DE-102024210627-A1 - Verfahren zur Sensorlokalisierung und Reifendrucksensor
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Sensorlokalisierung (10) wenigstens eines Reifendrucksensors (12) in einem Fahrzeug (14), aufweisend die Schritte Bereitstellen eines Reifendrucksensors (12) in einem Reifen (16) des Fahrzeugs (14), mit wenigstens einem Drucksensor (18) zur Messung eines Reifeninnendrucks in dem Reifen (16) und wenigstens einem Beschleunigungssensor (20) zur Messung einer einwirkenden Beschleunigung, Beschleunigungsmessung (24) aufweisend eine Messung einer Längsbeschleunigung (26) und einer Querbeschleunigung (28) jeweils durch den Beschleunigungssensor (20) bei fahrendem Fahrzeug (14), Druckmessung (34) des Reifeninnendrucks (36) zeitlich zusammenhängend mit der Beschleunigungsmessung (24), Erfassen (42) einer Sensorposition (44) des Reifendrucksensors (12) an dem Fahrzeug (14) in Bezug auf eine Längsrichtung (54) und eine Querrichtung (78) des Fahrzeugs (14) abhängig von der Beschleunigungsmessung (24) und der Druckmessung (34) während wenigstens eines dynamisches Lastereignisses (46) auf den Reifen (16) bei der Fahrt mit dem Fahrzeug (14). Weiterhin betrifft die Erfindung einen Reifendrucksensor (12).
Inventors
- Drausio Linardi Rossi
- Roman Foell
Assignees
- Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241105
Claims (10)
- Verfahren zur Sensorlokalisierung (10) wenigstens eines Reifendrucksensors (12) in einem Fahrzeug (14), aufweisend die Schritte Bereitstellen eines Reifendrucksensors (12) in einem Reifen (16) des Fahrzeugs (14), mit wenigstens einem Drucksensor (18) zur Messung eines Reifeninnendrucks in dem Reifen (16) und wenigstens einem Beschleunigungssensor (20) zur Messung einer einwirkenden Beschleunigung, Beschleunigungsmessung (24) aufweisend eine Messung einer Längsbeschleunigung (26) und einer Querbeschleunigung (28) jeweils durch den Beschleunigungssensor (20) bei fahrendem Fahrzeug (14), Druckmessung (34) des Reifeninnendrucks (36) zeitlich zusammenhängend mit der Beschleunigungsmessung (24), Erfassen (42) einer Sensorposition (44) des Reifendrucksensors (12) an dem Fahrzeug (14) in Bezug auf eine Längsrichtung (54) und eine Querrichtung (78) des Fahrzeugs (14) abhängig von der Beschleunigungsmessung (24) und der Druckmessung (34) während wenigstens eines dynamisches Lastereignisses (46) auf den Reifen (16) bei der Fahrt mit dem Fahrzeug (14).
- Verfahren zur Sensorlokalisierung (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Beschleunigungsmessung (24) und Druckmessung (34) während wenigstens einem das dynamische Lastereignis (46) auslösenden Längsbeschleunigungsereignis (50) und einem Querbeschleunigungsereignis (52) bei der Fahrt mit dem Fahrzeug (14) erfolgt.
- Verfahren zur Sensorlokalisierung (10) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass das Längsbeschleunigungsereignis (50) eine Beschleunigung (56) oder Verzögerung (57) des Fahrzeugs (14) in Längsrichtung (54) und/oder das Querbeschleunigungsereignis (52) eine Kurvenfahrt des Fahrzeugs (14) ist.
- Verfahren zur Sensorlokalisierung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass wenn mit der Beschleunigungsmessung (24) eine Beschleunigung (56) in Längsrichtung (54) erfasst wird und der mit der Druckmessung (34) gemessene Reifeninnendruck (36) einen Referenzparameter (60) zumindest erreicht, auf eine Sensorposition (44) an einem in Längsrichtung (54) hinteren Reifen (16) des Fahrzeugs (14) geschlossen wird.
- Verfahren zur Sensorlokalisierung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass wenn mit der Beschleunigungsmessung (24) eine Verzögerung (57) in Längsrichtung (54) erfasst wird und der mit der Druckmessung (34) gemessene Reifeninnendruck (36) einen Referenzparameter (70) zumindest erreicht, auf eine Sensorposition (44) an einem in Längsrichtung (54) vorderen Reifen (16) des Fahrzeugs (14) geschlossen wird.
- Verfahren zur Sensorlokalisierung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass wenn mit der Beschleunigungsmessung (24) eine Querbeschleunigung (72) in eine erste Richtung (74) erfasst wird und der mit der Druckmessung (34) gemessene Reifeninnendruck (36) einen Referenzparameter (76) zumindest erreicht, auf eine Sensorposition (44) an einem in Querrichtung (78) in die erste Richtung (74) äußeren Reifen (16) des Fahrzeugs (14) geschlossen wird.
- Verfahren zur Sensorlokalisierung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass wenn mit der Beschleunigungsmessung (24) eine Querbeschleunigung (80) in eine zweite Richtung (82) erfasst wird und der mit der Druckmessung (34) gemessene Reifeninnendruck (36) einen Referenzparameter (84) zumindest erreicht, auf eine Sensorposition (44) an einem in Querrichtung (78) in die zweite Richtung (82) äußeren Reifen (16) des Fahrzeugs (14) geschlossen wird.
- Verfahren zur Sensorlokalisierung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass der Referenzparameter (60, 70, 76, 84) ein Referenzdruckwert (62) oder ein Referenzdruckgradient (66) ist.
- Reifendrucksensor (12) zur Anordnung in einem Reifen (16) eines Fahrzeugs (14) mit wenigstens einem Drucksensor (18) zur Messung eines Reifeninnendrucks in dem Reifen (16) und wenigstens einem Beschleunigungssensor (20) zur Messung einer einwirkenden Beschleunigung und eingerichtet, das Verfahren zur Sensorlokalisierung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche auszuführen.
- Reifendrucksensor (12) nach Anspruch 9 , dadurch gekennzeichnet , dass der Beschleunigungssensor (20) ein Dreiachsenbeschleunigungssensor ist, der eingerichtet ist, neben der Längsbeschleunigung (26) und der Querbeschleunigung (28) auch eine Zentrifugalbeschleunigung (33) zu messen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Sensorlokalisierung nach Anspruch 1. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Reifendrucksensor. Stand der Technik In DE 10 2009 009 627 A1 ist ein Reifendrucküberwachungssystem mit mehreren Reifendrucksensoren an jeweiligen Reifen eines Fahrzeugs beschrieben. Ein zentraler Empfänger an dem Fahrzeug empfängt die Sensorsignale der Reifendrucksensoren drahtlos. Die Position der Reifendrucksensoren in Bezug auf eine Längsrichtung an dem Fahrzeug wird abhängig von einer an dem Empfänger empfangenen Sensorsignalstärke ermittelt. Offenbarung der Erfindung Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Sensorlokalisierung mit den Merkmalen nach Anspruch 1 vorgeschlagen. Dadurch kann die Sensorlokalisierung schneller und kostengünstiger durchgeführt werden. Der Reifendrucksensor kann seine Sensorposition an dem Fahrzeug autonom ermitteln, insbesondere unabhängig von der Anwesenheit oder von Informationen anderer Reifendrucksensoren. Das Fahrzeug kann ein Kraftfahrzeug, Lastfahrzeug, Nutzfahrzeug oder Zweiradfahrzeug sein. Das Fahrzeug kann ein Elektrofahrzeug sein. Das Fahrzeug kann eine mobile Vorrichtung, insbesondere ein mobiler Roboter, sein. Der Reifen des Fahrzeugs ist zum Abrollen auf einem Untergrund an dem Fahrzeug drehbar befestigt. Die Gewichtskraft des Fahrzeugs kann sich auf die Reifen des Fahrzeugs verteilen. Das Verfahren zur Sensorlokalisierung kann an wenigstens zwei Reifendrucksensoren, insbesondere an allen Reifendrucksensoren jeweiliger Reifen des Fahrzeugs durchgeführt werden. Der Drucksensor kann ein kapazitiver oder piezoresistiver Drucksensor sein. Der Beschleunigungssensor kann ein kapazitiver Beschleunigungssensor sein. Der Drucksensor und der Beschleunigungssensor können in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sein. Die Längsbeschleunigung bezieht sich auf eine Beschleunigung entlang einer Längsachse des Fahrzeugs. Die Querbeschleunigung bezieht sich auf eine Beschleunigung entlang einer zu der Längsachse senkrechten Querachse des Fahrzeugs. Die Längsachse und die Querachse sind jeweils zu einer Hochachse des Fahrzeugs senkrecht ausgerichtet. Die Gewichtskraft des Fahrzeugs wirkt parallel zu der Hochachse. Ein zeitlicher Zusammenhang zwischen der Druckmessung des Reifeninnendrucks und der Beschleunigungsmessung der Längsbeschleunigung und der Querbeschleunigung besteht insbesondere durch zeitgleiche oder zeitlich zusammenhängende Messung und Zuordnung der gleichzeitig oder zeitlich zusammenhängend gemessenen Sensorwerte. Beispielsweise können ein Reifeninnendruck und eine Längsbeschleunigung und Querbeschleunigung gleichzeitig oder innerhalb eines zusammenhängenden Zeitfensters gemessen werden. Die Sensorposition kann die Positionswerte vorne oder hinten in Bezug auf die Längsrichtung und links oder rechts in Bezug auf die Querrichtung angeben. Das dynamische Lastereignis auf den Reifen kann von über die Masse des Fahrzeugs entstehenden Trägheitskräften abhängig sein. Das dynamische Lastereignis kann eine, insbesondere neben der Gewichtskraft zusätzliche, Kraft auf den Reifen durch die Trägheitskräfte sein. Die Trägheitskräfte können Beschleunigungskräfte und/oder Zentrifugalkräfte umfassen. Das Fahrzeug kann in Bezug auf eine die Hochachse als Normale aufweisende Ebene in vier Quadranten unterteilt sein. Die Sensorposition kann zumindest einem Quadranten zugeordnet sein. Die Ermittlung der Sensorposition kann eine Ermittlung des jeweiligen Quadranten sein. Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn die Beschleunigungsmessung und Druckmessung während wenigstens einem das dynamische Lastereignis auslösenden Längsbeschleunigungsereignis und einem Querbeschleunigungsereignis bei der Fahrt mit dem Fahrzeug erfolgt. Das Längsbeschleunigungsereignis kann auf den Reifen das dynamische Lastereignis durch Trägheitskräfte in Längsrichtung und das Querbeschleunigungsereignis das dynamische Lastereignis durch Trägheitskräfte in Querrichtung hervorrufen. Das Längsbeschleunigungsereignis und das Querbeschleunigungsereignis können gleichzeitig oder zeitlich versetzt zueinander erfolgen. Die Beschleunigungsmessung und Druckmessung kann während einem das dynamische Lastereignis auslösenden Längsbeschleunigungsereignis und anschließend oder vorangehend während einem das dynamische Lastereignis auslösenden Querbeschleunigungsereignis oder während einem gleichzeitigen das dynamische Lastereignis auslösenden Längsbeschleunigungsereignis und Querbeschleunigungsereignis erfolgen. Die Sensorposition kann bereits nach einem einzelnen durch die Messung begleiteten Längsbeschleunigungsereignis und Querbeschleunigungsereignis ermittelt werden. Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn das Längsbeschleunigungsereignis eine Beschleunigung oder Verzögerung des Fahrzeugs in Längsrichtung und/oder das Querbeschleunigungsereignis eine Kurvenfahrt des Fahrzeugs ist. Das Längsbeschleunigungsereignis und das Querbeschle