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DE-102024210639-A1 - Elektrisches Kabel mit Steckerkontur und Verfahren zur Herstellung einer Steckerkontur an einem elektrischen Kabel

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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches Kabel, insbesondere Hochvoltkabel, umfassend einen ersten Abschnitt mit einer ersten Dichte, einen zweiten Abschnitt mit einer zweiten Dichte, wobei die erste Dichte höher ist als die zweite Dichte, insbesondere durch eine Kompaktierung des ersten Abschnitts, und ein Kontaktlamellenelement, wobei das Kontaktlamellenelement auf einer Kontaktfläche des ersten Abschnitts befestigt ist, um mit dem ersten Abschnitt zusammen eine Steckerkontur auszubilden, und wobei auf die Kontaktfläche eine Struktur aufgebracht ist, um die Befestigung des Kontaktlamellenelements auf der Kontaktfläche zu verbessern.

Inventors

  • Andreas Russ

Assignees

  • Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Dates

Publication Date
20260507
Application Date
20241106

Claims (11)

  1. Elektrisches Kabel, insbesondere Hochvoltkabel, umfassend - einen ersten Abschnitt (10) mit einer ersten Dichte, - einen zweiten Abschnitt (11) mit einer zweiten Dichte, wobei die erste Dichte höher ist als die zweite Dichte, insbesondere durch eine Kompaktierung des ersten Abschnitts (10), und - ein Kontaktlamellenelement (20), - wobei das Kontaktlamellenelement (20) auf einer Kontaktfläche (12) des ersten Abschnitts (10) befestigt ist, um mit dem ersten Abschnitt (10) zusammen eine Steckerkontur auszubilden, und - wobei auf die Kontaktfläche (12) eine Struktur (13) aufgebracht ist, um die Befestigung des Kontaktlamellenelements (20) auf der Kontaktfläche (10) zu verbessern.
  2. Elektrisches Kabel nach Anspruch 1 , wobei die Struktur (13) auf der Kontaktfläche (12) eine physische Textur ausbildet.
  3. Elektrisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Struktur (13) zumindest einen Positionsmarker (14) zur Platzierung des Kontaktlamellenelements (20) aufweist.
  4. Elektrisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kontaktfläche (12) parallel zu einer Längserstreckungsachse (L-L) des elektrischen Kabels (1) angeordnet ist.
  5. Elektrisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Kontaktlamellenelement (20) stoffschlüssig mit dem ersten Abschnitt (10) verbunden ist, insbesondere mittels Laserstrahlschweißen.
  6. Elektrisches Kabel nach einem der Ansprüche 2 bis 5 , wobei die Struktur (13) auf der Kontaktfläche (12) Rillen aufweist, welche dazu eingerichtet sind, zumindest einen Kanal (15) zwischen der Kontaktfläche (12) und dem Kontaktlamellenelement (20) auszubilden.
  7. Verfahren zur Herstellung einer Steckerkontur an einem ersten Abschnitt (10) eines elektrischen Kabels (1), umfassend die Schritte, - Verdichten des ersten Abschnitts (10), sodass eine erste Dichte des ersten Abschnitts (10) höher ist als eine zweite Dichte eines zweiten Abschnitts (11) des elektrischen Kabels (1), insbesondere durch Kompaktieren, wobei durch das Verdichten eine Kontaktfläche (12) auf dem ersten Abschnitt (10) ausgebildet wird, - Aufbringen einer Struktur (13) auf die Kontaktfläche (12), - Anordnen eines Kontaktlamellenelements (20) auf der Kontaktfläche (12) und - Befestigen des Kontaktlamellenelements (20) auf der Kontaktfläche (12).
  8. Verfahren nach Anspruch 7 , wobei die Struktur (13) während dem Schritt des Verdichtens in die Kontaktfläche (12) eingebracht wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8 , wobei das Kontaktlamellenelement (20) im Befestigungsschritt stoffschlüssig auf der Kontaktfläche (12) befestigt wird, insbesondere mittels Laserstrahlschweißen.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9 , wobei in dem Schritt des Anordnens das Kontaktlamellenelement (20) an einem Stanzband (21) befestigt ist und wobei in einem weiteren Schritt das Kontaktlamellenelement (20) von dem Stanzband (21) getrennt wird.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10 , wobei in dem Schritt des Aufbringens der Struktur (13) zumindest ein Positionsmarker (13) und/oder eine Rille auf die Kontaktfläche (11) aufgebracht wird.

Description

Stand der Technik Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches Kabel mit einer Steckerkontur sowie ein Verfahren zur Herstellung der Steckerkontur an einem ersten Abschnitt eines elektrischen Kabels. Bei Hochvolt-Kabelsätzen für Anwendungen in der Elektromobilität werden die Leiterenden mit Steckverbindern versehen. Hierzu werden üblicherweise Kabelschuhe oder ähnliche Elemente mittels Ultraschall- oder Widerstandsschweißen angeschweißt. Aus der DE 10 2022 109 737 A1 ist eine kompakte Bauweise einer Steckerkontur an einem Leiterende bekannt, bei der ein Kontaktlamellenelement direkt auf ein kompaktiertes Kabelende aufgeschweißt wird, um eine Steckerkontur zu bilden. Die Positionierung des Kontaktlamellenelementes auf dem verdichteten Kabelende ist insbesondere zur Erzielung kleiner Positioniertoleranzen von großer Bedeutung. Spiegelnde Oberflächen des Leiterendes und des Kontaktlamellenelementes können die Positionierung des Kontaktlamellenelementes erschweren. Darüber hinaus kann eine glatte Oberfläche des Kabelendes ein Ausgasen durch Verdampfen der Beschichtung während des Montageprozesses und damit eine Porenbildung verhindern. Es wäre wünschenswert, ein elektrisches Kabel mit einer Steckerkontur und einem Verfahren zur Herstellung der Steckerkontur zu haben, das bei einfacher und kostengünstiger Herstellbarkeit ein genaues Anbringen eines Kontaktlamellenelements an einem Kabelende ermöglicht. Offenbarung der Erfindung Das erfindungsgemäße elektrische Kabel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 weist den Vorteil auf, dass die Befestigung des Kontaktlamellenelements auf einer Kontaktfläche des elektrischen Kabels verbessert werden kann und somit eine einfache und kostengünstige Herstellbarkeit des elektrischen Kabels ermöglicht werden kann. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass das elektrische Kabel einen ersten Abschnitt mit einer ersten Dichte und einen zweiten Abschnitt mit einer zweiten Dichte aufweist. Dabei ist die erste Dichte höher als die zweite Dichte, was insbesondere durch eine Kompaktierung des ersten Abschnitts erreicht wird. Des Weiteren weist das elektrische Kabel ein Kontaktlamellenelement auf, wobei das Kontaktlamellenelement auf einer Kontaktfläche des ersten Abschnitts befestigt ist, um mit dem ersten Abschnitt zusammen eine Steckerkontur auszubilden. Dabei ist auf die Kontaktfläche eine Struktur aufgebracht, um die Befestigung des Kontaktlamellenelements auf der Kontaktfläche zu verbessern. Die Struktur kann regelmäßig oder unregelmäßig sein und eine visuelle und/oder physische Textur aufweisen. Das elektrische Kabel ist vorzugsweise ein Hochvoltkabel. Der erste Abschnitt ist vorzugsweise an einem Kabelelende des elektrischen Kabels angeordnet, und der zweite Abschnitt umfasst den restlichen Teil des elektrischen Kabels. Der erste Abschnitt ist vorzugsweise quaderförmig. Weiter bevorzugt umfasst das elektrische Kabel eine Vielzahl von Litzen. Des Weiteren ist das elektrische Kabel vorzugsweise im zweiten Abschnitt isoliert und im ersten Abschnitt abisoliert, sodass der erste Abschnitt mittels der Steckerkontur eine elektrische Verbindung ausbilden kann. Weiter bevorzugt kann das elektrische Kabel mehrere Kontaktlamellenelemente aufweisen, welche an unterschiedlichen Kontaktflächen am ersten Abschnitt befestigt sind, insbesondere auf gegenüberliegenden Kontaktflächen. Das Kontaktlamellenelement ist vorzugsweise ein Blechbauteil, welches zur besseren Stromleitung vorzugsweise mit Gold, Silber oder einem ähnlichen Werkstoff beschichtet ist. Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung. Vorzugsweise bildet die Struktur auf der Kontaktfläche eine physische Textur ab. Eine physische Textur kann einfach auf die Kontaktfläche aufgebracht werden, insbesondere während des Kompaktierens. Weiter bevorzugt weist die Struktur zumindest einen Positionsmarker zur Platzierung des Kontaktlamellenelements auf. Hierdurch kann mithilfe eines Bildverarbeitungssystems die exakte Positionierung der Kontaktfläche ermittelt werden, sodass das Kontaktlamellenelement präzise auf der Kontaktfläche positioniert und anschließend befestigt werden kann. Die Kontaktfläche ist vorzugsweise parallel zu einer Längserstreckungsachse des elektrischen Kabels angeordnet. Hierdurch kann einfach und zuverlässige eine Steckerkontur an dem ersten Abschnitt des elektrischen Kabels ausgebildet werden. Bevorzugt ist das Kontaktlamellenelement stoffschlüssig mit dem ersten Abschnitt verbunden, insbesondere mittels Laserstrahlschweißen, besonders bevorzugt mittels Lasertiefschweißen. Dies kann eine feste und dauerhafte Verbindung des Kontaktlamellenelements mit dem ersten Abschnitt ermöglichen, ohne viel Wärme in das elektrische Kabel einzubringen. Des Weiteren kann hierdurch der Übertragungswiderstand reduziert werden. Die Struktur auf der Kontaktfläche weist vorzugsweise Rillen auf, welche dazu eingerichtet sind, zumindest einen Kanal zwischen der Kontaktfläche und dem Kontaktlamellenelement aus