, 22) an Fahrzeugen (10, 20) erfassten Messignalen, welche jeweils eine Ortssignatur (14, 24) an einem jeweiligen Standort des jeweiligen Fahrzeugs auf einem Fahrweg repräsentieren, weiter eingerichtet, die von den Fahrzeugen erfassten Ortssignaturen oder Ortssignatur-Abfolgen (14, 24) miteinander abzugleichen und alle diejenigen Fahrzeuge (10, 20) als dem Fahrzeugverband (1) zugehörig zu erfassen, deren Messaufnehmer (12, 22) beim Verfahren der Fahrzeuge dieselbe Ortssignatur oder Ortssignatur-Abfolge (14, 24) erfasst haben.
  4. Auswerteinheit nach Anspruch 3 , wobei die Auswerteeinheit (50) an Bord eines der Fahrzeuge, vorzugsweise an einem den Fahrzeugverband führenden Fahrzeug (30), angeordnet ist.
  5. Auswerteinheit nach Anspruch 3 , wobei die oder eine weitere Auswerteeinheit (50) in einer ortsfesten Infrastruktureinrichtung, vorzugsweise einer Leitzentrale, außerhalb des Fahrzeugverbandes (1) angeordnet ist.
  6. Verfahren zur Erfassung einer Komposition eines mindestens zwei Fahrzeuge umfassenden Fahrzeugverbandes (1) in einer Auswerteinheit (50), wobei beim Verfahren der Fahrzeuge (10, 20) eine erste Ortssignatur (14) eines ersten auf dem Fahrweg verfahrenen Fahrzeugs (10) repräsentierende erste Messsignale und eine zweite Ortssignatur (24) eines zweiten auf dem Fahrweg verfahrenen Fahrzeugs (20) repräsentierende zweite Messignale eingelesen werden, wobei alle diejenigen Fahrzeuge (10, 20) als dem Fahrzeugverband (1) zugehörig erfasst werden, deren Messignale beim Verfahren der Fahrzeuge eine übereinstimmende Ortssignatur abgebildet haben.
  7. Verfahren nach Anspruch 6 , wobei beim Verfahren der Fahrzeuge (10, 20) eine erste Ortssignatur-Abfolge (14) des ersten auf dem Fahrweg verfahrenen Fahrzeugs (10) repräsentierende erste Messsignale und eine zweite Ortssignatur-Abfolge (24) des zweiten auf dem Fahrweg (100) verfahrenen Fahrzeugs (20) repräsentierende zweite Messignale eingelesen werden, wobei alle diejenigen Fahrzeuge (10, 20) als dem Fahrzeugverband (1) zugehörig erfasst werden, deren Messignale beim Verfahren der Fahrzeuge eine abschnittweise übereinstimmende Ortssignatur-Abfolge abgebildet haben.
  8. Computerprogramm umfassend Programmcode, welcher auf einem Datenträger gespeichert und/oder auf einem Server zum Herunterladen zur Verfügung steht und bei Ausführung auf einem Computer oder einer computergesteuerten Auswerteeinheit die Schritte des Verfahrens nach Anspruch 6 oder 7 ausführt.
  9. Speichermedium, auf dem das Computerprogramm nach Anspruch 8 gespeichert ist.

Description

Stand der Technik Aus der DE102016105413B4 ist bekannt, die Geschwindigkeit eines Schienenfahrzeugs zu bestimmen. Dazu sind an dem Schienenfahrzeug entlang dessen Längsachse, also entlang seiner Haupt-Bewegungsrichtung zwei induktive Messaufnehmer angeordnet, die Messignale in Abhängigkeit der örtlichen Beschaffenheit der Gleise im Bereich der Messaufnehmer aufnehmen, wobei aus einem Phasenversatz der Messignale und einer bekannten Entfernung der Messaufnehmer voneinander die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs bestimmt wird. Für den sicheren Betrieb von aus Schienenfahrzeugen gebildeten Zügen ist es notwendig zu wissen, ob Züge vollständig sind. Sich lösende angehängte Wagons sind zu detektieren da von ihnen eine Gefahr für andere Züge ausgeht. Dazu sind Informationen, die die Zusammenstellung eines Zuges betreffen, für den Betrieb nützlich. Vorteile der Erfindung Um manuelle Eingaben zur Zugkomposition zu vermeiden, muss eine Automation alle zusammengekoppelten Wagons erkennen und zur Überwachung der Zugvollständigkeit den das Zugende bestimmenden Wagon ermitteln können. Die Erfindung mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche ermöglicht in vorteilhafter Weise eine automatische Erfassung der Zusammenstellung eines aus einer Mehrzahl von Fahrzeugen gebildeten Fahrzeugverbandes, beispielsweise eines aus Schienenfahrzeugen gebildeten Zuges. Vorgeschlagen wird dazu ein Verfahren zur Erfassung einer Komposition eines Fahrzeugverbandes,wobei der Fahrzeugverband aus einer Mehrzahl von Fahrzeugen besteht, welche entlang eines Fahrweges verfahrbar sind, undwobei mindestens ein erstes und mindestens ein zweites der Fahrzeuge jeweils einen Messaufnehmer zur Erfassung von eine Ortssignatur repräsentierenden Messignalen an einem jeweiligen Ort des Fahrzeugs aufweisen,wobei eine Auswerteeinheit bei Bewegung der Fahrzeuge im Sinne eines Verfahrens entlang des Fahrweges die Messignale der Messaufnehmer einliest und alle diejenigen Fahrzeuge als dem Fahrzeugverband zugehörig erfasst, deren Messaufnehmer beim Verfahren der Fahrzeuge dieselbe Ortssignatur erfasst haben. Bei dem Fahrzeugverband kann es sich um einen Zugverband, insbesondere um aneinander gekuppelte Schienenfahrzeuge, insbesondere eine Lokomotive mit daran angehängten Wagons, handeln. Der Fahrweg wird dabei durch den Schienenstrang gebildet, auf dem sich die Schienenfahrzeuge befinden bzw. fahren. Wenngleich die Erfindung im Folgenden anhand von Schienenfahrzeugen beschrieben wird, bedeutet dies jedoch keine Einschränkung der Erfindung auf Schienenfahrzeuge. So kann es sich bei dem Fahrzeugverband alternativ auch um einen Lastkraftwagen mit einem oder mehreren daran gekuppelten Anhängern oder eine Fahrzeugkolonne aus einzelnen, hintereinander fahrenden Fahrzeugen, beispielsweise in Kolonne fahrende Lastkraftwagen, insbesondere voll- oder teilautonom fahrende Lastkraftwagen, handeln. Der Fahrweg entspricht in diesem Fall insbesondere einem Straßenabschnitt, auf dem sich der Fahrzeugverband befindet bzw. fährt. Die Messaufnehmer können als induktive Messaufnehmer ausgebildet sein, welche wie aus dem eingangs erwähnten Stand der Technik bekannt dazu ausgebildet sind, Messignale in Abhängigkeit der örtlichen Beschaffenheit der Gleise im Bereich der Messaufnehmer aufnehmen. Die Verwendung induktiver Messaufnehmer macht von der Tatsache Gebrauch, dass für den Schienenverkehr genutzte stählerne Schienen Unregelmäßigkeiten in Struktur und/oder Oberfläche aufweisen, so dass ortsabhängig mittels eines induktiven Messaufnehmers eine für eine jeweils aktuelle Position des Messaufnehmers charakteristisches Messsignal, auch als Signatur bezeichnet, aufgenommen werden kann. Die Messaufnehmer können auch in anderer Form und Funktionsweise ausgestaltet sein. Beispielsweise sind auch optische Messaufnehmer möglich, welche dazu ausgelegt sind, ein Bild des Fahrwegs am Ort des Messaufnehmers aufzunehmen. Das Bild des Fahrwegs kann eine Oberfläche des Fahrwegs, etwa ein Bild des Schienenstrangs oder des Gleisbetts unter, vor oder hinter dem Schienenfahrzeug sein. Alternativ oder ergänzend kann mit dem Bildaufnehmer auch ein Bild der Umgebung oder eines Ausschnitts der Umgebung des Fahrzeugs erfasst werden. Das Verfahren kann vorteilhaft bei der Zusammenstellung des Fahrzeugverbandes durchgeführt, werden, beispielsweise bei Zusammenstellung eines Güterzuges auf einem Rangierbahnhof, wobei nach Aufstellung eines in geplanter Fahrrichtung ersten Waggons, üblicherweise in mehreren Schritten, jeweils ein oder mehrere weitere Waggons hinzugefügt und angehängt werden. Der erste Waggon kann dabei als Referenzfahrzeug dienen, welches über den Fahrweg an seine aktuelle Position verfahren worden ist und mittels seines Messaufnehmers eine entsprechende Abfolge von Ortssignaturen erfasst und diese in einer eigenen Speichereinrichtung gespeichert oder über eine drahtgebundene oder drahtlose Kommunikationsverbindung an eine geeignete Speichereinrichtung übermittelt hat. Beim Hinzufüge