DE-102024210638-A1 - Verfahren, Recheneinheit und optisches System zur Bestimmung eines Abstands eines Auges zu einem Brillenglas
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung eines Abstands (24a) eines Auges (1a) zu einem Brillenglas (6). Hierbei wird ein Laserstrahl (21) mittels einer ersten Laserdiode (16) ausgesendet, mittels eines Mikrospiegels (15) über ein erstes, in oder auf einem ersten Bereich eines Brillenglas (6) angeordnetes erstes holographisches optisches Element (20a) gescannt und dann auf das Auge (1a) umgeleitet. Hierbei trifft der Laserstrahl (21) beim Scannen zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit unterschiedlichen Auftreffpunkten (32, 33) auf dem ersten holographischen optischen Element (20a) auf. Mittels einer ersten Photodiode (35) wird ein, mit einem auf das holographische optische Element (35) ersten Auftreffpunkt (32) aufgetroffenen und von dem Auge (1a) reflektierter Laserstrahl (22) detektiert. Weiterhin wird eine erste Position des Auges (1a) auf einer, insbesondere beliebig zu dem Brillenglas (6) beabstandeten, XY-Ebene ermittelt. Außerdem wird eine erste XY-Ebene (50a) mittels einer für die erste Position des Auges (1a) in der XY-Ebene hinterlegten Zuordnung des detektierten ersten Auftreffpunkts (32) und der zu bestimmenden ersten XY-Ebene (50a) bestimmt. Weiterhin wird der Abstand (24) des Auges (1a) zu dem Brillenglas (6) in Abhängigkeit der bestimmten ersten XY-Ebene (50a) bestimmt.
Inventors
- Christian Adam Grafenburg
- Navid Soltani
Assignees
- Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241106
Claims (15)
- Verfahren zur Bestimmung eines Abstands (24a) eines Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere einer Pupille (2, 4a, 4b, 4d, 4e) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), zu einem, insbesondere in Blickrichtung vor dem Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) liegenden, Brillenglas (6), insbesondere in einer Z-Richtung, wobei das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte aufweist, - Aussenden (110) eines Laserstrahls (21) mittels einer ersten Laserdiode, und - Scannen (120) des Laserstrahls (21, 38, 39, 47, 48) mittels wenigstens eines Mikrospiegels (15) über ein erstes, in oder auf einem ersten Bereich eines Brillenglases (6) angeordnetes erstes holographisches optisches Element (20b), wobei der Laserstrahl (21, 38, 39, 47, 48) beim Scannen, insbesondere während eines Scandurchlaufs, zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit unterschiedlichen Auftreffpunkten (32, 33, 34) auf dem ersten holographischen optischen Element (20b) auftrifft, und - Umleiten (130) des Laserstrahls (21, 38, 39, 47, 48) in Richtung des Nutzerauges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) mittels des ersten holographischen optischen Elements (20b), und - Detektion (140) wenigstens eines, zu einem ersten Zeitpunkt ausgesendeten, auf das erste holographische optische Element (20b) mit einem ersten Auftreffpunkt (32) auftreffenden und von dem Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere einer Cornea oder einer Sklera des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), reflektierten Laserstrahls (22, 37) mittels einer ersten Photodiode (35), und - Ermitteln (160) einer, insbesondere aktuellen, ersten Position des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere der Pupille (2, 4a, 4b, 4d, 4e) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), in einer, insbesondere im Wesentlichen parallel zu der Ebene des Brillenglases (6) verlaufenden, weiterhin insbesondere beliebig zu dem Brillenglas (6) beabstandeten, XY-Ebene, und - Bestimmen einer ersten XY-Ebene (50a), in der das Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere die Pupille (2, 4a, 4b, 4d, 4e) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), mit der ersten Position des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere aktuell, positioniert ist, mittels einer, insbesondere in einem ersten look-up table, in einer Speichereinheit (18) hinterlegten Zuordnung des detektierten ersten Auftreffpunkts (32) und der zu bestimmenden ersten XY-Ebene (50a), und - Bestimmen des Abstands (24a) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere der Pupille (2, 4a, 4b, 4d, 4e) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), zu dem Brillenglas (6) in Abhängigkeit der bestimmten ersten XY-Ebene (50a) mittels einer Recheneinheit (167).
- Verfahren gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass für die erste Position des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) in der, insbesondere beliebig zu dem Brillenglas (6) beabstandeten, XY-Ebene eine erste Zuordnung der unterschiedlichen Auftreffpunkte (32, 33, 34) der Laserstrahlen (21, 38, 39, 47, 48) und der zu bestimmenden ersten XY-Ebene (50a), und für eine, gegenüber der ersten Position unterschiedliche zweite Position (40) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) in der, insbesondere beliebigen, XY-Ebene eine gegenüber der ersten unterschiedliche zweite Zuordnung, insbesondere in einem zweiten look-up table, der unterschiedlichen Auftreffpunkte (32, 33, 34) der Laserstrahlen (21, 38, 39, 47, 48) und einer zu bestimmenden zweiten XY-Ebene (50b), in der das Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere die Pupille (2, 4a, 4b, 4d, 4e) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), mit der zweiten Position (50b) des Auges positioniert ist, mittels der Speichereinheit (18) hinterlegt sind.
- Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet , dass in Abhängigkeit des detektierten, reflektierten Laserstrahls (22, 37) ein Reflexionssignal (52, 55), insbesondere eine Intensität des reflektierten Laserstrahls (22, 37), mittels der Recheneinheit (17) ermittelt (150) wird, und dass der jeweilige Auftreffpunkt (32, 33, 34) des detektierten Laserstrahls (22, 37) auf dem ersten holographischen optischen Element (20b) in Abhängigkeit des Reflexionssignals (52, 55), insbesondere eines zeitlichen Verlaufs des Reflexionssignals (52, 55), mittels der Recheneinheit (17) ermittelt wird.
- Verfahren gemäß Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet , dass zusätzlich in Abhängigkeit des Reflexionssignals (52, 55) eine Geometrie des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) und/oder eine Drehung des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) um eine Rotationsachse des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) in der, insbesondere beliebig zu dem Brillenglas (6) beabstandeten, XY-Ebene mittels der Recheneinheit (17) ermittelt (170) wird, und dass die erste XY-Ebene (50a) mittels der für die erste Position des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) in der, insbesondere beliebig zu dem Brillenglas (6) beabstandeten, XY-Ebene und für die jeweilige ermittelte Geometrie des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) und/oder Drehung des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) hinterlegten Zuordnung des ersten Auftreffpunkts (32) und der zu bestimmenden ersten XY-Ebene (50a) bestimmt (190) wird.
- Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass zur Bestimmung des Abstands (24a) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) zu dem Brillenglas (6) von einem kugelförmigen Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), und insbesondere einer ellipsenförmigen Pupille (2, 4a, 4b, 4d, 4e) mit einer Haupterstreckungsebene in der, insbesondere beliebig zu dem Brillenglas (6) beabstandeten, XY-Ebene ausgegangen (152) wird.
- Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , dass das Verfahren die folgenden weiteren Verfahrensschritte umfasst: - Detektion (156) wenigstens eines, zu einem auf den ersten folgenden zweiten Zeitpunkt ausgesendeten, auf das erste holographische optische Element (20b) mit einem zweiten Auftreffpunkt (33) auftreffenden und von dem Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere einer Cornea oder einer Sklera des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), reflektierten Laserstrahls (22, 37) mittels einer zweiten Photodiode (36), und -Bestimmen (171) einer Geometrie des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere einer Geometrie der Pupille (2, 4a, 4b, 4d, 4e), und/oder einer Drehung des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) um eine Rotationsachse des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) in der, insbesondere beliebig zu dem Brillenglas (6) beabstandeten, XY-Ebene in Abhängigkeit einer, insbesondere in einem dritten look-up table, hinterlegten Zuordnung der Auftreffpunkte (32, 33, 34) der zu den unterschiedlichen Zeitpunkten ausgesendeten und detektierten Laserstrahlen (22, 37) und der zu bestimmenden Geometrie des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) und/oder Drehung des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) um die Rotationsachse des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), und - Bestimmen (191) der ersten XY-Ebene (50a) mittels der für die Position des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) in der, insbesondere beliebig zu dem Brillenglas (6) beabstandeten, XY-Ebene und für die jeweilige ermittelte Geometrie des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) und/oder Drehung des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) hinterlegten Zuordnung der Auftreffpunkte (32, 33, 34) der zu den unterschiedlichen Zeitpunkten ausgesendeten und detektierten Laserstrahlen (22, 37) und der zu bestimmenden ersten XY-Ebene (50a).
- Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass eine Information über die erste Position des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere der Pupille (2, 4a, 4b, 4d, 4e) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), in der, insbesondere beliebig zu dem Brillenglas (6) beabstandeten, XY-Ebene mittels eines Eyetrackers (60), insbesondere einem Laser-Feedback-Interferometer Sensors oder einer Kameraeinheit, erfasst (155) wird.
- Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass der erste Bereich des Brillenglas (6) in einem Außenbereich, insbesondere innerhalb einer Haupterstreckungsebene, des Brillenglases (6), angeordnet ist.
- Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 , dadurch gekennzeichnet , dass das Verfahren die folgenden zusätzlichen Verfahrensschritte umfasst: - Scannen (123) des Laserstrahls (21, 38, 39, 47, 48) zusätzlich über ein zweites, in oder auf einem zweiten Bereich, insbesondere zentralen Bereich, des Brillenglases (6) angeordnetes holographisches optisches Element (20), und - Umleiten (126) des Laserstrahls (21, 38, 39, 47, 48) mittels des zweiten holographischen optischen Elements (20) in Richtung des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) derart, dass ein Bild in das Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) projiziert wird.
- Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 , dadurch gekennzeichnet , dass in der Speichereinheit (18), insbesondere in dem ersten look-up table, ebenfalls der Abstand (24) der ersten XY-Ebene (50a) zu dem Brillenglas (6) hinterlegt ist.
- Recheneinheit (17) zur Bestimmung eines Abstands (24) eines Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere einer Pupille (2, 4a, 4b, 4d, 4e) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), zu einem, insbesondere in Blickrichtung vor dem Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) liegenden, Brillenglas (6), insbesondere in einer Z-Richtung, wobei die Recheneinheit (17) insbesondere zur Ausführung eines Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgebildet ist, wobei die Recheneinheit (17) dazu ausgebildet ist - ein Reflexionssignal (52, 55) eines zu einem ersten Zeitpunkt ausgesendeten, gescannten, auf ein in oder auf einem ersten Bereich eines Brillenglases (6) angeordnetes erstes holographisch optisches Element (20b) mit einem ersten Auftreffpunkt (32) auftreffenden, von einem Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere einer Cornea oder einer Sklera des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), reflektierten und mittels einer ersten Photodiode (35) detektierten Laserstrahls (22, 37, 47, 48) zu empfangen, und - eine, insbesondere aktuelle, erste Position des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere der Pupille (2, 4a, 4b, 4c, 4d) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), in einer, insbesondere im Wesentlichen parallel zu einer Ebene eines Brillenglases (6) verlaufenden, weiterhin insbesondere beliebig zu dem Brillenglas (6) beabstandeten, XY-Ebene zu ermitteln, und - eine erste XY-Ebene (50a), in der das Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere die Pupille (2, 4a, 4b, 4d, 4e) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), mit der ersten Position des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere aktuelle, positioniert ist, mittels einer, insbesondere in einem ersten look-up table, in einer Speichereinheit (18) hinterlegten Zuordnung des detektierten ersten Auftreffpunkts (32) und der zu bestimmenden ersten XY-Ebene (50a) zu bestimmen, und - einen Abstand (24) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere der Pupille (2, 4a, 4b, 4d, 4e) des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), zu dem Brillenglas (6) in Abhängigkeit der bestimmten ersten XY-Ebene (50a) zu bestimmen.
- Optisches System (3a, 3b), aufweisend wenigstens - eine erste Laserdiode (35) zum Aussenden eines Laserstrahls (21, 38, 39, 47, 48), - ein erstes, in oder auf einem ersten Bereich eines Brillenglases (6) angeordnetes erstes holographisches optisches Element (20b), - einen Mikrospiegel (15) zum Scannen des Laserstrahls (21, 38, 39, 47, 48) über das erste holographische optische Element (20b), wobei der Laserstrahl (21, 38, 39, 47, 48) beim Scannen zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit unterschiedlichen Auftreffpunkten (32, 33, 34) auf dem holographischen optischen Element (20b) auftrifft, und - eine erste Photodiode (35), welche dazu ausgebildet ist, wenigstens einen, zu einem ersten Zeitpunkt ausgesendeten, auf das erste holographische optische Element (20b) mit einem ersten Auftreffpunkt (32) auftreffenden und von dem Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere einer Cornea oder einer Sklera des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), reflektierten Laserstrahl (22, 37) zu detektieren, und - eine Speichereinheit (18) zur für die erste Position des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) in der, insbesondere beliebig zu dem Brillenglas (6) beabstandeten, XY-Ebene, insbesondere in einem ersten look-up table, hinterlegten Zuordnung des detektierten ersten Auftreffpunkts (32, 33, 34) und der zu bestimmenden ersten XY-Ebene (50a), und - eine Recheneinheit (17) gemäß Anspruch 11 .
- Optisches System (3a, 3b) gemäß Anspruch 12 , dadurch gekennzeichnet , dass das optische System (3a, 3b) zusätzlich eine zweite Photodiode (36) aufweist, welche dazu ausgebildet ist, wenigstens einen, zu einem auf den ersten folgenden zweiten Zeitpunkt ausgesendeten, auf das erste holographische optische Element (20b) mit einem zweiten Auftreffpunkt (33) auftreffenden und von dem Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere einer Cornea oder einer Sklera des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), reflektierten Laserstrahl (22, 37) zu detektieren, wobei die Recheneinheit (17) dazu ausgebildet ist, - eine Geometrie des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere eine Geometrie der Pupille (2, 4a, 4b, 4d, 4e), und/oder eine Drehung des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) um eine Rotationsachse des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) in der XY-Ebene in Abhängigkeit einer hinterlegten Zuordnung, insbesondere in einem zweiten look-up table, der Auftreffpunkte (32, 33, 34) der zu den unterschiedlichen Zeitpunkten ausgesendeten und detektierten Laserstrahlen (22, 37) und der zu bestimmenden Geometrie des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) und/oder Drehung des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), um die Rotationsachse des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) zu bestimmen, und - die erste XY-Ebene (50a) mittels der für die Position des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) in der XY-Ebene und für die jeweilige ermittelte Geometrie des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) und/oder Drehung des Auges (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) hinterlegten Zuordnung der Auftreffpunkte (32, 33, 34) der zu den unterschiedlichen Zeitpunkten ausgesendeten und detektierten Laserstrahlen (22, 37) und der zu bestimmenden ersten XY-Ebene (50a) zu bestimmen.
- Optisches System (3a, 3b) gemäß Anspruch 13 , dadurch gekennzeichnet , dass das optische System (3a, 3b) als eine Datenbrille ausgebildet ist.
- Optisches System (3a, 3b) gemäß einem der Ansprüche 13 oder 14 , dadurch gekennzeichnet , dass die erste Photodiode (35), und insbesondere eine zweite Photodiode (36), seitlich neben dem Auge (1a, 1b, 1c, 1d, 1e), insbesondere an einem Brillenbügel (8), angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung eines Abstands eines Auges, insbesondere einer Pupille des Auges, zu einem, insbesondere in Blickrichtung vor dem Auge liegenden, Brillenglas, insbesondere in einer Z-Richtung. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Recheneinheit zur Bestimmung eines Abstands eines Auges zu einem Brillenglas und ein optisches System. Stand der Technik Datenbrillen mit einer Retina Projektion sind aus dem Stand der Technik bekannt. Es kann passieren, dass sich die Datenbrille auf der Nase des Brillennutzers verschiebt, wodurch es zu einer fehlerhaften zweidimensionalen Erfassung des Auges, insbesondere einer Pupille des Auges, durch den in die Datenbrille eingebauten Eyetracker kommt. Die genaue Erfassung der Position des Auges, insbesondere der Pupille des Auges, ist jedoch bei der Retina Projektion notwendig, um mit dem Laserstrahl des optischen Systems die Pupille zu treffen. Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zu entwickeln, welches das vorstehend beschriebene, insbesondere technische, Problem löst. Offenbarung der Erfindung Zur Lösung der Aufgabe wird ein Verfahren zur Bestimmung eines Abstands eines Auges, insbesondere einer Pupille des Auges, zu einem, insbesondere in Blickrichtung vor dem Auge liegenden, Brillenglas, insbesondere in einer Z-Richtung, gemäß Anspruch 1 vorgeschlagen. Weiterhin wird eine Recheneinheit zur Bestimmung des Abstands des Auges zu dem Brillenglas gemäß Anspruch 11 vorgeschlagen. Darüber hinaus wird ein optisches System gemäß Anspruch 12 vorgeschlagen. Bei dem Verfahren zur Bestimmung eines Abstands eines Auges zu einem Brillenglas handelt es sich bei dem Abstand insbesondere um einen Abstand einer Pupille des Auges zu dem Brillenglas, insbesondere zu einem in oder auf einem ersten Bereich des Brillenglas angeordneten ersten holographischen optischen Element. Weiterhin ist das Brillenglas insbesondere in Blickrichtung vor dem Auge liegend und in Z-Richtung relativ zu dem Auge angeordnet. Bei dem Verfahren wird zunächst ein Laserstrahl mittels einer ersten Laserdiode ausgesendet. Weiterhin wird der Laserstrahl mittels mittels wenigstens eines Mikrospiegels über ein erstes, in oder auf einem ersten Bereich eines Brillenglas angeordnetes erstes holographisches optisches Element gescannt. Der Laserstrahl trifft beim Scannen, insbesondere während eines Scandurchlaufs, zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit unterschiedlichen Auftreffpunkten auf dem ersten holographischen optischen Element auf. Folgend wird der Laserstrahl in Richtung des Nutzerauges mittels des ersten holographischen optischen Elements umgeleitet. Weiterhin wird wenigstens ein, zu einem ersten Zeitpunkt ausgesendeter, auf das erste holographische optische Element mit einem ersten Auftreffpunkt auftreffender und von dem Auge, insbesondere einer Cornea oder einer Sklera des Auges, reflektierter Laserstrahl mittels einer ersten Photodiode detektiert. Weiterhin wird eine, insbesondere aktuelle, erste Position des Auges, insbesondere der Pupille des Auges, in einer XY-Ebene ermittelt. Diese XY-Ebene verläuft insbesondere im Wesentlichen parallel zu der Haupterstreckungsebene des Brillenglases. Weiterhin ist diese XY-Ebene insbesondere beliebig zu dem Brillenglas beabstandet. Es handelt sich also hierbei um eine von mehreren möglichen XY-Ebenen, deren Abstand zu dem Brillenglas noch unbekannt ist. In einem weiteren Schritt wird eine erste XY-Ebene, in der das Auge, insbesondere die Pupille des Auges, mit der ersten Position des Auges, insbesondere aktuell, positioniert ist, mittels einer, insbesondere in einem ersten look-up tab-le, in einer Speichereinheit hinterlegten Zuordnung des detektierten ersten Auftreffpunkts und der zu bestimmenden ersten XY-Ebene bestimmt. Durch die hinterlegte Zuordnung kann also genau bestimmt werden, in welcher der möglichen XY-Ebenen das Auge, insbesondere die Pupille, derzeit positioniert ist. In einem weiteren Verfahrensschritt wird der Abstand des Auges, insbesondere der Pupille des Auges, zu dem Brillenglas in Abhängigkeit der bestimmten ersten XY-Ebene mittels der Recheneinheit bestimmt. Durch das beschriebene Verfahren kann somit eine dreidimensionale Position des Auges, insbesondere der Pupille, bestimmt werden. Vorzugsweise ist hierfür in der Speichereinheit, insbesondere in dem ersten look-up table, ebenfalls der Abstand der ersten XY-Ebene zu dem Brillenglas hinterlegt. Bevorzugt ist für die erste Position des Auges in der, insbesondere beliebig zu dem Brillenglas beabstandeten, XY-Ebene eine erste Zuordnung der unterschiedlichen Auftreffpunkte der Laserstrahlen und der zu bestimmenden ersten XY-Ebene mittels der Speichereinheit hinterlegt. Demgegenüber ist für eine, gegenüber der ersten Position unterschiedliche zweite Position des Auges in der, insbesondere beliebigen, XY-Ebene eine gegenüber der ersten unterschiedliche zweite Zuordnung, insbesondere in einem zweiten look-up table, der unterschiedlichen Auftreffpunkte der