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DE-102024210630-A1 - Vorrichtung zur automatischen Verstellung einer Klappe oder Tür eines Kraftfahrzeugs sowie Kraftfahrzeug

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (3a) zur automatischen Verstellung einer Klappe oder Tür eines Kraftfahrzeugs, mit einem Außenrohr (30) und einem im Außenrohr (30) angeordneten Innenrohr (31), wobei ein Antriebsstrang (A) für einen Spindeltrieb (38) vorhanden ist, der einen Elektromotor (35) und ein Getriebe (36) aufweist. Durch den Spindeltrieb (38) können das Außenrohr (30) und das Innenrohr (31) teleskopartig gegeneinander bewegt werden. Die Erfindung schlägt vor, dass in den Antriebsstrang (A) zusätzlich ein Bauteil mit einem Grundkörper und wenigstens einem davon radial abstehenden, flügelartigen Element integriert ist, wobei das Bauteil in einem Behälter (37) mit einer viskosen Flüssigkeit gelagert ist.

Inventors

  • Stefan Steinmann
  • Stefan Eckert

Assignees

  • VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241105

Claims (12)

  1. Vorrichtung (3a, 3b) zur automatischen Verstellung einer Klappe (2) oder Tür eines Kraftfahrzeugs (K), mit einem Außenrohr (30) und einem im Außenrohr (30) angeordneten Innenrohr (31), wobei ein Antriebsstrang (A) eines Spindeltriebs (38) vorhanden ist, der einen Elektromotor (35) und ein Getriebe (36) aufweist, wobei durch den Spindeltrieb (38) das Außenrohr (30) und das Innenrohr (31) teleskopartig gegeneinander bewegt werden können, dadurch gekennzeichnet , dass in den Antriebsstrang (A) zusätzlich ein Bauteil (42a, 42b, 42c) mit einem Grundkörper (43) und wenigstens einem radial davon abstehenden, flügelartigen Element (47) eingebunden ist, wobei das Bauteil (42a, 42b, 42c) in einem Behälter (37) mit einer viskosen Flüssigkeit (F) gelagert ist.
  2. Vorrichtung (3a, 3b) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass das flügelartige Element (47) einen asymmetrischen Querschnitt aufweist.
  3. Vorrichtung (3a, 3b) nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der asymmetrische Querschnitt durch eine erste Seite (47b) und eine der ersten Seite (47b) gegenüberliegende, zweite Seite (47a) gebildet ist, wobei die erste Seite (47b) derart ausgebildet ist, dass sie einen höheren Strömungswiderstand aufweist als die zweite Seite (47a).
  4. Vorrichtung (3a, 3b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das flügelartige Element (47) wenigstens eine Durchgangsöffnung (48a, 48b) aufweist.
  5. Vorrichtung (3a, 3b) nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass das flügelartige Element (47) zwei Durchgangsöffnungen (48a, 48b) aufweist.
  6. Vorrichtung (3a, 3b) nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet , dass die Durchgangsöffnungen (48a, 48b) einen unterschiedlich großen Durchmesser aufweisen.
  7. Vorrichtung (3a, 3b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens zwei flügelartige Elemente (47) vorhanden sind, die radial vom Grundkörper (43) abstehen und gleichmäßig um den Umfang des Grundkörpers (43) verteilt angeordnet sind.
  8. Vorrichtung (3a, 3b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass ein flügelartiges Elementes (47) im Umriss einen Absatz (47c) aufweist oder dass eine Länge (I) eines flügelartigen Elementes (47), mit der das flügelartige Element (47) radial vom Grundkörper (43) absteht, gegenüber einer entsprechenden Länge eines anderen, flügelartigen Elementes (47) reduziert ist, wobei der Absatz (47c) oder das flügelartige Element (47) mit der reduzierten Länge (I) einem Deckel (37a) des Behälters (37) zugewandt sind.
  9. Vorrichtung (3a, 3b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der längliche Grundkörper (43) an einer Stirnseite ein mit einer einen Formschluss ermöglichenden Innenkontur versehenes Koppelelement (46) und an einer gegenüberliegenden Seite ein mit einer einen Formschluss ermöglichenden Außenkontur versehenes Koppelement (44) aufweist.
  10. Vorrichtung (3a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9 , dadurch gekennzeichnet , dass der Behälter (37) mit dem Bauteil (42a, 42b, 42c) im Antriebsstrang (A) abtriebsseitig vom Getriebe (36) angeordnet ist.
  11. Vorrichtung (3b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9 , dadurch gekennzeichnet , dass der Behälter (37) mit dem Bauteil (42a, 42b, 42c) im Antriebsstrang (A) antriebsseitig vom Getriebe (36) angeordnet ist.
  12. Kraftfahrzeug (K), gekennzeichnet durch wenigstens eine Vorrichtung (3a, 3b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur automatischen Verstellung einer Klappe oder Tür eines Kraftfahrzeugs mit den Merkmalen vom Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Moderne Fahrzeuge werden zur Komfortsteigerung zunehmend mit Vorrichtungen zur automatischen Verstellung von Klappen, insbesondere von Heckklappen ausgestattet. Dadurch wird das Öffnen und Schließen von Klappen deutlich erleichtert. Dabei sind konventionelle Vorrichtungen zur automatischen Verstellung einer Klappe mit Permanentbremsen ausgestattet, um in jeder Öffnungsstellung einer Klappe bei Bedarf ein sicheres Halten der Klappe zu gewährleisten. Vorrichtungen zur automatischen Verstellung von Klappen weisen zudem einen Spindeltrieb auf, wobei durch Federkraft aneinandergepresste Reibbeläge ein gewünschtes Bremsmoment erzeugt wird. Ein Nachteil derartiger Spindeltriebe liegt in auftretenden Arbeitsgeräuschen, hoher Fertigungstoleranz und hoher Temperaturempfindlichkeit. Aus der EP 2 543 808 A1 ist eine Stellvorrichtung zur automatischen Betätigung der Heckklappe eines Kraftfahrzeugs bekannt, die einen elektromotorischen Antrieb und eine Anordnung von rohrförmigen Gehäuseteilen umfasst. Die rohrförmigen Gehäuseteile sind durch den elektromotorischen Antrieb teleskopartig aus- und einfahrbar, wobei der elektromotorische Antrieb einen Elektromotor und ein von dem Elektromotor angetriebenes Getriebe umfasst. Das Getriebe weist zudem einen Taumelmechanismus auf. Ferner ist in der Stellvorrichtung eine Bremsvorrichtung vorhanden. Die Bremsvorrichtung weist ein am Elektromotor befestigtes Tragteil auf, in dem ein ringförmiges Hystereseelement gehalten ist. Im Hystereseelement ist wiederum eine Scheibe mit wechselnden, magnetischen Polen und definiertem radialen Abstand zum Hystereseelement angeordnet. Schließlich ist aus der EP 3 467 336 A1 ein Drehdämpfer bekannt, der eine Einstellung des Bremsmoments ermöglicht. Der Drehdämpfer weist ein Unterteilungsteil und erste und zweite Einstellbolzen auf. Das Unterteilungsteil hat einen ersten und einen zweiten Strömungsweg, die Bereiche der durch das Unterteilungsteil unterteilten zylindrischen Kammer verbinden. Ferner sind ein erstes Einführungsloch, das mit dem ersten Strömungsweg und mit einem ersten Einstellbolzenschraubenloch eines Gehäuses verbunden ist und ein zweites Einführungsloch vorhanden, das mit dem zweiten Strömungsweg und mit einem zweiten Einstellbolzenschraubenloch des Gehäuses verbunden ist. Ein erster Einstellbolzen wird in das erste Einstellbolzen-Schraubenloch geschraubt und dadurch in das erste Einführungsloch eingeführt. Dadurch kann die Länge, mit der der erste Einstellbolzen in den ersten Strömungsweg hineinragt, eingestellt werden. Ein zweiter Einstellbolzen wird in das zweite Einstellbolzen-Schraubenloch eingeschraubt und dadurch in das zweite Einführungsloch eingeführt. Dadurch kann die Länge, mit der der zweite Einstellbolzen in den zweiten Strömungsweg hineinragt, ebenfalls eingestellt werden. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zur automatischen Verstellung einer Klappe oder Tür eines Kraftfahrzeugs vorzuschlagen, welche geräuschlos arbeitet und keinen Verschleiß aufweist. Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur automatischen Verstellung einer Klappe oder Tür eines Kraftfahrzeugs mit den Merkmalen von Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausbeziehungsweise Weiterbildungen der Erfindung sind abhängigen Ansprüchen zu entnehmen. Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zur automatischen Verstellung einer Klappe oder Tür eines Kraftfahrzeugs, mit einem Außenrohr und einem im Außenrohr angeordneten Innenrohr. Dabei ist ein Antriebsstrang eines Spindeltriebs vorhanden, der einen Elektromotor und ein Getriebe aufweist. Durch den Spindeltrieb können das Außenrohr und das Innenrohr teleskopartig gegeneinander, also auseinander und ineinander bewegt werden. Die Erfindung schlägt vor, dass in den Antriebsstrang zusätzlich ein Bauteil mit einem Grundkörper und wenigstens einem radial davon abstehenden, flügelartigen Element eingebunden ist. Mit anderen Worten ist das Bauteil bewegungsmäßig mit dem Elektromotor und dem Getriebe gekoppelt, bewegt sich also bei Bewegung des Elektromotors bzw. Getriebes mit. Dabei ist das Bauteil in einem Behälter mit einer viskosen Flüssigkeit gelagert. Durch diese Merkmale kann eine Vorrichtung zur automatischen Verstellung einer Klappe oder Tür eines Kraftfahrzeugs vorgeschlagen werden, welche geräuschlos und verschleißfrei arbeitet. Insbesondere wird durch die viskose Flüssigkeit eine bremsende Wirkung auf das flügelartige Element ausgeübt, die ohne ein Geräusch erzeugt wird. Eine Weiterbildung der Erfindung schlägt vor, dass das flügelartige Element einen asymmetrischen Querschnitt aufweist. Auf diese Weise wird es ermöglicht, in Abhängigkeit der Drehrichtung des Antriebsstrangs unterschiedlich hohe Bremsmomente erzeugen zu können. Nach einer weiteren Ausbildung ist der asymmetrische Querschnitt durch