DE-102024210653-A1 - Verfahren zur Interaktion zwischen Fahrzeugen, eine Steuerungsvorrichtung ausgebildet zur Durchführung eines solchen Verfahrens sowie ein Fahrzeug, aufweisend eine solche Steuerungsvorrichtung
Abstract
Um ein optimiertes Verfahren zur Interaktion zwischen Fahrzeugen (10, 13) bereitzustellen, wird vorgeschlagen: a. Detektion von Fahrzeugen (13) in einer vorbestimmten Umgebung (12) eines Ego-Fahrzeugs (10); b. Feststellung, ob mindestens eines der Fahrzeuge (13) von einer vorbestimmten Fahrzeuggruppe umfasst ist; c. Stellung einer Anfrage an mindestens eines der Fahrzeuge (13), welches von der vorbestimmten Fahrzeuggruppe umfasst ist, und wenn dieser Anfrage durch das mindestens eine Fahrzeug (13) zugestimmt wird; d. Aufbau mindestens einer Datenaustauschverbindung zwischen dem Ego-Fahrzeug (10) und dem mindestens einen Fahrzeug (13); e. Austausch von mindestens einer Interaktion mittels der mindestens einen Datenaustauschverbindung.
Inventors
- Tim Klatt
- Dominic Huschke
- Fritz Titzmann
Assignees
- VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT
Dates
- Publication Date
- 20260507
- Application Date
- 20241106
Claims (15)
- Verfahren zur Interaktion zwischen Fahrzeugen (10, 13), wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: a. Detektion von Fahrzeugen (13) in einer vorbestimmten Umgebung (12) eines Ego-Fahrzeugs (10); b. Feststellung, ob mindestens eines der Fahrzeuge (13) von einer vorbestimmten Fahrzeuggruppe umfasst ist; c. Stellung einer Anfrage an mindestens eines der Fahrzeuge (13), welches von der vorbestimmten Fahrzeuggruppe umfasst ist, und wenn dieser Anfrage durch das mindestens eine Fahrzeug (13) zugestimmt wird; d. Aufbau mindestens einer Datenaustauschverbindung zwischen dem Ego-Fahrzeug (10) und dem mindestens einen Fahrzeug (13); e. Austausch von mindestens einer Interaktion mittels der mindestens einen Datenaustauschverbindung.
- Verfahren gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass die Detektion in Schritt a) mittels einer drahtlosen Verbindungstechnologie und/oder kamerabasiert erfolgt.
- Verfahren gemäß Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass die drahtlose Verbindungstechnologie eine Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Technologie ist, und/oder dass die kamerabasierte Detektion eine Nummernschilderkennung ist.
- Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Interaktionen ausgewählt ist aus einer Liste umfassend: ein Teilen, ein Starten einer Kommunikation, eine Reaktion und/oder eine Herausforderung.
- Verfahren gemäß Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet , dass das Teilen umfasst: ein Teilen von Musik, ein Teilen einer Navigationsroute und/oder ein Teilen eines Navigationsziels.
- Verfahren gemäß Anspruch 4 oder 5 , dadurch gekennzeichnet , dass das Starten der Kommunikation umfasst: ein Starten eines Anrufs und/oder ein Starten eines Videoanrufs.
- Verfahren gemäß Anspruch 4 bis 6 , dadurch gekennzeichnet , dass die Reaktion das Senden von Emoticons umfasst.
- Verfahren gemäß Anspruch 3 und 4 bis 7 , dadurch gekennzeichnet , dass die Herausforderung eine kamerabasierte Kennzeichenerkennung, eine kamerabasierte Fahrzeugerkennung, eine bevorzugterweise kamerabasierte Point-of-Interest-Erkennung, eine Abfrage von Fahrmetriken und/oder eine Kombination davon umfasst.
- Verfahren gemäß Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet , dass die kamerabasierte Fahrzeugerkennung eine Farberkennung, eine Kennzeichenerkennung und/oder eine Fahrzeugmarkenerkennung umfasst.
- Verfahren gemäß Anspruch 8 oder 9 , dadurch gekennzeichnet , dass die Point-of-Interest-Erkennung eine auf Navigationsdaten basierende Erkennung in einem vorbestimmten Umkreis um das Ego-Fahrzeug (10) umfasst.
- Verfahren gemäß Anspruch 8 bis 10 , dadurch gekennzeichnet , dass die Fahrmetriken einen aktuellen Treibstoff- und/oder Stromverbrauch des Ego-Fahrzeugs (10), eine maximale Beschleunigung des Ego-Fahrzeugs (10), eine maximale Fahrgeschwindigkeit des Ego-Fahrzeugs (10) oder eine Kombination dieser umfassen.
- Verfahren gemäß Anspruch 4 bis 11 , dadurch gekennzeichnet , dass die Interaktion über ein Infotainmentsystem (18) des Ego-Fahrzeugs (10) angezeigt wird, bevorzugterweise wird eine visuelle Interaktion auf mindestens einem Bildschirm (16) im Ego-Fahrzeug (10) dargestellt und/oder eine auditive Interaktion über einen Lautsprecher des Ego-Fahrzeugs (10) wiedergegeben.
- Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Verfahren ferner einen Schritt f) umfasst: Beendigung der Interaktion basierend auf mindestens einem vorbestimmten Beendigungskriterium.
- Steuerungsvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der vorherigen Ansprüche.
- Fahrzeug (10), umfassend eine Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 14 .
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Interaktion zwischen Fahrzeugen, eine Steuerungsvorrichtung ausgebildet zur Durchführung eines solchen Verfahrens sowie ein Fahrzeug, aufweisend eine solche Steuerungsvorrichtung. Die US 2013 / 0 086 164 A1 beschreibt eine Technik zur Identifizierung von Fahrzeugen, die sich in der Nähe eines auf einer Straße fahrenden Benutzerfahrzeugs befinden, zur drahtlosen Übertragung einer Anfrage an die Fahrzeuge, um zu versuchen, mit einem der Fahrzeuge zu kommunizieren, und wenn eine bestätigende Antwort von einem beabsichtigten Zielfahrzeug empfangen wird, zum Hinzufügen des beabsichtigten Zielfahrzeugs zu einer Social-Networking-Gruppe. Der Benutzer stellt dann eine drahtlose Kommunikationsverbindung zwischen dem Fahrzeug des Benutzers und dem antwortenden Zielfahrzeug her, um eine drahtlose Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation zwischen dem Benutzer und einem Insassen des antwortenden Zielfahrzeugs herzustellen. Anschließend können weitere Fahrzeuge zu der Social-Networking-Gruppe hinzugefügt werden, um eine Plattform für die Durchführung von Gesprächen und den Informationsaustausch zwischen der Social-Networking-Gruppe zu schaffen. Die JP 200 4 157 692 A bezieht sich auf ein vorregistriertes Fahrzeug, wie z.B. das Fahrzeug eines Freundes, wenn ein Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Netzwerk zum Austausch von Informationen zwischen Fahrzeugen unter Verwendung einer an jedem Fahrzeug angebrachten Kommunikationsvorrichtung verwendet wird. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Informationsverarbeitungsvorrichtung für die Kommunikation zwischen Fahrzeugen, die in der Lage ist, automatisch einen Treffpunkt mit einem Fahrzeug anzugeben, wenn eine Kommunikation mit dem Fahrzeug möglich wird. Aus der DE 10 2015 107 618A1 ist ein Fahrzeugsystem umfassend ein Navigationssystem, eine Kommunikationsschnittstelle und eine Verarbeitungsvorrichtung bekannt. Das Navigationssystem ermittelt einen ersten Fahrzeugstandort. Die Kommunikationsschnittstelle empfängt soziale Netzwerkinformationen über ein Kommunikationsnetzwerk. Die sozialen Netzwerkinformationen umfassen einen zweiten Fahrzeugstandort. Eine Verarbeitungsvorrichtung ermittelt die Nähe des ersten Fahrzeugstandorts zum zweiten Fahrzeugstandort und erstellt eine Meldung auf der Basis der Nähe. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein optimiertes Verfahren zur Interaktion zwischen Fahrzeugen vorzuschlagen. Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Verfahrensschritte gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben. Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zur Interaktion zwischen Fahrzeugen, umfassend die folgenden Schritte vorgesehen:a. Detektion von Fahrzeugen in einer vorbestimmten Umgebung eines Ego-Fahrzeugs;b. Feststellung, ob mindestens eines der Fahrzeuge von einer vorbestimmten Fahrzeuggruppe umfasst ist;c. Stellung einer Anfrage an mindestens eines der Fahrzeuge, welches von der vorbestimmten Fahrzeuggruppe umfasst ist, und wenn dieser Anfrage durch das mindestens eine Fahrzeug zugestimmt wird;d. Aufbau mindestens einer Datenaustauschverbindung zwischen dem Ego-Fahrzeug und dem mindestens einen Fahrzeug;e. Austausch von mindestens einer Interaktion mittels der mindestens einen Datenaustauschverbindung. Durch das Verfahren kann ein Fahrer eines Ego-Fahrzeuges mit anderen Fahrzeugen interagieren, wobei die anderen Fahrzeuge individuell eingeschränkt werden können, so dass eine Interaktion nur mit explizit gewünschten Fahrzeugen erfolgt. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist, dass der Fahrer beispielsweise festlegen kann, in welcher vorbestimmten Umgebung ein Fahrzeug detektiert werden soll. Beispielsweise sind dies alle Fahrzeuge in Sichtweite und/oder in einem vorbestimmten Radius, wobei der Radius bevorzugterweise 1000 m, besonders bevorzugterweise 500 m, ganz besonders bevorzugterweise 250 m beträgt. Hierdurch werden nur Fahrzeuge festgestellt, welche für den Fahrer des Ego-Fahrzeugs relevant sind. Unter Ego-Fahrzeug versteht der Fachmann, dass es sich um das durch den Fahrer geführte Fahrzeug handelt. Um die detektierten Fahrzeuge weiter einzuschränken, wird festgestellt, ob die Fahrzeuge einer vorbestimmten Fahrzeuggruppe angehören. Beispielsweise können diese Fahrzeuge vom Fahrer des Ego-Fahrzeugs in einer Liste gespeichert sein, bevorzugterweise werden Kennzeichen gespeichert. Hierdurch kann der Fahrer des Ego-Fahrzeugs z.B. die Fahrzeuge von Familie, Freunden und/oder Arbeitskollegen als vorbestimmte Fahrzeuggruppe speichern, so dass die detektierten Fahrzeuge nach diesen gefiltert werden. Beispielsweise kann die Fahrzeuggruppe Freunde, Familie, Arbeitskollegen, Fahrzeuge einer vorbestimmten Fahrzeugmarke und/oder eine Firmenfahrzeugflotte umfassen. Durch die Stellung einer Anfrage in Schritt c) wird gewährleistet, dass eine Interaktion nur mit der Zustimmung des Fahrzeugs möglich ist. Beispielsweise kann die Zustimmung durch einen Fahrer und/oder ein